Die Normierung der Stadt

René Lindner, DIN, Klaus Illigmann, Stadt München, Joachim Schonowski, msg systems ag
Normen und Standards sind zentrale wirtschafts-, gesellschaftspolitische und nachhaltige Instrumente. Insbesondere im Kontext von „Smart Cities“ und digitalen Technologien steigt die Bedeutung von Standards. Sie setzen einen gemeinsamen Rahmen, auf den Zukunftstechnologien aufbauen können und definieren z. B. Terminologie, Schnittstellen, Formate, Sicherheits- und Qualitätsanforderungen. Somit unterstützt die Standardisierung bei der Umsetzung von Zielen, Strategien und insbesondere bei technischen Fragestellungen. Das Spektrum von möglichen Standardisierungen ist weit. Es reicht von „Wie können Systeme resilient und dennoch offen für eine Weiterentwicklung sein?“, „Wie interoperabel sind Systeme?“ Oder „Wie vermeiden wir einen „Lock-In-Effekt“? bis hin zu „Wie können wir sensible Daten vor unerlaubten und kriminellen Zugriffen sichern und schützen?“. Eine der relevanten Bezugs- und Umsetzungsebenen ist dabei die der Kommunen und Gebietskörperschaften. Durch die unmittelbare Bürgernähe entscheidet sich hier im Kontext der kommunalen Daseinsvorsorge die Akzeptanz und das Vertrauensniveau auf Seiten der Bürger in Sachen Digitalisierung.
Das Stromnetz der Zukunft ist intelligent

Felix Hübner, VSE AG
Digitalisierung bedeutet für Produktion und Nutzung von Windenergie längst mehr als das Smartphone und die Zoom-Konferenz. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten gründet der aktuelle Erfolg der Windenergie nicht nur auf der breiteren Flächenbereitstellung, die nach wie vor die Basis bildet. Einen entscheidenden Beitrag leistet die digitale Revolution mit Blick auf Anlagenentwicklung, Service und Wartung, Prognosesicherheit und neue technische Systeme.
Digital auf hoher See

Detlev Spierling, freier Journalist
Mit einem starken Netzwerk maritimer Spezialunternehmen und einer Flotte von mehr als 150 Schiffen gehört die Hartmann-Gruppe zu den führenden Reedereien weltweit. Das Unternehmensnetzwerk will schneller und flexibler auf wandelnde Kundenanforderungen reagieren und dafür seine internen Prozesse optimieren sowie die notwendigen IT-Systeme modernisieren. Dabei setzen die Schifffahrtsexperten auf die leistungsfähige Low Code-Entwicklungsplattform des niederländischen Anbieters Thinkwise Software.
Auf digitaler Spurensuche

Sabine Schründer, Astrid Lipski, IP SYSCON GmbH
Die Kenntnis des Vorkommens von Arten und Lebensräumen ist wesentliche Grundlage für die planerische Arbeit im Naturschutz. WebGIS-gestützte Erfassungssysteme effektivieren die dafür notwendige Geländearbeit im ehrenamtlichen wie im hauptamtlichen Naturschutz. Das angeführte Beispiel eMapper macht deutlich, wie breit die Anwendungsmöglichkeiten sind: Sie reichen von öffentlichkeitswirksamen Katastern über Fachanwendungen für Erfassung und Monitoring bis hin zu Citizen Science.
Online vor Ort

Christian Hasselbring, wir-liefern.org
Von 2019 auf 2020 stiegen die Umsätze im Onlinehandel um fast ein Viertel, Plattformen wie Amazon haben ihren Anteil daran auf mehr als 50 Prozent ausgebaut. Gleichzeitig sehen sich knapp 60 Prozent der Einzelhändler in ihrer unternehmerischen Existenz bedroht. 25 Jahre nach dem Start des kommerziellen Internets gibt es also wenige Gewinner und sehr viele Verlierer. Wie sich das ändern kann, beschreibt Christian Hasselbring – Mitgründer der Pro-bono-Initiative wir-liefern.org, die den Handel seit dem ersten Lockdown unterstützt.
Zur Datenhauptstadt werden!

Brigitte Lutz, Magistratsdirektion Stadt Wien
Grundlage der digitalen Infrastruktur der Stadt ist eine klare Datenlandschaft, damit etwa die Führungskräfte jederzeit Auswertungen basierend auf qualitätsgeprüften Daten abrufen und so fundierte Entscheidungen treffen können. Für das Management der riesigen Datenmengen wurde eine Data Excellence Strategie entwickelt, die Daten nach allgemein anerkannten Prinzipien strukturiert. Die Strategie wird verwaltungsintern bereichsübergreifend von einer professionellen Stelle umgesetzt sowie Mitarbeiter gezielt geschult.
Die KI als Chauffeur

Mathias Wilde, Hochschule Coburg
Die neuen Technikwelten des autonomen Fahrens sind die alten: Seit den 1930er-Jahren verspricht man sich von selbstfahrenden Automobilen mehr Sicherheit, Zeit für Freizeit oder Arbeit sowie die Lösung von Verkehrsproblemen. Nun ist die Technik greifbar nahe und die Städte sind gefragt, das autonome Fahren so in den öffentlichen Raum zu bringen, dass es einen Nutzen nicht allein für die Fahrzeuginsassen, sondern für alle Menschen generiert.
Sicherheit geht vor!

Jens Junak, Creditsafe Deutschland GmbH
An jedes potenzielle Neukundengeschäft heften sich Erwartungen an den gemeinsamen Erfolg. Um von bösen Überraschungen verschont zu bleiben und sowohl Schwächen als auch Risiken des Gegenübers frühzeitig zu erkennen, lohnt sich eine gut geplante Risikomanagementstrategie – noch bevor die Zusammenarbeit überhaupt erst begonnen hat. So fallen Firmen mit einer schlechten Zahlungsmoral oder Liquidität direkt als potenzielles Risiko auf, während wirtschaftlich gesunde Betriebe eher einen gemeinsamen Durchbruch versprechen. Aber auch bereits bestehende Geschäftspartner sollten in regelmäßigen Abständen gescannt werden, um möglichen Problemen vorzubeugen.
GAIA-X

Tobias Dumont, Scheer GmbH
In diesem Artikel werden Einblicke in die digitale Infrastruktur Gaia- X von Europa gegeben. Auch die Unternehmen der Scheer Gruppe sind mit dabei.
Start-up startet durch!

Sebastian Berning, CuraSidium
CuraSidium blickt heute auf sechs erfolgreiche Monate der Zusammenarbeit mit dem August-Wilhelm Scheer Institut zurück. Im Februar diesen Jahres starteten Gründungsteam und Institut in eine gemeinsame Erprobung von digitalen Lösungen für die Pflege. Inzwischen stehen die Kernelemente der Lösung für eine Pilotphase fest: CuraSidium unterstützt Pflegedienste und zu Pflegende in den vier Bereichen Kommunikation, Pflegeplatzsuche, Verbesserung der Pflege sowie der initialen Pflegegradbestimmung.