Lupe mit Schatz im Laptop

Mit KI Datenschätze heben

Wolfgang Faisst, ValueWorks.ai
Um sich in Zeiten rasanter technologischer Entwicklungen im Wettbewerb zu behaupten, müssen Unternehmen ihre Geschäftsmodelle anpassen. Das Gebot der Stunde lautet, Mehrwert aus Daten zu schöpfen – und zwar gemeinsam mit Partnern. Nur selten verfügen Betriebe allein über die notwendigen Daten und Technologien, um datengetriebenen Geschäftsmodelle zu realisieren. Der Gastbeitrag zeigt, wie datenbasierte Wertschöpfungsnetzwerke funktionieren und welche Hürden sich für Konzerne und KMU in der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit stellen können.

digitale Landwirtschaft

Daten säen – Digitalisierung ernten.

Bernd Rauch, Fraunhofer IESE
Im Zuge fortschreitender Digitalisierung werden Daten immer wichtiger: Sie sind Grundlage von Dienstleistungen, beschreiben und steuern Prozesse oder werden als digitale Güter gehandelt. Der Umgang mit Daten führt dabei nicht selten zu widerstrebenden Interessen, etwa wenn ungeklärt bleibt, wem sie gehören, wessen Rechte sie berühren oder wer davon profitiert. Auch die Landwirtschaft beschäftigt sich intensiv mit diesen Fragen. Bieten digitale Technologien für Datensouveränität Antworten?

Batterien

Datenpower macht Ionen schlauer

Marcel Mutz, Dirk Werth, August-Wilhelm Scheer Institut
Das Projekt „Plattform für Batteriematerialdaten, -wissen und deren Verknüpfung“ (DigiBatMat) wird über das vom BMBF geförderte akademische Förderprogramm MaterialDigital begleitet. Das August-Wilhelm Scheer Institut arbeitet gemeinsam mit Partnern in diesem Vorhaben an der Verbesserung der Batteriezellproduktion. Die entwickelte Plattform für Batteriematerialdaten stellt eine innovative Lösung dar, um die Entwicklung und Transparenz von Batterien, deren Herstellung sowie die eingesetzten Materialien weiter voranzutreiben – ein Ansatz für steigende digitale Souveränität in der Branche.

Ich digitalisiere, also bin ich!

Martin C. Wolff, Digital.Wolff, Plötz & Co GmbH
Digitale Souveränität ist eine Synthese von privaten und staatlichen Akteuren. Digitalisierung ist zivilgetrieben, sie schafft die Infrastruktur durch Unternehmen, durch Konsumenten und Nutzer der digitalen Geräte. Der klassische staatliche Souverän muss diese Synthese zur Kenntnis nehmen und seine Expertise in Form von guten, zeitgemäßen Gesetzen und Regularien einbringen. Jedoch reproduziert er stattdessen eine gefährliche Tradition der Dämonisierung der Technik.

Puzzleteil

„Ein Puzzle mit vielen Teilen“

Andreas E. Thyen, LizenzDirekt AG
Digitale Souveränität ist aktuell ein großes politisches Anliegen ohne eindeutige Definition und zu komplex, um an einfache, universelle und absolute Lösungen zu Förderung dessen zu glauben. Hingegen bestehen auch eigene Möglichkeiten, um einen Beitrag hierzu zu leisten. Am Beispiel gebrauchter Software zeigt sich etwa die Synthese und wechselseitige Stimulierung der beiden derzeitigen Hauptanliegen der Europäischen Union (Grüner Deal und Digitale Zukunft), indem sowohl ökologisch nachhaltig Werte erworben und veräußert werden wie auch damit Souveränität in Form des europäischen Wettbewerbs und der involvierten Kunden gestärkt werden.

Kopf mit Glühbirnen

Dem Dreigestirn der Innovation begegnen

Tomas Herzberger, Schaffensgeist
Digitale Souveränität findet nicht nur auf kontinentaler oder nationaler Ebene statt, auch Unternehmen und sogar Einzelpersonen können digital souverän sein. Dafür muss die Bereitschaft vorhanden sein, der digitalen Transformation aktiv und mit dem richtigen Mindest zu begegnen.