KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Klimaeffektivität statt Klimabilanz!

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Klimaeffektivität statt Klimabilanz!“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1676564052286{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Von der Wegwerfwirtschaft zur Kreislaufwirtschaft“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1676564062716{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Mathias Kaldenhoff, SAP

(Titelbild: © AdobeStock | 536015283 | Antony Weerut)[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz und Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661761237969{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text]Lineare Wirtschaft – „Nehmen, Herstellen, Entsorgen“ – der einmalige Verbrauch von Ressourcen und fossiler Energie, ist ungeeignet für die Zukunft. Cradle2Cradle® beschreibt dagegen das Design für unendliche Zirkulation von Materialien und Nährstoffen auf dem Weg von der Ökobilanz zur Ökoeffektivität, wobei die Circular Economy auf Basis von C2C den Zu- und Abfluss der eingesetzten Materialien steuert. Twin Transformation, die Symbiose zwischen digitaler und grüner Transformation, nutzt die gemeinsamen Schnittstellen zur Einführung eines Phasenmodells für den Einsatz von Technologie und Infrastrukturelementen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text]Wir nehmen Rohstoffe aus der Erde, stellen Produkte daraus her und werfen sie schließlich als Abfall weg. Ein Großteil dieser Abfälle landet auf Deponien oder Verbrennungsanlagen und geht verloren. Dieses System kann auf Dauer nicht funktionieren, da die Ressourcen auf unserem Planeten endlich sind. Mit einem Fokus auf Design können wir das Konzept der Verschwendung eliminieren. Was braucht es an Transformation, Infrastruktur und Technologien, um unsere Wegwerfwirtschaft in eine Wirtschaft zu verwandeln, in der Abfall eliminiert wird, die Ressourcen zirkulieren und dadurch die Natur regeneriert?[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Diskussionen über nachhaltiges Wirtschaften und wirtschaftliche Nachhaltigkeit bestimmen große Teile unseres Lebens, emotional aufgeladen durch politische Krisen, fragile Lieferketten und kontrovers diskutierte Klimaaktionen.

Dieser gesellschaftliche Diskurs erzeugt neben dem traditionell bestehenden Kosten- und Performancedruck weitere komplexe Treiber des unternehmerischen Handelns:

• Finanzdienstleister lenken stark zunehmend globale Investments in die Nachhaltigkeit.
• Regulatorische Maßnahmen wie CO2-Preisinitiativen und Besteuerung implementieren Nachweispflichten ökologischen Handelns.
• Mitarbeiter:innen wählen verstärkt ihren Arbeitgeber nach ökologischen Kriterien – der „war for talents“ wird zunehmend auf nachhaltigem Boden entschieden.
• Verbraucher:innen greifen verstärkt zu nachhaltigen Gütern, Nachhaltigkeitsleaks beeinflussen Absatz und Marke negativ.
• Lieferant:innen sind zu Transparenz innerhalb der gesamten Lieferkette nach sozialen und ökologischen Gesichtspunkten verpflichtet.
• Die Ausdehnung des Green-Deals auf vor- und nachgelagerte Prozesse (GHG Scope 2 und 3) lässt keine isolierte Betrachtung mehr zu.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Lineare Wirtschaft“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“][vc_column_text]Zahlen belegen, dass das lineare „Nehmen, Herstellen, Entsorgen“ (im Englischen: Take-Make-Waste) in der Wirtschaft das vorherrschende Konzept für Rohstoffnutzung, Design, Produktion, Verpackung, Versand, Vertrieb und Abfall darstellt. Die Produkte zeigen oft geplante Obsoleszenz (Alterung) oder bewusste Wartungsunfreundlichkeit, was höheren Verbrauch bedeutet.

Die Linearität stützt sich auf große Mengen leicht zugänglicher, aber nicht wieder rekonstruierbarer Ressourcen und fossile Energie. Das Modell ist zunehmend ungeeignet für die Realität und Nachfolgegenerationen.

Weder die Reduktion und effizientere Nutzung von Ressourcen noch die bessere Performance bei sinkenden Kosten oder die Reduktion von Abfall ändern etwas an der Endlichkeit der Vorräte und der Zunahme von Müll. Sie verzögern lediglich das Unvermeidliche.

Ein Update des Betriebssystems bei gleichbleibender oder sogar höherer Wirtschaftlichkeit ist daher von Nöten.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Das Update“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“][vc_column_text]In den 90er-Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte Prof. Dr. Michael Baumgart in Zusammenarbeit mit William McDonough und EPEA Hamburg ein der linearen Wirtschaft komplett entgegenwirkendes Designprinzip: Cradle to Cradle® (übersetzt: „Von der Wiege zur Wiege“, abgekürzt: C2C).

Ziel des aus diesem Prinzip entstehenden Handelns ist: Die sichere und unendliche Zirkulation von Material und Nährstoff in Kreisläufen, wobei zwischen biologischen und technischen Kreisläufen unterschieden wird. In C2C sind alle Inhaltsstoffe der produzierten Güter chemisch unbedenklich und kreislauffähig. Müll im heutigen Sinne, wie er durch das bisherige „Take-Make-Waste“ entsteht, gibt es nicht mehr, sondern wird durch weiter nutzbare Nährstoffe ersetzt.

