KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Macht Homeoffice krank?
Titelbild Zoom

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Macht Homeoffice krank?“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661849111845{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Welche Gefahren durch Zoom-Fatigue lauern und wie sie gelöst werden können.“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661849123585{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Jutta Rump, Marc Brandt, Institut für Beschäftigung und Employability

(Titelbild: © AdobeStock | 354486868 | SUPERMAO)[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz und Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661761237969{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text]Kann virtuelle Kommunikation krank machen? Die Antwort auf diese Frage lautet „Ja“. Aber worauf kommt es dabei genau an und wie lässt sich dies verhindern? Zoom-Fatigue oder auch Zoom-Müdigkeit ist ein nicht zu unterschätzendes Phänomen, das bei falscher Gestaltung und Nutzung virtueller Kommunikation schnell auftreten kann. Der Artikel beschäftigt sich mit der Frage, wie ein vermehrtes Aufkommen von Homeoffice den Arbeitsalltag verändert hat und welche Herausforderungen dabei gerade im digitalen Austausch miteinander entstanden sind.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text]„Verrückt, dass wir früher extra dahin gefahren sind“. Diesen Satz hört man nicht selten, wenn es darum geht, welche Wege vor der Coronakrise angetreten wurden, um sich für einem verhältnismäßig kurzen Zeitraum zu treffen. Diese Zeiten sind inzwischen größtenteils vorbei. Zu verdanken ist das nicht zuletzt dem Aufstieg virtueller Kommunikationsplattformen, die im Zuge des steigenden Anteils an Homeoffice in der Arbeitswelt nahezu unverzichtbar geworden sind. Doch was auf der einen Seite viele Vorteile bringt, kann bei der falschen Anwendung zu enormen Problemen führen. Soweit, dass sogar die Gesundheit auf dem Spiel stehen kann.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text][/vc_column_text][vc_column_text]Die Coronakrise hat viele Unternehmen zum Umdenken gezwungen. Neue Wege mussten geschaffen werden, ob in der Organisation, bei Regelungen zum Homeoffice, beim Datenschutz, beim Umgang mit Abwesenheiten, bei digitalen Prozessen oder bei der Kommunikation. Die Liste ist lang. Nicht wenige Arbeitgeber haben durch die Krise erst entdeckt, dass ein Leben neben der Präsenzkultur überhaupt möglich ist.

Einen wichtigen Beitrag hierzu haben virtuelle Kommunikationsplattformen und Tools geleistet. Ob Zoom, Webex, Skype, Teams oder andere Plattformanbieter für den digitalen Austausch. Die Vorteile gegenüber dem Telefon liegen dabei klar auf der Hand; Man kann sein Gegenüber sehen und erkennen, wenn eine Idee für Begeisterung sorgt oder nur mäßig ankommt. Zudem lässt sich mit einem Knopfdruck der Bildschirm teilen, um gemeinsam Dokumente zu bearbeiten, Zahlen gegenzuchecken oder bei kniffligen Fragen einen schnellen Blick in die weite Welt des Internets zu werfen.

