KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Die Kunst des kalkulierten Verstoßes

Kolumne Perspektivwechsel Web

Sandra Ehlen, Chefredakteurin IM+io
Die Kunst des kalkulierten Verstoßes besteht darin, Regeln so gut zu kennen, dass man sie bewusst beugen kann, um Fortschritt zu erzeugen. Unternehmen, die ausschließlich auf Stabilität setzen, riskieren Stillstand – wie das Beispiel Nokia zeigt. Gleichzeitig beweist LEGO, dass gezielter Regelbruch zu wirtschaftlicher Erneuerung führen kann. Forschungen zu „constructive deviance“ unterstreichen, dass kreatives Abweichen dort entsteht, wo psychologische Sicherheit und mutige Führung zusammenkommen. Der Artikel macht deutlich, dass Innovation wächst, wenn Regel und Rebellion im Gleichgewicht stehen.

„Innovationen werden von Menschen getrieben.“

teamwork

August-Wilhelm Scheer im Gespräch mit Irmhild Plaetrich, IM+io
Innovation entsteht durch Menschen, die offen für Neues sind und mutig experimentieren. Europa steht wirtschaftlich unter Druck, weshalb Innovationsfähigkeit für Unternehmen immer wichtiger wird. Prof. August-Wilhelm Scheer betont, dass dezentrale Organisation und Verantwortung an der Basis entscheidende Erfolgsfaktoren sind. Starre IT-Systeme behindern diesen Weg und müssen durch flexible Plattformarchitekturen ersetzt werden. Da Innovation ein stochastischer Prozess ist, gehören ständige Anpassungen und „Trial and Error“ bewusst dazu.

Zwischen allen Rohren: Wie Daten-Pipelines Ordnung schaffen

Surreale Collage, die zwei Menschen zeigt, die durch eine blaue Pipeline verbunden sind

Matthias Vallentin, Tenzir im Gespräch mit Milena Milivojevic, IM+io
Die Datenmengen in Unternehmen wachsen rasant – und mit ihnen die Anforderungen an Sicherheit und Effizienz. Um diesen Spagat zu meistern, setzen moderne IT-Architekturen auf automatisierte Daten-Pipelines. Sie helfen dabei, Datenflüsse zu ordnen, zu analysieren und in einheitliche Formate zu bringen. Besonders für Security-Teams ist das eine große Entlastung, da relevante Informationen schneller und zuverlässiger zur Verfügung stehen. Modularität sorgt dafür, dass sich die Systeme leicht in vorhandene Infrastrukturen integrieren lassen – ganz ohne radikale Umbrüche.

Forecast Away : Planen mit dem Unplanbaren

Zusammenarbeit von Robotern und Menschen in der Fertigung

Christian Jabs, pacemaker.ai im Gespräch mit Milena Milivojevic, IM+io
In der Industrie wird jede Entscheidung relevanter, wenn Prognosen auf kleinste Veränderungen reagieren. Maßgeschneiderte KI-Lösungen helfen, in komplexen Datenströmen den Überblick zu behalten. Sie unterstützen nicht nur bei Bedarfs- und Preisprognosen, sondern auch beim Monitoring von CO₂-Emissionen und ESG-Daten. Unternehmen erhalten so Transparenz und Handlungssicherheit. Die Software lässt sich flexibel in bestehende Systeme integrieren und passt sich branchenspezifischen Anforderungen an. So entsteht eine Balance aus Effizienz, Nachhaltigkeit und Kostenkontrolle.

Schicht für Schicht zur Nachhaltigkeit: Ersatzteile aus der Datenwolke

Eleganter 3D-Drucker mit Y2K-Designelementen und gedruckten Objekten auf einem sauberen Schreibtisch

Ronny Bernstein, BMF GmbH
Mit 3D-Druck rücken Flexibilität und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt der Produktion. Ersatzteile können lokal gefertigt werden – schnell, präzise und energieeffizient. Unternehmen reduzieren damit Ausfallzeiten und Abhängigkeiten von komplexen Lieferketten. Digitale Plattformen stellen sicher, dass die Qualität weltweit einheitlich bleibt. Schutz geistigen Eigentums ist dabei jederzeit gewährleistet. Neue Geschäftsmodelle wie Pay-per-Print ergänzen das Potenzial dieser Technologie.