Es werden also Innovationen ermöglicht – zum Beispiel in der Auswahl der verwendeten Materialien, statt Metall, Kunststoff oder Holz zu verwenden, werden Verpackungen aus Biomasse oder wiederverwendeten Containern hergestellt oder Beschichtungen durch recycelte Carbonpolymere ausgetauscht. Darüber hinaus bedeutet die Umsetzung Qualität, Langlebigkeit und verlängerte Nutzungsphasen der Güter, bedingt durch gutes Design, Reparaturfreundlichkeit und eingearbeitete Möglichkeiten der Dekonstruktion zur Rückführung der verwendeten Materialien in den Kreislauf.

Oft handelt es sich beim reinen Recyceln der Materialien um Downcycling. Dabei verliert ein Produkt, das nicht mehr verwendet wird, an Wert. Die Rohstoffe haben nach dem Downcycling selten die Reinheit ihres Ursprungs. Gebäudeteile enden als Kies, hochwertiges Papier wird Toilettenpapier. Cradle to Cradle® beinhaltet nicht nur das Recycling eines Produkts. Erst ein positiver Zyklus stellt das Schaffen von Mehrwert sicher: Upcycling. Dieser zusätzliche Schritt erreicht das endgültige Ziel: Einen positiven Beitrag für Natur, Mensch und Wirtschaft. Kurz gesagt: Ökoeffektivität statt Ökobilanz.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Im Verbund mit Circular Economy
“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“][vc_column_text]Cradle to Cradle® bildet die Grundlage der Circular Economy. Diese zielt ebenso auf eine naturverträgliche Gestaltung von Wirtschaftssystemen durch die Minimierung negativer Umweltauswirkungen ab. Dies geschieht durch eine qualitative Transformation der Materialkreisläufe: komplette Schließung schädlicher, Verlangsamung bestehender oder Integration neuer Kreisläufe durch das digital organisierte Teilen und die damit verbundene deutlich bessere Auslastung technischer Produkte bis hin zum 100 Prozent Ersatz durch digitale Dienstleistungen.

Bei konsequentem Befolgen der Design-Prinzipien können am Ende der Lebensdauer die verschiedenen Wertstoffe durch Demontage und Sortieren getrennt und stofflich für die erneute Nutzung aufbereitet werden. Dazu wird in Ergänzung der technischen und biologischen C2C-Kreisläufe oft das sogenannte „Butterfly-Diagramm“ als ein zentrales Framework für die Circular Economy referenziert.

Ziel ist es, die Prinzipien für die Circular Economy in Industriebranchen wie zum Beispiel Textil, Verpackungen, Automobil, Maschinenbau, Gebäude, Verbrauchsgüter und Kosmetik zu etablieren und dabei die Produkte, Komponenten, Materialien und Prozesse von der molekularen bis zur modularen Ebene zu optimieren und jederzeit auf ihrem höchsten Nutzen und Wert zu halten. Konzipiert ist ein kontinuierlicher positiver Entwicklungszyklus, der das Naturkapital bewahrt und verbessert, Ressourcenerträge optimiert und Systemrisiken minimiert, indem er endliche Bestände als erneuerbare Ströme verwaltet. Dies ist aus ökologischer UND ökonomischer Sicht für Unternehmen attraktiv.

Best-Practice-Beispiele zeigen dabei, dass ein Übergang zur Kreislaufwirtschaft dauerhafte Vorteile auf dem Weg zu einer innovativeren, widerstandsfähigeren und produktiveren Wirtschaft erzeugt und erhebliche Netto-Materialeinsparungen und eine reduzierte Preisvolatilität begünstigt.

In Sektoren langlebiger komplexer Güter (zum Beispiel Unterhaltungselektronik), ergeben sich in Europa geschätzte Kosteneinsparungen von bis zu 630 Mrd. USD jährlich.
Bei Stahl könnten sich globale Netto-Materialeinsparungen bei Anwendung auf die wichtigsten stahlintensiven Anteile des Materialflusses im Jahr 2025 auf mehr als 100 Millionen Tonnen Eisenerz summieren.

Die Studie „Growth Within: A Circular Economy Vision for a Competitive Europe“ schätzt weiterhin, dass eine Umstellung auf den Entwicklungspfad der Kreislaufwirtschaft in Europa in drei Kernsektoren der Industrie – Mobilität, Ernährung und bebaute Umwelt – die Ressourcenproduktivität jährlich um bis zu drei Prozent steigert. Darüber hinaus wären an nicht ressourcenbezogenen und externen Vorteilen bis zu 1,2 Billionen EUR zu generieren. Der jährliche Gesamtnutzen für Europa würde gegenüber dem aktuellen Entwicklungsszenario circa 1,8 Billionen EUR betragen.

