Digitales Lernen ist anders als wir denken
Dirk Werth, Chefredakteur IM+io
KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.
Dirk Werth, Chefredakteur IM+io

Frank Gerdes, IG Metall
Wenn sich die Arbeitswelt ändert, müssen Aus- und Weiterbildung mithalten können. In der Metall- und Elektroindustrie haben die Sozialpartner schon früh reagiert. Gewerkschaft und Arbeitgeber starteten einen bis heute anhaltenden agilen Prozess für digitalisierte Berufsbilder.

Michel Achenbach, Bitkom Akademie
Eine gute Gesamtbeurteilung eines Unternehmens allein reicht nicht aus, um die besten Talente anzuziehen und zu halten. Unternehmen müssen verstehen, was ihren Mitarbeitenden wichtig ist und analysieren, welche Angebote fehlen, um im Wettbewerb herauszustechen und langfristig attraktiv zu sein.

Tim Beichter und Manuel Kaiser, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
Die moderne Geschäftswelt ist geprägt von raschem Wandel, getrieben durch Technologie, soziale Veränderungen, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Lebenslanges Lernen, also kontinuierliche Weiterbildung, ist entscheidend, um Mitarbeitende für die Zukunft fit zu machen. Faktoren wie Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und der digitale Wandel treiben den Bedarf an Weiterbildung an. Innovative Lernformate und -technologien sind ausschlaggebend, um relevante Fähigkeiten zu vermitteln. Dennoch gibt es Herausforderungen wie Kosten, Widerstand gegen Veränderungen und Zeitaufwand. Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Forschung ist entscheidend für erfolgreiche Weiterbildung.

Ein Kommentar von August-Wilhelm Scheer, Herausgeber IM+io

Im Gespräch mit Verena Putzer, Creavings UG (haftungsbeschränkt)
Craevings will mehr sein als eine Plattform für kulturelle Angebote, man versteht sich als Community. Menschen sollen sich über künstlerische und kulturelle Workshops kreativ weiterentwickeln können. Zugleich sollen neue beruflichen Chancen für freischaffende Kreative eröffnet werden. Noch ist das Gründerteam ehrenamtlich engagiert, doch irgendwann soll durch Wachstum und Expansion des Konzepts auch eine Entlohnung möglich werden.

Im Gespräch mit Bernd Sautter, Software-Express GmbH & Co. KG
Als mittelständisches Softwareunternehmen ist die Software-Express GmbH & Co. KG vom Fachkräftemangel betroffen. Die qualifizierte Zuwanderung verspricht einen Lösungsansatz, den das Unternehmen in einem Pilotprojekt für sich erprobt. Schnell stellt sich heraus: Der Ansatz erfordert viel Arbeit und Geduld von beiden Seiten, kann jedoch durch Engagement zum Erfolgsprojekt werden.

Alissa Eschholz, Juliane Rohner und Martin Schmitt, Institut der deutschen Wirtschaft
Das NETZWERK Q 4.0 ist ein gemeinsames Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft, der Bildungswerke der Wirtschaft sowie anderer Bildungsinstitutionen zur flächendeckenden Qualifizierung des Ausbildungspersonals im digitalen Wandel. Das bundesweite Projekt mit 15 Projektpartnern wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der am 1. Oktober 2019 gestarteten „Qualifizierungsinitiative Digitaler Wandel – Q 4.0“ gefördert. Das Ziel des Projekts besteht in der Unterstützung des Ausbildungspersonals bei der Anpassung ihrer Ausbildungsprozesse an die digitalen Veränderungen.

Hans-Gerd Servatius, Competivation Consulting
Im Rahmen von verbindenden Strategien für die Künstliche Intelligenz spielen neue Formen der Aus- und Weiterbildung eine wichtige Rolle. Ein Ansatz, der die Vorteile der traditionellen Customized Management Education und von Massive Open Online Courses (MOOC) verbindet, ist ein spezifisches Handlungslernen von Vielen. Für Organisationen und ihre Bildungspartner ergeben sich hieraus interessante Möglichkeiten zur Bewältigung der kommenden von innovativen Querschnittstechnologien ausgehenden Welle.

Im Gespräch mit Veit Cornelis, Bildung für alle e.V.
Die Zuwanderung in den Arbeitsmarkt und damit nach Deutschland wird zunehmen müssen, wenn Deutschland im internationalen Vergleich nicht abgehängt werden und damit den wirtschaftlichen Wohlstand verlieren will. Weder das System Berufsschule noch die deutschen Unternehmen sind ausreichend auf diese Situation eingestellt. Es fehlt an Fachkräften für gezielte Deutschförderung, die Lehrpläne und Prüfungsvorgaben sind vollständig an Menschen ausgerichtet, die in Deutschland sozialisiert sind und Deutsch als Muttersprache haben. Hier setzt die „Freitagsschule“ mit ihrem Förderangebot für Auszubildende mit Migrationshintergrund an.