KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Datenbasierte Dienste für individuelle Prozesse

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Datenbasierte Dienste für individuelle Prozesse“ font_container=“tag:h2|font_size:38|text_align:left|color:%23e30613″ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1553585980158{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Chancen und Herausforderungen datenbasierter Dienstleistungen in wenig standardisierten Prozessen der Logistik“ font_container=“tag:h2|font_size:22|text_align:left|color:%23f07d00″ use_theme_fonts=“yes“][vc_column_text]Klaus-Dieter Thoben, Christian Gorldt, Aaron Heuermann, Heiko Duin BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Kurz und bündig:“ font_container=“tag:h3|font_size:17|text_align:left|color:%23ffffff“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1519747666609{padding-left: 15px !important;background-color: #f07d00 !important;}“][vc_column_text css=“.vc_custom_1553586090983{border-top-width: 1px !important;border-right-width: 1px !important;border-bottom-width: 1px !important;border-left-width: 1px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #eaeaea !important;border-left-color: #aaaaaa !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #aaaaaa !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #aaaaaa !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #aaaaaa !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 1px !important;}“]

Durch digitale Dienstleistungen erweitern Logistikdienstleister zunehmend ihre physische Kerndienstleistungen, wie den Transport von Päckchen. Doch die Digitalisierung und Automatisierung erfordert weder sich wiederholende standardisierte Prozesse, noch zwangsläufig große Datenmengen für selbstlernende Algorithmen. Durch eine schrittweise Annäherung können die Chancen der Digitalisierung für die eigenen Prozesse erkannt werden. Auch in wenig standardisierten Logistikprozessen, wie der Projektlogistik, können bereits Smartphones einen Mehrwert schaffen.

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][vc_column_text]

Digitalisierung ist in aller Munde. In zahlreichen Branchen ermöglicht der Einsatz von Digitalisierung eine Optimierung der Prozesse und Produkte. Erst die Verknüpfung der digitalen Werkzeuge mit den physischen Produkten und Prozessen entfaltet das volle Potential der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Das Bremer Institut für Produktion und Logistik zeigt anhand eines Beispiels die Einsatzmöglichkeiten und Potenziale der Digitalisierung in der Logistik.

[/vc_column_text][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2FSIR%2Fproduct%2Fdigitaler-zwilling%2F|||“ btn1_background_color=“#f07d00″ btn1_bghovercolor=“#e30613″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#ffffff“ icon_hover_color=“#f07d00″ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2FSIR%2Fabo%2F|||“ btn2_background_color=“#f07d00″ btn2_bghovercolor=“#e30613″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#ffffff“ btn_iconhover_color=“#f07d00″ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#ffffff“ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#ffffff“ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“3″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]„Digitalisierung“ und „Automatisierung“ sind häufig genannte Ansätze, wenn Unternehmen in Brachen mit starkem Kostendruck, wie der Logistik, mit Effizienzsteigerungen ums Überleben kämpfen. Viele Akteure berichten, dass sich Digitalisierung und Automatisierung nicht lohnen oder nicht möglich sind, da die Prozesse individuell und wenig standardisiert verlaufen. Letzteres betrifft insbesondere kleine und mittlere Unternehmen. Häufig werden physische Produkte, Prozesse und Dienstleistungen mit internetbasierten digitalen Dienstleistungen kombiniert und einzelnen Kunden bedarfsgerecht angeboten. Für derartige Digitalisierungsanwendungen wird in der Literatur eine Vielzahl an Begriffen, wie datenbasierte oder digitale Dienstleistungen, Smart Services, hybride Leistungsbündel oder Product- Service-Systems, verwendet und häufig synonym verstanden.

Die wachsenden Kundenbedarfe nach innovativen Dienstleistungen müssen auch bei der Gestaltung moderner Logistiklösungen berücksichtigt werden. Die Allgegenwärtigkeit moderner Informations- und Kommunikationssysteme für die Erfassung, Verarbeitung und Verteilung teilweise großer Datenmengen wird jedoch bislang insbesondere von produzierenden Unternehmen für die Erweiterung eigener Kernprodukte durch verbundene und informationstechnisch unterstützende Dienstleistungen genutzt.

