KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Transparenz, Datensicherheit und Automatisierung

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Transparenz, Datensicherheit und Automatisierung“ font_container=“tag:h2|font_size:38|text_align:left|color:%23e30613″ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1528715029032{margin-top: -25px !important;}“][vc_empty_space][vc_custom_heading text=“Potenziale und Risiken der Blockchain in der Finanzindustrie“ font_container=“tag:h2|font_size:22|text_align:left|color:%23f07d00″ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1528715094266{margin-top: -25px !important;}“][vc_column_text]Ein Beitrag von: Robert Bosch, Kai Baumann, Adriaan Gussmann, BearingPoint
[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Kurz und bündig:“ font_container=“tag:h3|font_size:17|text_align:left|color:%23ffffff“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1519747666609{padding-left: 15px !important;background-color: #f07d00 !important;}“][vc_column_text css=“.vc_custom_1528715147178{border-top-width: 1px !important;border-right-width: 1px !important;border-bottom-width: 1px !important;border-left-width: 1px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #eaeaea !important;border-left-color: #aaaaaa !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #aaaaaa !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #aaaaaa !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #aaaaaa !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 1px !important;}“]Verschiedene Anwendungsszenarien in der Finanzindustrie lassen für die Einführung einer Blockchain- Technologie Potenzial vermuten. Aktuell leiden bestehende IT-Infrastrukturen unter der Altlast von Legacy-Systemen, manuellen Prozessen und Informationssilos. Die Stärken der Blockchain-Technologie in puncto Transparenz, Datensicherheit und Automatisierung sind evident. Dennoch bleiben Unsicherheiten und ein hoher finanzieller Aufwand zur Neustrukturierung der IT-Landschaft.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][vc_column_text]

Vertrauen ist im Finanzsektor ein hoher Wert, der eine Vielzahl von Geschäftsprozessen und vor allem die Beziehung zum Kunden prägt. Die Blockchain-Technologie ist in besonderem Maße dafür geeignet, dieses Vertrauen zu stärken, wie Use Cases für Finanzinstrumente und Versicherungen zeigen. Doch es gibt auch Schwachstellen, so herrscht noch immer große Unsicherheit über Anforderungen und Standards.

[/vc_column_text][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fproduct%2Fdie-blockchain-ist-erst-der-anfang%2F|||“ btn1_background_color=“#f07d00″ btn1_bghovercolor=“#e30613″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#ffffff“ icon_hover_color=“#f07d00″ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|||“ btn2_background_color=“#f07d00″ btn2_bghovercolor=“#e30613″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#ffffff“ btn_iconhover_color=“#f07d00″ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#ffffff“ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#ffffff“ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“3″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Blockchain-Technologie schafft Vertrauen in einem digitalen und anonymen Netzwerk voller sich gegenseitig misstrauender Parteien. Durch ein cleveres Zusammenspiel von technischen und ökonomischen Einflüssen („cryptoeconomics“) bietet die Blockchain eine innovative Datenbanklösung zur dezentralen Speicherung und Abwicklung von Informationsflüssen. Die Rolle von bestehenden Intermediären wird ausgehebelt und potentiell durch verteilte Strukturen ersetzt.

Die sich eröffnenden Potenziale einer solchen Technologie, bzw. eines Wirtschafssystems ohne intermediäre Organisationen sind zweifelsfrei enorm. Doch haben Blockchain-Anwendungen, angesichts der exorbitanten Wertsteigerungen und den kürzlichen Rückgängen von Kryptowährungen, wirklich bereits Marktreife erlangt?

Die Funktionalität einer Blockchain ist klar definiert: Sie ist eine transparent einsehbare und robuste Datenbank, die verteilt auf den Rechnern einer Vielzahl von Netzwerkteilnehmer läuft. Die vorherrschende Datenredundanz schützt gegen Systemausfälle und der hohe Dezentralisierungsgrad verspricht Transparenz über vergangene Zahlungsströme. Gleichermaßen ist eine Blockchain ein äußerst robustes Konstrukt, da jegliche Veränderungen in der Transaktionshistorie unmittelbar für andere Teilnehmer sichtbar dargestellt werden. Eine nachträgliche Modifizierung der Datenbank ist somit nur technisch umsetzbar, wenn ein Angreifer mehr als 51 % der Netzwerk- Teilnehmer gleichzeitig befällt und deren Datenbasis verfälscht. Der hierfür nötige Ressourcenaufwand steht jedoch in keinem Verhältnis zu den zu erwartenden Profiten und schließt somit erfolgreiche Angriffe auf das Netzwerk praktisch aus.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Das Potential der Blockchain-Technologie in der Finanzindustrie “ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]

