KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Game on, Saarland!

GGame Base Saar sind zuständig für die Gamesförderung im Saarland. Das ist ein Ausschnitt aus dem Spiel "Space Game"

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Game on, Saarland!“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1621942460164{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Wie Gamesförderung und Medienregulierung zusammenspielen“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1621942469689{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Ruth Meyer, Landesmedienanstalt Saar, Bernd Schneider, Game Base Saar[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz & Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1598268967432{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text]Nachdem bereits 2018 der Startschuss zur saarländischen Gamesförderung unter dem Namen Game Base Saar fiel, wurde diese 2020 um eine Projektförderung erweitert. Der Landesmedienanstalt Saarland und der Saarland Medien GmbH fällt eine wichtige Doppelrolle zu: Einerseits die Medienregulierung, andererseits die Förderung ansässiger Spieleentwickler und der Ausbau des Sektors. Mit einem 3-Säulenkonzept verfolgt die Game Base Saar ihre Ziele.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text]„Sage mir, was du spielst, und ich sage dir, wer du bist.“ In diesem Satz steckt viel Wahres. So ist das Spektrum der Spiel-Genres doch ein weites, ebenso wie das ihrer Motive und Potenziale. Spiele folgen seit jeher den Prinzipien Wettkampf, Abenteuer, Chancen, Zufall, Glück. Sie schulen, ob analog oder online, Körper, Geist, Tempo, Geschicklichkeit, strategisches Denken und Reflexe. Die Digitalisierung indes hat das Angebot und den Zugang zu dieser multiplen Spielewelt enorm verbreitert und gleichzeitig die Optionen für exzessives Spielen erhöht.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Gamesbranche befindet sich seit einigen Jahren im Aufschwung. Zuletzt erhielt sie durch Corona einen weiteren Schub. Mittlerweile interessieren sich Menschen aller Altersklassen für Videospiele. E-Sport-Events sind zum Livespektakel mit tausenden Zuschauern weltweit geworden, und viele Hobbystreamer übertragen ihr Lieblingsspiel vom heimischen PC hinaus in die Welt. In Deutschland hat der Markt allein im Jahr 2020 einen Sprung von 32 Prozent erlebt [1].

Als Synergieeffekt werden durch den Verkauf der passenden Hardware auch andere Wirtschaftssektoren in IT und Entwicklung angekurbelt. So wird beispielsweise der Kultursektor immer stärker vom Gaming beeinflusst. Man muss hierbei nur an die Vielzahl von Videospielverfilmungen der letzten Jahre wie zum Beispiel Tomb Raider oder Resident Evil denken. Doch bei Spielen geht es schon lange nicht mehr ums bloße „Daddeln“. Neue Genres wie Health Games und Serious Games verfolgen tiefgründigere Ansätze. Wie der Name schon vermuten lässt, steht bei Health Games die Gesundheit der Spielenden im Vordergrund. Es kann sich hier um Spiele handeln, die das Gedächtnis von Demenz-Patienten stärken, oder um Bewegungsspiele, die mit neuen Mechaniken direkt auf die körperliche Betätigung abzielen. Im Bereich der Serious Games geht es um die Vermittlung einer Botschaft. Spiele wie das polnische „This War of Mine“ befassen sich kritisch mit ernsten Themen wie Krieg.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Die Game Base Saar“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Um den gesamten Bereich der Spieleindustrie regional zu stärken, wurde 2018 von Ministerpräsident Tobias Hans und dem damaligen Geschäftsführer der Saarland Medien GmbH, unter dem Motto „Game on!“ der Startschuss für die Game Base Saar gegeben. Im Auftrag der Staatskanzlei des Saarlandes soll das Projekt die saarländische Gamesszene fördern, bilden und vernetzen; mit diesen drei Zielen will man Spieleentwickler durch ein 3-Säulen-Konzept nachhaltig unterstützen.

„Das Saarland muss intelligenter, schneller und agiler sein als andere Bundesländer. Dazu brauchen wir Flexibilität, Bereitschaft zur Veränderung und den Mut, neue Wege zu beschreiten“, sagte Ministerpräsident Tobias Hans im Zuge der Verleihung des Game Award Saar 2020. Da die Saarland Medien GmbH eine Beteiligung der Landesmedienanstalt Saarland (LMS) ist, fällt dieser hier eine wichtige Doppelrolle zu. Einerseits soll die Gamesbranche gefördert und ausgebaut werden, andererseits ist der Hauptauftrag der LMS die Medienaufsicht und -regulierung.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Mit drei Säulen zum Erfolg“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Die erste Säule des Konzepts hat zum Ziel, Entwickler durch finanzielle Mittel direkt zu stärken. Hierzu wird seit 2018 jährlich der Game Award Saar verliehen. Mit diesem Preis wurde für die Prämierten eine Marke geschaffen, die diese auch bei der weiteren Vermarktung ihrer Produkte einsetzen können. Preise in Höhe von 500 bis 10.000 € werden in verschiedenen Kategorien verliehen. 2020 kam erstmalig der Preis für das beste Konzept hinzu. Die Vergabe erfolgt jeweils auf Vorschlag einer fachkundigen Jury. Neben Spielspaß und grafischer Realisierung spielen für die Bewertung auch Kriterien wie Story oder Marktchancen eine wichtige Rolle. Den Preis für das beste saarländische Spiel 2020 konnte Konsonautic mit „Space Game“ für sich verbuchen.

