Mehr als Elektro?

Jens Katzek, Automotive Cluster Ostdeutschland GmbH
GreenTech im Automobilbereich geht über die Entwicklung von Elektroautos hinaus. Denn die Anforderungen der Automobilhersteller an sich selbst und damit auch an ihre Zulieferer im Bereich der Produktion haben großen Einfluss auf die CO2-Reduktion der gesamten Branche. Die Umstellung auf eine ressourcenschonende Produktion sowie der Einsatz erneuerbarer Energien im Fertigungsprozess sind dabei lediglich Beispiele für nachhaltige Initiativen der Autobauer.
It is Time to Think Circular

Andreas Rausch, Dominique Briechle, Sebastian Lawrenz, Marit Mathiszig, Center for Digital Technologies, TU Clausthal
Das Reallabor DCE bietet in seiner Gesamtheit eine hervorragende Möglichkeit, die Aspekte der Circular Economy zu untersuchen und die verschiedenen Wegebereitertechnologien und Geschäftsmodelle zu erproben und zu evaluieren. Um ein zunehmendes Innovationspotenzial für die Akteure vor Ort bieten zu können, in denen eigenen Ideen und Konzepte getestet und evaluiert werden können, soll es als feste Projektplattform in den Raum Goslar integriert werden und von dort aus weitere Teilstrukturen akquirieren.
Der digitale Produktpass

Shari Alt, August- Wilhelm Scheer Institut
Das Forschungsprojekt OekoProOf entwickelt und erprobt ein innovatives IT-System, in dessen Kern der Digitale Prozesspass steht. Mittels des Digitalen Prozesspasses können prozessbezogene CO2-Emissionen transparent dargestellt sowie die prozessualen Ressourceneffizienzen flexibel an die bestehenden auftragsbezogenen Anforderungen angepasst und gesteuert werden. Damit stellt der Digitale Prozesspass eine Lösung für alle Dienstleister der Kreislaufwirtschaft dar, welche selbst keine Produkte herstellen, in ihren Prozessen aber die Produkte ihrer Kunden wertschöpfend bearbeiten und die damit einhergehenden Emissionen auftragsgenau nachweisen möchten.
„Die Klimakrise ist kein Kampf, den man allein gewinnen kann!“

Im Gespräch mit Therese Seiringer, Vodafone Deutschland
Vodafone sieht sich in der Verantwortung, zu einem gesünderen, grünen Planeten beizutragen. Mit der GigaGreen-Strategie hat sich der Technologiekonzern ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt – und schon einiges erreicht. 100 Prozent grüne Netze und SIM-Karten aus recyceltem Kunststoff sind dabei zwei Beispiele auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen.
Ressourcenhungrig zu mehr Nachhaltigkeit

Ivo Totev, Bernhard Hecker, SUSE
Klimaschutz und Digitalisierung sind Topprioritäten in Politik, Verwaltung und Unternehmen. Innovative Open Source-Technologien, die durch offene Zusammenarbeit einer diversen weltweiten Community aus Unternehmen, Organisationen und Individuen entwickelt werden, haben eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der Krise.
Plastik auf Kredit

Christian Rühlmann, precycle
Das Plastikkreditsystem von precycle ermöglicht es Unternehmen sowie Privatpersonen, den Plastikfußabdruck zu kompensieren und so einen wirkungsvollen Beitrag zur Beseitigung des globalen Plastikproblems zu leisten. Das Start-up verfolgt damit einen dreifachen Ansatz: ökologisch, ökonomisch sowie sozial. Denn neben der Beseitigung von Plastikmüll aus der Umwelt unterstützt precycle Unternehmen der Abfallwirtschaft im globalen Süden und legt besonderen Wert auf faire Arbeitsbedingungen bei seinen Projektpartnern.
Smart Finance goes green

Kai-Otto Landwehr, Siemens Financial Services
Die Industrie steht unter Druck, durch das Senken des Energieverbrauchs Co2-Emissionen zu minimieren. Da die Energiekosten einen signifikanten Anteil des Produktionswertes ausmachen, muss dafür gesorgt werden, dass die Energieversorgung zukunftssicher, umweltfreundlich und kostengünstiger wird. Intelligente Finanzierungslösung können dabei helfen, diese Herausforderung zu meistern. Dabei können kleine und große Projekte unterstützt werden, ohne dass dabei ein finanzielles Risiko eingegangen werden muss.
Gemeinsam grün

Bernhard Puttinger, Green Tech Cluster Styria GmbH
Im Green Tech Valley findet sich eine hohe Dichte an Unternehmen aus den Bereichen Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. Das übergeordnete Motto lautet: 100 – „One Earth“, „Zero Carbon“, „Zero Waste“. Durch Open Innovation oder Trendradare werden dabei die dort ansässigen Unternehmen unterstützt, was zu spannenden Innovationen führt, wie zum Beispiel der weltgrößten Batterierecyclinganlage.
Energie als Massenmarkt

Prof. Dr. Joachim Seifert, Technische Universität Dresden
Mit der Corporate Sustainability Reporting Directive der EU sind künftig fast 50.000 Unternehmen verpflichtet, einen Nachhaltigkeitsbericht zu veröffentlichen. Software-Lösungen wie die des Berliner Greentechs Plan A helfen Unternehmen, ihren CO2-Fußabdruck automatisiert sichtbar zu machen und ihre Leistungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung (ESG) zu verbessern. Dazu sammelt, verarbeitet und analysiert die KI-gesteuerte Plattform Emissions- und ESG-Daten, erstellt CO2-Reduktions- und ESG-Optimierungspläne und automatisiert den Berichtsprozess.
DHL hits the Road

Baris Cem Sal, Minh Pham, Deutsche Post DHL Group
Die Deutsche Post DHL Group hat 2021 eine Nachhaltigkeits-Roadmap vorgestellt. Sie sieht Investitionen von rund 7 Mrd. Euro in klimaneutrale Logistik vor. Schwerpunkte sind alternative Flugtreibstoffe, eine emissionsfreie E-Fahrzeugflotte sowie Investitionen in klimaneutrale Gebäude. Daneben setzt der Logistik-Anbieter auf digitale Projekte, wie eine nachhaltige Routenplanung durch innovative Data Science, KI für die Routenplanung bei alternativen Kraftstoffen und Green-Coding für mehr Nachhaltigkeit in der Logistik.