KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Gestärkt aufstehen

Restrukturierung

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Gestärkt aufstehen“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1615458516778{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Unternehmenskrisen als Erfolgsboost“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1615458523840{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Burkhard Jung, Ann-Katrin Ruch, Fabian Meißner, Restrukturierungspartner[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz & Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1598268967432{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text]Wenn sich Märkte in Krisenzeiten strukturell ändern, können daraus Chancen für angeschlagene Unternehmen entstehen. Dazu müssen Veränderungen eingeleitet werden. Es bedarf dabei einer umfassenden Prüfung der Ursachen und Restrukturierungsmaßnahmen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text]Eine Unternehmenskrise stellt für die Betroffenen nicht selten eine existenzielle Bedrohung dar. Für alle Beteiligten ist es eine herausfordernde Situation, die einerseits den Bestand des Unternehmens in Frage stellt, andererseits aber auch gute Bedingungen zur Realisierung von notwendigen Veränderungsprozessen eröffnet. Wer diese Chance nutzt, kann sich langfristig einen größeren Unternehmenserfolg sichern und gestärkt aus der Krise hervorgehen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Die Unternehmenskrise“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Der Begriff Krise leitet sich von dem altgriechischen Wort krisis ab, das als Entscheidung oder entscheidende Wendung übersetzt werden kann. Damit umschreibt der Begriff die Herausforderung, der sich das Unternehmen in der Krise stellen muss. Es liegt in der Hand der wesentlichen Entscheidungsträger, die richtigen Weichen für die Zukunft des Unternehmens zu stellen. Die Krise macht deutlich, dass ein bloßes „weiter so“ nicht mehr ausreicht und Handlungsdruck bei allen Beteiligten besteht. Um die Unternehmensexistenz zu sichern, sind in dieser Situation für alle Beteiligten weitreichende Umstrukturierungen notwendig.
Vorrangig bedarf es zunächst einer präzisen Evaluierung des Krisenstadiums, in dem sich das Unternehmen befindet. Grundsätzlich gilt, je weiter die Krise fortgeschritten ist, desto höher ist der Handlungsdruck, und desto geringer sind die zur Verfügung stehenden Handlungsalternativen. Grundsätzlich werden sechs Krisenstadien unterschieden:

• Die Stakeholderkrise, die in der Regel der Ausgangspunkt der Unternehmenskrise ist. Sie verdeutlicht sich in einem veränderten und zunehmend nachlässigen Führungsverhalten und ist meist nur schwer erkennbar.
• Die Strategie- oder auch Strukturkrise, in der die Erfolgspotentiale des Unternehmens bereits ernsthaft gefährdet sind.
• Die Produkt- und Absatzkrise, die im Wesentlichen durch eine zunächst stagnierende und dann rückläufige Nachfrage der Hauptumsatzträger des Unternehmens gekennzeichnet ist.
• Die Erfolgs-, Ergebnis- oder auch Ertragskrise, in der das Unternehmen bereits deutliche Umsatzrückgänge oder Verluste zu verzeichnen hat.
• Die Liquiditätskrise, in der der Handlungsspielraum der Entscheidungsträger aufgrund konkreter Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit deutlich eingeschränkt ist.

