KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Inklusion inklusive

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Inklusion inklusive“ font_container=“tag:h1|font_size:48|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1709028299225{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Potenziale digitaler Lehr- und Lernmittel“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:left|color:%23676b6d“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1709028317638{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column_text]Marcus Ventzke, Digitale Lernwelten GmbH und Institut für digitales Lernen

(Titelbild: Adobe Stock | 715231736 | Adriana)[/vc_column_text][ultimate_spacer height=“15″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Kurz und Bündig“ font_container=“tag:h2|font_size:34|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1661761237969{margin-top: -25px !important;}“ el_class=“box-headline“][vc_row_inner el_class=“box-content-wrapper“][vc_column_inner][vc_column_text]Inklusion ist ein zentrales Paradigma moderner Bildungsvorgänge. Die Umsetzung einer inklusiven Bildung erfolgt zum Großteil durch Differnzierung. Die mit medialer und funktionaler Vielfalt verbundenen Anforderungen an Lehr- und Lernmaterialien sind nur auf digitalem Weg zu erreichen.
In Zukunft wachsende Möglichkeiten von Lehr- und Lernsystemen hängen immer mehr von der Datenerfassung und -verarbeitung ab. Somit ist die inklusive Bildung eng mit der fortschreitenden Entwicklung von digitalen Technologien verbunden.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][ultimate_spacer height=“30″ height_on_tabs=“15″ height_on_tabs_portrait=“15″ height_on_mob_landscape=“15″ height_on_mob=“15″][vc_column_text]In einem modernen Bildungsvorgang ist die inklusive Bildung ein selbstverständliches Paradigma. Eine vollständig inklusive Betrachtung versteht die bisherigen didaktischen Vorgehensweisen nicht als Standards, auf die sich inklusive ‘Unterstützungen’ auszurichten haben, sondern sie fasst Vielgestaltigkeit als Chance auf. Dabei hängt die inklusive Bildung stark mit dem Fortschritt der digitalen Technologie zusammen. Sie muss aktiv gestaltet werden.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Inklusion als Querschnittaufgabe “ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Inklusion ist kein Add-on oder Nice-to-have, sondern ein zentrales Paradigma jedes modernen Bildungsvorgangs. Sie in einem umfassenden Sinne in den Bildungsalltag zu integrieren, bedeutet, sie als Querschnittaufgabe ernst zu nehmen, und damit jener Differenziertheit von Neigungen, Interessen, (kulturellen) Vorprägungen, Lernvoraussetzungen sowie (körperlichen oder kognitiven) Leistungsvermögen gerecht zu werden, die Lern- und Ausbildungsgruppen immer schon geprägt hat.
Mit den immer wieder wandelbaren Arbeitsweisen unserer Gegenwart ist nicht zuletzt auch die zunehmende kulturelle Diversität von Lernenden und Lehrenden, Auszubildenden und Arbeitnehmenden eng verbunden. Das erfordert entsprechend anpassungsfähige und vielgestaltige Arbeitsbiografien und Gruppenbildungen.
Die Umsetzung einer inklusiven Bildung geschieht zu einem nicht unerheblichen Teil durch Differenzierung. Diese betrifft Lernwege, thematische Perspektiven und Lernmedien.
Interaktive, stark differenzierbare und adaptive Lehr- und Lernmittel sollten daher nicht als Hilfsmittel oder Brücken zu einem unveränderten Normalstandard gedacht werden, sondern als eine Auffächerung inhaltlicher Aspekte und Betrachtungsweisen, die auf berufliche und gesellschaftliche Anforderungen die passende Antwort gibt.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Potenziale digitaler Lehr- und Lernmittel “ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Beim Thema Inklusion sollte die immer noch weit verbreitete Fehlstellenannahme durch eine Chancen- und Potenzialperspektive ersetzt werden. Eine vollständig inklusive Betrachtung versteht die bisherigen didaktischen Vorgehensweisen nicht als Standards, auf die sich inklusive ‘Unterstützungen’ auszurichten haben, sondern sie fasst Vielgestaltigkeit als Chance auf.
Dieser Ansatz hat zwei Konsequenzen. Zum einen wird es damit möglich, die Unterschiedlichkeit der Lernenden in die Erarbeitung von Themen einzubeziehen, indem mehrere Perspektiven integriert und unterschiedliche Lösungswege erarbeitet werden. Und zum anderen rückt dadurch die mögliche Vielfalt der Lehr- und Lernmaterialien in den Fokus.
Sehr schnell wird damit auch klar, dass die mit medialer und funktionaler Vielfalt verbundenen Anforderungen an Lehr- und Lernmaterialien nur auf digitalem Weg zu erreichen sind. Sie sind folglich ein wichtiger Bestandteil der zu schaffenden inklusiven Lehr- und Lernumgebungen. Da ein großer Teil des Lernprozesses zudem an die Auseinandersetzung mit Materialien gebunden ist und dies gewissermaßen den Kern des unterrichtlichen Geschehens bildet, entfalten in inklusiven Lerngruppen niedrigschwellig nutzbare digital-inklusive Lehr- und Lernmittel auch eine erhebliche Bindewirkung für Lernende mit Förderbedarf.
Nur unter den Bedingungen einer wesentlich digital organisierten und medial getragenen Lehr- und Lernumgebung sind Lernende mit Förderbedarf von Anfang an Teil des Lernprozesses, denn sie benötigen dann oftmals keine gesonderten Materialien und Hilfsmittel und können sich schneller als Teil der Lerngruppe empfinden.

