KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Neue Meister braucht das Land!

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Neue Meister braucht das Land!“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1709040901250{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Aus-, Fort- und Weiterbildung im Sinne der Industrie 4.0″ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1709040922169{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Frank Gerdes, IG Metall

(Titelbild: Adobe Stock | 641777507 | Banana Images)[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz und Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661761237969{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text]Wenn sich die Arbeitswelt ändert, müssen Aus- und Weiterbildung mithalten können. In der Metall- und Elektroindustrie haben die Sozialpartner schon früh reagiert. Gewerkschaft und Arbeitgeber starteten einen bis heute anhaltenden agilen Prozess für digitalisierte Berufsbilder.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text]Mit der Digitalisierung und Transformation verändern sich in der Metall- und Elektroindustrie nicht nur die Technologien, die Produktion und die Geschäftsmodelle. Es ändert sich auch grundlegend die Arbeitswelt. Im Zentrum von Industrie 4.0 wird aber auch weiterhin der Mensch stehen! Die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Beschäftigten sind zentrale Erfolgsfaktoren der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Unternehmen und sichern damit Beschäftigungsfähigkeit. Eine entscheidende Rolle für eine gelingende Praxis haben hier Betriebsräte.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Erfahrung, Kompetenz und Professionalität unserer Fachkräfte bilden auch zukünftig die Basis für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Für die Berufe der Metall- und Elektrotechnik sowie für die Informationstechnik haben die Sozialpartner – Arbeitgeber und die IG Metall – schon im Vorfeld der aktuellen Transformation im Rahmen von Neuordnungen ein innovatives Strukturmodell und moderne Berufsbilder entwickelt. Die Neuerung: Die Berufsbilder sind prozessorientiert sowie gestaltungsoffen. Sie wurden bereits ab dem Jahr 2005 der von Industrie 4.0 geforderten Systemorientierung und branchenübergreifenden Vernetzung in hohem Maße gerecht.
Dennoch müssen die Berufsbilder kontinuierlich überprüft und, soweit erforderlich, angepasst werden. Zum Beispiel wurde die Verordnung der industriellen Metallberufe im Jahr 2004 grundlegend überarbeitet, in den Jahren 2007 und 2011 an aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen angepasst und im Jahr 2018 in einem schnellen und agilen Verfahren an die Themen der Digitalisierung angepasst. Vor diesem Hintergrund hatten sich die Gewerkschaft IG Metall und die Arbeitgeberverbände Gesamtmetall, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) im Frühjahr 2016 darauf verständigt, die Industrie 4.0-relevanten Ausbildungsberufe und die darauf aufbauenden Fortbildungen im Metall- und Elektrobereich hinsichtlich neuer Anforderungen und beruflicher Perspektiven zu untersuchen. Unter Einbeziehung der Expertisen betrieblicher und schulischer Expert:innen sowie ausgewiesener Wissenschaftler:innen wurden Vorschläge zu möglichen Maßnahmen und Initiativen erarbeitet.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Meilenstein 2018: Ein geweiteter Blick in der Ausbildung“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Nach knapp einem Jahr lag das Ergebnis in Form gemeinsamer „Handlungsempfehlungen – Ausbildung und Qualifizierung für Industrie 4.0″ vor. Die darin konkret beschriebenen Vorschläge konnten mit den relevanten Akteuren im Jahr 2017 erörtert, abgestimmt und danach in einem agilen Verfahren gemeinsam zügig umgesetzt werden.
Zum 1. August 2018 traten die neuen Ausbildungsordnungen für die industriellen Metall- und Elektroberufe in Kraft. Grundlage für die Teilnovellierung der Berufe waren die Handlungsempfehlungen der Sozialpartner. Die Neuerungen durch die Teilnovellierung:
• Aufnahme einer neuen integrativen Berufsbildposition (hier werden Ausbildungsinhalte vorgeschrieben, die während der gesamten Ausbildungszeit zu beachten und zu vermitteln sind) in das Berufsbild aller Berufe
• Ergänzungen in den Ausbildungsrahmenplänen (Themen der Digitalisierung aus technischer Sicht bis hin zu persönlichen Kompetenzen)Aufnahme von Zusatzqualifikationen (ZQ) in die Ausbildungsordnungen und eine
• Anpassung der Abschlussprüfung.

Ab 1. August 2018 galten die neuen Ausbildungsordnungen für alle neuen Ausbildungsverträge in den novellierten Berufen. Die Zusatzqualifikationen konnten ab August auch schon für alle bestehenden Ausbildungsverträge in den Berufen genutzt werden. Die Ausbildungsverordnungen der nachfolgenden industriellen Metall- und Elektroberufe wurden angepasst:
• Mechatroniker:in
• Anlagenmechaniker:in
• Industriemechaniker:in
• Konstruktionsmechaniker:in
• Werkzeugmechaniker:in
• Zerspanungsmechaniker:in
• Elektroniker:in für Gebäude- und Infrastruktursysteme
• Elektroniker:in für Betriebstechnik
• Elektroniker:in für Automatisierungstechnik
• Elektroniker:in für Geräte und Systeme
• Elektroniker:in für Informations- und Systemtechnik.

