KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Stromfresser Internet

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[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Stromfresser Internet“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1646037067386{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Über digitale Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Handel“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1646037079993{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Julian Maximilian Mayer, diconium strategy GmbH

(Bildquelle: Adobe Stock | 118596727 | dunnet)[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz & Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1631091070753{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text]Zum einen geht es darum, digitale Technologien und Prozesse so zu optimieren, dass sie auch ökologisch möglichst energieffizient (bspw. durch Green Coding) sind und zu keinen sozialen Benachteiligungen (bspw. KI Ethik-Richtlinien) führen. Zum anderen gilt es die Möglichkeiten der Digitalisierung für die richtigen Dinge einzusetzen, also einen positiven Mehrwert durch bspw. neue nachhaltige Geschäftsmodelle zu schaffen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text]Digitale Nachhaltigkeit ist neu und auch insbesondere für die bedeutende Handelsbranche wichtig. Bei digitaler Nachhaltigkeit (Digital Sustainability) geht es darum, die positiven sowie negativen Effekte der Digitalisierung zu verstehen und die Möglichkeiten, die uns durch digitale Technologien gegeben werden, im Sinne unserer ökonomischen, ökologischen und sozialen Ziele einzusetzen. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Digitale Nachhaltigkeit hat zwei Aspekte. Es gilt zum einen, mehr Nachhaltigkeit in der Digitalisierung zu schaffen, also den Einsatz von Technologien beispielsweise ressourcenschonender, ethischer und inklusiver zu gestalten. Es geht darum, die Dinge richtig zu tun.
Zum anderen bedeutet digitale Nachhaltigkeit aber auch, die neuen Chancen und Möglichkeiten zu nutzen, die uns durch die Digitalisierung gegeben werden. Das heißt beispielsweise Geschäftsmodelle um die Faktoren „sozial“ und „ökologisch“ zu erweitern sowie neue Formen der Transparenz und Zusammenarbeit zu schaffen. Hier geht es darum, die richtigen Dinge zu tun. Beispiele dafür gibt es viele, von Sharing-Plattformen über digitale Bildungsangebote bis hin zu Lieferkettentransparenz und Konsumentenaufklärung.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Digitale Nachhaltigkeit ist im Handel besonders aktuell und relevant“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1646037503253{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Der Handel ist in vielen Fällen die direkte Kundenschnittstelle und somit auch Projektionsfläche der immer lauter werdenden Kundenerwartungen nach mehr Nachhaltigkeit. Das betrifft nicht nur die Produkte und Dienstleistungen selbst, sondern im Sinne einer ganzheitlichen Kundenerfahrung auch immer mehr die Händler.
Der E-Commerce Trend wird sich immer weiter ausbreiten, und Shops und Marktplätze werden für Konsumenten zunehmend zur ersten Anlaufstelle. Dort erwarten Kunden beispielsweise auch, dass Händler transparente Produktinformationen zu Nachhaltigkeitskriterien zur Verfügung stellen. Zudem fordert die gesetzliche Regulatorik immer mehr von Unternehmen, sei es zur Lieferkettentransparenz oder CO2-Bilanzierungen.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Nicht jede digitale Lösung ist automatisch nachhaltig“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1646037590235{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Digitale Nachhaltigkeit braucht ein klares Konzept. Nicht jede digitale Lösung ist automatisch nachhaltig. Wir beobachten seit Jahren eine Dematerialisierung von Gütern durch digitale Lösungen. Der Wohlstand vieler Wirtschaften steigt, wobei sich der Anteil der physischen Ressourcen, die dafür notwendig sind, verringert. Software in unseren Smartphones ersetzt Digitalkameras, Bücher, Landkarten, Wasserwaagen, Plattensammlungen und sogar medizi-
nische Geräte. Allerdings benötigen digitale Produkte auch Ressourcen, primär in Form von Strom. Wenn wir also unsere Lieblingsserie streamen, online shoppen oder bei Google Fragen stellen, werden jedes Mal Daten transferiert, und elektrische Energie in den Rechenzentren wird benötigt. Je nach Technologie und Messmethode entspricht der Stromverbrauch einer Stunde Netflix ca. einem durchschnittlichen Waschgang einer Waschmaschine.
Noch drastischer wirken die Fakten im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI). Das Training eines großen KI-Modells kann so viel CO2 emittieren wie fünf PKWs über ihren gesamten Lebenszyklus [1], und die benötigte Rechenleistung von umfangreichen KI-Modellen verdoppelt sich seit 2012 alle 3, 4 Monate [2]. Die Gesamtemission von Kohlenstoffdioxid durch das Internet wird auf jährlich 830 Mio. Tonnen geschätzt, was in etwa der CO2-Belastung des weltweiten Flugverkehrs entspricht [3].
Neben den ökologischen Aspekten gibt es auch soziale. In den letzten Jahren ist vermehrt transparent geworden, dass Algorithmen benachteiligende oder gar rassistische Entscheidungen treffen können. Diese Modelle arbeiten mit Daten, die durch digitale Lösungen generiert werden, diese Daten wurden in der Vergangenheit immer wieder für Dinge missbraucht, für die sie ursprünglich nicht vorgesehen waren. All diese Veränderungen benötigen, ähnlich wie auch in der analogen Welt, einen Ordnungsrahmen und ein Bewusstsein in der Bevölkerung.
Für viele sind digitale Lösungen jedoch abstrakt, da sie nicht greifbar und häufig nur in Teilen sichtbar sind. Es ist also notwendig sich mit digitalen Technologien aktiv auseinander zu setzen, um die tatsächlichen Effekte begreifen zu können.
Das hat allerdings im Vergleich zur Entwicklungsgeschwindigkeit dieser Technologien deutlich langsamer stattgefunden. Heute befassen sich jedoch immer mehr Unternehmen und Bildungseinrichtungen mit den Möglichkeiten und Auswirkungen der Digitalisierung auf unseren Planeten und die Gesellschaft, und das Thema rückt medial mehr in den Fokus.
Viele Energiesparmaßnahmen bei Logistikprozessen, dem Betrieb von Kühlregalen oder der Beleuchtung werden erst durch digitale Lösungen ermöglicht oder optimiert. Zum Beispiel erlaubt Smart Metering heute, den Stromverbrauch ganzer Produktionsstätten und Unternehmen mittels vieler kleiner IoT-Module in Form von digital vernetzten Sensoren zu erheben und Unregelmäßigkeiten sowie Einsparpotenziale zu identifizieren. Hinzu kommt auch, dass nicht nur Einsparpotenziale bei physischen Verbrauchern, sondern auch bei digitalen in den Fokus rücken. Marktplätze, Onlineshops, Händlerportale, all das erfordert Rechenleistung und somit Energie.
Das Thema digitale Nachhaltigkeit betrifft grundsätzlich alle Bereiche, die mit digitalen Lösungen arbeiten, zum Beispiel auch das E-Commerce. Bisher lag der Fokus aber primär auf anderen Teilen der Wirtschaft und Wertschöpfungsketten, wie zum Beispiel dem produzierenden Gewerbe, da dort oft noch größere Hebel liegen. Heute erwarten Kunden aber auch von ihren Onlinehändlern ökologische und soziale Verantwortung.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Green Coding im E-Commerce: Der Weg zur Energieeffizienten Website“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1646045439152{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]

