KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Die Energiewende auf dem Dach

Solar gelb

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Die Energiewende auf dem Dach“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1646056564741{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Mit dezentraler Stromerzeugung die Energiewende voranbringen“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1646056614044{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Lena Cielejewski, prosumergy GmbH

(Bildquelle: Adobe Stock | 407227361 | CR)[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz & Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1631091070753{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text]Photovoltaikanlagen auf Mehrparteienimmobilien erzeugen Strom, der direkt vor Ort genutzt wird: Das ist Mieterstrom. So werden versiegelte Flächen zur Energieerzeugung genutzt und Solarstrom für viele Menschen zugänglich gemacht. Die Komplexität des Konzepts und der Umsetzung sowie eine verhältnismäßig geringe Förderung hemmen den Erneuerbare-Energien-Ausbau dieses Segments, welches jedoch als Schlüssel zur Akzeptanz und Sektorenkopplung dient. Deshalb muss Mieterstrom politisch aufgewertet werden.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text]Klimaschutz gelingt nur mit einer ambitionierten Energiewende. Damit einher gehen grundsätzliche Überlegungen zur Energiewelt von morgen, welche die Akzeptanz dieses Transformationsprozesses zur CO2-neutralen Gesellschaft sicherstellen muss. Wie eine breite Basis durch Partizipation geschaffen wird, zeigt Mieterstrom: Solarstrom für alle direkt vom eigenen Dach. Die komplexe Umsetzung bedarf mehr politischer Aufmerksamkeit, um das Potential von Mieterstrom für die Energiewende zu heben.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Die idee“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1646057503556{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Solaranlagen finden sich in Deutschland auf rund zwei Millionen Dächern, hauptsächlich von Einfamilienhäusern. Die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat Photovoltaik (PV) als Technologie in den letzten 20 Jahren etabliert. Während in den Anfangsjahren hohe Einspeisevergütungen für den Sonnenstrom gezahlt wurden, ist bereits seit etwa zehn Jahren die Netzparität erreicht, das heißt, es ist lohnenswerter, den Strom im Einfamilienhaus zu verbrauchen, als in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Dies gilt vor allem auch aufgrund regulatorischer Anreize für eine solche Eigenversorgung, namentlich insbesondere die Reduktion bzw. der Entfall von EEG-Umlage, Stromsteuer und Netzentgelten. Die resultierende hohe Verbreitung von PV-Anlagen geht mit einer großen Akzeptanz der Technologie in der Bevölkerung einher. Gleichzeitig wurde aber auch eine Entsolidarisierungsdebatte eröffnet: Diejenigen, die ein Eigenheim besitzen und somit ohnehin zu den ökonomisch besser gestellten zählen, profitieren von der Energiewende, finanziert von der Allgemeinheit, welche nicht durchgängig diese Partizipationsmöglichkeiten genießt. Dies ist kein theoretisches Problem, sondern schlägt sich in der Akzeptanz der Energiewende als Ganzes nieder, die nicht an der Technik scheitern wird, sondern zentral von der Akzeptanz der Bevölkerung abhängt, welche diesen Transformationsprozess – finanziell wie ideell – erst ermöglicht.
Was liegt also näher, als Solaranlagen auf Dächern von Mehrfamilienhäusern zu installieren, sodass vor Ort erzeugter Sonnenstrom auch dort genutzt werden kann? Auf diese Weise sind Erneuerbare Energien (EE) und die Vorteile der Energiewende mehr Menschen zugänglich, und zwar direkt und dezentral, fast zum Anfassen statt anonym aus der Steckdose. Genau das leistet Mieterstrom. Dazu können Eigentümer und Eigentümerinnen von Mehrfamilienhäusern eine PV-Anlage auf dem Dach installieren lassen und diese betreiben. Nun treffen Eigentümer jedoch auf das erste große Hindernis: Wie kommt der Strom zu den Mietern und Mieterinnen? Öffentlichkeit ohne hinreichenden Nachweis – wird endgültig ein Riegel vorgeschoben.