Die Ausbildungsordnungen enthalten folgende
Neuerungen:
• Erweiterung des Ausbildungsrahmenplans um eine neue integrative Berufsbildposition „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“. Die in dieser Berufsbildposition beschriebenen Inhalte sind zwingend in der Ausbildung zu vermitteln.
• Weitere Industrie-4.0-spezifische Ergänzungen des betrieblichen Ausbildungsrahmenplans und der schulischen Rahmenlehrpläne hinsichtlich digitaler und persönlicher Kompetenzen. Diese sind ebenso Mindeststandard der zukünftigen Berufsausbildung.
• Sieben Zusatzqualifikationen zu Themen der Digitalisierung als Optionen für die Betriebe und ihre Auszubildenden.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Mehr persönliche Kompetenzen und freiwillige Zusatzqualifikationen“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Die vorliegenden inhaltlichen Veränderungen betreffen sowohl fachliche (digitale) als auch personale und soziale Kompetenzen. Die neuen verpflichtenden Inhalte sind aktuell dazu geeignet, Ausbildung und Facharbeit zukunftsgerecht zu gestalten und neue Standards zu setzen. Dass die Zusatzqualifikationen freiwillig waren, befürworteten die Sachverständigen als Übergangslösung.
Der Durchdringungsgrad der „Digitalisierung“ in den Betrieben ist noch sehr unterschiedlich und in Teilen sehr gering. Nach Erkenntnissen von Sachverständigen und IG Metall-Arbeitskreisen setzt sich nur jeder vierte Betrieb aktiv mit dem Thema auseinander. Die Zusatzqualifikationen eignen sich auch zur Anpassung der Qualifikation von vorhandenen Fachkräften in den Betrieben. Dass sich Theorie und Praxis auch tatsächlich treffen, darauf achten Betriebsräte. Sie klären im Rahmen ihrer Mitbestimmungsmöglichkeiten entsprechend des Betriebsverfassungsgesetzes, welche ZQ für die betriebliche Qualifizierung bedeutend sind, sie sichern den Zugang der Auszubildenden und nehmen den Einsatz in der betrieblichen Weiterbildung zu Digitalisierungsthemen in den Blick. Die Sozialpartner IG Metall, Gesamtmetall, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) haben sich außerdem darauf verständigt, jährlich den möglichen weiteren Veränderungsbedarf zu prüfen, und setzten dies auch in einem Sozialpartnermonitoring um. Eine Frage hierbei: Kann oder sollten Zusatzqualifikationen auch Gegenstand der regulären Ausbildung werden?[/vc_column_text][vc_single_image image=“34105″ img_size=“large“][vc_custom_heading text=“Hin zu neuen Standards in den Berufsbildern“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Ein zentraler Aspekt der sozialpartnerschaftlichen Handlungsempfehlungen lag darin, einen verordnungstechnischen Ansatz aufzuzeigen, der nicht nur die Qualifizierungsanforderungen für die Industrie 4.0 aufnimmt, die für unsere Branche relevant sind. Er berücksichtigt auch in besonderem Maße die Qualifizierung, die im Umgang mit digitaler Arbeit in den Berufsbildern grundsätzlich notwendig ist. Im Nachgang erfolgte dann konsequenterweise auf eine Weisung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Überarbeitung der Standard-Berufsbildpositionen, die über alle Berufe hinweg Gültigkeit haben.
Der Fokus in der Erstausbildung liegt in Zukunft ganz klar auf digitalen und personalen Kompetenzen und dem interdisziplinären Arbeiten der Fachkräfte. Mit unserem anforderungs- und bedarfsgerechten Ansatz haben wir einen Beitrag geleistet, um die berufliche Bildung weiterzuentwickeln und nachhaltig zu sichern.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Blick in die Zukunft: Ein Fortbildungssystem mit Fach- und Führungskarriere“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Die novellierten Ausbildungsberufe sind Ausgangspunkt für eine gute berufliche Entwicklung. Die Mindestqualifikationsinhalte und die Dauer der Ausbildung sind an den jeweiligen beruflichen Handlungsanforderungen auszurichten. Das bedeutet aber auch: Ausbildungsberufe dürfen nicht mit Qualifikationsanforderungen überfrachtet werden. Bereits bei der Bestimmung der Mindestqualifikationsinhalte der Ausbildungsberufe muss die erste Fortbildungsstufe der Berufsspezialist:innen immer bedacht werden. Die Erstausbildung dient dem Einstieg in das Beschäftigungssystem und eröffnet Weiterentwicklungsmöglichkeiten in beruflichen Laufbahnen (Berufsspezialist:innen, Bachelor Professional und Master Professional). Dazu gehört auch der Wechsel zwischen Studium und beruflicher Aus- und Fortbildung.
Die IG Metall arbeitet aktuell mit Hochdruck und gemeinsam mit den Sozialpartnern an der Novellierung eines gänzlich neuen Fortbildungssystems für die Metall- und Elektroindustrie, welches nicht nur die Industriemeister:innen Metall-, Elektrotechnik- und Mechatronik zusammenführt, sondern eine Fach- und/oder Führungskarriere beinhaltet, die auf allen Ebenen – von Berufsspezialist:innen bis hin zum Abschluss Master Professional – ganzheitlich gedacht ist. Die Weiterbildung der Beschäftigten in der – und durch die – Transformation ist das Zukunftsthema Nummer eins.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Fmetaverse%2F|title:Metaverse%2C%20NFTs%20%26%20Cryptos|target:_blank“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]

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