[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Auf digitaler Spurensuche“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1630500027462{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Nachhaltige Artenerfassung mit Hilfe von innovativen Lösungen“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1630500040739{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Sabine Schründer, Astrid Lipski, IP SYSCON GmbH[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz und Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1630066423491{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text]Die Kenntnis des Vorkommens von Arten und Lebensräumen ist wesentliche Grundlage für die planerische Arbeit im Naturschutz. WebGIS-gestützte Erfassungssysteme effektivieren die dafür notwendige Geländearbeit im ehrenamtlichen wie im hauptamtlichen Naturschutz. Das angeführte Beispiel eMapper macht deutlich, wie breit die Anwendungsmöglichkeiten sind: Sie reichen von öffentlichkeitswirksamen Katastern über Fachanwendungen für Erfassung und Monitoring bis hin zu Citizen Science.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text]Die genaue Kenntnis des Vorkommens von Arten und Lebensräumen ist wesentliche Grundlage für die planerische Arbeit im Naturschutz. Da die Artenkenntnis schwindet und die finanziellen Budgets im Naturschutz oft knapp sind, spielt die effektive Erfassung der Informationen eine immer größere Rolle. Softwarelösungen können auf verschiedenen Wegen bei der Erhebung dieser Fachdaten unterstützen – standardisiert, in Echtzeit und ohne Medienbrüche bei der Weitergabe.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Einleitung: Daten digital sammeln – Informationsverluste vermeiden“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Aktuelle Informationen zum Vorkommen von Arten und Lebensräumen sind eine wichtige Grundlage für verschiedenste Aufgaben des Natur- und Umweltschutzes. Eine zentrale Herausforderung bei der Erfassung und Verwaltung naturschutzrelevanter Daten ist die Vermeidung von Informationsverlusten. Trotz der gestiegenen Bedeutung der Digitalisierung liegen viele Grundlagen immer noch analog vor, was die Übernahme in zentrale Modelle oder den Datentransfer erschwert. Darüber hinaus schwindet die Zahl der Artenkenner, was den Wunsch nach effizienter Übernahme dieses Expertenwissens verstärkt. Umso wichtiger ist es, auch interessierte Laien in die Erhebung einzubinden. Citizen Science-Projekte leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu validen Datenbeständen. Softwarelösungen können bei der Erhebung und Verwaltung von Fachdaten unterstützen. Zunehmend sind sogenannte „WebGIS-Lösungen“ für die kollaborative Arbeit durch eine entsprechende Community zu finden sowie Apps für das Smartphone oder Tablet zur Erfassung im Gelände. Unter WebGIS werden im Allgemeinen Kernfunktionen für auf Geodaten spezialisierte Webservices verstanden. Als grafische Benutzeroberfläche kann dabei eine auf Geodaten spezialisierte Webapplikation oder ein Geobrowser zur Verwendung eingesetzt werden.
Die Lösungen sind auf die Erfassung einer bestimmten Art oder auch für einen bestimmten Anwendungszweck individuell zugeschnitten. Flankierende Lösungen bieten Hilfestellung bei der Bestimmung von Arten, zum Beispiel unter Nutzung modernster Bilderkennungs- und Bestimmungshilfen.
Die IP SYSCON GmbH stellt mit der WebGIS-Plattform „eMapper“ eine erprobte Lösung zur digitalen Eingabe, Verwaltung und Bereitstellung von Beobachtungen nach naturschutzfachlichen Standards bereit. Über den orts- und zeitunabhängigen Zugang per Internet und einen nutzerspezifischen Login können unterschiedliche Akteure in die Erhebung und Auswertung der Daten einbezogen werden – eine wichtige Grundlage für die meist dezentrale Zusammenarbeit. Interaktives Kartenmaterial und Digitalisierungswerkzeuge erlauben eine genaue Verortung der Art oder des Lebensraumes. Die Erweiterung um eine hybride Web-App, den „eMapper2go“ (verfügbar für Android/iOS) zur Nutzung auf mobilen Endgeräten, ermöglicht die effiziente Erhebung im Gelände auch offline ohne Netzempfang. Im Folgenden werden vier projektspezifische Lösungen vorgestellt, die das Anwendungsspektrum digitaler Erfassungsmethoden mit all ihren Vorteilen und Herausforderungen veranschaulichen.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Eine öffentlichkeitswirksame Rundum-Lösung zum Thema „Streuobstwiesen in Niedersachsen““ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Das Streuobstwiesen-Bündnis Niedersachsen e. V. hat sich den Schutz der Streuobstwiesen zur Aufgabe gemacht hat. Entstanden ist der Verein 2017 im Rahmen des Projektes „Zusammenarbeit zur Erhaltung von Streuobstwiesen in Niedersachsen“, das der BUND Niedersachsen gemeinsam mit mehreren Partnern durchführt. Zur zentralen Rolle zählt die Vermittlung zwischen den verschiedenen Streuobstakteuren und -vereinen/-initiativen.