Looking for Something Causal? Die versteckten Beziehungen der Daten

KI-Ethikdialog: Verschiedene Perspektiven zum konzeptionellen Rahmen der virtuellen Umgebung für künstliche Intelligenz

Kevin Baum, DFKI im Gespräch mit Milena Milivojevic, IM+io
Daten enthalten mehr, als sie auf den ersten Blick zeigen – und oft auch Fallstricke. Korrelationen lassen sich leicht finden, Kausalitäten dagegen nur schwer belegen. KI-Systeme können zwar Zusammenhänge erkennen, doch ohne Prüfung drohen Fehlschlüsse und Diskriminierung. Unternehmen müssen deshalb auf Qualität, Dokumentation und klare Handlungsanweisungen achten. Nur so bleibt der Einsatz von KI nachvollziehbar und vertrauenswürdig. Regulatorische Maßnahmen wie der AI Act und Reallabore bieten Orientierung.

No Trust Issues: Web3 macht industrielle Partnerschaften belastbar

Abstrakter Händedruck aus metallischen und goldenen Händen, der eine Blockchain-Verbindung bildet. Digitales Vertrauenskonzept

Yannik Heinze, softstack GmbH
Lieferketten, die sich selbst organisieren, und Verträge, die sich automatisch erfüllen: Mit Web3 wird diese Zukunft greifbar. Blockchain schafft unveränderliche Datenketten, auf die alle Beteiligten zugreifen können. Smart Contracts garantieren, dass Vereinbarungen zuverlässig und in Sekunden umgesetzt werden. Beispiele finden sich in der Qualitätskontrolle und der Energiewirtschaft. Herausforderungen bestehen noch bei der Skalierbarkeit und der Anpassung an bestehende Strukturen. Doch die Richtung ist klar: Web3 macht industrielle Partnerschaften belastbarer.

Smarte Effizienztaktik für Brennöfen: Mit digitalen Tools zur CO2-armen Zukunft

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Shari Alt, Kim Jost, AWSi
Die Industrie steht unter Druck: Energiepreise steigen, CO₂-Regularien werden strenger, Nachhaltigkeit wird zum Wettbewerbsfaktor. Brennöfen, traditionell große Energieverbraucher, rücken dabei ins Zentrum. Digitale Tools wie Chargenplanung und CO₂-Tracking helfen, Prozesse transparenter und effizienter zu gestalten. Intelligente Systeme sorgen für bessere Auslastung und geringeren Energieverbrauch. KI ermöglicht dynamische Optimierungen, die Kosten senken und Emissionen reduzieren. So entsteht ein zukunftsfähiger Produktionsalltag zwischen Effizienz und Klimaschutz.

Wenn Maschinen denken lernen: Wie Daten die DNA der Industrie neu schreiben

faszinierende Szene einer Dampfmaschine, die durch den Weltraum rast und Kraft und Technologie in einer fesselnden Verschmelzung von Vergangenheit und Zukunft vereint.

Sebastian Kreibich, Scheer School of Digital Sciences at Saarland University gGmbH
Die neue industrielle Revolution wird nicht von Dampf oder Strom getragen, sondern von Daten. Intelligente Fabriken vernetzen Maschinen und Prozesse, um präzise, datenbasierte Entscheidungen zu treffen. IoT-Lösungen eröffnen dabei Chancen für Effizienz und nachhaltige Produktion. Regionen mit digitaler Infrastruktur können von diesem Wandel besonders profitieren. Weiterbildung und Menschzentrierung sind entscheidend, um Potenziale auszuschöpfen. Daten sind längst mehr als Rohstoff – sie sind die DNA einer neuen Industrie.

Simulation statt Spekulation: Mit Datenbrillen visualisieren

Industriearbeiter nutzt Augmented-Reality-Headset in einem Lager während einer arbeitsreichen Abendschicht

Philipp Hummel, XRify im Gespräch mit Milena Milivojevic, IM+io
Simulation statt Spekulation – das ist das Prinzip moderner, datengetriebener Industrieplanung. Virtuelle Visualisierungen lassen ganze Fabriken und Logistikflächen entstehen, bevor die ersten Bauteile realisiert werden. Mit Datenbrillen wird sichtbar, wie Prozesse funktionieren und wo Optimierungen nötig sind. Ein innovatives Team unterstützt Unternehmen mit AR-Technologien und präzisen 3D-Scans. Das Ergebnis: transparente Planungen, geringere Kosten und bessere Abläufe. So wird Zukunftsfähigkeit planbar.