[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Von der Programmierung zur Prozessautomatisierung 4.0″ font_container=“tag:h2|font_size:38|text_align:left|color:%23e30613″ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1545051928876{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Modellgetriebene Plattformen als Multiplikator der Digitalisierung“ font_container=“tag:h2|font_size:22|text_align:left|color:%23f07d00″ use_theme_fonts=“yes“][vc_column_text]Ulrich Storck, CTO Scheer GmbH[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Kurz und bündig:“ font_container=“tag:h3|font_size:17|text_align:left|color:%23ffffff“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1519747666609{padding-left: 15px !important;background-color: #f07d00 !important;}“][vc_column_text css=“.vc_custom_1545052019955{border-top-width: 1px !important;border-right-width: 1px !important;border-bottom-width: 1px !important;border-left-width: 1px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #eaeaea !important;border-left-color: #aaaaaa !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #aaaaaa !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #aaaaaa !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #aaaaaa !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 1px !important;}“]
In den kommenden Jahren wird die Automatisierung der Prozesse im Vergleich zu heute deutlich voranschreiten. Dieser Artikel zeigt, wie sich die Veränderungen bei der Entwicklung von Softwareapplikation der letzten Jahrzehnte auf die Prozessautomatisierung ausgewirkt haben und wie sich diese Erfahrungen auf die Plattformen zur Prozessautomatisierung 4.0 übertragen lassen, um neue Potenziale der Digitalisierung zu erschließen.
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Die Entwicklung von Softwareapplikationen hat sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend von der klassischen Programmierung hin zu modellgetriebenen Ansätzen gewandelt. Die verschiedenen Ansätze der modellgetriebenen Softwareentwicklung haben zum Ziel, dass immer weniger Teile der Anwendungen programmiert werden müssen und immer größere Teile davon durch Personen ohne Programmierkenntnisse modelliert werden können.
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In der klassischen Softwareentwicklung wurden Anwendungen durch Programmierung in einer Entwicklungsumgebung umgesetzt. Eine der Schwächen dieser Vorgehensweise war die Kommunikation mit den Fachanwendern, was durch entsprechende Analyse- und Konzeptionstechniken auszugleichen versucht wurde. Bei den ersten Ansätzen der modellgetriebenen Umsetzung von Anwendungen wurden Modelle erstellt, aus denen Programmcodes generiert wurde (Code Generation). Hierdurch konnten die Fachabteilungen erstmals in die Umsetzung einbezogen werden. Durch diese direkte Kommunikation ließen sich die Durchlaufzeit und die Innovationsgeschwindigkeit um ein Vielfaches beschleunigen. Der Ansatz der modellgetriebenen Code-Generierung stellt die Unternehmen jedoch auch vor Herausforderungen:
- Die nachträglichen Veränderungen oder Erweiterungen im Code, müssen in den Modellen hinzugefügt werden oder durch ein Roundtrip-Verfahren geprüft werden. Dieses Vorgehen ist aufwändig und fehleranfällig.
- Wird aus den Modellen ein Code für verschiedene Plattformen erzeugt und/oder werden verschiedene Programmiersprachen verwendet, kann es zu Unterschieden bei der Ausführung kommen, die zahlreiche Fehlerquellen eröffnen.
Aus den Erfahrungen der ersten Ansätze zur modellgetriebenen Entwicklung sind in der Folge Systeme entstanden, die keine Code-Generierung mehr benötigen. Solche Systeme werden als Low-Code-Plattformen bezeichnet. Die oben genannten Probleme werden dadurch vermieden:
- Nach dem Model Execution-Ansatz wird genau das ausgeführt, was modelliert wird: Das Modell wird in einer technischen Repräsentation abgelegt, die dann durch eine Engine in allen Umgebungen ausgeführt werden kann.
- Änderungen wirken sofort und können schnell und ohne zusätzliche Fehlerquellen umgesetzt werden.
- Da dieses Modell immer der Ausführung entspricht, besteht jederzeit Transparenz und Kontrolle über den Prozess. Programmatische Erweiterungen sind auch bei Low-Code-Plattformen möglich, erfolgen aber im Rahmen definierter APIs (Schnittstellen) und Erweiterungspunkte. Hierdurch wird sichergestellt, dass auch Anpassungen transparent erfolgen und diese nicht die Stabilität der modellierten Anwendung gefährden können.
