KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Beyond the Physical

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[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Beyond the Physical“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1716975348356{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Transformation der Führung von Organisationen mittels digitaler Zwillinge“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1716975364073{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text css=““]Markus Dahm, FOM Hochschule für Oekonomie & Management und Julian Alexander Krause, Kühne + Nagel (AG & Co.) KG

(Titelbild: AdobeStock_410009989 | Tierney)[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz und Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661761237969{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text css=““]Die Digitalisierung führt zu einem disruptiven Wandel traditioneller Geschäftsmodelle und
Prozesse. Um dieser Herausforderung zu begegnen, ist die Einführung eines Digital Twin of Organization (DTO) als Lösung relevant. Ein DTO ermöglicht eine digitale Abbildung der gesamten Organisation und unterstützt bei der Planung und Umsetzung von Geschäftsstrategien. Die derzeitigen Beschreibungen von DTOs sind oft nicht ausreichend, um ein klares Verständnis und eine direkte Umsetzung zu ermöglichen. Ein Übergang zu einem faktenbasierten Ansatz mit klaren Use Cases und einer soliden Datengrundlage ist notwendig, um Scheitern aufgrund der eigenen Komplexität der DTOs zu vermeiden.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text css=““]Die Führung einer Organisation ist insbesondere in Zeiten disruptiven Wandels ein komplexer Prozess. Digitale Zwillinge sind aktuell in der Lage physische Objekte abzubilden und Vorhersagen zu treffen. Die Frage, ob ein digitaler Zwilling darüber hinaus in der Lage ist, eine gesamte Organisation abzubilden, mündet im Ansatz des Digital Twin of Organization. Ist dieser tatsächlich umsetzbar oder lediglich eine Idee, die auf den aktuellen Trend rund um digitale Zwillinge aufspringt?[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=““]Der durch das digitale Zeitalter bewirkte disruptive Wandel stellt traditionelle Geschäftsmodelle, Verfahren und Produkte einer Organisation radikal in Frage. Daher wird ein Modell benötigt, welches die Organisation abbildet, die Planung und Ausführung der digitalen Geschäftsstrategien anleitet sowie sicherstellt, dass das angestrebte Geschäftsergebnis erreicht wird. Die Führung einer Organisation ist jedoch ein komplexer Prozess. Es gibt zahlreiche Interaktionen mit Kund:innen, Abläufe, Produkte, Dienstleistungen, Kanäle, Rollen, Systeme, Anwendungen, Prozesse und Ressourcen, die alle in einem Netzwerk von Geschäftsabläufen zusammenwirken. Bestehende Methoden und Modelle haben Schwierigkeiten, einen umfassenden Einblick in dieses Netzwerk zu geben und den Mehrwert dieser Ressourcen für Produkte, Märkte, Kundensegmente und die gesamte Organisation zu zeigen. [1].

Um dieser Problematik entgegenzuwirken, könnte ein Digital Twin of Organization
(DTO) eingesetzt werden. Das Konzept des DTO stammt aus dem Hause Gartner und überträgt die Idee des digitalen Zwillings auf die Gesamtheit einer Organisation. Laut Gartner ist ein DTO ein dynamisches Softwaremodell einer Organisation, welches sich auf operative Daten verlässt, um zu verstehen, wie eine Organisation ihr Geschäftsmodell operationalisiert, auf Veränderungen reagiert, Ressourcen einsetzt und den erwarteten Mehrwert generiert [1]. Jedoch reicht das von Gartner entwickelte Konzept eines DTO nicht über eine Idee hinaus. Es stellt sich dementsprechend die Frage, ob der Ansatz die genannten Herausforderungen bewältigen kann und ob eine Implementierung eines digitalen Zwillings einer gesamten Organisation überhaupt realisierbar ist.