Ziel der zweiten Säule ist die Qualifikationsförderung. Hier bietet die Game Base Saar Kurse an, die sich speziell an Entwickler richten. In sogenannten „Masterclasses“ treten Experten aus der Branche auf und geben in ein- bis zweitägigen Seminaren Einblicke in den Arbeitsalltag von Spieleproduzenten. Für die Masterclasses 2021 stehen bereits zwei renommierte Redner fest. Inhaltlich wird es hier um die Aufarbeitung komplexer, gesellschaftlicher Themen im Computerspiel und Serious Games im Allgemeinen gehen. Eine weitere Masterclass zum Thema „Frauen in der Spieleentwicklung“ befindet sich in Planung.

Weiterhin tritt die Game Base Saar im Bereich der Förderung als Geldgeberin für verschiedene universitäre Veranstaltungen auf. So soll die Zusammenarbeit mit der Hochschullehre gestärkt und den Entwicklern die bestmögliche Vorbereitung auf den Berufseinstieg geboten werden.

Dr. Stephanie Catani vom Lehrstuhl für neue deutsche Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft an der Universität des Saarlandes sagt hierzu: „Universitäre literatur- und medienwissenschaftlich orientierte Studiengänge müssen sich dem Medium ‚Game‘ öffnen, weil das Videospiel als wirkungsmächtige Erzählform der Gegenwart kaum zu übersehen ist. Im Game und mit dem Game entstehen Geschichten, die – weit über stereotype Vorstellungen von gewaltverherrlichenden Ego-Shootern und vorhersehbaren Handlungsverläufen hinaus – komplexe und nicht selten reflexive Erzählwelten eröffnen. Indie-Games mit ihrer häufig dichten narrativen Struktur und ihren vielschichtigen Interaktionsmöglichkeiten für die Spieler:innen sind das beste Beispiel für diese Entwicklung. Gerade weil die Qualität des „Geschichtenerzählens“ (Storytelling) die Wirkungsmacht von Videospielen definieren kann, bereiten auch „erzählaffine“ Disziplinen wie die Literatur- und Medienwissen¬schaften auf das Berufsfeld „Gamebetrieb“ vor. Im Übrigen auch dort, wo es um eine kritische Befragung des Mediums im Hinblick auf stereotypisierende (sexistische, rassistische, diskriminierende) Erzähl- und Darstellungsverfahren geht.“

In diesem Rahmen fand bereits zum zweiten Mal eine Ringvorlesung zum Thema Games statt, bei der an insgesamt 12 Terminen Experten der Branche Studierenden Wissen aus der Praxis vermitteln konnten.

Die letzte Säule ist, je nach Perspektive, die Wichtigste. Hier geht es darum, ein funktionierendes Netzwerk aufzubauen und den Entwicklern zu ermöglichen, mit etablierten Größen der Branche in Kontakt zu kommen. Denn eine gute Ausbildung ist die Basis, aber um im Geschäftsleben wirklich erfolgreich zu sein, bedarf es guter Kontakte. Wir unterstützen die saarländische Gamesszene daher dabei, sich innerhalb des Saarlandes, aber auch über die Grenzen hinaus zu vernetzen. 2018 und 2019 hat die Game Base Saar in Zusammenarbeit mit dem Verband der deutschen Games-Branche eine Fahrt für saarländische Spieleentwickler zur Gamescom in Köln mit offiziellem Besuchsprogramm angeboten. Außerdem werden Interessierten zahlreiche Veranstaltungen wie die jährliche Teilnahme am Global Game Jam geboten, damit sie mit anderen jungen Entwicklern oder erfahrenen Experten in Kontakt treten zu können.[/vc_column_text][vc_single_image image=“26366″ img_size=“large“ add_caption=“yes“][vc_custom_heading text=“Zusätzliche Starthilfe“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Seit 2019 bietet das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Möglichkeit, eine Bundesförderung für Spieleprojekte zu beantragen. Um kleinen regionalen Studios noch mehr Starthilfe zu geben, hat die Game Base Saar 2020 zusätzlich eine Landesförderung auf den Weg gebracht. Die saarländischen Studios BattyRabbit, DigiTales und Konsonautic nutzen die Fördergelder aktuell, um die Veröffentlichung ihrer geplanten Spiele voranzutreiben. Das Geld soll Entwicklern auch dabei helfen, das nötige Kapital für die Beantragung der Bundesförderung aufzubringen. Eine jährliche Fortführung der Förderung ist ebenso geplant wie eine mögliche Aufstockung des Fördertopfes.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Wie geht es weiter?“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Die Zukunftspläne der Staatskanzlei als Fördergeberin und der Game Base Saar sind groß. Ziel ist es, neben der optimalen Förderung bestehender auch die Neugründung weiterer Spielestudios im Saarland anzuregen. Hierzu entsteht gerade ein sogenannter Game Hub. An diesem Ort wird Start-Ups die Möglichkeit geboten, sich günstig einzumieten und gemeinsam mit anderen Neugründern in eine große Zukunft zu starten. Neben bereits bestehenden Studios werden auch zur Gamingszene affine unabhängige Künstler und Programmierer die Gelegenheit haben, sich kurzfristig einzumieten. Sie erhalten dafür einen zeitlich begrenzten Zugang zu einer funktionierenden Büroumgebung und können neben der Infrastruktur vor allem vom Coworking-Faktor eines solchen Hubs profitieren.

