KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Erfolgreiches Intrapreneurship braucht neue Führungsansätze

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Erfolgreiches Intrapreneurship braucht neue Führungsansätze“ font_container=“tag:h2|font_size:38|text_align:left|color:%23e30613″ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1561541673346{margin-top: -25px !important;}“][vc_column_text]Ein Beitrag von: Sonja Bausch, Inhaberin LDI
[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Kurz und bündig:“ font_container=“tag:h3|font_size:17|text_align:left|color:%23ffffff“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1519747666609{padding-left: 15px !important;background-color: #f07d00 !important;}“][vc_column_text css=“.vc_custom_1561541718941{border-top-width: 1px !important;border-right-width: 1px !important;border-bottom-width: 1px !important;border-left-width: 1px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #eaeaea !important;border-left-color: #aaaaaa !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #aaaaaa !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #aaaaaa !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #aaaaaa !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 1px !important;}“]

Moderne Führungsstile bieten gute Ansätze, wie Unternehmen Innovation und Verantwortung intern fördern können. Ein stärkenorientierter, coachender Führungsstil hilft Mitarbeitern, Verantwortung zu übernehmen, Neues auszuprobieren und daran zu wachsen. Schafft eine Führungskraft zusätzlich flexible Strukturen und Prozesse, können Teams neue Lösungen ausprobieren und zügig umsetzen.

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][vc_column_text]

Die Märkte verändern sich heute in hoher Geschwindigkeit. Erfolgreich ist, wer schnell und kundennah neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickelt und vermarktet. Innovationsfähigkeit und Unternehmergeist werden deshalb in allen Bereichen der Organisation gebraucht. Eine besondere Rolle kommt hier der Führung zu. Auch sie muss sich disruptiv verändern.

[/vc_column_text][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2FSIR%2Fproduct%2Fdigitaler-zwilling%2F|||“ btn1_background_color=“#f07d00″ btn1_bghovercolor=“#e30613″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#ffffff“ icon_hover_color=“#f07d00″ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2FSIR%2Fabo%2F|||“ btn2_background_color=“#f07d00″ btn2_bghovercolor=“#e30613″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#ffffff“ btn_iconhover_color=“#f07d00″ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#ffffff“ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#ffffff“ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“3″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

Um langfristig erfolgreich zu sein, versuchen traditionelle Unternehmen genauso innovativ zu sein wie Startups. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, ist der Zukauf von jungen Unternehmen. Eine weitere Option ist das Schaffen kleiner, unabhängig agierender Innovations-Inkubatoren im Unternehmen. Beide Ansätze sind auf den ersten Blick vielversprechend und geben kurze Impulse, sichern meist aber nicht die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. Oft bleiben die Innovationsbereiche „isolierte Fremdkörper“, die sich schwer in das bestehende Unternehmen integrieren lassen. Die wesentlichen Hebel für Innovation befinden sich jedoch im Unternehmen selbst, wo täglich mit Kunden gearbeitet, beraten und produziert wird. Intrapreneurship setzt genau hier an. Ein Unternehmen ist heute vor allem erfolgreich, wenn in allen Bereichen eigenverantwortlich, kundenzentriert und innovativ gedacht und gehandelt wird.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Führungskompetenz „Intrapreneurship fördern““ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]

Die Führungskompetenz „Intrapreneurship fördern“ bedeutet, ein Umfeld zu schaffen, das Mitarbeiter anregt, zu experimentieren und eigenständig neue Lösungen zu finden. Das Unternehmen muss den Mitarbeitern also den Rahmen, die Chance und die Sicherheit bieten, kritisch zu hinterfragen, Neues auszuprobieren und Fehler zu machen. Bei Führungskräften setzt dies Vertrauen, Augenhöhe, Offenheit, Mut und Veränderungsbereitschaft voraus. Aber auch Klarheit und Guidance sind gefragt: Mitarbeiter brauchen trotz aller Freiheiten klare Eckdaten, an denen sie sich orientieren können. Das wird oft unterschätzt.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Moderne Führungsansätze als Anregung“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]Beim Umsetzen dieses Anspruchs kommt der Führung eine zentrale Rolle zu. Zahlreiche moderne Führungsstile bieten hier Inspiration. Sie zeigen individuelle Unterschiede, die sich ergänzen, aber auch Gemeinsamkeiten, die Intrapreneurship fördern können (Abbildung 1).[/vc_column_text][vc_single_image image=“9926″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_column_text]