Um sich dieser Frage und dem möglichen Potenzial eines DTO anzunähern, wurden leitfadenbasierte Interviews mit Fachleuten aus Wissenschaft und Forschung geführt. Das Ziel der Interviews lag primär in der Identifizierung von Chancen, Risiken und Anwendungsfällen des DTO. Um das Wesen des DTO beziffern zu können, sollten zuvor grundlegende Erkenntnisse über digitaler Zwillinge vorliegen. Im Grundgedanken des digitalen Zwillings sollen alle Informationen und das Wissen, das während der Lebenszeit eines physischen Objektes entsteht, in einem Softwaremodell integriert werden. Die Lebensdauer eines Objektes erstreckt sich von der Produktdefinition und
-idee bis hin zum Ende seiner Lebensdauer. Der digitale Zwilling schlägt eine Brücke zwischen der realen und der virtuellen Welt und verfolgt damit das Ziel, die entsprechenden realen Werte zu modellieren, zu verstehen, vorherzusagen und zu optimieren [2]. Auch wenn der digitale Zwilling keinen neuen Ansatz darstellt, tut sich
die Wissenschaft mit einer allgemeingültigen Definition nach wie vor schwer. So lassen sich insbesondere verschiedene Dimensionen digitaler Zwillinge identifizieren [3]. Diese reichen von einer reinen digitalen Repräsentation eines realen Objektes bis hin zu einer integrierten Simulation eines Systems im Ist-Zustand, die durch Modelle, Sensor- und Eingabeinformationen Aktivitäten und Leistungen über die Lebensdauer abbilden und vorhersagen kann.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Unbürokratische Maßnahmen unterstützen die Digitalisierung“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text css=““]Zur Zeit der Einführung des Konzeptes eines digitalen Zwillings durch Grieves im Jahre 2003 waren Informationen, die über ein physisches Objekt oder Produkt gesammelt wurden, begrenzt und meist lediglich in Papierform vorhanden. Durch die Entwicklung der Informationstechnologie änderte sich dieses jedoch im Laufe des folgenden Jahrzehnts [4]. So zählen digitale Zwillinge heutzutage zu den wichtigsten wissenschaftlichen und technischen Fortschritten unserer Zeit. Ihr enormes Entwicklungspotenzial zeigt sich bereits in zahlreichen Industriezweigen, wo sie eingesetzt werden, um Fertigungsabläufe zu überwachen, zu optimieren und zu simulieren [5]. Ein bemerkenswertes Beispiel ist ihr Einsatz in der Formel 1, wo sie dazu dienen, vor Saisonbeginn das optimale Auto zu konstruieren und während des Rennens
verschiedene Parameter und Setups präzise an Fahrer und Strecke anzupassen[6].

Die Übertragung des Konzepts des digitalen Zwillings von physischen Objekten auf dynamische Organisationen erfordert jedoch den Einsatz von Hilfsmitteln. Gartner bezeichnet den DTO auch als Navigationssystem der Organisation, welches dabei hilft, die Organisation an sein gewünschtes Ziel zu leiten. Wird das Designkonzept des DTO aus technologischer Perspektive betrachtet, so kann ein zentraler Teil identifiziert werden. Dieser besteht aus den Elementen „Map“, „Performance“ und „Situation“ und beruht auf Grundsätzen und Technologien des Business Operating Managements, dem Business Performance Management und der Business Operational Intelligence. Dieser zentrale Teil nutzt das Geschäftsmodell oder die strategischen Ziele als Input und übersetzt diese in das Geschäftsbetriebsmodell, welches wiederum Einblicke und Hinweise darauf liefert, wo und wie jede Ausführung von Arbeit anzuwenden ist. Dadurch schafft der DTO schließlich durch die wesentlichen Überwachungskomponenten
Situationsbewusstsein für die Arbeit innerhalb der gesamten Organisation. Um dieses Situationsbewusstsein zu erreichen, bedarf es Prinzipien der Continuous Intelligence, da Daten in Echtzeit und kontinuierlich ermittelt und verarbeitet werden müssen.

Die erste Erkenntnis, um das Wesen des DTO erklären zu können liegt, im Grundsatz begründet, dass der DTO kein physisches Objekt, sondern Prozesse abbildet. Er dient primär zur Schaffung von Transparenz von Geschäftsprozessen über verschiedenste Systeme und Bereiche. Diese systemübergreifende Transparenz ist in der Lage, Informationssilos zu überwinden. Dabei spielt der Digital Thread, der sogenannte digitale rote Faden, eine starke Rolle. Er sorgt auf unterster Ebene für die Transformation von Daten in Informationen.