Auch große Logistikdienstleister erweitern zunehmend physische Kerndienstleistungen, wie den Transport von Päckchen, durch digitale Dienstleistungen, wie Nachverfolgung und Vorhersage des exakten Zustelltermins. Während tagtäglich mehrere Millionen Paketsendungen zugestellt werden, sind in anderen Bereichen die Logistikprozesse durch die Einmaligkeit der Bedingungen gekennzeichnet. So müssen etwa in der Projektlogistik große und schwere Anlagen(- komponenten) in geringen Losgrößen und bei stetig wechselnden Wetterbedingungen verladen und transportiert werden. In diesen Bereichen sind Digitalisierung und Automatisierung bislang noch wenig fortgeschritten, eröffnen aber vielfältige Einsatzmöglichkeiten und große Chancen für die beteiligten Akteure.

Digitalisierung und Automatisierung erfordert weder sich wiederholende standardisierte Prozesse, noch zwangsläufig große Datenmengen für selbstlernende Algorithmen. Durch eine schrittweise Annäherung können die Chancen der Digitalisierung für die eigenen Prozesse erkannt werden. Digitale Dienstleistungen beziehen und verarbeiten Daten, die an phy sischen Produkten oder physischen (Dienstleistungs-) Prozessen erfasst werden, und schaffen einen Mehrwert: so können Daten softwarebasiert intelligent verarbeitet werden und kundenindividuelle entscheidungsunterstützende Informationen über einen digitalen Kanal anbieten. Bezüglich der Logistik können unter physischen Dienstleistungsprozessen alle Logistikprozesse, auch das Verladen und Transportieren von großen und schweren Anlagenkomponenten, verstanden werden. Die physischen Produkte hingegen sind die Komponenten, Transport- oder Betriebsmittel selber. Während sich in wiederholenden physischen Logistikprozessen genau an den Anwendungsfall angepasste Internet-of-Things- (IoT-) und Sensorlösungen für die Erfassung der Prozessdaten eignen, sind diese für individuelle Prozesse häufig nicht rentabel. Ferner sind den beteiligten Akteuren meistens nicht alle Anforderungen von vornherein bekannt, wodurch die Auswahl geeigneter Technologien erschwert wird. Folglich sind universell nutzbare, einfach verfügbare und kostengünstige IoT- und Sensorlösungen entscheidend für eine Digitalisierung individueller Logistikprozesse.

Die wohl universellste, standardisierteste und verfügbarste Lösung stellen moderne mobile Endgeräte (Smartphones) dar. Diese verfügen bereits in unteren Kostensegmenten über eine Vielzahl an Sensoren, wie Gyroskope, Orientierungs-, Beschleunigungs-, Luftdruck- und Lichtsensoren. Ferner kann sowohl mit dem GPS- und dem europäischen Galileo-System stets die aktuelle Position des Gerätes bestimmt werden. Durch die Befestigung eines handelsüblichen Smartphones an einer Anlagenkomponente, wie dem Turm einer Windkraftanlage, können mit wenig Aufwand bereits hilfreiche Daten über dieses physische Produkt und den daran durchgeführten Prozess erfasst werden. Über Mobilfunk (5G) oder WLAN und mittels einer Standard-Applikation (App) können die Sensordaten ausgelesen und im Millisekundenbereich an einen Internetserver geschickt werden. Neben den dynamischen Sensordaten können auch statische Daten, wie eine Geräte-, Komponenten oder Projektidentifikationsnummer übermittelt werden. So kann einer Komponente beziehungsweise einem  physischen Produkt ein bestimmtes Endgerät zugeordnet werden.

Entsprechend der Definition erfassen digitale Dienstleistungen nicht nur Daten an physischen Produkten und Prozessen und speichern diese, sondern verarbeiten die Daten intelligent und schaffen so kundenindividuelle entscheidungsunterstützende Informationen und Mehrwerte. Somit sind digitale Dienstleistungen immer Algorithmen- beziehungsweise Software-basiert. Jedoch steht bei der Entwicklung digitaler Dienstleistungen die konkrete Funktion beziehungsweise der kundenindividuelle Nutzen im Vordergrund und nicht die Systemarchitektur.

