KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Digitalisierung im OP

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Digitalisierung im OP“ font_container=“tag:h2|font_size:38|text_align:left|color:%23e30613″ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1576050762395{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Medizin zwischen den Stühlen“ font_container=“tag:h2|font_size:22|text_align:left|color:%23f07d00″ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1576050778707{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Martin Gutjahr, Arzt, Marienhaus Gruppe[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Kurz und bündig:“ font_container=“tag:h3|font_size:17|text_align:left|color:%23ffffff“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1519747666609{padding-left: 15px !important;background-color: #f07d00 !important;}“][vc_column_text css=“.vc_custom_1576051065091{border-top-width: 1px !important;border-right-width: 1px !important;border-bottom-width: 1px !important;border-left-width: 1px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #eaeaea !important;border-left-color: #aaaaaa !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #aaaaaa !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #aaaaaa !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #aaaaaa !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 1px !important;}“]Die Einführung digitalisierter Lösungen in der Medizin stellt eine besondere Herausforderung dar. Es kommen Einzelkomponenten verschiedener Hersteller zum Einsatz, denen in vielen Fällen eine gemeinsame Sprache fehlt. Gleichzeitig fordert der Einsatz im OP eine besonders hohe Prozessqualität und Ausfallsicherheit. Branchenübergreifende Standardschnittstellen, eine bessere Verfügbarkeit von Experten und eine lückenlose IT-Sicherheitsstrategie können jedoch helfen, um digitale Anwendungen flächendeckend vom Forschungslabor in die Praxis zu überführen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][vc_column_text]Die Digitalisierung ist nicht nur eines der wichtigsten Schlagworte unserer Zeit, sie hat bereits in fast allen unseren Lebensbereichen Einzug gehalten. Doch vor welche Probleme stellt uns eine Implementierung in sensiblen Bereichen, wie in der Medizin, in der es durch einen IT-Ausfall zu einer Patientenschädigung kommen kann? Aktuell verhindern vor allem die zögerliche Einführung von Standardschnittstellen, flächendeckend verfügbare Experten und zum Teil ungeklärte IT-Sicherheitsfragen den Fortschritt.[/vc_column_text][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fproduct%2Fqualitaet-4-0%2F|title:Qualit%C3%A4t%204.0||“ btn1_background_color=“#f07d00″ btn1_bghovercolor=“#e30613″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#ffffff“ icon_hover_color=“#f07d00″ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f07d00″ btn2_bghovercolor=“#e30613″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#ffffff“ btn_iconhover_color=“#f07d00″ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#ffffff“ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#ffffff“ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“3″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Neben der Nutzung von digital gestützten Operationsmethoden ist vor allem die Erfassung und Auswertung von Daten ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Prozessoptimierung im Operationssaal (OP). Dabei ist zu unterscheiden, ob es sich um eine statische Datenerfassung im Sinne einer reinen Befund- und Berichtsdatenbank handelt, wie sie heute bereits in nahezu jedem Krankenhaus zu finden ist, oder eine dynamische, bei der ein Prozess kontinuierlich dokumentiert und unterstützt wird. Diese stellt eine ungleich höhere Herausforderung vor allem im Sinne der Ausfallsicherheit dar.