Folgende Möglichkeiten zur Unterstützung inklusiven Lehrens und Lernens auf Materialebene sind vorstellbar:

  • Differenzierung von Medien und didaktischen Elementen (bei Texten etwa: leichte Sprache, Schwierigkeitsniveaus entlang fachlicher Begründungen, mediale Alternativen zu Texten etwa in Form von Bildern oder Videos, fremdsprachliche Übersetzungen)
  • Mehrkanaligkeit (zum Beispiel in Form eingesprochener Texte, die parallel zum Lesen gehört werden können)
  • fremdsprachige Übersetzungen (bis auf die Ebene von Content-Elementen detailliert und unter Einbezug interaktiver Elemente)
  • Scaffolding (gezielte, jedoch unterschiedlich weitgehende Unterstützung bei der Bearbeitung von Aufgaben; Einbindung von Musteraufgaben mit -lösungen; Hinweise zu Fachbegriffen und Operatoren, Begleitung durch ‘Videolehrer:innen’)
  • verkürzte oder erweiterte Narrationen (Anpassung des Materialangebots und der didaktischen Komplexität an das Vorwissen, Leistungsfähigkeiten und Förderbedarfe, z.B. durch Vermehrung/Verringerung des Textangebots und verstärkte Nutzung medialer Alternativen)
  • Nutzer:innengruppendifferenzierung (Differenzierung von Lernenden und Lehrenden; Integration unterschiedlicher Ausbildungswege und Anforderungstiefen in ein Lehr- und Lernmaterial: Fachpraktiker:in, Facharbeiter:in/Gesell:in)
  • Integration inklusiven Denkens in die Ausbildungsthemen (Berücksichtigung unterschiedlicher menschlicher Prägungen und Ansprüche durch multiperspektivische Auseinandersetzung mit Themen)
  • Personalisierung (Anpassung der Darstellungsformen des Lehr- und Lernmaterials an individuelle Rezeptionsmöglichkeiten: Schriftarten und -größen, Kontraststärken, Hintergrundfarben)
  • Begleitkommunikation (Möglichkeit, mit den Verantwortlichen des Lehr- und Lernmaterials in Austausch zu treten: über Accountverwaltung, Systemfunktionen, didaktisches Konzept, Anregungen zur fortlaufenden Verbesserung des Materials et cetera)
  • Integration in Lehr- und Lernsysteme (Einbindung des digital-multimedialen Lehr- und Lernangebots in bestehende Medien- und Lernplattformen zur Erreichung von Synergieeffekten: Zugang zu einer Vielzahl weiterer digitaler Angebote durch SSO-Verfahren).