Im weiteren Verlauf dieses Beitrags wird gezeigt, wie sich der modellgetriebene Ansatz auf die Prozessautomatisierung übertragen lässt und so neue Potenziale der Digitalisierung erschließt.[/vc_column_text][vc_single_image image=“7853″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_custom_heading text=“Die Evolution der Geschäftsprozesse“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]
In Zeiten rasanter Innovationszyklen reichen standardisierte Softwarelösungen heute nicht mehr aus, um Mitarbeiter optimal bei der Umsetzung von neuen Ideen und Strategien zu unterstützen. Software-Architekturen müssen flexibler und agiler ausgestaltet sein, um zeitnah auf individuelle Kundenwünsche oder sich ändernde Geschäftsmodelle reagieren zu können. Dies gilt insbesondere auch für die Prozessautomatisierung, bei der zunehmend die schnelle Änderung von Prozessen zum entscheidenden Faktor wird.
Während Prozesse früher meist papierbasiert abliefen sind Abläufe heutzutage weitestgehend digitalisiert. 2016 haben die CIOs durchschnittlich bis zu 33% ihres IT-Budgets in Digitalisierungsprojekte investiert (33% in der Privatwirtschaft und 21% in der öffentlichen Verwaltung) [1].
Bei der Evolution der Geschäftsprozesse stand zunächst die Digitalisierung analoger Prozessschritte im Fokus. Hierbei wurden analoge Abläufe durch Technologien unterstützt, die vom Menschen verwendet wurden. Demnach ging es bei der Digitalisierung zunächst darum, dass der Mensch weiterhin das ausführende Element dieser Prozessschritte bleibt (Human Workflows).
Prozessautomatisierung (BPA, Business Process Automation) geht einen Schritt weiter und führt Prozessschritte aus, ohne dass eine menschliche Interaktion erforderlich ist. Mit der Prozessautomatisierung 4.0 wird nun die nächste Stufe von BPA eingeleitet: die vollständige Automatisierung der Prozesse. Hierbei soll die menschliche Interaktion mit dem Prozess auf die Überwachung und Behandlung von Fehlern beschränkt werden. Eines der aktuell wichtigsten Themen der Prozessautomatisierung 4.0 ist Robotic Process Automation (RPA). Das zentrale Paradigma von RPA ist der Einsatz von Softwarerobotern, um vorhandene Lücken der Prozessautomatisierung zu schließen. Der Softwareroboter interagiert mit den vorhandenen Anwendungen, analog zu Menschen, über Benutzerschnittstellen. Neben regelbasierten Softwarerobotern ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) ein Kernaspekt von RPA. Gerade der Einsatz von KI und die damit verbundenen Möglichkeiten sorgen dafür, dass sich das Thema RPA in den nächsten Jahren auch in der Prozessautomatisierung durchsetzen wird. Damit werden Voraussagen, wie zum Beispiel von Forrester, realistisch, die besagen, dass 2019 bis zu 25% der aktuellen Arbeiten im Büro automatisiert ablaufen werden.
[/vc_column_text][vc_single_image image=“7854″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_custom_heading text=“Business Process Automation 4.0 by Scheer“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]
Scheer verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der alle Funktionen zur Digitalisierung sowie Automatisierung von Geschäftsprozessen ermöglicht. Der Ansatz von Scheer vereint die Automatisierung von Human Workflows mit der Integration der beteiligten Systeme zu einem integrierten Vorgehensmodell. Die Business Process Automation 4.0 von Scheer vereint die notwendigen Funktionen: Strategie, Methodik, Implementierung und Betrieb (Cloud oder On Premise).
