KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Der Notfall als Tagesgeschäft

Krisenkommunikation

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Der Notfall als Tagesgeschäft“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1615461305458{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Mit Kommunikation aus der Krise“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1615461310498{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]

Armin Sieber, Sieber Senior Advisors

[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz & Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1598268967432{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text]Wir leben im Zeitalter der Krisen. Wo es Verlierer gibt, gibt es meist auch Gewinner. In der aktuellen Krise gehört die Digitalisierungsbranche zu den Gewinnern. Doch nicht nur sie. Im Windschatten von Krisen prosperieren auch Professional Service- Unternehmen, Kanzleien, Beratungsfirmen – und Kommunikationsberatungen. Krisenkommunikation kann Krisen verhindern und bewältigen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text]Professionelle Kommunikation gehört zur Resilienz jeder Institution. Genauer gesagt: die kommunikative Vorbereitung auf eine Krise. Das Geschäftsmodell der Krisenkommunikation hat Dauerkonjunktur. Vor, während und nach der Krise.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Die deutsche Wirtschaft hat durch die Corona- Pandemie schwer gelitten. Die Wirtschaftsleistung ist im Jahr 2020 nach Aussagen des Finanzministeriums um fünf Prozent zurückgegangen. Es war die zweittiefste Rezession der Nachkriegsgeschichte – nach der Finanzkrise 2009. Das Virus hat die Stärken und Schwächen von Staat und Unternehmen schonungslos aufgedeckt und einen tiefgreifenden Strukturwandel mindestens beschleunigt. Einige Branchen hat es dabei besonders hart getroffen, etwa die Reise- und Luftverkehrsbranche, das Hotelund Gastronomiegewerbe und den Einzelhandel. Andere Branchen, etwa im Bereich der Digitalisierungstechnologie oder der Plattform Ökonomie, haben von der Krise sogar profitiert. Die exorbitanten Kurssteigerungen der GAFAM-Aktien (die Big Five genannten USamerikanischen Technologie-Unternehmen Google (Alphabet), Amazon, Facebook, Apple und Microsoft) im vergangenen Jahr werfen ein Schlaglicht auf diese Entwicklung: Von Januar bis September 2020 stieg der Wert der fünf wichtigsten amerikanischen Tech-Unternehmen um 1,8 Billionen US-Dollar.
Die Krise hat auch eine positive Seite. Die Digitalisierungsbranche wird zum Schrittmacher für zahlreiche Unternehmen, die nun ihren digitalen Reifegrad steigern – und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft. Das ist im Einzelnen ein schmerzhafter Prozess, aber die Krise setzt auch jede Menge Ideen frei, die zum Keim für neue Geschäftsmodelle werden. Die vielen Health-Care und Biotech-Start- Ups sind nur ein Beispiel dafür.
