KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Hightech für Höchstleistungen

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[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Hightech für Höchstleistungen“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1716983159684{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Rekorde im Parasport“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1716983169544{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text css=““]Daniel Ernst, Ottobock SE & Co. KGaA

(Titelbild: Adobe Stock | 616103035 | carballo)[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz und Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661761237969{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text css=““]Im paralympischen Sport sind Technologien entscheidend. Unternehmen bieten hochwertige Ausrüstung für Spitzenleistungen und die Paralympischen Spiele werden regelmäßig zur größten mobilen Werkstatt für die hochtechnisierte Sportausrüstung. Im Zusammenspiel aus Training und technischer Unterstützung entstehen außerordentliche Leistungen und Rekorde.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text css=““]Paralympischer Sport ist heute absoluter Hochleistungssport. Nicht selten sind die Athletinnen und Athleten Vollprofis, trainieren unter Topbedingungen und arbeiten mit zahlreichen Spezialisten, um ihre Leistungen immer weiter zu steigern. Wer für seinen Sport Hilfsmittel wie Rollstühle oder Prothesen benötigt, verlangt modernste Materialien, höchste Qualität, hundertprozentige Verlässlichkeit und Haltbarkeit – auch unter extremen Belastungen. Paralympics sind die an die Idee der Olympischen Spiele angelehnten globalen Sportwettbewerbe für Sport-ler:innen mit Körperbehinderung und geistiger Beeinträchtigung [1]. Derzeit bereiten sich die paralympischen Athletinnen und Athleten auf die diesjährigen Sommerspiele im August in Paris vor.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=““]Die Bedeutung der Technologien hat beim paralympischen Sport eine völlig andere Dimension als beim olympischen Sport. Natürlich gibt es auch olympische Disziplinen, bei denen die verwendeten Materialien und damit Technologien sehr wichtig, wenn nicht sogar entscheidend sind: Bobfahren, Skisport, Fechten, Schießsportarten, um nur einige zu nennen. In anderen Sportarten, wie etwa im Schwimmsport, beim Turnen oder beim Judo hingegen, tritt das verwendete Material vergleichsweise in den Hintergrund. Und dennoch, bei allen Sportarten – ob olympisch oder paralympisch- sind die Materialien mehr oder weniger wichtige Hilfsmittel. Im paralympischen Sport beziehungsweise generell im Sport für Menschen mit Beeinträchtigungen erfährt diese Relevanz jedoch noch einmal eine Steigerung.

Hier kommen Technologien und Unternehmen ins Spiel. Denn sicherzustellen, dass jegliches Material einwandfrei funktioniert und die Sportlerinnen und Sportler so zu enormen Leistungen im Triathlon, im Sprint, im Rollstuhlbasketball und all den anderen Sportarten fähig sind, ist die Aufgabe der hochqualifizierten und technisierten Sportausrüster.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Technischer Service nimmt zu“ font_container=“tag:h3|text_align:left“ css=““][vc_column_text css=““]Als im Jahr 1960 die ersten paralympischen Sommerspiele in Rom mit rund 400 Athletinnen und Athleten aus 23 Ländern, stattfanden galt dies als Experiment ohne viel Planung oder spezielles Know-How. Doch mit der zunehmenden Bedeutung des Sports wurden die Betreuung und technische Ausstattung der Sportlerinnen und Sportler schnell professionalisiert. 1988 in Seoul kamen erstmalig Carbonfedern im paralympischen Sport zum Einsatz und ließen Rekorde regnen. Doch die Technik war anfällig und wartungsintensiv.

Seitdem hat sich eine Menge getan. Repariert wird allerdings weiterhin – bis zu 200 mal pro Tag und für die Athletinnen und Athleten kostenlos. Dabei ist völlig egal, um welches Problem, welches Produkt oder welchen Hersteller es sich handelt. Während der Wettkämpfe wird in den Werkstätten gesägt, geschweißt, geschraubt, geklebt. Das Unternehmen Ottobock lässt dafür unter anderem Fräsen, Bohrmaschinen, Infrarotwärmeöfen und rund 20.000 Ersatzteile anliefern. Nimmt man die betreuenden​ Unternehmen der anderen Athletinnen und Athleten zusammen, entsteht während der großen Wettkämpfe jeweils die weltweit größte mobile Werkstatt für technische Sportgeräte.

Die Werkstätten bei den Paralympics werden jedes Jahr digitaler. In diesem Jahr in Paris werden vor Ort 3D-Drucker zum Einsatz kommen, um Ersatzteile zu produzieren – vom Fingerschutz für das Bogenschießen bis hin zu orthopädischen Einlagen. Zudem wird mit hochmodernen 3D-Scannern gearbeitet, um alle Maße der Athletinnen und Athleten digital zu erfassen, anstatt auf herkömmliche Gipsabdrücke zurückzugreifen. Diese digitalen Innovationen versprechen eine erhebliche Zeitersparnis und eröffnen neue Arbeitsabläufe in der Werkstatt. So kann beispielsweise der Scan eines Oberschenkelstumpfes per eigener Software digital modelliert und perfekt angepasst werden, bevor ein sogenannter Testschaft gedruckt wird. Dieser wird einige Tage getragen, gegebenenfalls erneut angepasst und dient dann als Modell für die Herstellung des sogenannten Definitivschaftes, der dauerhaft getragen wird. Das kann oft weniger kompliziert sein als eine Reparatur des alten Schaftes.

