[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“„Es braucht Geduld von beiden Seiten.““ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1709123715564{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Erfolgsversprechen qualifizierte Zuwanderung?“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1709123731516{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Im Gespräch mit Bernd Sautter, Software-Express GmbH & Co. KG
(Titelbild: Adobe Stock | 502089886 | Maksym Yemelyanov)[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz und Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661761237969{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text]Als mittelständisches Softwareunternehmen ist die Software-Express GmbH & Co. KG vom Fachkräftemangel betroffen. Die qualifizierte Zuwanderung verspricht einen Lösungsansatz, den das Unternehmen in einem Pilotprojekt für sich erprobt. Schnell stellt sich heraus: Der Ansatz erfordert viel Arbeit und Geduld von beiden Seiten, kann jedoch durch Engagement zum Erfolgsprojekt werden.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text]Seit 2022 gibt es die qualifizierte Zuwanderung: Bewerber:innen aus dem nichteuropäischen Ausland können bei entsprechender Qualifizierung aus dem Ausland heraus einen Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag mit einem Unternehmen in Deutschland abschließen. Damit hat Deutschland nach vielen Jahren eine legale Einreisemöglichkeit für Fachkräfte geschaffen, wie es sie in den USA, Kanada oder Australien seit langem gibt. Dies soll den Fachkräftemangel lindern. Über seine Erfahrungen mit der qualifizierten Zuwanderung sprach Bernd Sautter, Unternehmer, mit der IM+io. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“IM+io: Herr Sautter, die Firma Software-Express ist ein typisch mittelständisches Softwareunternehmen. Was sind die Schwerpunkte des Systemhauses? “ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]BS: Die Software-Express GmbH & Co. KG ist auf die Beratung und den Vertrieb von Surface-Produkten sowie Standard und Business Software spezialisiert. Im Focus stehen Industrie, Handel, Government und der Bildungsbereich. Software-Express existiert bereits seit 1988 mit mehr als 30 Mitarbeitenden. Der Kunde vertraut unserer langjährigen Erfahrung.
Die Firmensitze befinden sich in Sindelfingen und Berlin und bieten profunde Beratungsleistungen mit Lösungen zu Fragen aus dem IT-Bereich. Unsere Mitarbeitenden stehen von der Planung bis zur Installation und darüber hinaus zur Verfügung. Großkunden werden von speziellen Key Accounts betreut.
Das Produktportfolio umfasst alle Surface- und Software-Produkte. Dazu zählen Cloudanwendungen, die verschiedensten Lizenzmodelle, wie CSP, OPEN und vieles mehr, System Builder Versionen, Schulversionen, Government-Lizenzen und so weiter. Ob Neulizenz, Mietmodell, Wartungsverträge, Update oder Renewal: Software-Express bietet Produkte von über 500 Herstellern.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Aktuell ist der Fachkräftemangel in Ihrer Branche allgegenwärtig. Sind Sie ebenfalls betroffen? Welche Qualifikation suchen Sie, und was haben Sie bereits versucht? “ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]BS: Wir suchen relativ breit Mitarbeitende auf Abiturniveau. Damit sind wir sehr flexibel. Die entsprechende Ausbildung und spezifische Weiterbildung für unsere Tätigkeiten beziehungsweise für die Anforderungen der Kundinnen und Kunden übernehmen wir.
Bisher haben wir bei der Suche nach neuen Mitarbeitenden die klassischen Wege beschritten: über die Agentur für Arbeit, unseren Internetauftritt und gelegentlich bei Veranstaltungen der Industrie- und Handelskammern. Über diese Wege kamen zu wenig Bewerbungen und neue Mitarbeitende.
Die Agentur für Arbeit machte uns schließlich auf die neue Möglichkeit der Einstellung über das qualifizierte Zuwanderungsgesetz aufmerksam. Die Regelungen wurden uns vorgestellt, und wir waren offen für einen Versuch. Wir betrachten es als Pilotprojekt. Auch für die Arbeitsagentur ist das Verfahren neu. Ganz klar geregelt ist der Zugang zum Arbeitsmarkt: Die ausländischen Fachkräfte erhalten eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung nur in Verbindung mit einem Ausbildungsvertrag. Ein Wechsel der Arbeitsstelle, des -orts oder ein Familiennachzug sind ausgeschlossen. Weniger klar sind die Regeln allerdings in Bezug auf Qualifizierung und Betreuung.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Ihr Pilotprojekt scheint geglückt und Sie haben seit August 2023 einen IT-Auszubildenden aus Marokko im Team. Wie ist die Suche abgelaufen? Und haben Sie zuvor seine Qualifikation getestet? “ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]BS: Es kamen Vorschläge über das uns angegebene Portal vom Arbeitsamt, und daraufhin kamen Bewerbungen aus Marokko. Qualifikationstests gab es nicht, sondern Zeugnisse und Lebensläufe sowie die direkte Kommunikation mit den Bewerberinnen und Bewerbern via Videocall. Da die Bewerberinnen und Bewerber bereits deutsch konnten, war eine gute Verständigung möglich. Ein persönliches Treffen gab es nicht. Da es sich um eine Ausbildung handelt, mussten auch keine spezifischen Qualifikationen abgefragt werden. Die persönliche Einstellung kann in einem Gespräch natürlich nur erahnt werden. Die zeigt sich dann erst im Alltag. Das ist aber bei Bewerberinnen und Bewerbern aus Deutschland auch so. Der Unterschied zwischen persönlichen und digitalen Bewerbungsgesprächen ist für uns nicht besonders hoch. Als IT-Unternehmen und durch die Corona-Zeit sind wir an digitale Gespräche gewöhnt.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Welche Qualifikationen hat Ihr Auszubildender bereits mitgebracht, was müssen Sie noch qualifizieren? “ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]BS: Die wichtigste Qualifikation ist ein allgemeines Verständnis der Informationstechnologie, das heißt zum Beispiel Organisationsprozesse, IT-Funktionen wie Services und Applikationen, verschiedene Portale und Betriebssysteme, IT-Infrastruktur als technische Basis, Datenmanagement, Logik und Programmierung. Der Ausbildungsbedarf in diesen Themen ist hoch. Berufsschule und Betrieb müssen viel leisten, um das notwendige Niveau für den deutschen Markt zu erreichen.
