KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Crypto Communities – Nicht nur eine Frage der Technik …

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Crypto Communities – Nicht nur eine Frage der Technik …“ font_container=“tag:h2|font_size:38|text_align:left|color:%23e30613″ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1528294214972{margin-top: -25px !important;}“][vc_column_text]Ein Beitrag von: Lena Papasabbas, Zukunftsinstitut
[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Kurz und bündig:“ font_container=“tag:h3|font_size:17|text_align:left|color:%23ffffff“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1519747666609{padding-left: 15px !important;background-color: #f07d00 !important;}“][vc_column_text css=“.vc_custom_1528812838492{border-top-width: 1px !important;border-right-width: 1px !important;border-bottom-width: 1px !important;border-left-width: 1px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #eaeaea !important;border-left-color: #aaaaaa !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #aaaaaa !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #aaaaaa !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #aaaaaa !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 1px !important;}“]

Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial ganze Branchen umzuwälzen und damit die Wirtschaft nachhaltig zum Positiven zu verändern. Genauso könnte der Bitcoin und seine Nachfolger jedoch zum bloßen Spekulationsobjekt verkommen und sangund klanglos in den Finanznischen der Daytrader, Investoren und Broker verschwinden. Der Faktor, der schließelich alles entscheiden wird ist die Bereitschaft der Gesellschaft, sich auf die Prinzipien der Dezentralität der Blockchain und damit auf eine neue Art von zwischenmenschlicher Kooperation einzulassen.

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][vc_column_text]

Die Blockchain wird die Welt verändern – so heißt es. Doch eine technologische Innovation allein bringt noch keinen Durchbruch: Nur in Kombination mit einer sozialen Innovation kann die Blockchain ihr Potenzial entfalten und Bereiche der Gesellschaft und Wirtschaft wirklich verändern.

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Der Bitcoin ist ein moderner Mythos. Niemand weiß genau, wie er funktioniert, wer ihn erschaffen hat und wie er unsere Welt verändern wird. Dennoch hat er ein Marktkapital von mehreren Milliarden Euro und eine stetig wachsende Community im Rücken, die fest an ihn glaubt. In den letzen Jahren bewegte sich die Kryptoszene langsam von der Nische in den Mainstream. Längst gibt es vielversprechende Weiterentwicklungen der Blockchain, neue Coins und Projekte, die sich verselbstständigen und potenziell ganze Branchen umwälzen und damit die Wirtschaft nachhaltig verändern könnten. Doch genauso könnten der Bitcoin und seine Nachfolger zum bloßen Spekulationsobjekt verkommen und sang- und klanglos in den Finanznischen der Daytrader, Investoren und Broker verschwinden. Das Potenzial der Blockchain ist gigantisch, doch ob es zu einer echten Veränderung führt hängt nicht nur an der Technologie allein: es braucht auch eine soziale Innovation.

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Wer in die Welt der Krypto-Währungen eintauchen will, muss zunächst einmal den Bitcoin, die Mutter aller Kryptowährungen verstehen. Bitcoin ist zunächst einmal eine virtuelle Währung, mit der man online, aber auch in Geschäften bezahlen kann. Im Gegensatz zu konventionellen Währungen wird Bitcoin dezentral verwaltet und durch ein großes Netzwerk von Nutzern kontrolliert, was für Transparenz und Sicherheit sorgt. Alle getätigten Transaktionen innerhalb der Währung sind für alle Teilnehmer im Netzwerk einsehbar und nur äußerst schwer manipulierbar. Alle Teilnehmer agieren gleichzeitig aber anonym unter einem “Public Key”. Zudem führt der Ausfall einzelner Rechner im Netz nicht zum Ausfall des gesamten Systems, was ihm einen weiteren Vorzug gegenüber zentral verwalteten Strukturen verschafft. Diese Vorteile entstehen durch die zugrundeliegende Technologie, von der immer wieder gesagt wird, sie sei so revolutionär wie die Erfindung des Internets: die Blockchain.

Die Blockchain besteht aus zwei Komponenten: Datenblöcke, die alle Transaktionen und die Kontostände der Nutzer abbilden (das ist die eigentliche Blockchain) und ein dezentrales Peerto- Peer-Netzwerk von Rechnern, das diese Datenblöcke generiert und kontrolliert. Jedes Mitglied dieses Netzwerks kann die Blockchain, mit allen protokollierten Transaktionen einsehen. Jede verifizierte Transaktion wird in der Datenbank niedergeschrieben und unveränderbar in der Blockchain gesichert.