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Differenzierung und Effektivierung der Lernwege “ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Inklusive Arbeit an Fragestellungen bedeutet, dass die am Lernprozess Beteiligten nicht nur multimodale Zugangswege zur Beschäftigung mit Themen zur Verfügung haben, sondern sich selbst, also ihre eigenen Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten, in den Lernmedien auch wiederfinden. Die Welt inklusiv zu betrachten, bedeutet, die Auffächerung dieser Wahrnehmungen und Möglichkeiten anzuerkennen und sie zu operationalisieren. In Schule und Ausbildung heißt das, differenzierte Materialangebote und Bearbeitungswege anzubieten. Dabei müssen alle Mediengenres in ihrem Vermittlungspotenzial einerseits als grundlegend gleichwertig angesehen und andererseits nach ihren spezifischen Rezeptionspotenzialen unterschieden werden. Nur dann entsteht in Lehr- und Lernmitteln eine gezielte Medienverwendung. Die Digitale Lernwelten GmbH hat Differenzierungssysteme entwickelt, die elementgenaue mediale Alternativen, sprachliche Abstufungen und Scaffolding-Angebote verfügbar machen.
Das System doppelter Differenzierbarkeit, wie es etwa im digital-multimedialen Unterrichtsmaterial für den nachbarsprachlichen Unterricht “EMR Geo Regio” durch die Digitale Lernwelten GmbH realisiert wurde, eröffnet in Kombination mit drei wählbaren sprachlichen Varianten nicht weniger als 27 unterschiedliche Nutzungsvarianten ein und desselben Themas. Somit entsteht eine hochgradige Differenzierung, die in analoger Form weder mit vertretbaren Kosten produziert noch in handhabbarer Weise in den Unterricht integriert werden könnte. Mit einer voreingestellten Variantenauswahl werden zudem kriterienbasierte Binnendifferenzierungen und individuell angepasste Material-Settings möglich.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Mehrperspektivität der thematischen Analyse “ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Lernende reagieren auf unterrichtliche Themensetzungen nicht selten mit Unverständnis, zumal, wenn die didaktische Motivation nicht gelingt oder gar nicht erst stattfindet. Daraus resultieren bei ihnen grundsätzliche Fragen an den bevorstehenden Lernprozess: Warum sollte ich mich damit befassen? Was nützt mir die Beschäftigung mit diesem Thema für meine beruflichen oder sonstigen Herausforderungen?
Digitale Lehr- und Lernmittel, die einen narrativen und konstruktivistischen Ansatz verfolgen, definieren die Eröffnung der inhaltlichen Arbeit, die analytische Unterteilung des Lernprozesses sowie die Überleitungen zwischen den Teilen eines Themengebiets daher als einen wichtigen Bestandteil der Konkretisierung des unterrichtlichen Geschehens.
Um die Verantwortungsübernahme für den eigenen Lernprozess zu fördern, muss das Lehr- und Lernmittel daher eine Konstruktionstransparenz aufweisen: Lernende sollen erkennen können, von welchen lebensrelevanten Fragen die Darbietung eines Themas ausgeht, wer die Erschließung vorgenommen hat und wie er dabei vorgegangen ist.

Digitale Lehr- und Lernmittel können eine solche Transparenz ermöglichen, etwa durch

  • Autorenvideos,
  • Dialog- und Transparenzelemente, die Narrationen ‘entschlüsseln’ oder
  • begleitende Kommunikationselemente, die Rezipienten und Autoren direkt miteinander in Verbindung bringen.

