KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Sozial + digital = ideal?

Titelbild Pflege

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Sozial + digital = ideal?“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661858516881{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Erfahrungen mit der Digitalisierung in der stationären Pflegepraxis“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661858529308{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Im Gespräch mit Katrin Schmidt, AWO Vogtland

(Titelbild © Adobe Stock | 333182115 | Angelov)[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz & Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1631091070753{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text]Ob Pflegeakte, Wunddokumentation oder Medikationsplan – die AWO Vogtland macht es digital. Das Ziel der Digitalisierung: Mehr Zeit für die Pflege. Und auch als Arbeitgeber hofft der Betreiber sozialer Einrichtungen durch digitale Prozesse attraktiv zu sein.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text]Rund 400 Menschen, verteilt auf sieben Einrichtungen, beschäftigt der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Vogtland e.V. alleine im Bereich der Pflege. Getreu dem Leitmotiv „Von Menschen für Menschen!“ legt man innerhalb der Pflegepraxis großen Wert auf ein soziales Miteinander sowie viel Aufmerksamkeit für die Bewohnerinnen und Bewohner. Wie können digitalisierte Prozesse das Leitbild weiter stärken? Und wo liegen die Herausforderungen und Chancen einer digitalen Pflege-
praxis? Im Interview schildert Katrin Schmidt, Geschäftsführerin der AWO Vogtland, ihre Erfahrungen mit der Digitalisierung in der stationären Pflegepraxis.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“ Frau Schmidt, warum haben Sie sich bei der AWO Vogtland dazu entschieden, auf Digitalisierung zu setzen und wann ist der Startschuss gefallen?“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661858677592{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]KS: Nun, was beim Blick auf soziale Einrichtungen aller Art in der Regel übersehen wird, ist der enorme Verwaltungs- und Koordinationsaufwand, der betrieben werden muss, um einen reibungslosen Ablauf und die bestmögliche Pflege zu gewährleisten. Es wird viel dokumentiert, notiert, ausgefüllt und so weiter. Es ist eben nicht nur die Pflegearbeit direkt am Menschen. Und hier haben wir die Möglichkeit gesehen, die Prozesse mittels der Digitalisierung zu verschlanken und uns dadurch mehr Zeit für die Arbeit mit den Menschen, die wir betreuen, zurückzuholen und das Arbeitsfeld dadurch auch attraktiver zu machen. Somit haben wir uns Mitte 2019 dazu entschlossen, ein neues Konzept aufzustellen, das die AWO Vogtland für die Zukunft rüsten wird. Dabei hatten wir Hilfe von IT-Experten.

Im Nachhinein fiel der Startschuss also genau zur rechten Zeit, denn wenige Monate später im Corona-Lockdown konnten wir unseren Bewohnerinnen und Bewohnern dadurch den Kontakt zu ihren Angehörigen zum Beispiel per Videoschalte ermöglichen. Die Pandemie hat so zur Beschleunigung des Prozesses beigetragen.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Welche Schritte umfasst denn das von Ihnen angesprochene Zukunftskonzept? Welche Prozesse sollen digital werden?“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661858714718{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]KS: Die Projekte, mit denen wir uns im Zuge der Digitalisierung in unseren Einrichtungen beschäftigen, sind vielfältig. Da geht es beispielsweise um die digitale Pflegeakte, die Erfassung von Bewohnerstammdaten und die digitale Wunddokumentation. Aber auch der digitale Medikationsplan, mit dessen Hilfe wir die durch Ärzte verordneten Medikamente erfassen und etwaige Wechselwirkungen erkennen können, ist Teil unseres Digitalisierungsprozesses in den Einrichtungen.