Werden in den beschriebenen Krisenstadien keine geeigneten Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen, droht der Eintritt des letzten Krisenstadiums, die Insolvenzreife.
Die Definition geeigneter Restrukturierungsmaßnahmen hängt wesentlich von einer eindeutigen Ermittlung der Krisenursachen ab, wobei zwischen endogenen und exogenen Ursachen unterschieden wird. Endogen sind jene Einflussfaktoren, auf die das Unternehmen selbst unmittelbaren Einfluss hat und die im Unternehmen selbst begründet sind. Hierzu zählen insbesondere Management-Fehler, Kostennachteile, nicht wettbewerbsfähige Produkte oder Technologien, ineffiziente Strukturen und Prozesse, aber auch verspätete Reaktionen auf eine sich verändernde Unternehmensumwelt. Exogen sind Einflussfaktoren, auf die das Unternehmen keinen oder einen nur geringen Einfluss hat. Dazu gehören beispielsweise die gesamtwirtschaftliche Lage, das Markt- und Wettbewerbsumfeld und auch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie.[/vc_column_text][vc_single_image image=“25149″ img_size=“large“ add_caption=“yes“][vc_custom_heading text=“Die Krise als Chance begreifen“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Krisen- und Marktumbruchszeiten sind nicht nur eine Gefahrensituation für ein Unternehmen, sie setzen auch Kreativität und Energien frei. Häufig bietet sich gerade dann die Möglichkeit zur Einleitung notwendiger Veränderungen, die in „normalen Zeiten“ am massiven Widerstand von Mitarbeitern und weiteren Stakeholdern scheitern würden. Das Fortschreiten der Krise führt bei allen Betroffenen in der Regel zur Einsicht, dass „nun etwas geschehen müsse“ und somit eine höhere Bereitschaft für Veränderungen besteht, was auch für den Gesamtmarkt, in dem das Unternehmen agiert, zutrifft. In Krisenzeiten strukturieren sich Märkte neu. Daraus können sich Chancen für die Neuausrichtung des Unternehmens eröffnen. Trotz einer höheren Bereitschaft zu Veränderungen müssen die dafür notwendigen Maßnahmen oftmals gegen Widerstände durchgesetzt werden, denn jeder Veränderungsprozess bedingt sowohl Gewinner als auch Verlierer. Insofern gilt es, mit den wesentlichen Stakeholdern im Gespräch zu bleiben und für den Veränderungsprozess zu werben, indem die Chancen aufgezeigt werden, die sich aus der beabsichtigten Neuausrichtung ergeben.
Werden notwendige Zukunftsentscheidungen, zum Beispiel im Zusammenhang mit strukturellen Veränderungen der Unternehmensumwelt, über einen längeren Zeitraum nicht, zu spät oder nicht konsequent genug getroffen, führt dies zwangsläufig in die Krise. Ein Beispiel hierfür ist eine Betreibergesellschaft von historischen Ausflugsschiffen in Sachsen. In Folge der zunehmend trockenen Sommer und dem damit verbundenen Niedrigwasser der Elbe konnten die Ausflugsschiffe des Unternehmens im Sommer 2018 und 2019 nur eingeschränkt betrieben werden. Infolgedessen brach der Umsatz des Unternehmens um rund 30 % ein. Verschärft wurde die Krise durch umweltschutzrechtliche Auflagen, die Investitionen in die historische Schiffsflotte in erheblicher Größenordnung notwendig machten. Zur Überwindung der daraus resultierenden Erfolgs- und Liquiditätskrise leitete das Unternehmen zunächst einen Restrukturierungsprozess im Wege einer außergerichtlichen Sanierung ein. Eine Wesentliche Maßnahme zur Wiedererlangung der Rendite- und Wettbewerbsfähigkeit war die Einführung eines Sommerfahrplans, der die tiefwasserführenden Fahrrinnen des Flusses ausnutzte und die Anzahl der Passagiere und somit den Tiefgang der Schiffe reduzierte. Darüber hinaus wurde ein neues Werftkonzept entwickelt, mit dem zusätzliche Umsätze durch das Angebot von Führungen und einer Gastronomieeinrichtung generiert werden konnten. So sollte das Unternehmen unabhängiger von Wetterextremen und das Geschäftsmodell zukunftsfähig gemacht werden. Durch die Corona-Krise wurde die Liquiditätsentwicklung des Unternehmens jedoch erneut stark belastet. Aufgrund der geltenden Corona-Beschränkungen musste der Saisonstart 2020 zunächst verschoben werden, und auch im weiteren Verlauf des Sommers war nur ein eingeschränkter Betrieb der Ausflugsschiffe und des Gastronomieangebots möglich. In Folge dessen konnte der eingeleitete Restrukturierungsprozess nicht wie geplant umgesetzt werden, sondern musste aufgrund einer nun eingetretenen Zahlungsunfähigkeit im Wege eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung fortgesetzt werden. Die Instrumente der Insolvenzordnung ermöglichten es dem Unternehmen, unrentable Pachtverträge kurzfristig zu beenden und der angespannten Liquiditätssituation mit Hilfe des Insolvenzgeldes zu begegnen. Die aus der komplexen Gesellschaftsstruktur resultierende fehlende Flexibilität konnte im Wege des Insolvenzverfahrens wiederhergestellt werden und zudem konnte ein Investorenprozess eingeleitet werden. Mit Beendigung des vorläufigen Insolvenzverfahrens war es, auch aufgrund der bereits umgesetzten Sanierungsmaßnahmen, möglich, einen geeigneten strategischen Investor für das Unternehmen zu finden und die Gesellschaft zu übertragen, sodass das Unternehmen am bisherigen Standort und vollumfänglich fortgeführt werden konnte.