Letztlich lassen sich alle Inhaltselemente eines narrativen Unterrichtsmaterials in digital-multimedialer Form mehrperspektivisch ausrichten. Das betrifft Erklärtexte ebenso wie Frage- und Aufgabenstellungen, Prozessschilderungen oder Videoaufnahmen eines Vorgangs oder Gegenstandes.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Nutzergruppendifferenzierung und Interaktivität “ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Durch die Differenzierung unterschiedlicher Gruppen von Nutzenden können spezifische Bedürfnisse und Arbeitsanforderungen durch unterschiedlich ausgespielte Versionen innerhalb eines digitalen Lehr- und Lernmittels nicht nur berücksichtigt, sondern auch auf gemeinsame Arbeitsprozesse ausgerichtet werden.
Lernende und Lehrende können durch die Differenzierung der Accounts in einem interaktiven System beispielsweise zusätzliche Materialien und Unterstützungen bekommen, ihre eigenen Arbeitsergebnisse speichern, eigene Präsentationen vorbereiten et cetera.
Auch der Fort- und Weiterbildungsbereich kann auf diese Weise mit einem digitalen Material verbunden werden. Neben Fortbildungsangeboten zu neuen Themengebieten lassen sich indes auch Musterlösungen, Strukturierungs- und Sicherungselemente, Stundenplanungen, didaktische Hintergrundinformationen oder videografierte ‘Modellstunden’ integrieren. Lehrende können innerhalb des digitalen Systems auch ihre Unterrichtsvorbereitungen erstellen und sichern. Up- und Downloadfunktionen ermöglichen zudem die Verbindung mit dem eigenen Rechner und anderen Ablagesystemen.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Adaptivität“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Die weitere Entwicklung digitaler Lehr- und Lernsysteme wird in Zukunft stark von den wachsenden Möglichkeiten zu differenzierter Datenerfassung und -verarbeitung bestimmt werden. Die Künstliche Intelligenz fokussiert einen Teil der entstehenden neuen Möglichkeiten. Das Bedürfnis Lehrender und Lernender nach einem menschenähnlichen technischen Begleiter drücken die gestiegenen Anforderungen an individuelle Förderung und passende Lernwegsgestaltung aus. Eine der zentralen Aufgaben ist dabei die Entwicklung adaptiver Materialangebote, die einzelne Nutzerreaktionen aufgreifen und auf der Grundlage von Lernzieldefinitionen tutorielle Unterstützung organisieren. Dafür ist es nötig, Lernwegsvariationen zu definieren und zu ihrer Steuerung die Unterrichts- und Schulpraktikabilität im Auge zu behalten.
Eine Möglichkeit zur Gestaltung eines Rückmeldesystems besteht darin, verschiedene Einstiegsaufgaben zu einem Thema zu definieren, ihnen frei wählbare Unterstützungen zuzuordnen und von den Arbeitsergebnissen nutzerspezifische Übungen auf mehreren Anforderungsniveaus abzuleiten. Solange es sich dabei um eine überschaubare Anzahl von Wegen und Unterstützungsangeboten handelt, können schnell erfassbare Rückmeldefunktionen – etwa ein Ampelsystem – auch eine gute Praktikabilität während des laufenden Unterrichts gewährleisten. Tiefergehende Analysen lassen sich anschließen.
Das alles verdeutlicht, dass die Zukunft der inklusiven Bildung eng mit der Entwicklung der digitalen Technik verbunden ist. Sie muss aktiv gestaltet werden.[/vc_column_text][vc_single_image image=“33944″ img_size=“large“][vc_single_image image=“33945″ img_size=“large“][vc_single_image image=“33946″ img_size=“large“][vc_single_image image=“33947″ img_size=“large“][vc_single_image image=“33948″ img_size=“large“][vc_single_image image=“33949″ img_size=“large“][vc_single_image image=“33950″ img_size=“large“][vc_single_image image=“33951″ img_size=“large“][ult_createlink title=“Zu den Literaturangaben“ btn_link=“url:https%3A%2F%2Fbit.ly%2F3Hm3g3P|target:_blank“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.im-io.de%2Fproduct%2Fmetaverse%2F|title:Metaverse%2C%20NFTs%20%26%20Cryptos|target:_blank“ btn1_background_color=“#f3f3f3″ btn1_bghovercolor=“#f07d00″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#f07d00″ icon_hover_color=“#ffffff“ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|title:Abo||“ btn2_background_color=“#f3f3f3″ btn2_bghovercolor=“#f07d00″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#f07d00″ btn_iconhover_color=“#ffffff“ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#f07d00″ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#f07d00″ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“30″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row]

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