Um den hohen Anspruch an den digitalen Zwilling innerhalb des DTO zu verdeutlichen, wird ein von Kritzinger et al. definiertes Modell verschiedener Instanzen digitaler Abbildungen hinzugezogen. Dieses unterscheidet zwischen drei Instanzen. Dem digitalen Model, dem digitalen Schatten und dem digitalen Zwilling selbst (Abbildung 1). Die drei Instanzen unterscheiden sich vor allem in ihrer Fähigkeit zum automatischen Datenaustausch. Während das digitale Model keinen automatischen Datenfluss zwischen physischem und digitalem Objekt ermöglicht, entsteht innerhalb des digitalen
Schattens das digitale Objekt aus den Daten des physischen, kann aber keinen direkten Einfluss darauf nehmen. Erst die Instanz des digitalen Zwillings ermöglicht einen vollständig automatisierten Datenfluss, wodurch das digitale Objekt aktiv auf das physische einwirken kann. Werden nun aber innerhalb des DTO Geschäftsprozesse
abgebildet, findet sich der DTO vielmehr in den Instanzen des digitalen Modells und vielleicht innerhalb digitalen Schattens wieder. Dies wirft die Frage auf, ob der
DTO überhaupt in der Lage sein kann, in die Instanz des digitalen Zwillings vorzustoßen? Diese Frage lässt sich leicht mit einer Gegenfrage beantworten. Wie lautet sein Use Case? Die erste Frage zur Erstellung eines jeden digitalen Zwillings beinhaltet die Frage nach seinem Verwendungszweck. Je nach Verwendungszweck definiert sich der DTO unterschiedlich. Dieser kann gesamtunternehmerisch verstanden werden, indem sämtliche Wertschöpfungsketten mit ihrer ganzen Komplexität abgebildet werden. Er kann aber ebenso fachspezifisch aufgesetzt werden, indem beispielsweise der Automatisierungsgrad innerhalb eines Fachgebietes erhöht werden soll.[/vc_column_text][vc_single_image image=“34355″ img_size=“large“ css=““][vc_column_text css=““]Der Begriff des DTO ist stark erklärungsbedürftig und befindet sich in einem doppelten Dilemma. Zum einen innerhalb der Ausprägung des digitalen Zwillings selbst und zum anderen in der Notwendigkeit eines gesamtheitlichen Ansatzes im Kontext der Organisationssicht. Ein konkreterer Ansatz beschreibt den DTO als ein System von Systemen innerhalb der Organisation. Dabei definiert er sich durch seine Fähigkeit, verschiedene Objekte miteinander verbinden zu können. Es entsteht ein Netzwerk aus verschiedenen digitalen Zwillingen innerhalb der Organisation. Der DTO stellt dabei einen übergeordneten digitalen Zwilling der Zusammenarbeit dar. Dieser wird aus Daten unterliegender digitaler Zwillinge gespeist und ist in der Lage, diese miteinander zu verbinden und Informationssilos zu überwinden.

Anders als bei vielen herkömmlichen digitalen Zwillingen, welche physische Objekte darstellen, bezieht der DTO den Faktor Mensch explizit mit ein, da er das Verhalten der Ressource Mensch mitberücksichtigt [1]. In Expertenkreisen ist klar, dass der Mensch im Ansatz des DTO berücksichtigt werden muss, fraglich ist aber, welche Eigenschaften des Menschen digital abgebildet werden sollten und ob dies ethisch vertretbar ist. Rechtlich existieren insbesondere in Deutschland und der Europäischen Union erhebliche Maßnahmen, um den sogenannten gläsernen Menschen zu verhindern. Auch wenn diese rechtlichen Maßnahmen ethisch von großer Bedeutung sind, sind gegensätzliche Stimmen wahrzunehmen, die diese Richtlinien innerhalb des globalen Wettbewerbs auch als Nachteile betiteln. Agiert die Technologie für und mit dem Menschen und nicht gegen ihn, sollten aktuelle Richtlinien überdacht werden, um in einem globalen Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben zu können. Die Chancen des Einsatzes eines DTO sind dabei so vielfältig wie seine Herausforderung innerhalb der Implementierung. Die Unterstützung in der expliziten Entscheidungsfindung beziffert womöglich den größten Mehrwert eines solchen Konzeptes. Im Kern geht es darum, einen schnellen Erkenntnisgewinn zu erlangen. Dieser kann durch die gewonnene Transparenz des Wertestroms der Organisation, aber auch durch gezielte Simulationen im DTO geschaffen werden. Die benötigte Datengrundlage für solche Szenarien wird der Schlüssel zum Erfolg sein. Nur wenn die Datengrundlage des Use Case überhaupt zu erfassen ist und dieser einen klaren Mehrwert stiftet sowie eine zeitnahe Rendite verspricht, erscheint die Implementierung eines DTO sinnvoll. Sind diese Use Cases bei der Implementierung nicht eindeutig definiert, fehlt die Erkenntnis der benötigten Datengrundlage. Der Ausweg aus dieser Misere wird sein, schlicht alle Informationen abgreifen und die ganze Organisation abbilden zu wollen. Der DTO agiert in einem solche Szenario als reine Datenkrake und wird höchstwahrscheinlich an seiner eigenen Komplexität scheitern.[/vc_column_text][ult_createlink title=“Zu den Literaturangaben“ btn_link=“url:https%3A%2F%2Fbit.ly%2F3xkYPVg|target:_blank“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Fdigital-sports%2F|title:Digital%20Sports|target:_blank“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]

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