Herzstück ist eine öffentlichkeitswirksame Webseite [1] auf der vielfältige Angebote und Informationen rund um die Streuobstwiese angeboten werden. Dazu gehören Fachtagungen und -exkursionen, Praxiskurse zum Obstbaumschnitt, Nachwuchsförderung und vieles mehr. Im integrierten Erfassungsportal werden bereits seit 2010 von vielen Ehrenamtlichen unter Leitung des BUND Niedersachsen umfangreiche Daten zu Streuobstflächen und darauf befindliche Obst- und Tierarten dokumentiert (siehe Abbildung 1). Darüber hinaus haben Streuobstproduzenten oder Baumpfleger die Möglichkeit sich zu platzieren und finden entsprechende Erfassungsformulare vor. Auch Veranstaltungstermine und Umweltbildungsmaßnahmen sind auf einer interaktiven Karte zu finden. Jeder Datensatz wird von einem Mitarbeiter des Bündnisses geprüft und erst danach der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Um den Mitarbeitern die Verifizierung zu erleichtern sowie den interaktiven Austausch zwischen den Akteuren zu vereinfachen, wird das Portal nun um eine App erweitert. Die effiziente Kontrolle von Einträgen direkt vor Ort wird dadurch ebenso ermöglicht wie die komfortable Navigation zu einem Eintrag über Google Maps.[/vc_column_text][vc_single_image image=“31250″ img_size=“large“ add_caption=“yes“][vc_custom_heading text=“HerpetoMap – ein Portal für Amphibien- und Reptilienkenner“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Der NABU Niedersachsen startete im Oktober 2019 das Mitmach-Projekt „HerpetoMap – die Fachplattform zur Meldung von Amphibien- und Reptilienvorkommen in Niedersachsen“. Gefördert von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung wurde eine Online- Erfassungsplattform [2] eingerichtet, die der zentralen Sammlung, Darstellung und Analyse von Daten zur Verbreitung der Amphibien und Reptilien in Niedersachsen dient. Hinter einem passwortgeschützten Login befindet sich ein interaktives Kartenmaterial, das die komfortable Digitalisierung von Artenfunden, -sichtungen oder des Verhörs von Ruflauten ermöglicht.
Eine hohe Datenqualität wird über komplexe, teils technische, teils von „humanen“ Experten durchgeführte Plausibilitäts- und Verifikationsprozesse gewährleistet. Eine der zentralen Herausforderungen war dabei die Realisierung von fachlichen und technischen „Leitplanken“. So prüft das System zum Beispiel, ob eine Meldung innerhalb eines bekannten Verbreitungsgebietes einer Art liegt oder die Aufnahme in den Datenbestand weitere Belege wie zum Beispiel Fotos oder Videosequenzen erfordert. Im Verifizierungsmodul landen alle Meldungen automatisch, die aufgrund der Methode, der fehlenden Belege oder des ungewöhnlichen Fundorts manuell überprüft werden müssen. Die Entscheidung übernimmt ab jetzt die Gemeinschaft der Experten. Über die Aufnahme der Funde wird im fachlichen Diskurs entschieden. Erst nach erfolgreicher Prüfung landen die Daten im offiziellen Datenpool, der zur weiteren Analyse oder Auswertung angezeigt, gefiltert und exportiert werden kann. Seit Mitte August 2020 wird das System durch Daten engagierter Experten gespeist. Als weitere Neuerung wird die Dateneingabe mittels der App eMapper2go in Zukunft auch zeitgemäß direkt vor Ort ermöglicht, vor allem wenn mal gerade keine Netzanbindung vorhanden ist.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Digitalisierung einer etablierten europäischen Erfassungsmethode – Otterspuren mit dem OTTER SPOTTER erfassen“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Die Aktion Fischotterschutz e. V. sammelt seit über 20 Jahren Daten zur Fischotterverbreitung. Die Nachweise stammen zum großen Teil aus systematischen Kartierungen, die nach der europäischen Standardmethode eine jährliche Erhebung von Otterspuren vorsieht. Da eine flächendeckende Kontrolle aller Gewässer nicht realisierbar ist, findet die Erhebung an festgelegten Stichprobenorten statt. Die standardisierte Methode ermöglicht die Erstellung digitaler Verbreitungskarten auf internationaler Ebene. Ein Netzwerk aus ehrenamtlichen, regelmäßig geschulten „Spurensuchern“ unterstützt die Datenerhebung und trägt wesentlich zum Erfolg dieser einzigartigen Datensammlung bei. Lange basierte das System auf dem Ausfüllen von analogen Meldebögen im Feld und deren aufwendiger Zusammenführung. In einem von der Bingo-Umweltstiftung geförderten Projekt wurde 2016 das WebGIS-gestützte Internetportal OTTER SPOTTER [3] eingeführt.
