[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Runter von der (Wissens-)Insel“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1709119955758{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Navigation im Meer des Erfahrungswissens“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1709119970737{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Georg Kraus, Kraus & Partner
(Titelbild: Adobe Stock | 86648581 | eyetronic)[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz und Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661761237969{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text]Die Vermittlung von Wissen ist essenziell um Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Dabei wird im Wissensmanagement zwischen implizitem und explizitem Wissen unterschieden. Beide Wissensformen gelten als relevant für den Erfolg einzelner Unternehmen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text]Wie sorgen wir dafür, dass wertvolles Wissen in unserer Organisation erhalten bleibt? Und wie können wir es so speichern, dass es an andere Personen weitergegeben werden kann? Diese Fragen stellten sich Unternehmer:innen schon als der Begriff Wissensmanagement noch nicht existierte. So dachten zum Beispiel Händler:innen und Landwirt:innen darüber nach: Wie geben wir das Wissen, das sich im Laufe der Jahre in unseren Köpfen angesammelt hat, an unsere Nachkommen weiter? Und spezialisierte Berufsgruppen fragten sich: Wie vermitteln wir Expert:innen- und Erfahrungswissen an unsere Mitarbeitenden? [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Seit Bestehen der Menschheit erfolgte die Wissensweitergabe in mehr oder minder strukturierter Form. Doch lange Zeit wurde die Wissensvermittlung nicht als ein Managementprozess verstanden, der zielorientiert gestaltet werden sollte. Dieses Bewusstsein entwickelte sich erst im Verlauf der Industrialisierung, als immer größere Unternehmen entstanden, die stets komplexere Produkte produzierten und verkauften, und die Arbeitsorganisation in ihnen immer arbeitsteiliger wurde, so dass auch mehr Wissensinseln entstanden, die über ein Spezialwissen verfügten. In diesem Kontext gewann auch die nachfolgende Frage an Relevanz: Wie sorgen wir dafür, dass die Wissensbasis unserer Organisation nicht nur gewahrt bleibt, sondern sich gleichzeitig so erneuert, dass das Unternehmen auch mittel- und langfristig erfolgreich ist?[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Herausforderung: Vermittlung von Erfahrungswissen“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Im Wissensmanagement wird zwischen dem „expliziten“ und dem „impliziten Wissen“ unterschieden – zwei Begriffe, die der Chemiker und Philosoph Michael Polanyi prägte, unter anderem in seinem 1958 erschienenen Buch „Personal Knowledge“ [1]. Unter dem Begriff „explizites Wissen“ wird meist das Wissen subsummiert, das man unter anderem mittels Sprache, Schrift, Zeichnungen und Bildern eindeutig kodifizieren und dokumentieren kann. Hierbei handelt es sich weitgehend um das Regel- und Faktenwissen, das man beispielsweise in Form von Berichten, Lehr- und Handbüchern, Arbeitsanweisungen sowie Zeichnungen an andere Menschen weitergeben kann. Dieses explizite Wissen kann aufgrund seiner kodierten Form auf zahlreichen Medien gespeichert, verarbeitet und übertragen werden – auch online.
Der Begriff „implizites Wissen“ hingegen bezieht sich auf das Wissen, das häufig als Erfahrungswissen bezeichnet wird. Die Träger dieses Wissens, das sich aus Erfahrungen, Erinnerungen und Überzeugungen speist, können Personen oder Organisationen sein. Es kann zudem dem jeweiligen Träger bewusst sein, muss es aber nicht. Auf alle Fälle lässt es sich dieses Wissen nur schwer kodifizieren und dokumentieren und somit an andere Personen weitergeben.
Typische Beispiele für ein implizites Wissen im betrieblichen Kontext sind:
- Das intuitive Gespür von Verkäufer:innen, die wissen, wie sie sich gegenüber Kund-:innen taktisch verhalten müssen, um einen Auftrag zu bekommen.
- Das Gefühl erfahrener Techniker:innen, das ihnen sagt, dass demnächst an einer bestimmten Maschine Wartungsarbeiten durchgeführt werden sollten, um Probleme zu vermeiden.
- Das Bauchgefühl von Manager:innen oder Unternehmer:innen, welches suggeriert, eine bestimmte Chance zu nutzen, um langfristig erfolgreich zu sein, obwohl scheinbar alle Fakten dagegen sprechen.
[/vc_column_text][vc_single_image image=“34141″ img_size=“large“][vc_custom_heading text=“Das implizite Wissen ist mit Einstellungen verknüpft“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Beide Wissensformen sind für den Erfolg von Unternehmen wichtig, wobei jedoch die Regel gilt: Das Vermitteln des expliziten Wissens fällt ihnen leichter – nicht nur, weil es sich dokumentieren lässt, sondern auch weil die Unternehmen in ihren Bereichen Aus- und Weiterbildung viel Erfahrung gesammelt haben.
Anders verhält es sich beim impliziten Wissen. Seine Vermittlung setzt oft voraus, dass es in einem gezielten Prozess der Externalisierung – beispielsweise durch eine systematische Befragung der Wissensträger oder eine Analyse ihres Tuns – zunächst in ein explizites Wissen umgewandelt wird, so dass es dokumentiert werden kann. Dieses Externalisieren ist beim impliziten Wissen aber häufig nur bedingt möglich, weshalb es anderen Personen oft nur in dialogischen Verfahren wie zum Beispiel Coaching- und Mentoring-Programmen weitergegeben werden kann.