Am Beispiel der Produktsuite Scheer PAS (Process Automation Suite) kann nachvollziehbar aufgezeigt werden, worauf es bei der Unterstützung der Prozessautomatisierung 4.0 durch Software ankommt. Scheer PAS ist als Low-Code-Plattform modellgetrieben und vollständig webbasiert. Die Schwerpunkte der Suite liegen in den Bereichen Prozessmodellierung, Prozessausführung, Prozessintegration und Robotic Process Automation (RPA). Alle Elemente der Suite sind nahtlos integriert und auf flexible Änderungen der automatisierten Prozesse ausgelegt. Mit Scheer PAS werden modellgetriebene Business Process Applications (prozessbasierte Anwendungen) ohne Programmierung erstellt.
Scheer PAS ermöglicht es Prozessverantwortlichen, orts- und zeitunabhängig Prozesse selbst zu gestalten und ohne Programmierkenntnisse ausführbare Prozessanwendungen umzusetzen. Es können sowohl Human Workflows als auch Prozesse ohne Nutzerinteraktion (Systemintegration/Enterprise Service Bus, Massentransaktionen) umgesetzt werden.
Scheer PAS bietet mit den Scheer Process Applications (Process Apps) einen Weg, Prozesse flexibel zur Ausführung zu bringen. Hierzu werden sowohl der Prozess als auch Formulare und Systemanbindungen modelliert. Hier gilt der Leitsatz „Modellierung = Ausführung“, das heißt, es wird die technische Repräsentation der Modelle ausgeführt, wodurch eine schnelle Änderbarkeit der Prozesse sichergestellt wird. Scheer Process Applications können auch offline verwendet werden, wobei eine automatische Datensynchronisation erfolgt.
[/vc_column_text][vc_single_image image=“7855″ img_size=“large“ add_caption=“yes“][vc_custom_heading text=“Robotic Process Automation mit Scheer PAS“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]
Mit Robotic Process Automation (RPA) hat sich eine neue Möglichkeit zur Automatisierung von Aufgaben und Prozessschritten etabliert. Die Roboter arbeiten nach Regeln oder nutzen künstliche Intelligenz zur Verarbeitung von unstrukturierten Daten und automatisierter Entscheidungsfindung. Die Integration vorhandener Systeme geschieht nichtinvasiv, das bedeutet statt Schnittstellen zu programmieren, werden vorhandene Benutzeroberflächen genutzt, um Daten zu entnehmen, zu erzeugen oder Anwendungen zu steuern.
Mit Scheer RPA werden einzelne Rollen oder einzelne Prozessschritte durch den Einsatz von Softwarerobotern automatisiert. Das Ziel dabei ist es mit RPA ein Maximum an Flexibilität zu bieten. Der Software Roboter wird mit den Möglichkeiten der klassischen Prozessautomatisierung kombiniert. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten der Digitalisierung von Geschäftsprozessen in Unternehmen.
Die Softwareroboter werden in einer entsprechenden Umgebung modellgetrieben entwickelt, konfiguriert und verwaltet. In Scheer PAS stellt die Modellierung eines Softwareroboters lediglich einen neuen Diagrammtyp dar. Der erstellte Softwareroboter wird per Drag & Drop nahtlos in den Prozess integriert. Methodisch gesehen ersetzt der Softwareroboter eine Rolle im Prozess, die bisher durch einen Menschen ausgefüllt werden musste.
Zu einem Prozessschritt, der durch einen oder mehrere Softwareroboter ausgeführt werden soll, wird ein Integrationsmodell erstellt. Im einfachsten Fall werden in diesem Modell ein einzelner Softwareroboter und dessen Einsatzlogik eingebunden. In komplexeren Fällen können auch mehrere Softwareroboter oder eine Kombination aus Softwarerobotern und anderen Integrationstechnologien zum Einsatz kommen.
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In den letzten zehn Jahren hat sich der Fokus im Business Process Management (BPM) von der Modellierung und Dokumentation hin zur Digitalisierung und Ausführung von Prozessen verschoben. Nun steht uns durch die verstärkte Nutzung neuer Technologien der nächste große Umbruch bevor. Dabei werden Techniken wie RPA unter Einsatz von KI-Techniken eine entscheidende Rolle spielen. Die hierdurch entstehenden neuen Möglichkeiten werden großen Einfluss auf die Prozessautomatisierung haben und die Prozesse nicht nur weiter beschleunigen, sondern sich auch in einer deutlich verbesserten Transparenz und Qualität äußern. .
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