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Der digitale Operationssaal“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Die Möglichkeiten, Abläufe in einem OP zu digitalisieren sind mindestens so vielfältig wie in Smart-Home-Szenarien, in denen der Kaffee morgens bereits trinkfertig bereitsteht. Ein Szenario könnte zum Beispiel so aussehen: Der Patient wird zum Vorbereitungsraum gebracht. Zuvor wird er per Barcode auf dem Patientenarmband identifiziert und automatisch im System registriert. Auf dem Monitor neben dem Narkosegerät werden die wichtigsten Patientendaten und Warnhinweise, die Krankengeschichte und die geplante Prozedur angezeigt. Sobald der narkotisierte Patient den OP erreicht, beginnt das Operationsteam mit den Vorbereitungen. Gleichzeitig wird der Operationstisch automatisch auf die vom Operateur gewünschte Höhe gebracht. Der Instrumententisch, auf dem die Werkzeuge für die Operation gerichtet sind, erkennt das Aufnehmen und die Art des ersten Instruments und veranlasst die Dokumentation des Startzeitpunktes. Anhand der Reihenfolge der benutzten Instrumente wird die Art des Eingriffs und dessen Fortschritt erkannt und protokolliert. Dadurch kann zum Beispiel auch der Abruf des nächsten Patienten zeitgerecht erfolgen. Bei einem endoskopischen Eingriff werden dem Operateur alle wichtigen Daten zu den benutzen Instrumenten und weitere Parameter auf dem Monitor oder der Virtual Reality-Brille angezeigt. Röntgenbilder oder andere radiodiagnostische Aufnahmen werden im korrekten Maßstab bei Bedarf über dem Operationsgebiet eingeblendet. Am Ende wird automatisch ein Operationsbericht erstellt.Speziell für die Anästhesie könnte eine Umsetzung so aussehen: Während des Narkosevorgesprächs wird die Krankengeschichte mit Hilfe einer Software strukturiert abgefragt und dokumentiert. Ebenso werden die geplanten Maßnahmen und die möglicherweise noch erforderlichen Untersuchungen festgehalten und veranlasst. Mit Hilfe der erfassten Daten lässt sich eine individualisierte Checkliste erstellen, anhand derer die beteiligten Akteure ihre Handlungsaufträge ablesen können, bevor der Patient zum Eingriff zugelassen wird. Im OP kann das behandelnde Anästhesieteam den Prämedikationsbefund elektronisch einsehen und überprüfen, ob die Unterlagen vollständig sind, bevor mit der Narkose begonnen wird. Auch die Narkoseführung wird softwaregestützt dokumentiert. Die Vital- und Beatmungsparameter werden automatisch erfasst. Die Dokumentation weiterer Maßnahmen oder der gegebenen Medikamente erfolgen über ähnliche Eingabemasken wie beim Vorgespräch oder per Barcode. Nach Abschluss der Behandlung wird aus den erfassten Daten automatisch ein Narkoseprotokoll erstellt. Bei Notfallpatienten, die unverzüglich operiert werden müssen, kann das System die Vital- und Beatmungsparameter automatisch erfassen. Über einfache Bedienelemente lassen sich Zeitmarker setzen, die eine spätere, ausführlichere Dokumentation ermöglichen, wenn der Patient stabil ist. Bei der bisherigen Papierdokumentation erfolgte dies als Gedächtnisprotokoll. Die Qualität stand und fiel mit der Ausdrucksfähigkeit der Beteiligten.[/vc_column_text][vc_single_image image=“15466″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_custom_heading text=“Fehlende Standards und Experten“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Insellösungen wie das zuletzt beschriebene Anästhesieszenario gibt es heute bereits in der Praxis. Die flächendeckend verfügbare Vernetzung der Daten mit Befunden, Prozesszeiten und Dokumenten aus anderen medizinischen Bereichen ist jedoch noch Zukunftsmusik. Derart integrierende Systeme werden derzeit in Deutschland lediglich in einigen wenigen Forschungsoperationssälen erprobt. Der flächenhaften Verbreitung stehen immer noch etliche Probleme im Weg: Noch gibt es kaum Hersteller, die sowohl Hardware- als auch Softwarelösungen komplett aus einer Hand anbieten. Das liegt an der Nachfrage. Für die Umsetzung müssten die Kliniken nicht nur die Medizingeräte (Instrumentarium, Endoskopie-Einheiten, Narkosegeräte, Spritzenpumpen und so weiter), sondern auch die bestehende Softwareumgebung (Patientendatenmanagementsystem, Abrechnungssoftware und andere) umstellen oder ersetzen. Das ist während des laufenden Betriebs auf wirtschaftliche Weise kaum möglich. Eine Lösung könnte hier eine offene Standardschnittstelle sein, die dafür sorgt, dass die einzelnen