Wachstum des BIP, Schaffung von Arbeitsplätzen, Reduzierung der CO2-Emissionen, Erhalt der Wertstoffe und erhöhtes Potenzial für Innovationen: Zirkularität als Impuls und Instrument zum Umdenken erweist sich als leistungsstark für die zukünftigen Nachhaltigkeitsstrategien der Unternehmen, die auf der Reise vom klassischen, linearen Denken des Herstellens und Verbrauchens zu definierten Stoffkreisläufen sind.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Twin Transformation“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“][vc_column_text]Circular Economy ist eine ökologische Notwendigkeit und eine immense wirtschaftliche Chance. Trotzdem klaffen große Lücken zwischen Konzept und praktischer Nutzung der Opportunität. Wie die im Moment nur circa sieben-prozentige Ausnutzung des Gesamtpotenzials auf die für uns lebensnotwendigen Werte steigern? Eine Antwort: Twin Transformation.

Digitalisierung hat weitreichenden Einfluss auf unsere Gesellschaft. Omnipräsente Konnektivität und innovative Technologien vermitteln zwischen Menschen, Orten, Produkten und Systemen, schaffen intelligente Vermögenswerte, smarte Produkte, Anlagen, Gebäude, Materialien und Prozesse – Schlüsselmerkmale der vierten industriellen Revolution. Unternehmen verbinden Stammdaten mit Bewegungsdaten des alltäglichen Verbraucherverhaltens, messen, wiegen und zählen – denn managebar ist nur, was sich auch nachverfolgen lässt. Die zu Grunde liegende digitale Transformation mit den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft zu kombinieren – zum Beispiel der Produktrückgewinnung, der Materialtrennung und der Wiederaufbereitung – und weiteren Nachhaltigkeitsprinzipien zu verbinden, ist ein wichtiger und zeitgemäßer Beitrag zur neuen grünen Transformationsagenda.

Die Symbiose grüner und digitaler Transformation wird aufgrund der vielen gemeinsamen Schnittstellen als „Twin Transformation“ bezeichnet, was insbesondere in europäischen Ländern aufgrund des Vorsprungs im Industrie 4.0-Kontext große Chancen bietet. In der Twin Transformation werden digitale und nachhaltige Geschäftsmodelle gemeinsam betrachtet, integriert, aufgebaut und betrieben. Die Kosten- und Performance-Optimierung wird um den wirtschaftlich bedeutsamen Terminus Ökoeffektivität erweitert. Eine Entwicklung in (hier vier) Schlüsselbereichen ermöglicht ein strukturiertes Bearbeiten von Digitalisierung und nachhaltigem Erfolg.

Twin Transformation ist in energieintensiven Branchen wie der Automobilindustrie, der Werkstoff- und Prozessindustrie und dem Energiesektor sofort einsetzbar und besonders effektiv. Innerhalb der Schlüsselbereiche sichert ein Maturitätsmodell beziehungsweise Phasenmodell nachhaltigen Erfolg.

Twin Transformation ist keine Hypothese für die Zukunft. Beim Rohstoff Holz – im Austausch für Metall – ist die Wirksamkeit des Zusammenwachsens von nachhaltiger und digitaler Transformation in Bereichen wie dem Maschinen- und Anlagenbau, Transport und Logistik oder dem Baugewerbe sichtbar. Die Transformation der aus Holz entstehenden Produkte (Ladungsträger, Profile, Messebauteile, Fertigungszellen oder ähnliches) mittels Sensorik zum digitalisierten Asset bringt online und reportfähig die werkstoffbedingten und nachhaltigen Vorteile (Herkunftsnachweis, CO2-Senke, zirkulärer Wertstoff, nachwachsend…) vom biologischen Kreislauf transaktionsorientiert in die Bücher und die bauartbedingten Vorteile (geringeres Gewicht, geringere Tara, Volumeneffizienz, klimaneutrales Recycling…) produktions- und logistikorientiert in die Prozesse des technologischen Kreislaufs. Dabei macht die äußerst geringe bis nicht vorhandene Signaldämpfungscharakteristik des Holzes durch entsprechende Signalübertragungseinheiten (Tracker, outfield Tags, Sensoren, RFID-Tags oder ähnliches) jede logistische Transaktion zu einer potenziellen CO2-Gutschrift und jede Inhaltskomponente für die Weiterverarbeitung sichtbar. Eine komplette Virtualisierung der „hölzernen Hardware“ durch Software/Daten ermöglicht einen digitalen Zwilling des Objektes. IFTTT Analysen, OEM- und Mietmodelle werden damit hölzerne Realität. Twin Transformation, Cradle2Cradle® und Circular Economy as its best.

In diesen drei Bereichen gut aufgestellte und damit nachhaltig wirtschaftlich agierende Unternehmen gehören zu den erfolgreichen Wegbereitern der Zukunft und nutzen ihre Kompetenzen, um sich bei Investoren, Kunden und Mitarbeitern gut zu positionieren.[/vc_column_text][ult_createlink title=“Zu den Literaturangaben“ btn_link=“url:https%3A%2F%2Fbit.ly%2F406nkzm|target:_blank“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Fmetaverse%2F|title:Metaverse%2C%20NFTs%20%26%20Cryptos|target:_blank“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]

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