Die „Transformationale Führung“ zum Beispiel geht auf Burns [1] zurück. Sie ist nicht neu, sorgt aber für die richtige Grundeinstellung indem sie auf die Fähigkeit der Führungskraft abzielt, Mitarbeiter zu inspirieren, einen höheren Sinn und eine gemeinsame Identität zu stiften. Der Ansatz fordert, dass Führungskräfte auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter eingehen, sie motivieren, ihre Leistungsfähigkeit im Sinne der Organisation einzusetzen. Der Führungsstil sieht aber nicht unbedingt vor, klare Ziele zu vereinbaren und nachzuhalten.
Darauf fokussiert sich die „Transaktionale Führung“. Verbindet man Transformationale und Transaktionale Führung [1,2], können Inspiration, Motivation, Guidance und klare Ziele auch in gewachsene Strukturen mit etabliertem Performance Managementsystem zum Erfolg führen. Zielvereinbarungen mit sogenannten OKRs (Objectives und Key Results) [3] geben Mitarbeitern Freiheitsgrade und lassen Innovation zu – schaffen aber auch Klarheit über Ziele und deren Erreichung. Unternehmen können damit einer Vision folgen und gleichzeitig zeitnah inhaltliche Ziele mit Zahlen und Vorgaben nachhalten.
Eine weitere Möglichkeit bietet auch der neuere Ansatz der „beidhändigen Führung“ (Ambidextrous Leadership) [4]. Dieser beschreibt moderne Führung als eine Balance zwischen stabilem Rahmen und flexiblem Agieren. Die Stabilität ermöglicht die Ausschöpfung bestehender Produkte und vorhandener Märkte. Parallel oder im zeitlichen Wechsel erlauben agile Phasen oder Unternehmenseinheiten stärkere Eigenverantwortung, Experimentieren, Fehler machen und Lernen. Das schafft Freiraum für Intrapreneurship und Innovation von innen.
Ergänzend fordert die „Dienende Führung“ (Servant Leadership) [5] Bescheidenheit von der Führungskraft. Ihr Beitrag ist es, einen optimalen Rahmen für gesunde, motivierte und leistungsfähige Teams zu schaffen.
Demokratische Führung [6] geht noch weiter. Führung wird hier nicht länger als Karriereschritt und Position begriffen, sondern als Funktion, in der grundsätzlich der Mensch die Führung übernimmt, der für das Umsetzen einer bestimmten Aufgabe am besten geeignet ist. Führungskräfte werden deshalb oft nur zeitlich begrenzt von Mitarbeitern gewählt. Das hat zur Folge, dass Entscheidungen über Strategien, Produkte und Investitionen oft durch mehrere Personen getroffen werden.
Führung bedeutet also künftig, Verantwortung mit Expertenteams zu teilen, sodass diese eigenständig handeln können. Das damit verbundene Loslassen und sich selbst zur Disposition stellen, erfordert ein hohes Maß an Authentizität und persönlichen Fähigkeiten [7, 8]. Führungskräfte agieren als Coaches, die Mitarbeiter entwickeln und ihnen Verantwortung überlassen. Gleichzeitig müssen Mitarbeiter Verantwortung übernehmen und jederzeit eine unternehmerische Perspektive einnehmen.
Führung als unterstützende Funktion, die einzelne und Teams zur Selbstführung und unternehmerischen Entscheidungen ermutigt, fördert Intrapreneurship bei allen Mitarbeitenden. Das bedeutet aber nicht, dass Führungskräfte einfach loslassen und nicht mehr führen sollen: wie umfangreiche Studien zeigen, wird Nicht-Führung von Mitarbeitern als Mangel an Führungsfähigkeit, Desinteresse und als Abwälzen von Verantwortung empfunden [9].
Es bleibt die Herausforderung, dass Führungskräfte oftmals ein klassisches Unternehmensumfeld vorfinden, das mit vielen dieser modernen Führungsansätze noch überfordert ist. Ein adaptiver Führungsstil berücksichtigt den Reifegrad von Führungskräften und Unternehmenskultur. Er setzt auf dem vorhandenen Stand auf und entwickelt Mitarbeiter, Führungskräfte und Unternehmensbereiche, ohne sie zu überfordern [10,11].