Aber es ist ein langer Weg, auf dem die Mitarbeitenden mitgenommen und gut geschult werden müssen. Das gehört ebenfalls zu unserem Konzept und ist ein essentieller Schritt des Ganzen. Digitalisierung heißt für uns nicht, dass man dadurch Personal einsparen kann.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Personalreduktion ist also nicht das Ziel Ihrer Digitalisierungsvorgaben. Welche Absicht verfolgen Sie stattdessen damit? “ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661858744844{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]KS: Tatsächlich sind es gleich mehrere Ziele, die wir mit unserem Konzept zur Digitalisierung der Arbeitsabläufe verfolgen: Fehler zu vermeiden, Korrekturzeiten einzusparen, es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einfacher zu machen und natürlich die Pflege zu verbessern – all das gehört dazu. Es geht für uns vor allem darum, dem Personal freie Zeitkapazitäten zu ermöglichen, um unsere Bewohnerinnen und Bewohner bestmöglich versorgen zu können und die sozialen Komponenten, die mit die wichtigsten in der Pflege sind, zu stärken.

Digitalisierte Prozesse helfen zum Beispiel dabei, nichts zu vergessen, indem in der Pflegedokumentation erledigte Dinge in grün, und unerledigte Dinge in rot dargestellt werden. Unerledigtes kann dann entweder noch selbst ausgeführt oder bei der Dienstübergabe an die nachfolgende Kollegin oder den nachfolgenden Kollegen übergeben werden.

Am Anfang spart man, glaube ich, durch die Digitalisierung auch keine Kosten, denn zunächst müssen viele Investitionen für die notwendige Technik getätigt sowie entsprechenden Programme gestartet werden. Schulungen für das Personal, welches die Technik einsetzen soll, müssen organisiert und finanziert werden. Später, wenn die Technik läuft, wird das hoffentlich anders sein und uns auch hier einen Vorteil bringen.

Zusätzlich verfolgen wir das Ziel, als Arbeitgeber in der Pflege attraktiv zu sein. Wir wissen, dass wir im Vogtlandkreis fast Vollbeschäftigung haben und perspektivisch immer weniger Fachkräfte zur Verfügung stehen werden. Und die Welt junger Menschen, potenzieller neuer Fachkräfte für die Pflege, ist digital. Viel digitaler als meine Welt. Sie suchen nach modernen Arbeitgebern. Daher versuchen wir, hier anzusetzen und uns auch im Hinblick auf die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt durch die Digitalisierung gut aufzustellen.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Was ist Ihrer Erfahrung nach die größte Herausforderung bei der Implementierung digitaler Prozesse in der Pflege, Frau Schmidt? “ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661858787606{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]KS: Zu den größten Herausforderungen zählt sicherlich, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diese Reise mitzunehmen. Aber auch wir selbst im Leitungsteam der AWO Vogtland müssen uns in die Pflicht nehmen. Denn man muss sich zunächst einmal eingehend mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen und definieren, was möglich ist und was wir erreichen wollen. Das bedeutet: Wie kann ich das Personal für Digitalisierung begeistern? Welche Prozesse sind praktikabel, welche zu umständlich?

Relevante Prozesse bei uns sind zum Beispiel die Zeiterfassung beziehungsweise der Dienstplan. Die Dienstplangestaltung konnten wir gerade für unsere jungen Kolleginnen und Kollegen mit einer App attraktiver gestalten. So kann der Urlaub mit der Familie beispielsweise von zu Hause aus in Ruhe geplant werden. Die Wohnbereichsleitung sieht die eingetragenen Wünsche direkt, kann sich besprechen und den Plan letztlich von der Pflegedienstleitung freigeben lassen. Alles in einem Programm. Die Daten sowie die Freigabe werden dann automatisch an unsere Personalabteilung übermittelt, um sie in die Lohnabrechnung einfließen zu lassen.

