KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Kreativ durch die Mangellage

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kreativ durch die Mangellage“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1676635158696{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Best Practice Plauen“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1676635165874{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Carola Blume-Brake, Ute Göbel, Steffen Ullmann, Peter vom Hagen, Paula Müller, Eric Hoffmann und Nadine Läster, Stadt Plauen

(Titelbild: © AdobeStock | 228648622 | Animaflora PicsStock)[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz und Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661761237969{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text]Kreativ durch die Krise hat für Kommunen viele Facetten: Ausfall von Arbeitszeiten kompensieren durch flexible Arbeitszeiten, Konzentration auf kritische Aufgaben, neue Arbeitsformen wie Homeoffice, mehr Teamarbeit, Chancen für Quereinsteiger. Steigende Energiekosten treffen auf ein langfristiges Energiemanagement mit eigener Stelle. Die Digitalisierung hilft bei Dokumentenmanagement in der Cloud; Software-Einführungen wie die Implementierung von Terminvergabe-Software werden beschleunigt.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text]Mangelwirtschaft, Lieferengpässe, Materialknappheit. Seit der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine ist manches weniger geworden. Aber nicht nur die Wirtschaft ist betroffen. Auch Städte und Kommunen, Verwaltungen und Bildungseinrichtungen müssen fehlende Mitarbeiter ersetzen oder Energie einsparen. Die Stadt Plauen zeigt wie sie mit Ideen und Pragmatismus den Mangel managt – und Positives bewirkt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Corona, Krieg und Lieferprobleme führten zu Engpässen auf vielen Ebenen. „Nicht nichts, aber weniger“ treffen auch Kommunen: hohe Kosten zwingen zu weniger Energieverbrauch, Krankheitsfälle bedeuten weniger Mitarbeiter in der Verwaltung, bei der Wirtschaftsförderung und in Bildungseinrichtungen bei gleichzeitigem Mehraufwand und weniger Steuer-
einnahmen. Die Krisenphänomene von 2020 bis 2022 haben nicht nur Unternehmen, sondern auch die öffentlichen Verwaltungen und Kommunen getroffen. Die Stadt Plauen im sächsischen Vogtland hat kreativ und innovativ auf veränderte Situationen reagiert.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Ausfall von Arbeitszeiten durch flexiblere Verwaltung kompensiert“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“][vc_column_text]Flexible Arbeitszeiten, die Festlegung von kritischen Aufgaben, die maßgeblich für die Allgemeinheit sind, und neue Arbeitsformen haben in den Jahren 2020 bis 2022 in der Verwaltung eine hohe Flexibilität und ein noch intensiveres bereichsübergreifendes Zusammenarbeiten aufblühen lassen. Prozesse werden stetig aufgenommen und wenn möglich verschlankt und zeitgleich digitalisiert. Mutig wurden im öffentlichen Dienst neue Wege gegangen: „Möglichmachen, was machbar ist, und den Tunnelblick erweitern“, war die Devise. Teamarbeit und ein kollegiales Verhältnis sowie Chancen für Quereinsteiger fördern die Motivation und die Zusammenarbeit. Ein bedachter Umgang mit Ressourcen ist grundlegend. Die Stadt hat ein gefestigtes Energiemanagement und geht gemeinsam voran. Nachhaltigkeit in der Beschaffung wird verankert und noch intensiver angestrebt.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Mindereinnahmen zum Teil durch Schutzschirm ausgeglichen“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“][vc_column_text]Vor allem beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer wurden in 2020 infolge der Corona-Pandemie und des kurzzeitigen Einbruchs bei den Bruttolohn- und Gehaltssummen in Deutschland wesentlich geringere Erträge und Einzahlungen erzielt als 2019 beziehungsweise gegenüber dem geplanten Ansatz vom Jahr 2020. Diese Mindereinnahmen wurden durch einen Schutzschirm von Bund und Land weitestgehend ausgeglichen. Allerdings wurden zur Stabilisierung der allgemeinen Deckungsmittel der sächsischen Kommunen die investiven Schlüsselzuweisungen aus dem kommunalen Finanz-
ausgleich in den Jahren 2021 und 2022 stark reduziert, was eine höhere Verschuldung zur Finanzierung der Investitionen zur Folge hatte.

Aus der Corona-Pandemie ergaben sich ebenfalls Belastungen bei städtischen Einrichtungen und Gesellschaften, insbesondere durch nicht realisierbare Erträge aufgrund von Schließungen und Nutzungsbeschränkungen, aber auch höhere Aufwendungen zum Beispiel für Reinigung und Desinfektion sowie Sicherheitspersonal. Zur Kompensation waren zum Beispiel bei der BÄDER Plauen GmbH zusätzliche städtische Zuschüsse zur Liquiditätssicherung notwendig.

