KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Für eine bessere Welt

Vermenschlichte Erde, die lebensfroh sowie pfeifend durch das Leben spaziert

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Für eine bessere Welt“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1685112377008{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Die Macht des idealistischen Pragmatismus“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1685112384664{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Philipp Buddemeier, Better Earth Advisory GmbH

(Titelbild: © AdobeStock | 547975827 | paul_craft)[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz und Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661761237969{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text]Das Konzept der Kreislaufwirtschaft ist der vielversprechendste Ansatz, um konsequente Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen. Nachhaltig durch die wissenschaftsorientierte Berücksichtigung der planetaren Grenzen, wirtschaftlich attraktiv durch die innovationsorientierte Weiterentwicklung von Produkten und Geschäftsmodellen. Wie die systematische Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit auf allen Entscheidungsebenen gelingen kann, zeigt dieser Praxisbericht.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text]Die Ideen der Kreislaufwirtschaft sind seit Jahrzehnten bekannt. An der Umsetzung mangelt es aber bis heute. Werden höhere Erwartungen der Politik und ambitioniertere Nachhaltigkeitsziele der Unternehmen sowie Fortschritte bei der Wettbewerbsfähigkeit der Kreislaufwirtschaft in den nächsten Jahren zum Durchbruch verhelfen? Better Earth glaubt an die Kombination aus idealistischer Ambition und pragmatischem Unternehmertum, um neue Geschäftschancen durch Produkt- und Geschäftsmodellinnovationen im Sinne der Kreislaufwirtschaft mit Erfolg in den Markt zu bringen. Die spannendsten Ansätze im Überblick.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Fragen Sie sich vielleicht, ob die Beschäftigung mit der Kreislaufwirtschaft nicht „alter Wein in neuen Schläuchen“ sei? Schließlich sind die Ideen der Kreislaufwirtschaft seit Jahrzehnten bekannt. Richtig! Aber die Umsetzung in der Breite hat bis heute nicht stattgefunden. Dafür gibt es viele Gründe, aber keine Zauberformel. Stattdessen vielfältige Erfahrungswerte aus der Praxis. Diese Erfahrungen sollen im Folgenden besprochen werden. Die vier Kernerfahrungen lauten wie folgt:

  1. Die wirtschaftlich erfolgreiche Skalierung der Kreislaufwirtschaft muss sich an der Erfolgslogik in Unternehmen ausrichten und damit einen klaren Mehrwert bezogen auf Produktnutzen und Geschäftsmodellprofitabilität bieten.
  2. Daneben muss die unternehmerische Erfolgsmessung um relevante Metriken der Kreislaufwirtschaft erweitert und konsequent über alle Entscheidungsebenen verankert werden. Sonst werden die besten Ideen bei der Übersetzung in die Serie regelmäßig wieder gestrichen.
  3. Die Ideenerzeugung ist der einfache Teil. Die pragmatisch-iterative Validierung der Machbarkeit, Marktnachfrage und kommerziellen Attraktivität ist viel entscheidender, um zum Handeln vorzudringen.
  4. Die Ideen der Kreislaufwirtschaft müssen sich an ihrem Beitrag zu absoluten Nachhaltigkeitszielen messen lassen. Sonst ist außer der erhöhten Gefahr von Greenwashing nichts erreicht.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Klare Ausrichtung: ökonomischer Unternehmenserfolg“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“][vc_column_text]Historisch ist die Kreislaufwirtschaft primär aus Materialsicht gedacht worden. Das Konzept Cradle-to-Cradle bringt diese Sicht elegant auf den Punkt. Zentral ist die Unterscheidung in biologische und technische Kreisläufe: Biologische Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen sind typischerweise Verbrauchsmaterialien, beispielsweise Nahrungsmittel, Naturtextilien et cetera. Verbrauchsmaterialien sollten zu 100 Prozent biologisch rückstandsfrei abbaubar sein. Das ermöglicht Kompostierung und Nährstoffrückgewinnung. Technische Materialien wie Stahl oder Glas werden typischerweise als Gebrauchsmaterialien betrachtet. Sie sollten in gleichbleibend hoher Qualität immer wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden [1].

Leider orientiert sich die unternehmerische Erfolgslogik nicht an Materialkreisläufen. Kundennutzen und Profitabilität stehen im Vordergrund. Deswegen braucht ein neues Materialverständnis im Sinne der Kreislaufwirtschaft eine Übersetzung in die Erfolgslogik von Unternehmen. Better Earth nutzt hierfür zwei einfache Perspektiven: Die Produktsicht und die Geschäftsmodellsicht ermöglicht und unterstützt durch neue Technologien und Fähigkeiten (siehe Abbildung 1).

