KI überall: Der Mensch in der KI-Revolution

Dirk Werth, Chefredakteur IM+io
Die Tech-Welt ist elektrisiert von der Vision einer KI als Übermensch. Klar ist schon jetzt, dass KI-Systeme nicht nur einfache Aufgaben erledigen, sondern auch komplexe Entscheidungen treffen, ganze Prozesse eigenständig steuern und nunmehr auch selbständig kreativ sein können. Dabei lernen sie kontinuierlich dazu und optimieren sich selbst – ein Schritt, der unsere Vorstellung von Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine revolutioniert. Doch während Optimisten die KI als Weg in eine effizientere, innovativere Zukunft sehen, warnen Skeptiker vor den Gefahren, dass der Mensch zunehmend an den Rand gedrängt wird. Was bleibt überhaupt noch „human-centered“?
KI – oder das Ende der Mittelmäßigkeit

Im Gespräch mit Sascha Schwindling, Universität des Saarlandes
Casablanca.AI, bringt mithilfe einer innovativen Software den Augenkontakt in Videokonferenzen zurück. Indem die Software, die ohne spezielle Hardwareanforderungen eingesetzt werden kann, den ganzen Kopf einer Person dreht, bleiben Mimik und Gestik der Nutzenden authentisch erhalten.
Die Herausforderung der Zukunft: Mit generativer KI Schritt halten

Im Gespräch mit Sascha Schwindling, Universität des Saarlandes
Casablanca.AI, bringt mithilfe einer innovativen Software den Augenkontakt in Videokonferenzen zurück. Indem die Software, die ohne spezielle Hardwareanforderungen eingesetzt werden kann, den ganzen Kopf einer Person dreht, bleiben Mimik und Gestik der Nutzenden authentisch erhalten.
Schwimmen, Radfahren, Laufen, Digitalisieren?

Lina Völker, Triahtlon Welt- und Europameisterin und Justus Nieschlag, Olympiateilnehmer und Triathlon Welt- und Europameister
Sportler und Sportlerinnen nutzen heutzutage eine Vielzahl von digitalen Tools und Geräten, um ihre Leistung zu überwachen und ihr Training zu optimieren. Dazu gehören Wearables wie Armbänder und Sensoren, die Parameter wie Herzfrequenz, Ruheherzfrequenz, Sauerstoffsättigung und Atemfrequenz messen. Diese Daten werden oft in spezielle Trainingsplattformen hochgeladen, auf die auch die Trainer und Trainerinnen zugreifen können, um das Training individuell anzupassen. Trotz dieser Fortschritte bleiben der menschliche Kontakt und die individuelle Betreuung durch Trainer und Trainerinnen wichtig, da digitale Tools allein nicht alle relevanten Aspekte des Trainings abdecken können.
Schule digital

Stefan Zeman, ACS Group GmbH
Von der Politik aufgelegte Förderprogramme forcieren die Digitalisierung zwar. Aber komplizierte Auflagen, mangelnde Planungssicherheit durch zögerliche staatliche Zusagen (Beispiel: DigitalPakt 2.0) oder fehlendes IT-Personal sind für Sachaufwandsträger häufig zu hohe Hürden. Trotzdem kann Digitalisierung gelingen – mit Eigeninitiative und nachhaltigen Finanzierungskonzepten, wie sie etwa von der ACS Group angeboten werden.
Lügenpresse ade!

Frank Überall, Deutscher Journalisten-Verband (DJV)
Neben handwerklichen, kreativen und inhaltlichen Fähigkeiten muss ein besonderes Augenmerk der Qualifizierung im Journalismus auf der gesellschaftspolitischen und ethischen Rolle des Journalismus liegen. Während der Berufsstand immer mehr unter Beschuss gerät, ist die Reflexion über die eigene Arbeit wichtiger denn je. Dazu gehören Kompetenzen zur Entlarvung von Falschnachrichten und sogenannten „Deep Fakes“. Deshalb muss es Ziel jeglicher Qualifizierung sein, die Professionalität auf allen Ebenen zu fördern. Nur so bleibt der redaktionell gemachte Journalismus aus Sicht des langjährigen Vorsitzenden des Deutschen Journalisten-Verbandes, Frank Überall, unterscheidbar vom allgemeinen „Mediengesumme“.
Digitalisierung didaktisch!

Benjamin Zienicke, Marian Hoffmann, Alexander Woll und Tobias Wunsch, Karlsruher Institut für Technologie KIT
Neue Impulse im Bereich der Digitalisierung in der Lehrkräfteausbildung werden am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in den innovativen Projekten digiMINT (digitalisiertes Lernen in der MINT-Lehrkräftebildung) und digiLAB (digitalisiertes Lernen in der Lehramtsausbildung) gesetzt. An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis erwerben Lehramtsstudierende neben Grundlagenwissen vor allem die Handlungskompetenz zum Einsatz digitaler Medien im Schulunterricht. Sie lernen, innovative digitale Unterrichtszenarien zu entwickeln und diese auf Wirksamkeit kritisch zu hinterfragen.
Entfesselt KI die Weiterbildung?

Ein Kommentar von Oliver Nussbaum, imc AG und gpt-4
Die Integration von Künstlicher Intelligenz im Bildungssektor verspricht eine revolutionäre Veränderung des Lernens. Von personalisierten Lernwegen bis zur Automatisierung administrativer Aufgaben ermöglicht die KI eine effizientere und individuell angepasste Weiterbildung. Trotz der Vorteile stehen jedoch Herausforderungen wie Datenschutz und Infrastrukturentwicklung im Fokus. Die KI könnte helfen, die Weiterbildung individueller zu gestalten, erfordert jedoch eine verstärkte Erstellung sinnvoller Inhalte.
Tech-Boost für Talente

Jeannette Weisschuh, educhamp
Bis 2030 sind laut einer Studie des McKinsey Global Institute (MGI) für jeden vierten Beschäftigten andere Qualifikationen beziehungsweise ein kompletter beruflicher Wechsel unabdingbar. Eine neu ausgerichtete Personalentwicklung, unterstützt durch technologische Lösungen wie Künstliche Intelligenz (KI), ist das Gebot der Stunde. Denn wie in jeder guten Partnerschaft kommt es auf ein „Perfect Match“ an.
Inklusion inklusive

Marcus Ventzke, Digitale Lernwelten GmbH und Institut für digitales Lernen
Inklusion ist ein zentrales Paradigma moderner Bildungsvorgänge. Die Umsetzung einer inklusiven Bildung erfolgt zum Großteil durch Differnzierung. Die mit medialer und funktionaler Vielfalt verbundenen Anforderungen an Lehr- und Lernmaterialien sind nur auf digitalem Weg zu erreichen.
In Zukunft wachsende Möglichkeiten von Lehr- und Lernsystemen hängen immer mehr von der Datenerfassung und -verarbeitung ab. Somit ist die inklusive Bildung eng mit der fortschreitenden Entwicklung von digitalen Technologien verbunden.