Woher der Bitcoin wirklich kommt, ist unklar. Satoshi Nakamoto heißt der Erfinder der Technologie. Oder die Erfinderin. Oder die Gruppe, die hinter der Kryptowährung steht. Wer wirklich hinter dem Pseudonym steckt, mit dem die entscheidende Software veröffentlicht wurde, weiß niemand. 2008 tauchte das folgenreiche Whitepaper erstmals im Internet auf: „Das Kernproblem konventioneller Währungen ist das Ausmaß an Vertrauen, das nötig ist, damit sie funktionieren”, schreibt Satoshi Nakamoto darin. Und genau das macht den Bitcoin so attraktiv: Er funktioniert ohne, dass man einer Bank vertrauen muss – oder einem Staat. Es gibt an ihrer Stelle keine zentrale Instanz mehr, der man sein Vermögen blind in die Hände geben muss. Einzig der Technologie muss man vertrauen. Und das erscheint immer mehr Menschen die bessere Alternative. Transparenz und Dezentralisierung sind somit die Kernwerte des Bitcoins. Jeder kann alle Transaktionen, die je getätigt wurden, einsehen. Ausnahmslos. Und niemand steht alleine an der Schnittstelle und kann willkürlich ins Geschehen eingreifen.

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Seit dem Erscheinen des Whitepapers hat der Bitcoin einen beispiellosen Siegeszug hinter sich. Das erste Mal mit Bitcoin bezahlt wurde bereits 2008. Damals wurden für zwei bestellte Pizzen 10.000 Bitcoins von einem frühen Krypto-Fan überwiesen. Anfang 2011 erhält Bitcoin erstmals ungefähr den Wert eines US-Dollars. Heute ist ein einziger Bitcoin mehrere tausend Euro wert. Hätte der Käufer auf die Pizza verzichtet und seine Bitcoins behalten, wäre er heute Millionär.

Mit einer ständig wachsenden Community im Rücken veränderte sich langsam aber stetig auch das Image des Bitcoin und seiner Nachfolger. Zunächst bekannt als die Währung des Darknet, mit der man illegale Dienstleistungen, Drogen, Waffen oder sogar Menschen kaufen kann, haftete der Innovation lange ein zweifelhafter Ruf an – befeuert von schillernden Horrorgeschichten über die neue Technologie. Doch der Bitcoin ist dem Darknet längst entwachsen. Ehemals verschrien als Währung virtueller Schwarzmärkte, ist er heute ein heißes Thema auf Business- Konferenzen, Strategie-Meetings und Cover- Stories aller möglichen Medien. Immer mehr Online-Shops akzeptieren die Kryptowährung, aber auch immer mehr kleine Läden, Restaurants, Bars und Hostels. Vor allem das Interesse großer Konzerne und sogar Regierungen am Bitcoin ist groß. Ein Löwenanteil der Crypto Community ist allerdings an den Börsen, um ihr Geld zu vermehren. Das Geld wird in die verschiedensten Coins investiert, wobei der Bitcoin selbst häufig immer noch die Einstiegswährung für Krypto-Spekulanten ist. Die Chance, bei einem Initial Coin Offering (IOC) den eigenen Invest zu verzehnfachen oder sogar zu verhundertfachen, ist in der Krypto-Welt eine reale Möglichkeit. Die Geschichten von Bitcoin-Millionären, die im Lamborghini ihren neuen Reichtum zur Schau tragen machen die Runde. Der Traum vom schnelle Reichtum überstrahlt den ursprünglichen Traum der Szene, eine dezentrale, und damit demokratische Alternative zu bestehenden Netzwerken, nicht nur im Finanzwesen, zu etablieren.

Denn Kryptowährungen können die Welt zu einem besseren Ort machen – und nicht nur einige wenige Menschen reich. In Ländern beispielsweise, in denen viele Menschen kein Bankkonto besitzen (aktuell über ein Drittel der Weltbevölkerung), kann der Bitcoin eine echte und schnelle Alternative zum üblichen Finanzdienstleistungssektor bieten. Dies gilt vor allem für Länder mit guter Internetabdeckung und relativ hohem Bildungsniveau. In Ländern wie Kenia, Zimbabwe oder Südafrika ist das Bezahlen mit dem Handy längst Gang und Gäbe. Hier setzten Entwicklungen wie Humaniq an, eine mobile App, die für die Milliarden Menschen ohne Bankkonto Finanzservices anbieten will – auf Basis der Blockchain und biometrischer Identifikation [1]. Kryptowährungen könnten sich so fest in aufstrebenden Märkte etablieren.

