KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

„Lebenslanges Lernen muss zur Leitidee unserer Arbeits­gesellschaft werden“

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“„Lebenslanges Lernen muss zur Leitidee unserer Arbeits­gesellschaft werden““ font_container=“tag:h2|font_size:38|text_align:left|color:%23e30613″ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1545038858046{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Im Gespräch mit Dieter Spath, Präsident acatech“ font_container=“tag:h2|font_size:22|text_align:left|color:%23f07d00″ use_theme_fonts=“yes“][vc_column_text][/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Kurz und bündig“ font_container=“tag:h3|font_size:17|text_align:left|color:%23ffffff“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1547040262594{padding-left: 15px !important;background-color: #f07d00 !important;}“][vc_column_text css=“.vc_custom_1545038966283{border-top-width: 1px !important;border-right-width: 1px !important;border-bottom-width: 1px !important;border-left-width: 1px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #eaeaea !important;border-left-color: #aaaaaa !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #aaaaaa !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #aaaaaa !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #aaaaaa !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 1px !important;}“]

Aus demografischen Gründen werden in Deutsch­land auf lange Sicht zehn Millionen Beschäftigte fehlen. Die Digitalisierung kann helfen, dieses Delta zu schließen. Viele der verwaltenden Tätigkeiten, die heute in jedem Beruf dazugehören, können in Zukunft von intelligenten Maschinen übernommen werden. Menschen werden so selbstbestimmter, flexibler, kreativer und zwischenmenschlicher arbei­ten. Voraussetzung dafür ist eine gezielte Weiterbil­dungsstrategie.

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„In Deutschland werden in naher Zukunft aus demografischen Gründen zehn Millionen Beschäftigte fehlen. Die Digitalisierung wird helfen müs­sen, die Lücke zu füllen“, so Prof. Dr. Dieter Spath bei einer Veranstaltung der Deutschen Handelskammer in Wien zum Thema Digitalisierung in der Arbeitswelt. Von ihm als Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und Leiter des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart wollte IM+io mehr darüber erfahren, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um eben diese Lücke zu füllen und auch, wie sich die Arbeitswelt der Zu­kunft durch disruptive Geschäftsmodelle verändern wird.

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DS: Auf den Punkt gebracht: Indem wir die Zu­kunft der Arbeit gemeinsam in die Hand nehmen – mit den Beschäftigten. Wir müssen die Beschäf­tigten dabei unterstützen, sich weiterzubilden und neue Arbeitsformen zu erproben. Insgesamt über­wiegen – davon bin ich fest überzeugt – die positi­ven Entwicklungsmöglichkeiten für uns als inno­vatives, erfolgreiches Land und zugleich für unse­re individuelle berufliche Perspektive. Es ist zwar richtig, dass viele Tätigkeiten künf­tig von intelligenten, lernenden Assistenzsyste­men, Robotern und Maschinen übernommen werden. Zum einen wird uns das aber ein pro­duktiveres Arbeiten ermöglichen – was mit Blick auf die demografische Entwicklung ziem­lich wichtig ist. Und zum anderen entstehen da­durch qualifiziertere und besser bezahlte Jobs: Beschäftigte orchestrieren mit Hilfe dieser Hel­fer immer komplexere Prozesse. Wenn wir es dann noch schaffen, margen­starke Produkte und innovative Geschäftsmo­delle für die Plattformökonomie zu entwickeln, werden die nächsten Jahre eher von einem Ar­beitskräftemangel denn von Arbeitslosigkeit ge­kennzeichnet sein.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Wenn Menschen gemeinsam mit Robo­tern in der Produktion arbeiten, ist es im bes­ten Sinne des Wortes offensichtlich, wie sich die Arbeitswelt verändert. Wie aber verändert sich die Arbeit im Dienstleistungssektor, wo B2C-Plattformunternehmen zunehmend das Geschäftsleben bestimmen aber auch ur­sprünglich rein produzierende Unternehmen Smart Services auf Plattformen anbieten?“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]

DS: Ganz allgemein gilt, dass natürlich auch im Dienstleistungssektor Aufgaben durch die Automatisierung verändert werden. Viele Tä­tigkeiten, die wir in Deutschland unter dem Wort „Sacharbeit“ fassen, können künftig durch digitale Helfer übernommen werden. Wo heute Formulare noch häufig per Hand ausge­füllt, digitalisiert, wieder ausgedruckt und wei­terbearbeitet werden, übernehmen künftig in­telligente vernetzte Systeme viele dieser Ar­beitsschritte. Im Bereich der Pflege wird so vie­les einfacher: Zum Beispiel, wenn die Doku­mentation von Arbeitsschritten über eine mündliche Überlieferung des Pflegenden an eine intelligente Spracherkennungssoftware er­folgt. Zusätzlich können Roboter körperlich an­spruchsvolle Aufgaben erleichtern. In der Sum­me bleibt so mehr Raum für das, worum es in der Pflege wirklich geht: Menschliche Zuwen­dung und ein möglichst selbstbestimmtes Le­ben im Alter.