Doch nicht nur Prothesen müssen repariert werden: Oft kommt es zu gebrochenen Rahmen, gerissenen Gurten, platten Reifen oder verschmutzten Kugellagern an Rollstühlen, die nicht nur in den Renndisziplinen, sondern zum Beispiel auch beim Rollstuhlrugby extremen Bedingungen ausgesetzt sind. Für jedes Team sind Sonderanfertigungen eine besondere Herausforderung. Dabei sind Kreativität und handwerkliches Geschick gefordert. Die zahlreichen Techniker und Technikerinnen vor Ort tauschen sich untereinander sowie mit den Athletinnen und Athleten aus und teilen ihr Wissen. So werden die Paralympics regelmäßig zum weltgrößten Seminar für Orthopädietechnik.[/vc_column_text][vc_single_image image=“34381″ img_size=“large“ css=““][vc_custom_heading text=“Weniger Digitalisierung im Sport, mehr in den Werkstätten“ font_container=“tag:h3|text_align:left“ css=““][vc_column_text css=““]Das Thema „Digitalisierung & Paralympics“ impliziert, dass im Sport selbst eine nennenswerte Digitalisierung stattfindet. Dem ist, verglichen mit den technischen Möglichkeiten, nicht wirklich so. Das technische Equipment der Sportlerinnen und Sportler hat sich seit Jahrzehnten – vor allem auf Grund der Regularien – nur unwesentlich weiterentwickelt. Die Carbonfedern oder Sportrollstühle sind im Grunde immer die gleichen. Digitale Technik ist bei den Sportarten nicht erlaubt und
auch in der Herstellung der Produkte nicht wirklich im Einsatz. Sportfedern aus Carbon werden Faserschicht für Faserschicht von Hand gelegt und die Rollstühle von Hand geschweißt.

Wo hingegen die Digitalisierung extrem zugenommen hat, ist der technische Support – wo möglich und sinnvoll. Neben der Digitalisierung bei Materialien und beim Monitoring der Trainingserfolge hat die Digitalisierung die Sichtbarkeit des Parasports und der einzelnen Athlet:innen erhöht. Während die Website der Paralympischen Spiele in Atlanta 1996 täglich nur 120.000-mal geklickt wurde, konnten schon 2016 bei den Paralympics in Rio eine Milliarde Menschen über digitale Medien eingebunden werden. Dies wird acht Jahre später, 2024 in Paris, noch deutlich übertroffen werden.

Die paralympischen Spiele leisten einen beachtenswerten Beitrag zum Einstellungswandel gegenüber Menschen mit Behinderung [3]. Damit ist auch die viel höhere Sichtbarkeit einzelner Sportlerinnen und Sportler durch digitale Medien verbunden. Sichtbarkeit kann Sponsoring bedeuten und eröffnet zum Teil den Parasportler:innen Zugang zu Unterstützung, die bisher nur im Sport ohne Beeinträchtigungen zu finden war. Je mehr Technologie im Einsatz ist, desto unterschiedlicher kann die Unterstützung sein. Ein kompliziertes Regelwerk will sicherstellen, dass Chancengleichheit und Vergleichbarkeit bestehen. Bei den Athletinnen und Athleten sowie den Unternehmen im Verbund geht es also nicht allein um das, was heute technologisch machbar ist, sondern um das, was das Internationale Olympische Komitee erlaubt, zulässt und definiert.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Vorsprung durch Training statt Technik“ font_container=“tag:h3|text_align:left“ css=““][vc_column_text css=““]Der beidseitig unterschenkelamputierte Sprinter Johannes Floors hat auf seinen Carbonfedern Weltrekorde über 100, 200 und 400 Meter aufgestellt und läuft auf dem Niveau von Sportlern ohne körperliche Einschränkung. Es gibt Diskussionen, ob Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam an einem Wettkampf teilnehmen könnten – und die Sorge, dass technische Hilfsmittel den menschlichen Köperteilen überlegen sind. Es ist die Frage nach dem Einfluss der Technik auf die sportliche Leistung. Entscheiden im Parasport Technologie und Budgets über Talent und Ausdauer? Nein, denn würde Prothesentechnik allein Höchstleistungen erklären, müsste die Zahl von Sportler:innen mit Handicap, die zur Nichtbehinderten-Spitze aufschließen, wesentlich größer sein. Die starke Leistungsentwicklung ist vielmehr auf professionelleres Training, eine perfekte Zusammenarbeit zwischen den Athletinnen und Athleten sowie den Technikerinnen und Technikern zurückzuführen. Welche Hilfsmittel im Parasport erlaubt sind, bestimmen die Sportverbände mit ihrem Regelwerk. Verboten ist zum Beispiel der Einsatz von Sportgeräten mit eigener Energieversorgung. Hoch entwickelte Technologien im Bereich Myoelektrik oder Mechatronik sind deshalb ausschließlich der Alltagsversorgung vorbehalten. Auch bei Rollstühlen gibt es Vorgaben.
Sportprothesen und -rollstühle funktionieren rein mechanisch und werden nur durch Muskelkraft bewegt.[/vc_column_text][ult_createlink title=“Zu den Literaturangaben“ btn_link=“url:https%3A%2F%2Fbit.ly%2F44BtI4p|target:_blank“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Fdigital-sports%2F|title:Digital%20Sports|target:_blank“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]

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