Im Windschatten dieser Entwicklung prosperieren auch einige Professional Service-Unternehmen, die viel weniger sichtbar sind, aber von den Krisen der anderen leben: Kanzleien, Consulting-Firmen – und Kommunikationsberatungen. Das hat einen einfachen Grund: Die Fähigkeit, mit seinen internen und externen Bezugsgruppen angemessen kommunizieren zu können, wird gerade in Krisenzeiten zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Skandalisierung durch die Medien“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Krisen können zahlreiche Ursachen haben und sehr unterschiedlich verlaufen. Ein häufiges Problem: Durch mangelhafte Kommunikation können sich kleine Ursachen erst zu großen Krisen auswachsen. Krisenberater werden häufig hinzugezogen, wenn eine Krise nicht mehr aufzuhalten ist. Gerade dann ist professionelle Kommunikation natürlich wichtig. Spannender und deutlich werthaltiger für Unternehmen ist es aber, Krisen zu vermeiden oder Mandanten zumindest weitgehend aus dem medialen Krisengeschehen herauszuhalten. Für Manager, Aufsichtsräte oder Unternehmer kann es sogar von existenzieller Bedeutung sein, ihre Reputation auf diese Weise zu schützen. Das gelingt aber in der Regel nicht mehr, wenn eine Krise bereits eskaliert. In dem Fall muss man versuchen, durch proaktives Handeln, der Story den entscheidenden Spin zu geben, um eine weitere Eskalation einzudämmen.
Die Herausforderungen in der Krise sind vielfältig. Ein zentrales Problem stellt der so genannte „Negativste Bias“ dar, die Fokussierung der Öffentlichkeit auf negative Nachrichteninhalte. Das hängt mit einem einfachen medienpsychologischen Effekt zusammen: Negative Nachrichten haben einen stärkeren Einfluss auf den psychischen Zustand und die menschlichen Denkprozesse als neutrale oder positive Dinge. Der Negativitätseffekt wirkt wie ein Lautsprecher, bei dem der Regler aufgedreht wird: alle anderen Nachrichten werden überstrahlt und damit unrelevant. Das ist auch der Grund, warum man mit Fakten und Klarstellung allein in der Regel wenig ausrichten kann. Fakten sind die Voraussetzung – aber nicht das Wesentliche. Nur mit einer glaubwürdigen Story kann man sich in einer Krise kommunikativ behaupten.
Ein weiteres Problem für Unternehmen in der Krise stellt das investigative Ethos einiger Medien dar. Sie verstehen sich als Enthüllungsoder Aufdeckungsakteure und interessieren sich wenig für die komplexen Ursachen einer Krise. Die weichgespülten Erklärungen von PRAbteilungen und Rechtsanwälten – sind bei ihnen sogar kontraproduktiv. Im Alltag haben Krisenkommunikatoren regelmäßig mit den Redakteuren in den relevanten Ressorts zu tun. Diese berichten faktisch oft richtig, wenn man vertrauensvoll mit ihnen umgeht und sie mit relevanten Informationen versorgt. Darin liegt die Kunst, denn in der Krisenberichterstattung schießen Medien mitunter über das Ziel hinaus. Übertreibungen, überspitzte Darstellungen und Verkürzungen tragen nicht immer zur Versachlichung einer öffentlichen Debatte bei. Oft kann es durch Medienberichte sogar zu einer problematischen Vorverurteilungsdynamik kommen. In der Publizistik-Forschung ist sie als „Mechanismus des Skandalisieren“ bekannt. Dies muss eine aktive Krisenkommunikation im Auge haben – und zwar zunehmend auch in den digitalen Medien.
[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Planung und Training für die Krise“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Eine vertrauensvolle, proaktive und professionelle Zusammenarbeit mit den Medien ist unbedingte Voraussetzung. Erfolgreiche Krisenkommunikatoren kennen und antizipieren aber auch die Arbeits- und Denkweisen der Journalisten, der Multiplikatoren und der Influencer im Web. Krisenkommunikation in der analogen und digitalen Welt ist zu einer komplexen Herausforderung geworden. Nach unserer Erfahrung sind insbesondere fünf Faktoren ausschlaggebend für den Kommunikationserfolg in einer Krise:

• Zeitdruck
• Informationsmangel
• Qualität der Vorbereitung
• Eingeübte Prozessabläufe
• Glaubwürdigkeit des Auftretens

Wenn der Krisenfall eintritt, so ist das Zeitproblem die gravierendste Herausforderung. Die Warm-Up-Phase einer Krise ist in der Regel durch einen eklatanten Mangel an Information geprägt. Oft sind viele zentrale Fragen unklar, etwa wie relevant ein Problem wirklich ist, wie es genau entstanden ist, wer dafür verantwortlich war und welche Rechtsfolgen entstehen können. Andererseits gibt es auch einen klaren Zusammenhang zwischen Interventionszeitpunkt, Verlauf der Krise und Kostenentwicklung: Je früher und je konsequenter ein Unternehmen das Problem angeht, umso flacher läuft die Eskalationskurve – und umso niedriger sind in der Regel auch die Kosten zur Problembehebung.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Drei entscheidende Stellschrauben: Informationen, Prozess, Vorbereitung“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Am Beginn einer Krise kann daher jede Minute zählen. Professionelles Krisenmanagement hat drei Stellschrauben beginnt und mit der Beschaffung von Informationen. Da in dieser Phase meist schon erste öffentliche Anfragen auflaufen, besteht der erste Schritt der Krisenkommunikation darin, sich Zeit zu erkaufen. Das kann etwa durch ein Holding-Statement an die Presse oder andere Rapid-Response-Maßnahmen geschehen.
Der Prozess des Krisenkommunikationsmanagements sollte koordiniert und überlegt ablaufen. Kopfloser Aktivismus und widersprechende Informationen in der Öffentlichkeit sind genauso kontraproduktiv wie Schweigemauern und Salami-Taktik. Um dem entgegenzuwirken, ist es sehr nützlich, dass das Krisenmanagement nach einem klaren, geregelten Prozess abläuft. Ein gut vorbereitetes Unternehmen hat entsprechende Krisenszenarien vorbereitet – auch für den Fall einer Pandemie.
Im Krisenhandbuch sind diese Szenarien beschrieben – heutzutage setzt man so etwas allerdings immer häufiger auch im Rahmen von digitalen kollaborativen Plattformen um. Die relevanten Informationen sind dann jederzeit für alle verfügbar. Damit ein Kommunikationsteam aber gut funktionieren kann, sollte es die Krisenmechanismen nicht nur kennen, sondern auch regelmäßig einüben. Entsprechende digitale Schulungen und Krisen-Simulationen gehören daher inzwischen zu häufig nachgefragten Leistungen einer Krisenberatung.
[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Konsequenzen für Manager und Unternehmen“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Wir leben im Zeitalter der Krisen. Finanzkrise, Flüchtlingskrise, Klimakrise, Corona-Krise, Zollschranken, Embargos und (Br-)exits und bald Schuldenkrisen – die Ereignisse vermitteln das Gefühl, dass Politik, Unternehmen und Gesellschaft in einem dauernden Krisenmodus operieren. Die Realität sieht in der Regel anders aus: Die Lebens- und Arbeitsbedingungen haben sich kontinuierlich verbessert. Trotzdem ist das Gefühl einer Gesellschaft im Dauerstress nicht völlig falsch: Wir sind einer VUCA-Welt („volatility“, „uncertainty“, „complexity“ und „ambiguity“) angekommen. Die Welt von Politik und Ökonomie ist unsicherer, volatiler, vieldeutiger und angreifbarer geworden. Die Fähigkeit zum „Fahren auf Sicht“ wird zu einer wichtigen Management-Kompetenz. Die Gefahr, dass ein Unternehmen mit Krisen konfrontiert wird, steigt. Krisen werden zu etwas Normalem, das man planen und vorbreiten kann.
Die Basis des Geschäftsmodells der Krisenkommunikation ist die Krise, beziehungsweise der Prozess davor und danach, die Vermeidung und die Bewältigung. Aus dem Umgang mit Großkrisen wie Hypo-Alpe-Adria, Cum-Ex, Dieselgate oder Wirecard kann Sieber Senior Advisors folgende Erfahrungen zusammenfassen:
Klassische Medien: Die Skandalisierungsmechanik der etablierten Medien ist nach wie vor von enormer Bedeutung für unsere Mandaten. Sie betrifft in besonderer Form die Reputation von Top-Managern, Vorständen und Aufsichtsräten. Digitalisierung hin oder her – Medienkompetenz gehört zum Einmaleins.

• Digital Media: Soziale Medien wirken wie Brandbeschleuniger in einer Krise. Sie folgen eigenen Gesetzen, konfrontieren unsere Mandanten mit einer ganz neuen Wucht an Emotionen – und leider auch mit einer Reihe von Fake News.
• Litigation-PR: Die Aufarbeitung von Krisen durch die Justiz wird immer häufiger zu einer speziellen Herausforderung – die zunehmende Klageindustrie tut ihr Übrigens. Litigation-PR ist daher zu einer unserer Kernkompetenzen geworden – der Gerichtssaal ist daher eine immer wichtigere Arena für uns.
• Public Affairs: Public Affairs-Kompetenz gewinnt an Bedeutung: Die Meinungshoheit in einer Krise lässt sich längst nicht mehr allein über die Medien gewinnen. Oft muss man über die Bande von Politik und Verwaltung spielen.

Eine spezialisierte Krisenkommunikationsberatung verbindet all diese Kompetenzen. Im Idealfall kann sie ihre Mandanten aus den Medien raushalten oder hineinbringen – je nach Bedarf. Das trägt dazu bei, dass Krisen schneller bewältigt und dass Reputation und Werte besser geschützt werden können – in der Pandemie und danach.

 

(Bildquelle: AdobeStock | 92783068 | bakhtiarzein)[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Flerngroesse-eins%2F|title:Lerngr%C3%B6sse%20Eins“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]

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