Um mehr Öffentlichkeit für das Thema Gaming zu schaffen und neue Zielgruppen zu erreichen, stehen ebenfalls ab Mitte 2021 weitere neue Räume zur Verfügung. Doch nicht nur auf analoger Ebene wird das Angebot erweitert: im digitalen Bereich startet zur Jahresmitte der eigene Twitchkanal, auf dem künftige Events einerseits übertragen werden sollen, andererseits können hier aber auch eigene Veranstaltungsformate, wie beispielsweise gemeinsames Spielen mit Stargästen entstehen. Ziel ist es, die Reichweite weiter zu vergrößern und neue Zuschauer auf die saarländische Branche aufmerksam zu machen. Dadurch können mehr Kontakte geknüpft werden, und Interessierte werden motiviert, sich für einen Einstieg in die Branche zu begeistern. Twitch ist für Gamer und Gaminginteressierte das Medium zur Communitypflege. In den kommenden Jahren ist sowohl ein weiteres Wachstum der Branche zu erwarten als auch ein damit einhergehendes Wachstum von deren Förderung anvisiert.[/vc_column_text][vc_single_image image=“26368″ img_size=“large“ add_caption=“yes“][vc_custom_heading text=“Regulierung versus Förderung – eine Gratwanderung?“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Auch wenn es zunächst so klingt, als stünden die Medienregulierung als Hauptaufgabe der Landesmedienanstalt auf der einen und die Förderung der Spielebranche als Aufgabe der Game Base Saar auf der anderen Seite im Widerspruch, ist dies doch eine synergetische Koexistenz. So stellt beispielsweise die regulierende Seite sicher, dass bei der Auswahl der Titel für den Game Award ein inhaltlicher Qualitätsanspruch eingehalten wird. Medienkritische Themen der LMS wie Gewalt in Spielen finden Eingang in die Themen der Masterclasses und Berücksichtigung bei der Vergabe von Fördermitteln.

Umgekehrt ist es kein Zufall, dass maßgebliche Regulierungen im Jugendschutz aus Vorschlägen aus dem Saarland resultieren. Die LMS hat sich hier aktiv in die Gesetzgebung eingebracht und erreichen können, dass Lootboxen und andere Interaktionsrisiken im neuen Jugendschutzgesetz reguliert wurden. Außerdem tauschen sich Game Base Saar und Medienaufsicht der LMS regelmäßig hinsichtlich gezielter Sichtungen von Online-Spielen aus. Ziel der Medienregulierung im Gamessektor muss sein, einer Flutung des Spielemarktes mit „Trash“, also qualitativ minderwertigen Spielen mit fragwürdigen Inhalten, vorzubeugen.

Letzteres tut die LMS nicht zuletzt auch im Rahmen ihrer medienpädagogischen Aufgaben mit gezielten beratenden Angeboten zum Thema Games, die sich an Kinder und Jugendliche, Schulen und Eltern richten. Das aktuelle Spektrum umfasst unter anderem einen Workshop für Mädchen anlässlich des Girls’ Day 2021 zum Thema Spieleentwicklung.„Game on!“ bedeutet für die Game Base Saar und die LMS: „Wir wollen die Entwicklungen im Gamessektor nicht nur beobachten, wir wollen sie aus dem Saarland heraus mitgestalten und davon profitieren.“

 

(Bildquelle: Ausschnitt aus Spiel „Space Game“.© Konsonautic)[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Flerngroesse-eins%2F|title:Lerngr%C3%B6sse%20Eins“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]

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