Hinzu kommt: Das implizite Wissen ist oft außer mit Erfahrungen auch mit teils durch sie bewirkten Einstellungen und Überzeugungen verknüpft. Deshalb ist bei den Personen, die dieses Wissen verinnerlichen möchten oder sollen, nicht selten auch eine Einstellungs- und Verhaltensänderung nötig. Ansonsten entfaltet es keine Wirkung. Auch deshalb ist seine Weitergabe oft nur in dialogischen Verfahren möglich.[/vc_column_text][vc_single_image image=“34143″ img_size=“large“][vc_custom_heading text=“Veränderte Rahmenbedingungen erfordern verändertes Wissensmanagement“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Je komplexer eine Aufgabe ist, umso mehr implizites Wissen muss zu ihrer Lösung übertragen werden. Dies ist insofern relevant, als in den letzten Jahren unter anderem im Zuge der Globalisierung und Digitalisierung die Arbeit und die in ihr gestellten Anforderungen – zumindest in der Wahrnehmung der Mitarbeitenden – stets komplexer wurden. Deshalb müssen die Unternehmen der Vermittlung des impliziten Wissens mehr Bedeutung beimessen, wenn sie vermeiden möchten, dass in ihrer Organisation immer mehr Wissensinseln entstehen, die letztlich die oft angestrebte hierarchie- und bereichsübergreifende oder gar unternehmensübergreifende Team- und Projektarbeit erschweren und dem Schaffen der erforderlichen Strukturen, um schnell und flexibel beziehungsweise agil auf neue Herausforderungen zu reagieren, im Wege stehen.
Neben dieser Herausforderung sehen sich die Unternehmen mit einer weiteren konfrontiert: Auch das explizite Wissen, also das Fach- beziehungsweise Faktenwissen, veraltet in der von rascher Veränderung und sinkender Planbarkeit geprägten VUKA-Welt schneller als früher. Dasselbe gilt für das externalisierte implizite Wissen: Alte Erfolgsrezepte taugen aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen oft nicht mehr beziehungsweise müssen regelmäßig auf den Prüfstand gestellt werden. Zwar lässt sich heute explizites Wissen einfacher als früher aktualisieren und organisationsweit verbreiten, da es häufig elektronisch gespeichert ist. Dessen ungeachtet müssen die Unternehmen es jedoch fortlaufend aktualisieren. Deshalb gilt heute mehr denn je: Wissensmanagement ist ein fortlaufendes Projekt (beziehungsweise ein fortlaufender Prozess).
Dies haben inzwischen viele Unternehmen erkannt. Deshalb überdenken sie ihr tradiertes Wissensmanagement und versuchen, es den veränderten Rahmenbedingungen und Anforderungen im digitalen Zeitalter anzupassen.
In einem ersten Schritt wird zunächst, wie bei den meisten Projekten, die Ist- beziehungsweise Ausgangssituation analysiert. Es werden Fragen gestellt wie:
- Wie erfolgt unser Wissensmanagement heute?
- Entspricht dies noch den Erfordernissen im digitalen Zeitalter?
- Lassen sich unsere Unternehmensziele, wie zum Beispiel schneller und flexibler auf Marktveränderungen zu reagieren, so noch erreichen?
- Wo besteht ein Änderungs- beziehungsweise Changebedarf?
Hierauf aufbauend stellen sich dann Fragen, die mit der Auftragsklärung zusammenhängen:
- Welches Wissen brauchen wir (künftig) aufgrund seiner Erfolgsrelevanz und sollte deshalb kontinuierlich ausgebaut werden?
- Handelt es sich hierbei um explizites und/oder implizites Wissen?
- Wer sind die relevanten Wissensträger, und wie lange stehen sie uns noch zur Verfügung?
[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Ziel: einen fluiden Wissensmarkt schaffen“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Sind alle diese Fragen geklärt, können erste Versuchsballons gestartet werden. Wichtig ist, dass dies in einem iterativen Prozess geschieht, in den Reflexionsschleifen eingebaut sind, da die Unternehmen und Projektteams hierbei oft Neuland betreten – unter anderem, weil ihnen die moder-
ne Informations- und Kommunikationstechnik neue Möglichkeiten der Wissensidentifikation, -speicherung und -verbreitung bietet.
Zudem gilt es im Prozess- beziehungsweise Projektverlauf regelmäßig zu überprüfen:
- Erheben wir überhaupt das erfolgsrelevante Wissen, das unsere Organisation braucht?
- Haben wir die relevanten Wissensträger als Mitstreiter beim Versuch, einen fluiden Wissensmarkt zu schaffen, gewonnen?
- Gelangt das erhobene Wissen auch zu den Personen, die es für ihre Arbeit brauchen, und wird es von ihnen effektiv genutzt?
Diese Fragen sind im Projektverlauf immer wieder zu stellen, damit das übergeordnete Ziel erreicht wird: das Unternehmen fit für die Zukunft zu machen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“34144″ img_size=“large“][ult_createlink title=“Zu den Literaturangaben“ btn_link=“url:https%3A%2F%2Fbit.ly%2F3HQXCHo|target:_blank“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Fmetaverse%2F|title:Metaverse%2C%20NFTs%20%26%20Cryptos|target:_blank“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]