Digitale Industrie: „Datenmodelle sind die komprimierteste Form, um komplexe Systeme zu verstehen.“

August-Wilhelm Scheer im Gespräch mit Irmhild Plaetrich, IM+io
„Datenmodelle sind die komprimierteste Form, um komplexe Systeme zu verstehen.“ Mit diesem Ansatz führt Prof. Dr. Scheer in seinem neuen Buch durch die Welt der digitalen Industrie. Er präsentiert über 200 Daten- und Prozessmodelle, die sämtliche Unternehmensbereiche abdecken. Ob Logistik, Fabrikplanung oder Personalmanagement – jedes Modell trägt zum Gesamtverständnis der industriellen Abläufe bei. So wird deutlich, dass Digitalisierung nur mit einem klaren methodischen Fundament erfolgreich sein kann. Das Interview mit dem Autor zeigt, welche Erkenntnisse Leserinnen und Leser erwarten dürfen.
Beyond the Physical

Markus Dahm, FOM Hochschule für Oekonomie & Management und Julian Alexander Krause, Kühne + Nagel (AG & Co.) KG
Die Digitalisierung führt zu einem disruptiven Wandel traditioneller Geschäftsmodelle und Prozesse. Um dieser Herausforderung zu begegnen, ist die Einführung eines Digital Twin of Organization (DTO) als Lösung relevant. Ein DTO ermöglicht eine digitale Abbildung der gesamten Organisation und unterstützt bei der Planung und Umsetzung von Geschäftsstrategien. Die derzeitigen Beschreibungen von DTOs sind oft nicht ausreichend, um ein klares Verständnis und eine direkte Umsetzung zu ermöglichen. Ein Übergang zu einem faktenbasierten Ansatz mit klaren Use Cases und einer soliden Datengrundlage ist notwendig, um Scheitern aufgrund der eigenen Komplexität der DTOs zu vermeiden.
Mein Zwilling geht für mich zum Arzt

Tobias Heimann, Siemens Healthineers
Siemens Healthineers ist eines der größten Unternehmen im Bereich Medizintechnik und arbeitet stets an neuen Innovationen, wie dem digitalen Patientenzwilling. Die Umsetzung dieser Technologie ist höchst komplex und erfordert daher eine große Menge an Daten und Informationen. Zukünftig könnte diese Technologie die Medizinbranche revolutionieren und sowohl in der Prävention als auch in der Therapie eingesetzt werden. Bereits heute kann der digitale Zwilling dabei helfen, Behandlungen zu beschleunigen und präziser zu machen. Zwilling Menschenleben.
Industry goes Metaverse

Tomas Cerniauskas und Dirk Werth, AWSi
Das Metaverse hat eine neue Dynamik rund um die Technologien Virtual und Augmented Reality ausgelöst. Während private Anwender und die Kreativbranche die Potenziale von Virtual Reality bereits zu nutzen wissen, agiert die Industrie aktuell noch recht verhalten und sieht den Mehrwert vor allem in Augmented Reality. Ein gemeinsames Innovationsprojekt des Entsorgungsverband Saar und des August-Wilhelm Scheer Instituts verdeutlicht das Potenzial von Augmented Reality und VR-Brillen für die virtuelle Inspektion von Abwasseranlagen.
Digitale Transformation durch Enterprise Architecture sichern

August-Wilhelm Scheer, Scheer Holding
„Outside-In“ entwickeln, Innovation, Geschäftsprozessmodellierung, Enterprise Architecture, Digital Enterprise Twin vorantreiben
Digitaler Durchblick

Tomas Cerniauskas, Dirk Werth, August-Wilhelm Scheer Institut
In einem gemeinsamen Innovationprojekt haben der Entsorgungsverband Saar und das August-Wilhelm Scheer Institut eine digitale Lösung für die virtuelle Inspektion von Abwasseranlagen entwickelt. Grundsätzlich müssen Abwasseranlagen regelmäßig befahren werden, um sicherzugehen, dass die Betriebssicherheit dieser kritischen Infrastruktur sichergestellt ist. Mit einer Virtual Reality Brille und der Technologie des digitalen Zwillings wird eine ortsunabhängige Inspektion möglich, die Fahrtwege und Zeit einspart sowie den CO2-Ausstoß vermindert. Damit stellt der Entsorgungsverband Saar die Betriebssicherheit der Abwasseranlagen sicher und reduziert gleichzeitig den Betriebsaufwand.
Das Stromnetz der Zukunft ist intelligent

Felix Hübner, VSE AG
Digitalisierung bedeutet für Produktion und Nutzung von Windenergie längst mehr als das Smartphone und die Zoom-Konferenz. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten gründet der aktuelle Erfolg der Windenergie nicht nur auf der breiteren Flächenbereitstellung, die nach wie vor die Basis bildet. Einen entscheidenden Beitrag leistet die digitale Revolution mit Blick auf Anlagenentwicklung, Service und Wartung, Prognosesicherheit und neue technische Systeme.
Zur Datenhauptstadt werden!

Brigitte Lutz, Magistratsdirektion Stadt Wien
Grundlage der digitalen Infrastruktur der Stadt ist eine klare Datenlandschaft, damit etwa die Führungskräfte jederzeit Auswertungen basierend auf qualitätsgeprüften Daten abrufen und so fundierte Entscheidungen treffen können. Für das Management der riesigen Datenmengen wurde eine Data Excellence Strategie entwickelt, die Daten nach allgemein anerkannten Prinzipien strukturiert. Die Strategie wird verwaltungsintern bereichsübergreifend von einer professionellen Stelle umgesetzt sowie Mitarbeiter gezielt geschult.
Fertigungsprozesse modernisieren
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Der „physikalische“ Digitale Zwilling – vom Konzept zum Produkt
Der Digitale Zwilling eines Produkts stellt einen umfangreichen Datenschatz dar, der den gesamten Produktlebenszyklus abdecken sollte. Jenseits der rein maschinellen Auswertung mit Machine-Learning-Algorithmen muss dieser jedoch in eine strukturierte Form gebracht werden, damit bedeutungsvolle Aussagen getroffen werden können. Hierbei können physikalische Modelle des Produkts und seiner Komponenten helfen, das Expertenwissen in einer strukturierten, physikalisch sinnvollen Form mit den Daten des Digitalen Zwillings zu verknüpfen.