Aber natürlich funktioniert auch nicht alles gleich beim ersten Versuch. Das kann auch herausfordernd sein. Digitalisierung braucht Zeit und bis ein Prozess wirklich gut funktioniert, durchläuft man viele Testphasen.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Sie haben mit dem digitalen Dienstplan ein schönes Beispiel dafür genannt, wie unkompliziert und effizient ein vorher analoger Prozess durch die Digitalisierung umgesetzt werden kann. Können Sie uns weitere konkrete Einsatzgebiete für digitale Lösungen bei der AWO Vogtland nennen?“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661858827446{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]KS: Momentan setzen wir neben der digitalen Zeiterfassung und Erstellung des Dienstplans, sowohl den Rechnungslauf, die pädagogische Akte als auch die Pflegedokumentation digital um. Zusätzlich arbeiten wir mit compu-
ter- und zeitgesteuerten Konvektomaten und Kochprozessen. Hierdurch kann der Kochvorgang schon aus der Ferne gestartet werden. Die benötigten Rezepte und Mengenangaben sind auf einem Tablet hinterlegt, welches die Gerätschaften steuert.
Für die Zukunft wäre es wünschenswert, dass auch solche Prozesse wie Krankenhauseinweisungen oder die Kommunikation mit Ärzten und Ärztinnen digitalisiert werden. Generell, die Vernetzung mit Netzwerkpartnern bietet hier noch viel Potenzial.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Wie offen sind denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Allgemeinen für die digitalen Instrumente? Nehmen sie die veränderten Prozesse ebenfalls als Erleichterung wahr? “ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661858853887{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]KS: Vor allem unsere jungen Mitarbeitenden sind sehr offen für neue digitale Instrumente.
Aber man muss aufpassen, dass man die Pflegekräfte nicht überfordert, indem zum Beispiel zu viele Daten erhoben werden und dadurch beinahe die Hälfte der zur Verfügung stehenden Zeit damit verbracht werden muss, die Daten ins System einzupflegen. Die Prozesse müssen vor allem schnell sein, um genug Zeit für die Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner, die Betreuung der Kinder und Jugendlichen und für die Arbeit im Team zu lassen.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Fachkräfte in der Pflege kommen oft aus verschiedenen Herkunftsländern mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen. Ist dies ein Hindernis für digitale Prozesse? „][vc_column_text]KS: Im Gegenteil, ich glaube, dass die Digitalisierung auch hier helfen kann. Digitale Inhalte, wie zum Beispiel Schulungsvideos, können mehrsprachig zur Verfügung gestellt werden, was eine große Hilfe für unsere Mitarbeitenden darstellt. Es gibt allen ein gutes Gefühl, denn so ist es möglich, jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter, ganz gleich seiner Sprachkenntnisse oder Herkunft, in bestehende Prozesse einzubinden und zu führen.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Was würden Sie sagen, Frau Schmidt, ist das Thema der Digitalisierung im Gesundheitswesen in Deutschland auf einem guten Weg? „][vc_column_text]KS: Bürokratie und Datenschutz sind große Aspekte, die die Digitalisierung in Teilen leider noch ausbremsen. In der Regel braucht es viele Seiten an Anträgen, die in Papierform eingereicht werden müssen, um beispielsweise Sozialhilfe zu beantragen, was häufig notwendig ist. Und wir sind ständig damit beschäftigt, Datenschutzformulare aufzusetzen und die Erlaubnis der Datenverarbeitung von unseren Bewohnerinnen und Bewohnern einzuholen. Der Schutz der Daten ist selbstverständlich wichtig und wir halten uns natürlich strikt an die gesetzlichen Vorgaben. Erhebliche Mehrarbeit beudetet das aber leider trotzdem.

Aber mit Kranken- und Pflegekassen gibt es bereits die Möglichkeit einer Übermittlung digitaler Akten, beispielsweise in der Kurzzeitpflege. Pflegegrade werden ebenfalls schon digital übermittelt. Es ist jedoch insgesamt noch viel Luft nach oben.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Das heißt, Sie würden sich von der Politik praxistauglichere Regelungen für den Pflegealltag wünschen?“][vc_column_text]KS: Im Hinblick auf die angesprochenen Herausforderungen im Arbeitsalltag der Pflegekräfte wäre das eine große Hilfe. Die Offenheit für digitale Prozesse, auch auf der Seite der Politik, kann die Weichen für eine effizientere Pflegearbeit stellen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Fmetaverse%2F|title:Metaverse%2C%20NFTs%20%26%20Cryptos“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]

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