Die größte Herausforderung sind aber die Sprachkenntnisse, sowohl was die allgemeine Sprache als auch was die Fachsprache betrifft. Obwohl es in der IT viele englische Fachbegriffe gibt, ist Deutsch im Unternehmen und später im Umgang mit den Kundinnen und Kunden absolut wichtig. Hinzu kommt, dass Englisch in den nordafrikanischen Regionen nicht sehr verbreitet ist. Die Fachkräfte müssen sehr motiviert sein und hart arbeiten, um das fachliche und sprachliche Niveau schnell zu erreichen. Das heißt lernen, lernen, lernen – und das braucht Zeit.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Wie reagieren Sie auf die von Ihnen beschriebenen Herausforderungen? “ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]BS: Wir hatten die ausländische Fachkraft ursprünglich für Vertrieb und Kundenbetreuung geplant, haben uns aber aufgrund der aktuell noch bestehenden Sprachbarriere dazu entschieden, den Auszubildenden im Backoffice einzusetzen. Zusätzlich haben wir selbst einen Sprachkurs organisiert und finanziert, der während der Arbeitszeit stattfindet.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Würden Sie das neue Arbeitsmarktinstrument anderen Unternehmen empfehlen? “ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]BS: Unserer Erfahrung nach ist Sprache das A und O. Wir können anderen Unternehmen nur empfehlen, Fachkräfte einzustellen, die die deutsche Sprache wirklich gut beherrschen. Es ist kein Zufall, dass andere Länder, wie zum Beispiel die USA oder Australien, bei qualifizierter Zuwanderung schon immer gute Sprachkenntnis voraussetzen. Als mittelständisches Unternehmen können wir nicht auch noch die Sprache vermitteln. Unsere Aufgabe ist die fachliche Ausbildung.
Die ausländischen Auszubildenden sind eigentlich noch keine Fachkräfte, sie werden es erst mit der Ausbildung. Und das Unternehmen kommt nur weiter, wenn die mit Aufwand ausgebildeten neuen Mitarbeitenden dauerhaft im Unternehmen bleiben. Es muss einem bewusst sein, dass die Auszubildenden zunächst nicht eigenständig arbeiten können, und so entsteht ein erhöhter Betreuungsaufwand. Da braucht es Geduld auf beiden Seiten.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Das heißt, mit Blick auf die Zukunft der Qualifizierung in Deutschland, ziehen Sie ein gemischtes Fazit zur qualifizierten Zuwanderung? “ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]BS: Wie bereits gesagt: Zunächst müssen die zugewanderten Fachkräfte die Sprache beherrschen. Den Rest bekommt man hin, wenn die Motivation der betreffenden Personen vorhanden ist. Der Ausbildungsprozess ist aber auf jeden Fall ein längerer.
Der allgemeine Fachkräftemangel kann daher aus meiner Sicht durch qualifizierte Zuwanderung nur partiell gelöst werden. Die Faktoren Sprachkenntnis und höherer Aufwand sind bisher nicht im System berücksichtigt. Das gilt für die Berufsschule wie auch für die Ausbildungszeiten, das Erwartungsmanagement in den Betrieben und die Anstrengung der Auszubildenden.
Ein Lösungsansatz könnte sein, das Ausbildungssystem für ausländische Fachkräfte insofern anzupassen, als dass die Ausbildung ein Jahr länger dauert. In vier Jahren wäre es möglich, das notwendige Sprachniveau zu erreichen. Auch im Bereich der IT gab es in den vergangenen Jahren eine Veränderung hin zu viel mehr Kommunikation, zum Beispiel beim Einsatz der Scrum-Methode, bei der Abstimmung im Team und im Kontakt mit Kundinnen und Kunden. IT ist keine Bandarbeit, deswegen sind Sprachkenntnisse so wichtig.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Wie gestaltet sich die Integration der ausländischen Fachkräfte, Herr Sautter?“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]BS: Für sie kommt neben dem Erlernen der Fachkenntnisse und der Sprache auch das Leben in einer völlig neuen Umgebung ohne Familie und Freunde hinzu. Für die Unternehmen kommen Fachkräfte, für die Gesellschaft kommen Menschen, noch dazu junge Menschen. Selbstverständlich fehlen die Familie und die Freunde. Leider gibt es in dieser Hinsicht keine Nachfragen oder Unterstützung durch die Arbeitsagentur. Vielleicht könnte es eine Alternative sein, im nächsten Schritt auch Freunde oder Familienmitglieder der zugewanderten Fachkräfte zu werben. Das macht das Recruiting jedoch noch komplizierter.
Es ist sicher nicht leicht, aber wer es schafft sich durchzubeißen, hat gute Chancen, beruflich in Deutschland Fuß zu fassen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Fmetaverse%2F|title:Metaverse%2C%20NFTs%20%26%20Cryptos|target:_blank“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]