Die Grundlage für gezielte Reduktionsmaßnahmen ist es, zu wissen, wo und wie viel Strom verbraucht wird. Dafür gilt es, Datenverkehr und -mengen zu analysieren. Bei E-Commerce-Shops liegen Potenziale sowohl im Frontend, bei den verwendeten Bildgrößen, Schriftarten und Shop-Elementen (Beispiel: https://lowimpact.organicbasics.com/eur) als auch im Back-end, in der Art und Weise, wie effizient Code programmiert wurde und wo die Server stehen. Beim Green Coding geht es darum, speicherarm und möglichst redundanzfrei zu programmieren. Viele Zeilen Code liegen aufgrund von scheinbar endlos verfügbarem Speicherplatz in den digitalen Regalen. Aber nicht nur die verwendete E-Commerce-Technologie an sich, sondern auch die Art und Weise, wie der Shop aufgebaut ist, spielt eine Rolle. Kundenzentrierte Produktbeschreibungen und Bewertungen können zu einer geringeren Retourenquote und dadurch zu weniger CO2-Ausstoß beim Transport führen.
Es geht darum den Gesamtstromverbrauch, der durch das Internet notwendig wird, zu reduzieren. Handelsunternehmen können durch Suchmaschinenoptimierung (SEO) und bewusstes Hosting zu weniger Strombedarf durch Suchanfragen beitragen beziehungsweise einen saubereren Strommix wählen. Das Prinzip des Stromsparens durch Suchmaschinenoptimierung ist simpel. Kunden, die für sie relevante Websites schneller finden, benötigen weniger Klicks zum Ziel und rufen dadurch weniger Daten beim Surfen ab. Das zahlt auf den Gesamtstromverbrauch der Internetnutzung ein. Beim Hosting lässt sich ein Beitrag durch die Wahl des Anbieters bzw. der Server-Standorte leisten. Anbieter und Länder mit einem „grüneren“ Strommix und energieeffizienter Hardware emittieren weniger Treibhausgase und verbrauchen weniger Strom. Google verteilt heute bereits Rechenaufgaben auf die Rechenzentren, die in Regionen stehen, in denen stundenaktuell am meisten erneuerbare Energien zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass flexible Aufgaben über den Tag hinweg dorthin verlagert werden, wo besonders viel die Sonne scheint oder der Wind weht [4].