Und auch der Nutzen gegenüber aufwendigen Präsenztreffen ist nicht zu übersehen. Wurden früher noch weite Wege genommen, um sich zwei Stunden zu wichtigen Themen zu besprechen, so gelingt der Austausch nun vom heimischen Sofa aus. Die Mitarbeitenden müssen keine lästigen Wege zur Arbeit auf sich nehmen, sind erholter und sparen dabei auch noch Zeit, die sie für andere Arbeiten nutzen können. Also für alle ein Gewinn. So zumindest in der Theorie.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Die Wunderwelt der virtuellen Kommunikation und ihre Tücken“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left“][vc_column_text]In der Praxis kommt schnell die Ernüchterung. Was zunächst unkompliziert und praktisch erscheint, wird in der Realität oft zur größeren Herausforderung. Frei nach dem Motto „Dieses Meeting hätte eine E-Mail sein können“, werden unnütze und viel zu lange virtuelle Konferenzen angesetzt, die nicht selten mit dem Ergebnis „Das nehmen wir jetzt alle nochmal mit und treffen uns morgen wieder“ enden. Und auch die Konzentration vieler Teilnehmer hat unter dem Starren auf den Bildschirm teilweise sichtlich zu leiden. Schnell hin- und herwandernde Augen verraten oftmals, dass bei dem einen oder anderen Zuschauer nicht gerade die sprechende Person im Blickpunkt steht. Zu verlockend wirkt das Checken der Mails oder die Vorbereitung auf ein anderes, wichtigeres Meeting. Die Aufmerksamkeit in der Monotonie des Bildschirms ist nun einmal nicht leicht zu halten. Doch diese Alltagstücken der Bildschirmarbeit von zu Hause sind noch längst nicht alles, wenn es um negative Effekte der virtuellen Kommunikation geht. Ernster wird es, wenn sowohl die psychische als auch die physische Gesundheit auf dem Spiel stehen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“31440″ img_size=“full“ add_caption=“yes“][vc_custom_heading text=“Zoom-Fatigue – Wenn virtuelle Kommunikation krank macht“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left“][vc_column_text]Die Eintönigkeit der ewig gleichen Bilder gepaart mit dem Mangel anderer Reize außer denen, die über den flackernden Bildschirm und die stumpf dröhnenden Lautsprecher kommen, kann auf Dauer sehr erschöpfend wirken. Diese Erschöpfung wird auch Zoom-Fatigue genannt. Das damit beschriebene Phänomen bezieht sich jedoch keineswegs ausschließlich auf das Kommunikationstool von „Zoom Video Communications, Inc.“, sondern auf virtuelle Kommunikationsplattformen aller Anbieter.

Das Institut für Beschäftigung und Employability hat Ende 2020 eine Studie zum Thema Zoom-Fatigue durchgeführt. Von 422 Befragten Geschäftsführern, Führungskräften, Personalleitern, Personal-Fachleuten, Betriebs- und Personalräten sowie HR-Experten geben 60 Prozent an, an Zoom-Fatigue zu leiden.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Die typischen Symptome von Zoom-Fatigue“][vc_column_text]Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie schwer die Konzentration fällt, wenn Meetings digital stattfinden. Nahezu alle von Zoom-Fatigue Betroffenen geben an, unter Konzentrationsstörungen zu leiden, wenn sie starr auf den Bildschirm blicken. Mit mangelnder Konzentration gehen für gut die Hälfte der Teilnehmer große Ungeduld und ein Gefühl des Genervtseins einher. Dazu kommen für rund ein Drittel fehlende Balance und eine erhöhte Reizbarkeit. Zoom-Fatique hat also primär Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit und damit unmittelbar auf die Fähigkeiten, die für ein effizientes Verrichten der Arbeit essenziell sind. Darunter muss zwangsläufig die Qualität vieler Meetings leiden.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Nicht nur die Psyche wird angegriffen, auch die physische Gesundheit ist betroffen“][vc_column_text]Neben den beschriebenen Symptomen spielen auch körperliche Belastungen eine Rolle (siehe Abbildung 1). Rund 30 Prozent derjenigen, die Zoom-Müdigkeit bei sich beobachten, sprechen von Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Sehstörungen. Zudem werden Beeinträchtigungen festgestellt, die als Langzeitfolge der Konzentrationsstörungen betrachtet werden können. So treten bei circa 10 bis 15 Prozent der Betroffenen unwirsches Agieren gegenüber anderen Mitmenschen, Schlafstörungen und Fahrigkeit auf. Die ebenfalls abgefragten Aspekte Gliederschmerzen und Magenschmerzen sind dagegen eher selten spür- und sichtbar. Da aber gerade diese Symptome ebenfalls häufig zu Folgeerscheinungen psychischer Belastung zu zählen sind, ist die Gefahr groß, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch diese spürbar sind.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Belastungsfaktoren virtueller Konferenzen“][vc_column_text]Um zu wissen, was Betroffene gegen die Belastungen während virtueller Meetings tun können, muss erforscht werden, welche Punkte an diesen Meetings wirklich belastend sind. Die Ergebnisse der Studie bezüglich dieser Frage lassen sich in drei Kategorien clustern: Interpersonelle Aspekte, Organisation und Technik.

Der interpersonelle Faktor beschreibt Belastungen, die durch den ungewohnten Umgang mit anderen Teilnehmenden in virtueller Distanz entstehen. So geben 70 Prozent an, dass fehlende non-verbale Hinweise in der Kommunikation belastend wirken. Dazu zählt auch explizit das Fehlen von Gestik und Mimik, das ebenfalls von 45 Prozent genannt wird. Auch das Ausbleiben von Small Talk und die schlechteren Bedingungen zum Netzwerken wirken sich belastend auf die Teilnehmenden aus.