Folgen Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung vornehmlich legislativen und moralischen Richtlinien (gerechte Entlohnung, Geschlechterquoten, Sicherheit usw.), beruhen die ökologischen Aspekte auf physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Die Messung der Auswirkungen des Unternehmens auf das Klima sowie etwaige Lösungsansätze basieren folglich auf wissenschaftlichen Daten und Erkenntnissen. Das prädestiniert vor allem die „E“-Sparte, in ein digitales mittels Künstlicher Intelligenz (KI) gesteuertes Software-Instrument überführt zu werden, das automatisiert und branchenübergreifend die Kohlenstoffbilanz für Unternehmen erstellt, Dekarbonisierungspfade ausweist und die Berichterstattung automatisiert.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Umsetzung“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1646057535055{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Strom liefern dürfen nur Energieversorger. Diese müssen diverse Anforderungen erfüllen, mit Behörden von Bundesnetzagentur bis Hauptzollamt kommunizieren und natürlich eine Vielzahl von Gesetzen (zum Beispiel das Energiewirtschaftsgesetz) und Verordnungen (etwa die Herkunfts- und Regionalnachweis-Durchführungsverordnung zur korrekten Ausweisung der Stromherkunft) beachten. Dies überfordert Privatpersonen regelmäßig. Mieterstrom stellt selbst in der Energiebranche eine komplizierte Nische dar, sodass der Aufwand zum Aufbau entsprechender energiewirtschaftlicher Expertise insbesondere für die meisten branchenfremden Akteure, zum Beispiel die Wohnungswirtschaft, nicht vertretbar ist. Es empfiehlt sich daher häufig die Zusammenarbeit mit spezialisierten Dienstleistungsunternehmen wie beispielsweise der prosumergy GmbH. Diese können einerseits bereits vorab bei der Planung unterstützen, da auch technische Besonderheiten in der Stromzählerinfrastruktur zu berücksichtigen sind. Andererseits müssen Stromkunden und Stromkundinnen gesetzeskonform beliefert und betreut werden, inklusive Zahlungsabwicklung. Um diese technischen, rechtlichen und administrativen Pflichten nicht erfüllen zu müssen, können Eigentümer den erzeugten Strom aus der Anlage an den Energiedienstleister verkaufen, der wiederum die Belieferung der Stromkunden in seiner Funktion als offizieller Energieversorger übernimmt.
Durch die Kooperation mit einem Dienstleister wie prosumergy vereinfacht sich das Thema Mieterstrom für Eigentümer somit erheblich. Möchten die Eigentümer darüber hinaus auch den Betrieb der PV-Anlage auslagern, kann diese zu diesem Zweck an den Energiedienstleister verpachtet werden. Sollten Eigentümer ebenfalls die Investition in eine PV-Anlage scheuen, können Sie lediglich das Dach verpachten, sodass die Finanzierung (und der Betrieb) der PV-Anlagen extern erfolgt. Hier ist neben den erwähnten Dienstleistungsunternehmen, welche geeignete Contracting-Modelle anbieten, insbesondere auch an die Einbindung von Bürgerenergiegenossenschaften zu denken, die lokale Investitionsmöglichkeiten suchen. Menschen, die im Ort oder sogar im Gebäude leben, können so mittelbar selbst durch die Genossenschaft an der erwirtschafteten Rendite „ihrer“ Anlage teilhaben, um lokal die dezentrale, bürgernahe Energiewende voranzubringen und die regionale Wertschöpfung zu stärken. Auf diese Weise werden die Vorteile der Energiewende auf noch mehr Köpfe verteilt.[/vc_column_text][vc_single_image image=“31248″ img_size=“large“ add_caption=“yes“][vc_custom_heading text=“Konzept“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1646057574281{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Mieterstrom ist als Begriff bekannt, aber eigentlich irreführend, da nicht nur Mieter versorgt werden. Gemeint sind alle Mehrparteienkonstellationen, egal ob Wohnungseigentümergemeinschaften oder auch gewerblich genutzte Immobilien. Sobald Eigentum und Nutzung auseinanderfallen, steigt in der Energiewirtschaft die Komplexität. Bis heute besteht der Gesetzgeber auf der Privilegierung der Eigenversorgung (wie im Einfamilienhaus) im Vergleich zum Mieterstrom, für den zum Beispiel bislang die EEG-Umlage in voller Höhe abgeführt werden muss. Mit der von der Koalition geplanten Abschaffung der EEG-Umlage zum Sommer 2022 entfällt diese Benachteiligung voraussichtlich, bleibt hinsichtlich anderer Aspekte (zum Beispiel in Details der Stromsteuer) jedoch bestehen.
Um diese Nachteile und auch die Mehrkosten beim Aufbau der Stromzählerinfrastruktur zumindest teilweise auszugleichen, wird seit 2017 der Mieterstromzuschlag für den vor Ort verbrauchten Solarstrom gewährt. Dazu müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. Unter anderem darf für Mieterstrom maximal 90 Prozent des Preises des Grundversorgers aufgerufen werden. Der Mieterstromanbieter ist dann gezwungen, den örtlichen Grundversorgungstarif 20 Jahre lang zu überwachen. Splittet der Grundversorger den Tarif für Bestands- und Neukunden, wie in der aktuellen Energiekrise vielfach geschehen, entsteht Rechtsunsicherheit. Auch wenn die Motivation des Gesetzgebers nachvollziehbar ist, ein preislich attraktives Angebot für Mieter sicherzustellen, erscheint diese Vorgabe überflüssig, da Mieter ohnehin ihren Stromversorger frei auswählen können – ein Teilnahmezwang ist verboten. Nur wenn das Mieterstromangebot attraktiv ist, nehmen Mieter es an.