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Vorteile der Datennutzung und Messung nach innen und nach außen“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1646045480181{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Nach innen bilden Daten die Grundlage zur Identifikation von Optimierungspotenzialen, beispielsweise hinsichtlich Lieferketten, Transportwegen und Stromverbräuchen. Nach außen zum Kunden können sich Händler dadurch vom Wettbewerb absetzen, dass sie Nachhaltigkeitsaspekte transparent machen und dadurch Kunden bei ihrer Kaufentscheidung beeinflussen. Filtermöglichkeiten und Produktkategorisierungen hinsichtlich Nachhaltigkeitskriterien, wie Recyclinganteil, Verpackungsbeschaffenheiten oder CO2-Fußabdruck, ermöglichen es Kunden, bewusstere Entscheidungen zu treffen, und können die Lieferanten-Händler-Beziehung stärken, da beide von der Transparenz profitieren. Ein gutes Beispiel wäre hier die von Globetrotter „Eine Grüne Wahl“ Initiative. Dieses leicht erkennbare Kriterium garantiert nicht nur die nachhaltige Lieferkette, sondern beispielsweise auch gute Reparierbarkeit und Verwertung nach Gebrauch der Ware.
Ein Unternehmen braucht messbare und klar kommunizierte Nachhaltigkeitsziele. Damit es aber nicht nur bei abstrakten Zielen mit hohem Aggregationslevel bleibt, ist ein Kennzahlensystem zum Tracking der Ziele in den umsetzenden Bereichen notwendig. Diese Kennzahlen wiederum müssen sich in den Zielvereinbarungen der verantwortlichen Personen widerspiegeln. Nur so werden Nachhaltigkeitsthemen auf die Arbeitsagenden priorisiert. Beispiele dafür sind hoch individuell, stellvertretend seien hier CO2-Emissionsziele auf einzelner Bereichsebene oder Diversity-Ziele für Führungskräfte genannt. Es ist ein gutes Signal, dass auch online Marktplätze wie otto.de mit ersten Initativen den CO2- Fußabdruck bei einigen Produkten transparent machen und Kompensationsmöglichkeiten dafür anbieten.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Gute Beispiele von digitaler Nachhaltigkeit im Handel“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1646045506435{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Neben dem Onlinemarktplatz von otto.de ist Toogoodtogo ein gutes Beispiel. Es setzt sich durch die digitale Zusammenführung von Angebot und Nachfrage an schnell verderblichen Lebensmitteln von Supermärkten und Bäckereien dafür ein, dass weniger Lebensmittel nach Ladenschluss in der Mülltonne landen. Das Modell funktioniert nahezu in jeder größeren deutschen Stadt und hat über 12 Mio. Lebensmittelportionen gerettet. Ein anderes Beispiel ist Klarna. Der Payment-Provider errechnet seit einiger Zeit bei Käufen durch eine KI-gestützte Indikation den CO2-Ausstoß der Transaktion, um ein Bewusstsein für den CO2-Fußabdruck bei Konsumenten und Konsumentinnen bezüglich deren Einkäufe zu schaffen.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Digitale Nachhaltigkeit geht über Strom- sparen hinaus“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1646045538874{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Digitale Nachhaltigkeit heißt Strom sparen – aber nicht nur. Es bestehen weitere Potenziale Ressourceneinsparungen mit einer digitalen Nachhaltigkeit im Handel zu verknüpfen. Prinzipiell lassen sich durch intelligente Sharing-Konzepte nahezu alle Ressourcenauslastungen erhöhen und dadurch Ressourcen einsparen, egal ob Car-Sharing, Flat-Sharing oder das Verleihen von Bohrmaschinen. Händler sollten sich die Frage stellen, ob sich ihr Geschäftsmodell auch für Miet- und Leihkonzepte eignet. Gerade Güter mit einer geringen relativen Nutzung und in einem gewissen Preissegment sind prädestiniert dafür.
Die Erweiterung des Bewusstseins für ökologische und soziale Verantwortung auf den digitalen Bereich ist eine logische Konsequenz und lässt sich auf alle Lebensbereiche und Branchen, auch über den Handel hinaus oder die verwandten Branchen, beziehen. Es gibt noch viel zu tun, und jedes Unternehmen kann sich beteiligen.[/vc_column_text][ult_createlink title=“zu den Literaturangaben“ btn_link=“url:https%3A%2F%2Fbit.ly%2F3LvGxmY|target:_blank“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Flerngroesse-eins%2F|title:Lerngr%C3%B6sse%20Eins“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]

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