Jede Perspektive erschließt eine Wertdimension, die durch erprobte Ansatzpunkte genutzt werden kann (siehe Abbildung 2).

Ansatzpunkte, um die Zirkularität von Produkten zu verbessern und gleichzeitig den Kundennutzen zu erhöhen, sind beispielsweise modulares Design und regenerative Inputmaterialien. Ein modulares Design wie bei den Smartphones der Anbieter Fairphone oder Shift erleichtert Nutzer:innen Reparatur und Upgrades, beispielsweise den einfacheren Austausch der Batterie oder den Wechsel zu einem leistungsfähigeren Kameramodul. Regenerative Inputmaterialien wie Biobaumwolle aus regenerativer Landwirtschaft gibt Konsument:innen die Gewissheit, Kleidung ohne Giftstoffe zu tragen.

Die verbesserte Zirkularität von Produkten übersetzt die Materialsicht und Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in Kundennutzen. Die ökonomische Attraktivität aus Unternehmenssicht ist dadurch aber noch nicht gewährleistet. Im Gegenteil, oft werden Produkte teurer in der Herstellung und halten länger. Traurig aber wahr: gerade längere Haltbarkeit und verbesserte Reparierbarkeit laufen den klassischen Ansätzen zur Profitmaximierung durch Verkürzung von Konsumzyklen zuwider.

Damit zirkuläre Stoffkreisläufe und die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft auch ökonomisch attraktiv werden, sind häufig neue Geschäftsmodelle nötig. Besonders interessant sind Product as a Service-Modelle, beispielsweise die Bereitstellung von industriell nutzbarer Druckluft durch das Unternehmen Tamturbo oder die Bereitstellung von elektronischen Geräten wie Tablets und Handys als Leihgeräte für Mitarbeitende, wie dies beispielweise Everphone für Geschäftskunden anbietet. Aus Sicht der Kreislaufwirtschaft ist dieses Modell deshalb so elegant, weil es den oben erwähnten Anreiz für die Verkürzung der Produktlebenszyklen aushebelt. Plötzlich hat der Hersteller ein Interesse an der Langlebigkeit. Primär geht es den Nutzer:innen meist nicht um den Besitz, sondern um die Nutzung. So kann ein Gerätehersteller wie Tamturbo in die Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Fähigkeiten für Fernwartung et cetera investieren, ohne dass der Verkaufspreis mit dem günstigeren Preis des Billiganbieters verglichen würde. Von vornherein steht die Gesamtkostenbetrachtung im Vordergrund, die durch monatliche Nutzungsentgelte abgerechnet wird. Billiggeräte, die zwar in der Anschaffung günstig sind, aber schnell in der Leistung abfallen oder nur kurze Zeit funktionieren, werden so in einen fairen Vergleich gezwungen. Aus Sicht der Hersteller hochwertiger Geräte, die im Wettbewerb mit Billiganbietern in Rechtfertigungsdruck geraten, ein bis heute noch völlig unausgeschöpftes Geschäftsmodell. Sharing-Plattformen, die die Auslastung von Gegenständen erhöhen können, sowie Dienstleistungsangebote für Reparatur und Wiederaufbereitung stellen weitere Ansatzpunkte für zirkuläre Geschäftsmodelle dar.

[/vc_column_text][vc_single_image image=“32926″ img_size=“large“ add_caption=“yes“][vc_custom_heading text=“Erweiterung der unternehmerischen Erfolgsmessung und konsequente Verankerung
“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“][vc_column_text]Die realistische Wertschätzung von Ansätzen der Kreislaufwirtschaft braucht eine Erweiterung der unternehmerischen Erfolgsmessung. Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit und Wiederverkaufswert bleiben unberücksichtigt, wenn nur die Anschaffungskosten verglichen werden. Leider ist dies sowohl bei Endverbrauchern, aber auch bei Geschäftskunden heute noch weit verbreitet. Eine Gesamtkostenbetrachtung („Total cost of ownership“) bietet ein realistischeres Bild. Ein großer Dienstleister wechselte beispielsweise auf hochwertigere und langlebigerer Laptop-Modelle für Mitarbeitende, nachdem der Einkauf auf eine Gesamtkostenbetrachtung umstellte und so die längere Nutzungsdauer plus Weiterverkaufserlöse den Entsorgungskosten der bislang gekauften Modelle gegenüberstellte. Auch die Vorteile durch Risikostreuung und verbesserte Resilienz, zum Beispiel durch zusätzliche lokale Bezugsquellen von Sekundärrohstoffen, gehören in eine erweiterte Erfolgsmessung. Gerade die lange geforderte Bepreisung von Naturverbrauch, die mit einem stetig steigenden CO2-Preis in Teilbereichen bereits sichtbar wird, verbessert die kommerzielle Wettbewerbsfähigkeit von Kreislauflösungen.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Von der Idee zum Markterfolg“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“][vc_column_text]Damit sich Innovationen im Sinne der Kreislaufwirtschaft verstetigen, braucht es die Integration und Verankerung im Innovations- und Entwicklungsprozess. Die wirksame Verankerung muss dabei zwei Ansätze kombinieren: Erstens die fortgesetzte Inspiration neuer Produkte und neuer Geschäftsmodelle als Ausgangspunkt für Innovation. Und zweitens die systematische Prüfung, ob neue Produkte und Geschäftsmodelle neben den finanziellen Werttreibern auch tatsächliche Beiträge zu den Nachhaltigkeitszielen leisten [3]. Detaillierter ist dieser Prozess in Green Ferry beschrieben [4].