Die Stärken der Blockchain-Technologie in puncto Transparenz, Datensicherheit und Automatisierung sind insbesondere in der Finanzindustrie von Bedeutung. Aktuell leiden bestehende IT-Infrastrukturen unter der Altlast von Legacy-Systemen, manuellen Prozessen und Informationssilos. Darüber hinaus steigen die Kosten durch regulatorische Komplexität und durch die Einbindung verschiedenster Institutionen in einfache Prozessketten (Clearinghäuser, Depotstellen etc.). All dies führt zu enormen Aufwänden und Ineffizienzen: Server müssen gemietet und gewartet, Informationen ständig übermittelt und aufgearbeitet sowie Probleme durch aufwendige multilaterale Abstimmungen behoben werden. Die bestehende Infrastruktur ist grafisch in Abbildung 1 darstellt.

Eine zentrale Datenbank würde viele der oben beschriebenen Probleme lösen. Sie ist schnell, flexibel skalierbar und anonym. Die Einsatzmöglichkeiten einer solchen Lösung sind dennoch begrenzt. Es fehlt nicht nur am nötigen Vertrauen, sondern auch an Sicherheit gegenüber Cyber-Attacken sowie an einer einheitlichen internationalen Gesetzgebung zum Thema „Data Residency“. Dies mündete meist in einer Pattsituation, in welcher sich die betroffenen Parteien nicht über den Ort und den Verwahrer der Datenbank einigen konnten. In der Folge erweckte die Blockchain-Technologie das Interesse von Großbanken und Versicherungsunternehmen. Junge Unternehmen nahmen dies zum Anlass und entwickelten private Blockchain-Architekturen, die die Vorteile von physisch getrennten Datenbanken (Anonymität und Skalierbarkeit) mit den Stärken einer öffentlichen Blockchain (Sicherheit) verbinden.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Blockchain in der Abwicklung von Finanzinstrumenten “ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]

Abbildung 2 beschreibt eine mögliche, auf Blockchain- Technologie basierende Architektur für Abwicklungsprozesse im Kapitalmarkt. Anders als in öffentlichen Blockchains wie Bitcoin oder Ethereum üblich, speichert jeder Marktteilnehmer individuell seine vertraulichen Daten, wie z. B. Kontraktspezifikation, lokal ab und teilt diese lediglich dem Marktbetreiber, Regulator und seiner Gegenpartei mit. An das gesamte Netzwerk kommuniziert und in der Blockchain abgespeichert, werden lediglich kryptografische Signaturen (Hashes) der jeweils eingegangenen Verträge. Diese ermöglichen es anderen Marktteilnehmern eigene Verträge zu validieren, lassen jedoch keinen Rückschluss auf die zuvor verschlüsselten Kontraktspezifikationen zu.

All dies ermöglicht einen sehr einfachen Weg die Abwicklung von Derivaten oder anderen Finanzinstrumenten zu betreiben. Die gesamte Transaktionshistorie wird unveränderbar abgespeichert und Forderungen zwischen Parteien an Hand der kodierten Vertragsspezifikationen in der Kontraktdatenbank automatisch durch die jeweilige Engine ausgeführt. Dies minimiert schlussendlich Operationelle- und Gegenparteiausfallrisiken durch Automatismen, Disintermediation und unumkehrbare treuhänderische Funktionen innerhalb der Computersprache der Plattform.

[/vc_column_text][vc_single_image image=“5811″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_custom_heading text=“Parametrische Versicherung “ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]

Auslösendes Ereignis für Schadenzahlungen bei parametrischen Versicherungen sind objektiv messbare physikalische Ereignisse. Solche Ereignisse können Windgeschwindigkeiten, Niederschläge oder Erdbeben ab einer bestimmten Stärke sein. Diese objektive Eigenschaft ermöglicht die vollkommen automatisierte Abwicklung in einem verteilten Netzwerk. Neben Wetterversicherungen haben sich Versicherungen gegen Flugverspätungen wie „fizzy“ als populärer Use Case in der Blockchain Community etabliert.