Bei der Organisation der Meetings werden insbesondere zu wenige Pausen sowohl während als auch zwischen den Meetings als negative Faktoren genannt. Dies geben fast 50 Prozent der Befragten an. Dazu gehört auch die Taktung der Meetings. Die schnelle Verfügbarkeit verleitet dazu, die Meetings eng getaktet aneinanderzureihen. Schließlich ist ja kein Hin- und Rückweg notwendig. Diese enge Taktung sorgt bei 40 Prozent der Befragten für ein erhöhtes Belastungsempfinden.

Zu guter Letzt wird wie schon zuvor beim fehlenden Small Talk und Netzwerken erneut der fehlende informelle Charakter bemängelt. So werden virtuelle Meetings in der Gestaltung als zu sachlich empfunden. Die „Leichtigkeit“, die normalerweise zum Beispiel durch humorvolle Zwischenbemerkungen entstehen kann, geht durch das schnelle und starre Abarbeiten von Tagesordnungen verloren. Dies ist für rund ein Drittel der Befragten belastend.

Jeder kennt den alltäglichen Ärger mit der Technik. Da ist es wenig verwunderlich, dass auch technische Mängel als Belastungstreiber bei Zoom-Fatigue eine Rolle spielen. Allem voran kritisiert mehr als die Hälfte der Betroffenen eine schlechte Tonqualität, die zu vermehrter Anstrengung während Meetings führt. Zusätzlich werden Latenzen (zeitliche Verzögerungen) als besonders belastend empfunden. 40 Prozent sind darüber hinaus über instabile Internetverbindungen frustriert und über 35 Prozent sind mit der Bildqualität unzufrieden.[/vc_column_text][vc_single_image image=“31441″ img_size=“full“ add_caption=“yes“][vc_custom_heading text=“Was man gegen Zoom-Fatigue unternehmen kann“][vc_column_text]Von den drei identifizierten Belastungsfeldern können besonders bei der Organisation am ehesten durch schnelle und unkomplizierte Maßnahmen erhebliche Verbesserungen erzielt werden (siehe Abbildung 2). Auch bei der Moderation gibt es Stellschrauben, an denen mit gezielten Kniffen gedreht werden kann. Hier würde sich mehr als die Hälfte eine Moderation wünschen, die auch humorvoll ist. Ein klares Votum gegen ein stumpfes Abarbeiten zu vieler Punkte auf der Agenda.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Wir müssen uns damit abfinden, dass sich einiges geändert hat“][vc_column_text]Homeoffice – Fluch oder Segen? Wird die Arbeit abseits des Büros zur Gesundheitsfalle durch belastende und auch ineffiziente Kommunikation, oder bringt sie einen Leistungspusch für alle Mitarbeitenden durch weniger Arbeitswege und mehr Ruhe fernab einer hektischen Präsenzkultur? Die Antwort liegt wie immer in der Mitte. Die Pandemie hat vieles verändert und die Arbeitswelt vor große Herausforderungen gestellt. Gleichzeitig wurden hierbei zahlreiche Prozesse beschleunigt, die ohnehin von vielen Experten als Notwendigkeit für die Zukunft der Arbeit betrachtet wurden. Ganz weit vorne stehen dabei Digitalisierungsprozesse und die Möglichkeit, mobil beziehungsweise von zu Hause und flexibel arbeiten zu können. Die notgedrungene schnelle Umsetzung dieser Prozesse kann und konnte in ihrer Radikalität nicht von Dauer sein und vielerorts wird der Anteil an mobiler Arbeit und Homeoffice wieder reduziert. Doch ein komplettes „Zurück auf Los“, zu einer Arbeitswelt vor 2020, wird es nicht geben. Es muss zunehmend über eine „kluge“ und passende Mischform zwischen Präsenz und mobiler Arbeit diskutiert werden.[/vc_column_text][ult_createlink title=“Zu den Literaturangaben“ btn_link=“url:https%3A%2F%2Fbit.ly%2F3dk7hKc|target:_blank“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Fmetaverse%2F|title:Metaverse%2C%20NFTs%20%26%20Cryptos|target:_blank“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]

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