Insbesondere im Kontext wenig standardisierter Logistikprozesse ist unter der „intelligenten Datenverarbeitung“ weniger die Nutzung künstlicher Intelligenzen und selbstlernender Algorithmen zu verstehen. Vielmehr ist eine intelligente und kreative Nutzung der Daten gemeint. Für bestimmte Daten ist der Nutzen naheliegend. So können beispielsweise GPS-Daten bestimmungsgemäß für die Ermittlung der Endgerät- und somit auch der Komponentenposition genutzt werden. Hierrunter kann der aktuelle Lagerplatz ebenso verstanden werden, wie die aktuelle Position der Komponente und des Transportmittels auf der Transportroute. Häufig liegt der Nutzen der Daten nicht offensichtlich auf der Hand. So kann etwa anhand der Daten des Lichtsensors der Transport überwacht und die (verbotene) Öffnung von Verpackungen erkannt werden. Während ein großer Lumen-Wert (Lichtstärke) eine starke Beleuchtung und somit eine geöffnete Verpackung bedeutet, kann bei einem Lumen-Wert nahe Null davon ausgegangen werden, dass die Verpackung weiterhin geschlossen ist. Die Auswertung der Daten erfolgt nahezu in Echtzeit und neben Zeitreihen einzelner Parameter können auch einfach verständliche, zustandsabhängige Handlungsanweisungen für die Beteiligten ausgegeben werden. Bezogen auf den Verladeprozess eines Turms einer Windkraftanlage, zeigt ein grünfarbiger Hinweis in der Benutzeroberfläche des Bediengerätes, dass keine Handlungsanpassungen erforderlich sind. Wird hingegen etwa eine Schräglage von fünf Grad überschritten, die anhand der Orientierungssensoren ermittelt werden kann, werden in einem gelben Farbton Warnhinweise angezeigt sowie Korrekturmaßnahmen vorgeschlagen. Werden diese nicht ergriffen und die Schräglage größer, weist ein roter Farbton als Hinweis auf die akuten Gefahren in der Benutzeroberfläche hin. Die Verlader erhalten folglich entscheidungsunterstützende Informationen, dass eine bestimmte Seite der Anlagenkomponente angehoben werden muss. Die Grundlage für diese regelbasierten Hinweise können sowohl Vorgaben aus Arbeitsrichtlinien oder Normen und das Erfahrungswissen der einzelnen operativen Mitarbeiter sein. Die genannten entscheidungsunterstützenden Informationen können über das Internet den Nutzern angeboten werden. Hierfür bieten sich unter anderem sogenannte Dashboard- Frameworks an, die oftmals Gestaltungselemente für die Informationsdarstellung mitbringen und frei nutzbar sind.

Durch die Verknüpfung der Sensordaten verschiedener Endgeräte mit Konstruktionsdaten und weiteren Informationen können auch interaktive Inhalte, wie dreidimensionale „digitale Zwillinge“ der Verladesituation, in digitale Dienstleistungen  integriert werden. Dies ist etwa mit JavaScript-basierten Echtzeit-3D-Bibliotheken möglich. Durch den Einsatz allgegenwärtiger, universeller und standardisierter Technologien, wie Smartphones und Internetanwendungen, kann die Digitalisierung auch in wenig standardisierten Logistikprozessen, wie der Projektlogistik, einen Mehrwert schaffen. Die Integration dieser digitalen Werkzeuge in die Projektlogistik würde die beschriebenen Verladeprozesse hinsichtlich Zeit, Qualität und Kosten verbessern. Denn statt nur einen Verladeprozess vor Ort zu überwachen, könnten Aufsichtspersonen gleich mehrere Vorgänge vom Schreibtisch aus im Auge behalten. Zudem erfolgt dann auch die Dokumentation automatisch und datenbasiert.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

LinkedIn
WhatsApp
Telegram
Facebook

Related Posts

August-Wilhelm Scheer Institut

Entdecken Sie unsere neusten Ausgaben

Innovationskultur – Räume, Regeln, Rebellen