Die in Folge des Ukraine-Krieges gestiegenen Energiepreise hatten aufgrund längerfristiger Verträge im Jahr 2022 noch keine erheblichen Auswirkungen auf die städtischen Einrichtungen und Gesellschaften.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Durch Bauzeitverzögerungen Bauabläufe neu organisieren
“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“][vc_column_text]Wie in der Wirtschaft hatten Lieferengpässe und Materialknappheit auch Auswirkungen auf die Bauvorhaben der Stadt, die entsprechend reagieren musste. Ausschreibungen gegen Jahresende mit Ausführungszeiträumen im Jahr 2023 führten zu enorm hohen Angebotspreisen. Infolgedessen wurde bei der letzten Ausschreibung eine Preisgleitklausel (für Material) für den Auftragsfall vereinbart. Die Ergebnisse sind noch offen. Bei vielen Bauvorhaben waren Lieferengpässe und Materialknappheit infolge gestörter Lieferketten zu verzeichnen und diese führten zu teils erheblichen Bauzeitverzögerungen. Darauf konnte teilweise nur gering und manchmal auch gar nicht reagiert werden. Die Bauabläufe mussten zum Teil komplett neu organisiert werden, da bei vielen Nachfolgegewerken die ursprünglichen Vertragstermine deutlich verschoben werden mussten.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Verstärktes Energie- und Klimamanagement
“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“][vc_column_text]Durch die hohen Energiepreise mussten viele Kommunen etwas weniger heizen, im Schwimmbad, in den Schulen oder in Büroräumen. In Plauen sorgt seit mehreren Jahren ein Energie- und Klimaschutzmanagement für eine effiziente und erneuerbare Versorgung der städtischen Gebäude. Stand 2022 sind auf 13 städtischen Gebäuden Photovoltaik-Anlagen (PV) installiert; in Planung beziehungsweise im Bau befinden sich derzeit vier weitere Anlagen. Nach deren Fertigstellung wird mehr als 1 Megawatt PV-Leistung auf städtischen Gebäuden installiert sein. Der Großteil der Energie kann direkt in den Gebäuden genutzt werden; Überschüsse werden ins Stromnetz eingespeist. Wärmeseitig sorgt eine Holzhackschnitzel-Heizung für eine klimaneutrale Versorgung einer Schule. Hinzu kommt ein Blockheizkraftwerk (BHKW), welches jährlich mehr als 1.000 MWh Strom und Wärme für das Stadtbad bereitstellt. Zentrale Heizungssteuerungen sorgen in nahezu allen Gebäuden für eine automatische Absenkung der Heizungsanlagen über Nacht und an den Wochenenden.

Auch die langfristige Zusammenarbeit mit lokalen Energieversorgern hat sich in der Krise als fundamental wichtig erwiesen. Durch mehrjährige Lieferverträge beziehen die meisten kommunalen Gebäude noch bis mindestens Ende 2023 Energie zu guten Konditionen. Hier zeigt sich: Wer kurzfristige Verträge beim günstigsten Anbieter abschließt, hat sicherlich in den vergangenen Jahren einiges sparen können, steht aber jetzt vor unvorhersehbaren Mehrausgaben.

Unabhängig von den Kosten musste der Energieverbrauch dennoch gesenkt werden, um die angespannte Situation in der Energieversorgung nicht zu verschärfen und Ressourcen zu schonen. So wurden im Stadtbad die Wassertemperaturen auf 26,5 Grad Celsius gesenkt und in den Verwaltungsgebäuden die Beheizung der Flure und Toilettenräume nahezu eingestellt. Die Mitarbeiter wurden für eine eigenverantwortliche Einhaltung der vorgegebenen Raumtemperaturen sensibilisiert; unter anderem werden Thermometer bereitgestellt sowie Tipps zum bewussten Umgang mit Energie im Mitarbeiterportal. Ein durch den Oberbürgermeister organisiertes Bürgerforum „Energie“ im Rahmen einer Themenwoche mit Vertretern der städtischen Versorger fand großen Anklang.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Nutzung lokaler Energieressourcen“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“][vc_column_text]Langfristig ist der einzige Weg, eine zukunftsfähige und risikofreie Energieversorgung zu erreichen, die Nutzung lokaler Ressourcen. Seien es Sonnenenergie, Erdwärme oder Holz aus dem Stadtwald – erneuerbare Energien vor Ort sorgen für Unabhängigkeit und Kostensicherheit. So werden derzeit weitere Machbarkeitsstudien erarbeitet, unter anderem für eine treibhausgasneutrale Versorgung des bestehenden Fernwärmenetzes sowie eines Erweiterungsbaus am Stadtbad.