Systeme miteinander kommunizieren können. So könnten gemessene Vitalparameter wie Blutdruck, Puls und Sauerstoffsättigung klar definiert und an verschiedenen Stellen zuverlässig dargestellt werden. Nehmen wir als Beispiel den Pulsoxymeter: Gemessen wird die Sauerstoffsättigung im Blut mit 99 Prozent und die Pulsfrequenz mit 65 Schlägen pro Minute. Bei fehlender gemeinsamer Sprache könnten die Werte vertauscht werden und eine Sauerstoffsättigung von 65 Prozent und eine Pulsfrequenz von 99 Schlägen pro Minute dargestellt werden. Werte, die aus einem gesunden Patienten einen kritisch Kranken machen. Mit der Standardfamilie IEEE11073 SDC (Service-oriented Device Connectivity) wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts ein erstes Kommunikationsprotokoll zur Verbindung von Medizingeräten und IT-Systemen im OP geschaffen [1]. Herstellern medizinischer Produkte wird diese Schnittstelle zur Einbindung zur Verfügung gestellt, um ihnen eine gemeinsame Sprache zu geben. Trotzdem müssen zunächst noch Fragen zur Ausfallsicherheit, einer zweifelsfreien Nutzerauthentifizierung und -identifizierung und viele weitere geklärt sein. Eine medizinische Fehlentscheidung aufgrund falsch dargestellter Daten ist zwingend zu verhindern. Die Vielzahl der beteiligten Hersteller erschwert zudem die Suche nach einem kompetenten Ansprechpartner für das Gesamtsystem. Da die Medizin nicht nur zu den Hauptgeschäftszeiten agiert, ist hier ein Rund-um-die-Uhr-Support unabdingbar, der die klinikindividuelle Konfiguration kennt. Auch die Frage nach der Produkthaftung muss in diesem Kontext geklärt werden. Gleichzeitig muss das System verlässlich gegen Angriffe von außen abgesichert werden um Manipulation und Datenmissbrauch auszuschließen (zum Beispiel ließen sich gewisse Instrumente und Spritzenpumpen fernsteuern).[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Die Potenziale: Brauchen wir Smart Home im Operationssaal?“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Die Antwort hierauf ist schwer zu geben. Sicher sind einige Möglichkeiten als Komfort zu werten, andere kann man als unabdingbar betrachten. Bei einem stetig steigenden Kostendruck steigt auch die Arbeitsdichte. Systeme, die eine automatisierte, standardisierte und lückenlose Dokumentation ermöglichen, setzen nicht nur Zeit frei, die der direkten Arbeit am Patienten zu Gute kommt, sondern ermöglichen auch das Arbeiten nach Algorithmen, wodurch auch die Patientensicherheit erhöht wird. Die Einarbeitung junger Kollegen kann sich verbessern und gar verkürzen, wenn ihnen softwarebasierte Standards als Leitfaden zur Verfügung gestellt werden. Ferner stellt sie eine bessere Datenverfügbarkeit dar, da man nicht erst im Archiv die alten Akten anfordern muss, um beispielsweise Informationen über vergangene Zwischenfälle zu erlangen. Da der Zugriff auf die Daten protokolliert werden kann, ist einem missbräuchlichen Zugriff vorgebeugt, was dem Datenschutz zu Gute kommt. Verstöße können so leicht erkannt und geahndet werden. Aktuelle Entwicklungen werden eine intelligente Vernetzung der im Operationssaal eingesetzten Technik ermöglichen. Damit können zum Beispiel Röntgenbilder, Fotos und Videosequenzen, die zur Dokumentation von Operationen erstellt werden, ohne Umweg über Datenträger oder Ausdrucke einer elektronischen Patientenakte zugeführt werden. Über die Dokumentation hinaus kann die Digitalisierung auch medizinische Entscheidungen und die Diagnostik unterstützen. Eine flächendeckende Umsetzung in der Medizin ist jedoch noch Zukunftsmusik. Wie in vielen anderen Bereichen stellen auch in der Medizin die Infrastruktur, die Datensicherheit, sowie der technische Support eine immense Herausforderung dar. Es fehlen qualitativ hochwertige Schnittstellen und Experten, die die Ausfallsicherheit der Systeme gewährleisten.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_createlink title=“Zu den Literaturangaben“ btn_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fausgabe-2019-4-334%2F|title:Ausgabe%202019-4-334||“][/vc_column][/vc_row]

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