Doch das Potenzial der Blockchain beschränkt sich nicht auf den Finanzsektor! Das britische Start-up Everledger zum Beispiel bringt Transparenz in den Handel mit Diamanten. Um Blutdiamanten zu vermeiden, werden Diamanten auf einer privaten Blockchain „verbrieft“. Die Everledger-Blockchain reicht von der Minengesellschaft über Händler und Versicherungen bis hin zum Kunden und stellt sicher, dass ein Diamant nur verkauft werden kann, wenn das Netzwerk sich darüber einig ist, dass der Diamant echt und die Transaktion rechtmäßig ist. So wird Betrug in einer sonst sehr undurchsichtigen Branche verhindert. Das Prinzip funktioniert natürlich nicht nur für Edelsteine. Die Blockchain Technologie könnte der Anfang vom Ende für illegalen Handel, Betrug, Fälschungen und unkontrollierbare Schwarzmärkte für alle möglichen Güter sein [2].

Was mit Diamanten klappt, funktioniert auch mit Wertpapieren, Verträgen, Immobilien und vor allem mit – Geld. Bisher lassen sich Geldströme noch recht leicht verschleiern. Mit der Blockchain gibt es plötzlich ein radikal neues Mittel der Transparenz und Nachvollziehbarkeit. In der Blockchain liegt die Lösung für die Kreation einer sicheren digitalen Identität. Die Kombination von Kryptographie und einem verteilten Netzwerk schafft eine völlig neue Infrastruktur für Identifikation, in der kein Vertrauen in eine bestimmte Instanz nötig ist. Am Thema “Digitale Identität” auf Blockchain-Basis arbeiten daher gerade sowohl neue Startups wie Blockchain Helix als auch etablierte IT-Riesen wie Microsoft oder IBM [3].

Aber die Blockchain kann noch mehr: Ujo- Music hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass Musik- Business wieder rentabel und transparenter für Künstler zu machen [4]. Steemit ist eine dezentrale und Zensurresistente Social-Media- und Blogging-Plattform basierend auf der Steem- Blockchain [5]. Und auch für den Energiemarkt sprießen Blockchain-Lösungen und Startups wie Pilze aus dem Boden, denn die Blockchain bietet die technologische Grundlage für eine kleinteiligere, dezentralisierte Energieversorgung. Auch Ethereum ist weit mehr als eine digitale Währung. Ethereum schafft eine dezentral organisierte Plattform, über die Smart Contracts vermittelt werden – intelligente Verträge, die ihre eigene Erfüllung überwachen und automatisieren. Etherums Struktur macht also nicht nur das Hosting von Daten dezentral, sondern ermöglicht das Abwickeln von Verträgen ohne weitere Vermittler. Immer wenn es darum geht, Maschinen oder Objekte auf kluge Weise zu vernetzten, werden Krypto-Lösungen interessant.

[/vc_column_text][vc_single_image image=“5712″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_custom_heading text=“Eine neue Ära des Vertrauens“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]

Wir stehen ganz klar noch am Anfang der Krypto- Evolution. Die zahlreichen Projekte und Ideen rund um die Blockchain-Technologie geben aber schon eine Ahnung davon, wie diese die Welt verändern könnte: Zugang zu Finanzdienstleistungen für einen Großteil der Weltbevölkerung, gerechtere Entgeltungssysteme für Künstler und so weiter. Vieles ist noch im Beta-Stadium, vieles ist heute schon möglich. Doch ob sich die Blockchain- Anwendungen in der Mitte der Gesellschaft durchsetzen werden, ist nicht allein eine Frage technologischer Machbarkeit, denn diese kann immer nur Mittel sein. Die Prinzipien der Dezentralität, wie sie die Blockchain und ihre Nachfolger strukturell verankern, bieten eine neue Dimension zwischenmenschlicher Kooperation. Dazu braucht es allerdings auch eine neue Form des Vertrauens. Vertrauen wurde in der Menschheitsgeschichte entweder aufgrund eigener Erfahrungen, Face-to-Face oder aus zweiter oder dritter Hand, oder institutionell generiert, durch Banken, Verträge usw. Sich häufende Vertrauensbrüche wie zum Beispiel der Volkswagen-Skandal haben dazu geführt, dass das institutionelle Vertrauen erodiert. Gleichzeitig emergiert gerade eine neue Art von Vertrauen, für das die Blockchain exemplarisch steht, dass aber auch in Portalen wie Airbnb oder Tinder sichtbar wird: distribuiertes Vertrauen. Ich vertraue nicht „User XY“, aber ich vertraue dem Medium und der Community, die sich um die glokale digitale Strukturen organisiert, mit ganz eigenem Verhältnis von Transparenz und Anonymität. Unser Verständnis von Vertrauen wird durch die Blockchain gerade fundamental umdefiniert. Der eigentliche Shift ist kein technologischer – die wirkliche Innovation ist eine soziale. Wir befinden uns bereits auf dem Weg in eine neue Ära des Vertrauens.

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