Der Kunde schließt die Versicherung für einen bestimmten Flug über das Web-Interface ab[1]. Sämtliche Vertragsdaten (Prämie, Auszahlungshöhe, Flugnummer, geplante Ankunftszeit etc.) werden Teil eines Smart Contracts und in der Blockchain gespeichert [3]. Smart Contracts sind von Computern lesbare Bedingungen, die bei Erfüllung automatisch ausgeführt werden können. Mit Abschluss der Versicherung können die Daten von keiner Partei mehr geändert werden. Im Falle einer Flugverspätung wird diese Information vom Oracle (einer Datenquelle) an den Smart Contract übermittelt [2] und die Auszahlung wird automatisch veranlasst [4]. Findet die Auszahlung in einer Fiat-Währung statt, ist ein „offchain“ Settlement notwendig [5]. Ein ähnliches Modell ist für jede andere parametrische Versicherung denkbar, siehe Abbildung 3.

[/vc_column_text][vc_single_image image=“5812″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_custom_heading text=“Rückversicherung “ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]

Rückversicherungen übernehmen Risiko von Erstversicherungen und sorgen so für eine berechenbarere Verteilung von Großschadensereignissen. Fakultative Rückversicherungen werden zwischen Zedent (Erstversicherer) und Rückversicherer oftmals individuell verhandelt und unterzeichnet. In der Regel unterzeichnet der Erstversicherer die Police des Kunden und sucht erst danach den passenden Rückversicherer. Bei größeren Versicherungssummen muss zwischen Zedent, Broker und mehreren Rückversicherungen kommuniziert werden. Dabei deckt der Zedent bis zur Unterzeichnung die volle Risikosumme. Vor Abschluss weiß Rückversicherung A nicht zwingend, ob und wie viel Risiko Rückversicherung B zeichnet. Das Konsortium B3i, dem 15 der weltweit größten Versicherer und Rückversicherer angehören, arbeitet an einem dezentral verwalteten Marktplatz, der genau dieses Problem lösen soll.

Ziel des Konsortiums ist die Entwicklung einer Blockchain-basierten Lösung, auf die alle beteiligen Parteien Zugriff haben. Der Zedent stellt sein Gesuch über eine Rückversicherung auf die Plattform und Rückversicherer meldet sich zur Risikoübernahme. Zedenten, Broker und Rückversicherer können auf der Plattform verhandeln und direkt dort den Vertrag digital unterzeichnen. Ebenso kann auf der Plattform Claim Handling und Settlement abgebildet werden. B3i’s Blockchain baut auf dem Hyperledger-Framework auf. Seit Ende 2017 wird eine Beta-Version von den teilnehmenden Unternehmen getestet.

[/vc_column_text][vc_single_image image=“5813″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_custom_heading text=“Zusammenfassung “ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]

Die Use Cases für Banking und Insurance zeigen, dass die Blockchain-Technologie eine Vielzahl von Vorteilen, wie z. B. erhöhte Datensicherheit, Transparenz und Risikominimierung im Bereich Gegenparteiausfallrisiko beinhaltet.

Wie jede Technologie hat jedoch auch die Blockchain Nachteile. Zu nennen sind u. a. die geringe individuelle Skalierbarkeit bei öffentlichen Blockchains. Ohne eine bessere IT-Infrastruktur kann die Blockchain nicht rentabel implementiert werden. Durch fehlende Standards und nicht vorhandene regulatorischen Anforderungen herrscht Unsicherheit bzgl. einer Umsetzung dieser Technologie in den Bereichen Banking und Insurance. Der hohe finanzielle Aufwand – der derzeit notwendig wäre, um die IT umzustrukturieren – ist gegenwärtig ebenso ein klares Hindernis.

Ein weiter gravierender Nachteil der Blockchain ist – anders als gemeinhin angenommen – eine mangelnde Anonymität. Sender und Empfänger von Transaktion in einem verteilten System sind zwar kryptografisch verschlüsselt, dennoch können Teilnehmer Zahlungsströme zwischen kryptografischen Adressen beobachten und auf deren Identität rückschließen. Dadurch kann das Signal entstehen, dass die Daten nicht wirklich geschützt sind. Diesem Sachverhalt kann man nur entgegenwirken, in dem sich ein Konsortium ein klares Regelwerk vorgibt, dass den Umgang mit den Daten beschreibt.

[/vc_column_text][vc_column_text]

Die Verweise in den Fußnoten beziehen sich auf die Abbildung 3.

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August-Wilhelm Scheer Institut

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