Kartierdurchläufe und Stichprobenorte werden seitdem online verwaltet und alle Ergebnisse in der zugehörigen, zentralen Datenbank dokumentiert. Über anschauliche Karten werden die dafür geeigneten Daten der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Komfortable Erfassungsformulare unterstützen die Spurensucher bei ihrer Arbeit im Gelände, lassen aber auch die Dokumentation von Zufallsfunden zu, die den jährlich wachsenden Datenbestand ergänzen. Um die Motivation zu erhalten und auch neue junge Helfer zu gewinnen, wurde 2020 die Erweiterung des Portals um die OTTER SPOTTER App initiiert. Sie wurde in der letzten Kartiersaison einem Praxistest unterzogen und anhand der Ergebnisse für die Spurensuche im Gelände optimiert.
Die Realisierung wurde mit den Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), vom Landkreis Grafschaft Bentheim, der Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland sowie von der Dr. Joachim und Hanna Schmidt Stiftung für Umwelt und Verkehr gefördert.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“WebGIS im Praxistest bei der bundesweiten Datenerhebung: Monitoring von Ökosystemen“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Bereits im Herbst 2016 startete das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben „Ökosystem-Monitoring auf bundesweit repräsentativen Stichprobenflächen“ im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz. In der ersten Phase wurde ein umfangreiches Konzept für die Durchführung des Ökosystem-Monitorings erarbeitet – ein wichtiger Baustein für das bundesweite Biodiversitätsmonitoring, das ein Ziel der Naturschutzoffensive 2020 des Bundesumweltministeriums ist. Zusammen mit einer Gruppe von Experten für Vegetationskartierung und –monitoring hat das Planungsbüro für angewandten Naturschutz (PAN) praxisorientierte Methoden für die Erhebung und Auswertung der Daten entwickelt. Basis ist ein Satz von 1.000 jeweils ein Quadratkilometer großen Stichprobenflächen, der bereits für andere bundesweite Monitoring-Programme (häufige Brutvögel, High Nature Value Farmland) etabliert wurde. Die entwickelte Methodik wurde wiederum per WebGIS-Portal implementiert.
Die beauftragten Kartierenden können ihre Ergebnisse einheitlich und zentral dokumentieren. Standardisierte Eingabeformulare und automatisierte Plausibilitätsprüfungen sichern Konsistenz und Validität der Daten. Seit September 2019 stehen in der zweiten Projektphase unter dem Titel „Ökosystem-Monitoring: Ausbau und erweiterte Stichprobenerfassung“ die Erfassung weiterer Flächen, die Optimierung des Kartierschlüssels sowie die Ergänzung von Funktionen für eine möglichst effiziente Dokumentation im Fokus. So werden zum Beispiel ein teilautomatisierter Import der Ergebnisse aus Wiederholungskartierungen und Prüfmechanismen für die Vollständigkeit der Datensätze integriert. Die stetige Weiterentwicklung des Systems führt zu einer nutzerfreundlichen, technisch und fachlich abgestimmten Anwendung, die das bundesweite Monitoring sehr effektiv unterstützt.
(Bildquelle: Otterbild © Jens Klingebiel – Fotolia; Hintergrund © 12019 – pixabay)[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_createlink title=“zu den Literaturangaben“ btn_link=“url:https%3A%2F%2Fbit.ly%2F3xEQ2IR|target:_blank“][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Flerngroesse-eins%2F|title:Lerngr%C3%B6sse%20Eins“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]