[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Möglichkeiten einer erfolgreichen Restrukturierung“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Zur Überwindung einer Krise stehen Unternehmen in Deutschland vielfältige Restrukturierungs- und Sanierungsinstrumente zur Verfügung. Dabei können drei Arten der Sanierung unterschieden werden. Die außergerichtliche, konsensuale Sanierung und die Sanierung innerhalb eines Insolvenzverfahrens sowie der am 01.01.2021 eingeführte Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen (StaRUG) eröffnete eineinen Mittelweg zwischen den beiden etablierten Sanierungsformen.
Die außergerichtliche konsensuale Sanierung kann durch den Schuldner weitestgehend selbstbestimmt und flexibel gestaltet werden. Es gibt keine Publizitätspflichten und somit keine Gefahr von Reputationsschäden. Diese Form der Sanierung ist jedoch von der Kooperationsbereitschaft aller Beteiligter abhängig und bietet somit nur eingeschränkte Möglichkeiten zur Durchsetzung der angestrebten Sanierungsmaßnahmen. In Folge dessen besteht die Gefahr, dass die Sanierung bereits am Widerstand einzelner Beteiligter scheitert, die die verfolgte Sanierungslösung nicht unterstützen.
Die Sanierung im Wege eines Insolvenzverfahrens bietet hingegen eine ganze Palette von Durchsetzungsmöglichkeiten, Sicherungsinstrumenten und Sanierungsoptionen. Im Gegensatz zur freien außergerichtlichen Sanierung ist diese Sanierungsvariante jedoch streng verfahrensgebunden und beinhaltet zahlreiche Veröffentlichungspflichten, sodass für das Unternehmen insbesondere die Gefahr von Reputationsschäden droht.
Mit dem neuen Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen wird das Ziel verfolgt, die Lücke zwischen der freien außergerichtlichen Sanierung, die auf den Konsens aller Beteiligter angewiesen ist, und der vielfach kostenintensiven und reputationsbelastenden Sanierung innerhalb eines Insolvenzverfahrens zu schließen. Mit Hilfe eines Restrukturierungsplans soll eine finanzwirtschaftliche Restrukturierung auf Grundlage von Mehrheitsentscheidungen ermöglicht werden, sodass dem Unternehmen die Möglichkeit zur Erzielung eines Vergleichs mit den Gläubigern geboten wird.
Der Restrukturierungsrahmen bietet dem Unternehmen zudem die Möglichkeit, die Verhandlungen über den Restrukturierungsplan eigenverantwortlich zu führen und den Plan selbst zur Abstimmung zu stellen. Er soll einen Mittelweg eröffnen, der zum einen die Kostenund Effizienzvorteile privatautonomer, konsensualer Sanierungen beinhaltet und zum anderen auch Möglichkeiten zur Durchsetzung von Sanierungslösungen gegen den Willen einzelner Gläubiger bietet. Um die nötige Flexibilität zu gewährleisten, wurde das StaRUG als modularer Verfahrensrahmen für sanierungswillige Schuldner konzipiert, dessen Elemente einzeln in Anspruch genommen werden können. Anders als im Insolvenzverfahren werden weder die Anzeige des Restrukturierungsverfahrens noch die in Anspruch genommenen Sanierungshilfen öffentlich gemacht. Auch die Kontroll- und Aufsichtsmechanismen sind geringer ausgeprägt als in der Sanierung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens. Im Gegensatz zum Insolvenzverfahren bietet das StaRUG jedoch keine Möglichkeiten zur vorfristigen Beendigung von Arbeitsverhältnissen, Dauerschuldverhältnissen oder sonstigen Verträgen.
Welcher Sanierungsweg für ein Unternehmen der richtige ist, um gestärkt aus einer Krise hervorzugehen, hängt stets vom Einzelfall ab. Dabei spielt die Analyse der Krisenursachen eine entscheidende Rolle, denn diese ist die Basis für die Definition geeigneter Restrukturierungsmaßnahmen und die Wahl des erfolgversprechendsten Sanierungsweges. Aufgrund der Komplexität eines Sanierungsprojektes und dem zumeist hohen Handlungsdruck ist die Umsetzung der ermittelten Ergebnisse für die bisherigen Entscheidungsträger ohne externe Begleitung durch einen sanierungserfahrenen Interimsmanager, einen CRO oder einen Sanierungsberater oftmals problematisch und gegenüber den wesentlichen Stakeholdern nur schwer durchsetzbar.
Voraussetzungen für ein Wiedererstarken nach einer Unternehmenskrise sind somit die rechtzeitige Einleitung von Restrukturierungsmaßnahmen und eine umfassende Analyse der Krisenursachen, wobei die begleitende Unterstützung durch einen externen Krisenexperten, der einen neutralen Blick von außen und neue Impulse gewährleistet, geboten ist. Unter Berücksichtigung dieser Prämissen bietet die Krise einen idealen Zeitpunkt, um notwendige Veränderungen zu realisieren und so die Chance zum Wandel zu nutzen.

 

(Bildquelle: AdobeStock | 317047549 | VectorMine)[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Flerngroesse-eins%2F|title:Lerngr%C3%B6sse%20Eins“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]

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