Weitere Kriterien für die Auszahlung und Höhe des Mieterstromzuschlags sind unter anderem die Art der Nutzung des Gebäudes und die Größe der PV-Anlage. Tatsächlich fällt der Mieterstromzuschlag mittlerweile trotz zwischenzeitlicher Nachbesserung bei vielen Projekten derartig gering aus, dass er angesichts des Mehraufwands nicht in Anspruch genommen wird. Die Ausbauziele für erneuerbare Energien in diesem Segment, insbesondere in Bestandsimmobilien, werden auch deshalb nicht ansatzweise erfüllt.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Partizipation durch Mieterstrom“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1646057626258{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Mieterstrom trägt nicht nur dazu bei, der oben eröffneten Frage einer gerechten Energiewende zu begegnen, sondern ermöglicht schlicht die Nutzung brachliegender Dachflächen, also ohnehin versiegelter Flächen, im urbanen Siedlungskontext. Damit trägt Mieterstrom dem Konzept des Prosumings Rechnung, indem Produktion und Konsum von Energie zeitlich und räumlich zusammengeführt werden: von Verbrauchern hin zu informierten Prosumern, die wissen, wo der Strom zu welchem Preis herkommt. Immer häufiger wird dies auch durch attraktive Visualisierungen von Stromverbrauch und -erzeugung unterstützt. Letzten Endes schließt sich der Kreis einer gerechten Lastenverteilung der Energieversorgung von morgen: Vereinfacht ausgedrückt tragen mehrheitlich ländliche Gebiete den Großteil der Lasten der Stadtversorgung. Dass die Stadt sich selbst an dieser Last beteiligt, ist entscheidend bei einer Gerechtigkeitsdebatte zwischen der von einigen Bürgern kritisierten „Verspargelung der Landschaft“ durch Windkraftanlagen und Errichtung von Stromtrassen im Zuge des Netzausbaus.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Energieversorgung der Zukunft: Digitalisierung unabdingbar“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1646057853580{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Die Vorteile für Mieter liegen dabei auf der Hand: Premium-Ökostrom vom eigenen Dach zum günstigen Preis. Mit einer Mieterstromanlage, die sich über den Verkauf des Stroms selbst refinanziert, werten Eigentümer ihr Gebäude energetisch auf. PV ist in vielen Fällen eine Voraussetzung für attraktive Kredite und Zuschüsse von der KfW im Rahmen der Effizienzhausförderung sowohl im Neubau als auch im Bestand. Pauschale Aussagen sind zwar schwierig, als Faustregel gilt aber, dass sich in vielen Fällen ab 15 bis 20 Wohneinheiten die Einrichtung von Mieterstrom wirtschaftlich darstellen lässt. Mieterstrom fungiert dabei als Türöffner für eine umfassende Sektorenkopplung. Wird die Elektrotechnik ohnehin abweichend vom Schema X aufgesetzt, ist die Integration von E-Ladepunkten, Wärmepumpen und Speichern bei Bedarf naheliegend. Insbesondere die Installation von Ladepunkten für E-Mobilität ergibt für die Energiewende erst Sinn, wenn grüner Strom genutzt wird. Beim Aufbau der Stromzählerinfrastruktur bestehen verschiedene Optionen. Moderne Messeinrichtungen, die über ein Gateway fernauslesbar sind, stellen dabei eine komfortable Lösung dar. Diese könnten auch den Weg zur Mehrspartenfähigkeit ebnen, beispielsweise durch die Einbindung von Wärmemengenzählern.
Die Digitalisierung dieser Prozesse ist unabdingbar, um der Kleinteiligkeit mit tragfähigen, skalierbaren Geschäftsmodellen zu begegnen, da sich die Gebäude und Bedürfnisse vor Ort unterscheiden.
Die neue Regierung ist angehalten, abstrakte Forderungen nach einer Energiewende mit konkreten politischen Maßnahmen zu untermauern, die den Ausbau erneuerbarer Energien deutlich voranbringen. Für den unabdingbaren Erfolg ist es essenziell, einen neuen Weg einzuschlagen. Fort von einem zentralisierten Strommarktdesign und hin zu einer dezentralen grünen Stromversorgung, die Partizipation für alle sicherstellt. Nur mit Teilhabe kann Akzeptanz wachsen. Die Politik muss ökonomische Anreize setzen, um die Komplexität aus volatilen Energiequellen und lokaler Kleinteiligkeit zu bewältigen, sodass eine integrierte Energiewende von unten gelingt: vom Prosumer zum Quartier mit Kopplung an die Sektoren Wärme und Mobilität.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Flerngroesse-eins%2F|title:Lerngr%C3%B6sse%20Eins“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]

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