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Persönlichkeitseigenschaften, die Intrapreneurship fördern“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]

Die Anforderungen an die Führungskräfte in der VUCA-Welt (volatile, uncertain, complex, ambiguous) sind vielfältig: sie müssen lernen, die Potenziale ihrer Mitarbeiter besser zu entwickeln und zu nutzen, müssen inspirieren, innovieren, Motivation und Experimente fördern und Mitarbeiter dahingehend coachen und unterstützen. Gleichzeitig darf der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens nicht vernachlässigt werden und bestehende Strukturen und Prozesse müssen „gemanaged“ werden. Intrapreneurship braucht deshalb andere Fähigkeiten und Führungspersönlichkeiten [12]. Eigenschaften, die Forschung und Praxis hierfür als wichtig hervorheben, sind:

  • Resilienz und Selbststeuerung
  • Lernwille, Lernfähigkeit und Anpassungsfähigkeit
  • Mut, Offenheit und Neugier
  • Klarheit und hohe Selbst-Reflektiertheit
  • Toleranz und Bescheidenheit

Persönlichkeitseigenschaften gelten als relativ stabil. Sie können daher nur begrenzt trainiert werden und es gibt zu wenige Rollenvorbilder und Talente, die die geforderten Eigenschaften auf sich vereinen. In vielen Fällen sind die Anlagen in der Persönlichkeit trotzdem vorhanden, sie müssen aber erkannt und entwickelt werden. Das bedeutet auch, dass Menschen und Organisationen bereit sein müssen, Widerstände zu überwinden, sich dauernd herauszufordern und zu verändern.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Verhalten, das Intrapreneurship fördert“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]

Nur durch konkretes Verhalten können Führungskräfte Veränderungen bewirken und für Mitarbeiter sichtbare Zeichen setzen. Wenn Führungskräfte authentisch sind und mit ihrem Verhalten ein positives Rollenmodell bieten, können sie Mitarbeiter überzeugen, kritisch zu denken und eigenverantwortlich zu handeln. Abbildung 2 zeigt Führungsverhalten, das in der Führungskräfte-Entwicklung und bei Neueinstellungen genutzt werden kann [13].

[/vc_column_text][vc_single_image image=“9928″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_custom_heading text=“Psychologisch sicheres Umfeld in Teams“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]

Ein noch weniger diskutierter, aber sehr wichtiger Faktor für gelebtes Intrapreneurship ist das Schaffen eines sicheren Umfeldes im Team. Erst seit kurzem erfährt das Konzept der psychologischen Sicherheit bei uns steigende Aufmerksamkeit. Neue Studien bestätigen den positiven Zusammenhang von Psychologischer Sicherheit, Innnovation und Unternehmenserfolg [14, 15]. Konkret bedeutet dies, es muss ein Umfeld geschaffen werden, das Mitarbeitern „ein Gefühl der Sicherheit gibt, sich frei und kritisch äußern und einbringen zu können, ohne individuelle Nachteile oder Einbußen befürchten zu müssen“ [16,17].
Psychologische Sicherheit fördert den wertschätzenden Umgang mit Andersartigkeit. Sie ist ein Katalysator für die konstruktive Auseinandersetzung mit anderen Perspektiven und neuen Ideen. Dies ist besonders in komplexen, unsicheren und unklaren Situationen notwendig, wo neue Problemlösungen entwickelt werden [17]. Während diese Bedingungen früher nur für Hochleistungsteams galten, trifft dies heute auf ein breites Organisationumfeld zu.
Führungskräfte beeinflussen die Psychologische Sicherheit maßgeblich. Persönlichkeit, innere Haltung und Werte bilden das Fundament für ein entsprechendes Führungsverhalten mit dem sich Intrapreneurship entwickeln kann [13].
„Intrapreneurship stärken“ bedeutet, Eigenverantwortung und unternehmerisches Handeln intern zu fördern, damit innovative Ideen generiert und beherzt umgesetzt werden können. Eine Intrapreneurship-Kultur entwickelt sich dann, wenn Führungskräfte als Rollenvorbilder sichtbar sind und Innovation und Unternehmertum treiben. Dafür müssen sich Mindset, Fähigkeiten und die Art und Weise des Arbeitens ändern.
Führungskräfte müssen Verantwortung loslassen und in ihre Teams geben. Das fordert beide Seiten gleichermaßen heraus, ihre Komfortzone zu verlassen. Mitarbeiter werden Verantwortung dann übernehmen, wenn sie den Freiraum und die Sicherheit erleben, Bestehendes hinterfragen zu können und Neues auszuprobieren. Daraus ergeben sich Erfolge, aber auch Fehler und Rückschläge – wie auch beim klassischen unternehmerischen Handeln.
Entwicklungspsychologisch sind Vertrauen und Risikobereitschaft, sowie Wille und Fähigkeit, gemeinsam aus Fehlern zu lernen, im Menschen angelegt. Menschen sind also von Natur aus Entrepreneure und können durch eine gute Führungskraft zu erfolgreichen Intrapreneuren werden.

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