KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Wirkung zeigen!

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August-Wilhelm Scheer, Herausgeber IM+io
Kein Unternehmen kann heute noch nach dem Prinzip des Manchesterkapitalismus seine Profite maximieren. Eine rigorose Ausbeutung von Menschen und Ressourcen, um den Markt zu beherrschen, ist aus der Zeit gefallen. Aber auch heute werden immer noch Verfehlungen gegenüber der Umwelt unnötig in Kauf genommen. Die Herausforderungen der Klimakrise und auch ein gestiegenes Bewusstsein für die Verantwortung gegenüber dem globalen Süden erfordern jedoch ein radikales Umdenken.

Jahrhundertaufgabe grüner Stahl

Bild aus einer Produktionshallte der SHS mit langen Stahlteilen

Jonathan Weber, Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA
Die SHS-Gruppe – und mit ihr die gesamte europäische Stahlindustrie – muss nicht nur die traditionelle Technologie zur Stahlherstellung vollständig ersetzen, sondern gleichzeitig eine vollkommen neue Wertschöpfungskette, basierend auf direkt reduziertem Eisen (DRI), Schrott, grünem Strom und grünem Wasserstoff, aufbauen. Gleichzeitig wird die SHS-Stahl-Holding-Saar ihre gesamte System- und Prozesslandschaft innerhalb kürzester Zeit modernisieren, um schneller und besser auf die extreme Volatilität im Stahlmarkt reagieren zu können.

Geprüft auf Herz und Impact!

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Alexander Brink, Markus Groß-Engelmann und Eva Schneider, concern GmbH
Die steigende Nachfrage nach Nachhaltigkeit und Klimaneutralität stellt Unternehmen vor die Herausforderung, ihre Geschäftspraktiken anzupassen. Das erste Wirkungsrating Nachhaltigkeit von concern soll dabei helfen, Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette zu fördern und eine positive Wirkung zu erzielen. Es ist wirkungsorientiert, standardbasiert und kundenorientiert. Die Nachhaltigkeitsfaktoren basieren auf EU-Regelwerken und decken die Bereiche Umwelt, Soziales und Governance (ESG) ab.

Sustainability and Financial Performance

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Mathias Kirchmer, Scheer Americas and Widener University, Afrooz Moatari-Kazerouni and Yvonne Lederer Antonucci, Widener University
This paper outlines key considerations for organizations looking to align financial performance and sustainability through their business process management practices. By adopting these considerations, businesses can achieve long-term benefits for both financial performance and sustainability and become more socially responsible and environmentally sustainable.

Cheers to Change!

Frau filmt YouTube Livevideo mit Handy

Ein Kommentar von Marco Voigt, GREENTECH FESTIVAL 
Laut Marco Voigt, Gründer des GREENTECH FESTIVAL, können Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich und gleichzeitig nachhaltig sein. Die nachhaltige Ausrichtung der Geschäftspraktiken hat viele Vorteile wie ein verbessertes Image, zufriedene Mitarbeiter:innen und eine einfachere Rekrutierung von Talenten. Auch Banken und Investor:innen bevorzugen inzwischen nachhaltig agierende Unternehmen. Nachhaltigkeit ist somit nicht nur eine Weltanschauung, sondern kann ein Wettbewerbsvorteil sein.

Für eine bessere Welt

Vermenschlichte Erde, die lebensfroh sowie pfeifend durch das Leben spaziert

Philipp Buddemeier, Better Earth Advisory GmbH
Das Konzept der Kreislaufwirtschaft ist der vielversprechendste Ansatz, um konsequente Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen. Nachhaltig durch die wissenschaftsorientierte Berücksichtigung der planetaren Grenzen, wirtschaftlich attraktiv durch die innovationsorientierte Weiterentwicklung von Produkten und Geschäftsmodellen. Wie die systematische Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit auf allen Entscheidungsebenen gelingen kann, zeigt dieser Praxisbericht.

Barfuß auf neuen Wegen

Waldweg

Im Gespräch mit Anna Yona, Wildling Shoes GmbH
Das Unternehmen Wildling Shoes hat eine ungewöhnliche Arbeits- und Unternehmenskultur und hat sich bewusst gegen klassische Wachstumsziele und Investor:innen entschieden. Stattdessen konzentrieren sie sich auf sinnvolle Tätigkeiten und die Schaffung positiver Werte, die der Gesellschaft zugutekommen. Sie wollen ein relevantes Produkt schaffen, welches Probleme löst und eine gute Beziehung entlang der Wertschöpfungskette aufbaut. Für die Gründerin ist die Unabhängigkeit des Unternehmens wichtig, um Entscheidungen im Sinne ihrer Werte treffen zu können

Plastikfrei!

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Hella Rihl, Johanna Gäbken, plastikfreie Stadt
Nach dem Motto „Reduce and Reuse“ hat es sich die Initiative „plastikfreie Stadt“ zur Aufgabe gemacht, Plastik nicht einfach durch andere Einwegmaterialien zu ersetzen, sondern tatsächlich Ressourcen zu sparen. Ein klassisches Beispiel ist dabei die Papiertüte, die einen viel größeren ökologischen Fußabdruck als ihr Äquivalent aus Kunststoff hat und den Druck von Plastik hin zu Holz verschiebt. Die Initiative nennt das „Ressourcendruckverschiebung“ und rät Unternehmen, grundsätzlichere Fragen zu stellen, wie etwa, ob die Tüte überhaupt benötigt wird oder ob es bessere, mehrfach verwendbare Transportlösungen gibt?

Repair-Power to the People?

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Victor Mehnert, Rheinische-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn e
Zur Etablierung eines Rechts auf Reparatur müssen die vorhandenen Regelungsinstrumente miteinander verzahnt werden. Insbesondere kommt es auf das Zusammenspiel von Ökodesign- und Verbraucherrecht sowie Anpassungen im Rahmen des Gewährleistungsrechts an. Darüber hinaus bedarf es zur Förderung von unabhängigen Reparaturdienstleistern und do-it-yourself-Reparaturen einer Liberalisierung des Wettbewerbs auf dem Sekundärmarkt.

No Shame

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Adrienne Steffen, IU Internationale Hochschule
Secondhand-Konsum polarisiert in der Gesellschaft. Traditionell ist der Kauf von Gebrauchtwaren negativ assoziiert und mit dem Stigma der Armut behaftet, doch heute kaufen vor allem jüngere Verbraucher Konsumgüter aus zweiter Hand, um Ressourcen zu schonen und gleichzeitig trotzdem einen gewissen Lebensstil zu führen. Für Unternehmen ist der Gebrauchtwarenmarkt bezüglich ihrer Nachhaltigkeitsstrategie und zur Erhöhung der Umsätze ebenfalls interessant.