Einzigartige Ideen sind faszinierend. Meist entscheidet aber nicht die Neuartigkeit und Genialität einer Idee über zukünftigen Markterfolg, sondern die pragmatische Validierung und iterative Verbesserung von Machbarkeit, Marktnachfrage beziehungsweise Product-Market Fit und kommerzieller Attraktivität. Genau diese pragmatische Validierung und iterative Verbesserung können Unternehmen in ko-kreativen Sprints mit in- und externen Fachkräften von der Ideenerzeugung bis zur Entwicklung erster Prototypen und anschließenden Skalierung auf Basis von Design-Thinking-Ansätzen und Lean-Startup-Methode realisieren.[/vc_column_text][vc_single_image image=“32927″ img_size=“large“ add_caption=“yes“][vc_custom_heading text=“Orientierung verhindert leere Marketing-Versprechen“ font_container=“tag:h3|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“][vc_column_text]Das große Versprechen der Kreislaufwirtschaft ist, die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse vom Naturverbrauch zu entkoppeln. Bislang sind Lebensstandard und Naturverbrauch aber noch eng korreliert. Deswegen müssen sich Ideen im Sinne der Kreislaufwirtschaft an absoluten wissenschaftsorientierten Naturzielen messen lassen. In diese Richtung geht auch die Politik, die mit dem „Green Deal“ Klimaneutralität in Europa bis 2050 als Leitstern vorgegeben hat und Kreislaufwirtschaft sowie die gerechte Transition als Leitplanken vorsieht.

Das Konzept der planetaren Grenzen gibt eine gute Rückmeldung, ob die Kreislaufwirt-
schaft ihr Versprechen einlösen kann. Wiederaufbereitung und Recycling sind besser als Einmalprodukte und Wegwerfmentalität. Aber ist das Ergebnis im Einklang mit den planetaren Grenzen und wissenschaftsorientierten Naturzielen? Klimabilanzen für einzelne Produkte und Unternehmen sind einer breiteren Gruppe von Anwendern bekannt. Ähnlich lässt sich der Einsatz von Frischwasser, Landnutzung und Naturverbrauch berechnen. Die Methoden liegen vor. Die breite Anwendung steht noch aus. Vorreiter:innen erhalten auf diesem Weg eine datenbasierte Rückmeldung, ob Innovationen im Sinne der Kreislaufwirtschaft auch einen echten Beitrag zu einer Wirtschaft innerhalb der plantaren Grenzen leisten.

Der Durchbruch der Kreislaufwirtschaft steht weiterhin aus. Dabei kann gerade die Kreislaufwirtschaft einen ganzheitlichen Beitrag zu einem klima- und naturpositiven Leben leisten. Bislang standen oft zwei Ansätze aus Marketingsicht im Vordergrund: Leuchttürme, die zwar alles richtig machen, aber im Markt nicht skalieren sowie Variationen von Business-as-usual-Ansätze, die sich zwar Kreislaufwirtschaft nennen, aber eigentlich keinen echten Beitrag leisten. Für den breiten Markterfolg der Kreislaufwirtschaft sind idealistische Ambition und pragmatisches unternehmerisches Handeln gleichermaßen notwendig.[/vc_column_text][ult_createlink title=“Zu den Literaturangaben“ btn_link=“url:https%3A%2F%2Fbit.ly%2F43PWtcA|target:_blank“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Fmetaverse%2F|title:Metaverse%2C%20NFTs%20%26%20Cryptos|target:_blank“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]

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