Im Projekt „Smart Service Welt“ hat sich acatech zudem genauer mit den von Ihnen ange­sprochenen Plattformen beschäftigt und ge­zeigt, welche enormen Mehrwerte diese aus den Daten ihrer Nutzer ziehen. Künstliche Intelli­genz hebt die Auswertung dieser Daten sogar auf ein noch höheres Niveau. KI und Plattform­ökonomie verstärken sich gewissermaßen ge­genseitig – mitunter deshalb investieren die gro­ßen IT-Konzerne so massiv in KI. Am Beispiel Facebook wird deutlich, dass sich das lohnt: Die Plattform ist schließlich nicht nur so erfolgreich, weil sie Menschen miteinander verbindet, son­dern weil sie unser Nutzerverhalten – auch mit Hilfe von KI – analysiert und daher weiß, wofür wir uns interessieren. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen in der Plattformökonomie, also im Umgang mit Daten, geschult sein. Im Zentrum der Fort- und Weiterbildungen in diesem Bereich sollten ne­ben IT-Kompetenzen deswegen auch die Daten­auswertung und -analyse oder das bereichs­übergreifende Prozess-Know-how und -ma­nagement stehen. Mit diesen Kompetenzen las­sen sich neue und funktionierende Geschäfts­modelle entwickeln.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Noch sind viele Arbeitsplätze von der neuen, KI-getriebenen Welle der Digitalisie­rung nicht betroffen, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Was muss sich verändern, damit unse­re Arbeitsgesellschaft tatsächlich fit für die di­gitale Welt ist?“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]

DS: Menschen sind das Wertvollste, das wir in der Arbeits- und Wirtschaftswelt haben. Das wird auch so bleiben. Tätigkeiten wie Abgleichen, Auswerten, Datenübertragen und vieles mehr können automatisiert oder von selbstlernenden Systemen übernommen werden. Doch in die Zu­sammenhänge und Abhängigkeiten von Syste­men und Prozessen wird weiterhin nur der Mensch durchdringen. Deshalb sind Überblicks- und Kontextwissen stärker denn je gefragt. Der Beschäftigte der Zukunft wird also viel mehr als früher in die Rolle des Managers schlüpfen – und das hat wiederum Auswirkungen auf die Funkti­on der Führungskraft: Sie muss in stärkerem Maße Orientierung geben, Netzwerke bilden, Kreativität fördern und Prozesse gemeinsam mit Mitarbeitenden gestalten.

Letztlich wird die Digitalisierung das Menschliche in den Arbeitswelten stärken, wäh­rend die eher mechanischen Tätigkeiten, die es in jedem Beruf gibt, abnehmen. Aber wir müssen die Menschen in die Lage versetzen, den digitalen Wandel selbst zu gestalten – und dafür ist Weiter­bildung der Schlüssel. Lebenslanges Lernen muss zur Leitidee unserer Arbeitsgesellschaft werden.

In einem Diskussionspapier haben der von acatech koordinierte HR-Kreis und die Hans-Böckler-Stiftung kürzlich Empfehlungen abgege­ben, wie wir diese Idee in Deutschland – im Zu­sammenspiel von Politik, Wirtschaft, Wissen­schaft, Arbeitnehmerorganisationen und den Be­rufstätigen – vorantreiben können. So sollten Un­ternehmen dem Thema beispielsweise eine grö­ßere Wertschätzung entgegenbringen. Qualifizie­rung, die Gestaltung lernförderlicher Arbeitsbe­dingungen und die Einrichtung von Experimen­tierzonen sind für mich Kernbausteine jeder langfristigen Unternehmensstrategie. Die Politik sollte über ein Weiterbildungs-Bafög oder die steuerliche Förderung von Weiterbildungsmaß­nahmen nachdenken, um nur einige wenige Empfehlungen herauszugreifen. Wenn wir das Thema Weiterbildung ernst nehmen, werden wir nicht mehr oder weniger, sondern produktiver und besser arbeiten.

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