Darüber hinaus wird von einer Kommune ebenso Unterstützung für Bürger:innen, Vereine und Unternehmen erwartet. Es besteht ein besonderer Anspruch an Information und Kommunikation sowie eine herausragende Vorbildfunktion. Wichtig ist, die aktuelle Situation nicht nur mit dem Warten auf bessere Zeiten zu überbrücken, sondern aktiv Schritte einzuleiten, die die Energieversorgung künftig auf neue Beine stellen – sowohl für die Stadtverwaltung als auch für Bürger:innen. Dies geschieht mit regionalen Partnern und lokal verfügbaren Energiequellen.

Das Energiemanagement der Stadt Plauen hat bereits Jahre zuvor mit den Maßnahmen zur Energieeinsparung begonnen und ist auf einem hohen Niveau. Neue Wege und Verbesserungen wurden auch nun gefunden und werden strategisch eingebunden. Wichtig ist, bei allen Projekten und Aktivitäten die Nachhaltigkeit und die Energieeffizienz im Blick zu haben.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Positives aus der Krise: intensiver sprechen und beraten
“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“][vc_column_text]Schwierige Zeiten können auch etwas Positives bewirken, nämlich dass Menschen bewusster werden und zum Beispiel mit Gütern sorgsamer umgehen. Wiederverwenden, Second Hand und Kreislaufwirtschaft boomen in der Krise. Unterstützung für Bürger-:innen oder der sparsame Umgang mit knappen Ressourcen werden wichtiger.

Die Tafel Plauen leistet wichtige Arbeit in der Unterstützung einkommensschwacher Bürger:innen durch die Essensausgabe. Der Verein organisiert zudem auch eine Kleiderkammer und ein Repair-Café. Durch dieses wichtige Engagement können Themen wie Nachhaltigkeit und sparsamer Umgang mit Ressourcen höhere Aufmerksamkeit in der Gesellschaft erfahren.

Gerade als das Thema Verteuerung der Energiepreise aufkam, bot die Stadt Plauen den Bürger:innen einen Gesprächsnachmittag an, bei denen ihnen auch die Preispolitik der Stadtwerke erläutert wurde. Denn natürlich stellte die allgemeine Teuerungsrate viele Einwohner-:innen vor Fragen. Das Energiemanagement informierte konkret zu Einsparmöglichkeiten in diesem Bereich.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Schub für Digitalisierung zur Problemlösung
“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“][vc_column_text]Ein Sprichwort sagt, „Not macht erfinderisch“. Manche Beobachter sehen zum Beispiel die Corona-Pandemie als Treiber der Digitalisierung im Bildungsbereich. Wie in den Unternehmen finden sich auch in der öffentlichen Verwaltung Beispiele, was durch die Notlage schneller auf den Weg gebracht wurde als in normalen Zeiten.

Insbesondere Homeoffice und/oder mobile Arbeit haben sich durch Corona als alternative Arbeitsform in der Stadtverwaltung Plauen etabliert. Die dafür notwendigen IT-Infrastrukturen (Notebooks, Bandbreiten, Fernzugriffe) wurden sehr kurzfristig errichtet. Längerfristig ist diese innovative Basis zum Beispiel bezüglich Sicherheit, Vereinfachung der Zugänge, Ein-Geräte-Strategie, Kollaboration, Nutzung privater Technik und Weiteres zu optimieren und auszubauen.

Die neuen Arbeitsformen setzen verstärkt auf digitale Abläufe. Hier ist ein wachsendes Interesse zu erkennen, analoge Abläufe zu modernisieren. Beispiele sind insbesondere die zunehmende Nutzung von Cloud-Lösungen aus dem Bereich des Dokumentenmanagements, die digitale Bereitstellung von Unterlagen sowie die Anwendung moderner Collaboration Tools für einen schnellen Informationsaustausch. Die geänderten Anforderungen und neue Randbedingungen führten in Teilbereichen auch zu einer Beschleunigung von Software-Einführungen. Beispielhaft wäre hier die kurzfristige Implementierung von Terminvergabe-Software zu nennen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Fmetaverse%2F|title:Metaverse%2C%20NFTs%20%26%20Cryptos|target:_blank“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]

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