KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Das Ende von Antragsformularen?

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Das Ende von Antragsformularen?“ font_container=“tag:h2|font_size:38|text_align:left|color:%23e30613″ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1537382454126{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Die Blockchain hält Einzug in die öffentliche Verwaltung“ font_container=“tag:h2|font_size:22|text_align:left|color:%23f07d00″ use_theme_fonts=“yes“][vc_column_text]Isabella Groegor-Cechowicz, Holger Tallowitz, SAP SE [/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Kurz und bündig:“ font_container=“tag:h3|font_size:17|text_align:left|color:%23ffffff“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1519747666609{padding-left: 15px !important;background-color: #f07d00 !important;}“][vc_column_text css=“.vc_custom_1537382488408{border-top-width: 1px !important;border-right-width: 1px !important;border-bottom-width: 1px !important;border-left-width: 1px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #eaeaea !important;border-left-color: #aaaaaa !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #aaaaaa !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #aaaaaa !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #aaaaaa !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 1px !important;}“]

Blockchain in Wirtschaft und Verwaltung ist für Regulatoren kaum greifbar, was in manchen Staaten als Gefahr empfunden, in anderen aber als Chance begriffen wird. Der Wert von Blockchain für die Öffentliche Verwaltung ist die sichere elektronische ID für Bürger, die als Basis für ein Bürgerkonto dienen kann und das den Zugang zu persönlichen Informationen individuell und sicher regelt. Für die unterschiedlichste Einsatzzwecke wird es spezialisierte Blockchain-Technologien geben. Umso wichtiger wird es daher, verschiedene Blockchains über eine einheitliche Plattform heraus ansteuern zu können.

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][vc_column_text]Blockchain ist nach wie vor ein technologisches Phänomen auf dem, wie bei solchen Hypes typisch, teilweise überzogene Erwartungen lasten. Nach und nach setzen sich jedoch Anwendungen durch, die das Potential wirklich nutzen und nicht rein spekulativen Zwecken dienen. Die sichere Authentifizierung in der Digitalen Welt hat das Potential, Grundlage für neue und vernetzte Geschäftsmodelle zu werden und im öffentlichen Sektor den Durchbruch von elektronischer Verwaltung und Smart City-Lösungen zu bewirken.[/vc_column_text][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fproduct%2Fkuenstliche-intelligenz%2F|||“ btn1_background_color=“#f07d00″ btn1_bghovercolor=“#e30613″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#ffffff“ icon_hover_color=“#f07d00″ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fproduct%2Fkuenstliche-intelligenz%2F|||“ btn2_background_color=“#f07d00″ btn2_bghovercolor=“#e30613″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#ffffff“ btn_iconhover_color=“#f07d00″ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#ffffff“ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#ffffff“ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“3″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Blockchain als technologische Grundlage für digitale Geschäft- und Verwaltungsprozesse hat zweifelsohne disruptives Potential in vielen Bereichen des menschlichen Handelns. Allerdings: Die Marktsituation ist unklar, es gibt widersprüchliche Aussagen, es gibt spekulative Abenteurer, die Blockchain ist technisch komplex und mathematisch herausfordernd, es ist nicht einfach, derzeit den Überblick über neue und relevante Anwendungsmöglichkeiten zu behalten.

Blockchain als Technologie in ihren derzeitigen und zukünftigen Ausprägungen entstand und entsteht unabhängig von Politik und Wirtschaft. Sie kümmert sich weder um politische Richtungen noch um geografische Beschränkungen. Sie wächst als Eco-System neben anderen (Handelsplattformen, 3D-Druck, Share-Economy- Konzepten) und kann andere Eco-Systeme nutzen, beeinflussen, deren Wirksamkeit verändern oder erweitern. Blockchain in Wirtschaft und Verwaltung ist für Regulatoren kaum greifbar, was in manchen Staaten als Gefahr empfunden, in anderen aber als Chance begriffen wird. Banken und Finanzinstitute versuchen zum Beispiel über zugangskontrollierte, vom Internet weitestgehend isolierte, Blockchains (permissioned ledgers) Kontrolle über Blockchain-Anwendungen zu erlangen und diese im Sinne ihres bisherigen Geschäftsmodells für sich nutzbar zu machen. Sie agieren hier traditionell konservativ.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Demokratisches Potential der Blockchain-Technologie“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]

Ziel der Internet of Production-Infrastruktur stellt die Aufbereitung der erhobenen Rohdaten zur besseren Entscheidungsfindung im Unternehmen dar. Gemäß Abbildung 1 lässt sich die Infrastruktur hierzu in drei wesentliche Ebenen untergliedern: Rohdaten und Expertensysteme: Fundament des Internet of Production Auf der untersten Ebene der Internet of Production-Infrastruktur befinden sich die über Product-Data-Aquisition-Systeme (PDA) aufgenommenen Rohdaten [1]. Hierbei kann es sich entsprechend der gewählten Informationsauflö- sung beispielsweise um Bewegungsdaten oder auch Konstruktionsdaten der zu fertigenden Bauteile handeln. Der Nutzen eines jeden Informationssystems wird maßgeblich von der Qualität der zugrundeliegenden Daten bestimmt. Eine erfolgreiche Entscheidungsfindung setzt daher eine auf die individuelle Produktion zugeschnittene Datenaufnahme voraus [4]. Die Rohdaten werden im Zuge des Internet of Production weiterhin in proprietären, datenführenden Expertensystemen wie ERP- oder Product-Lifecycle-Management-Systemen (PLM) verwaltet. Entscheidend hierfür ist, dass entsprechende Systeme aufgrund ihres Funktionsumfangs oftmals nicht aus dem laufenden Betrieb der Unternehmen zu entbehren sind [1]. Der Zugriff auf größere Datenmengen aus proprietären Systemen wird mithilfe einer Middleware+ ermöglicht [3].

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Smart Data: Von Raw Data zum digitalen Schatten“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]Gleichzeitig wächst, schon allein durch das der Blockchain innewohnende demokratische Potential, die Anzahl, vorrangig von Start-ups und innovativ agierenden Unternehmen, die getrieben werden durch die Erkenntnis, dass die Blockchain sowohl althergebrachte Verfahren und Wege der Vertrauensbildung und -absicherung ersetzen kann, als auch bisherige, verschiedenartigste Prozesse auf neue, elegantere und effektivere Art absichert. Der Entfall beispielsweise von Intermediären, also Personen oder Institutionen oder Firmen, denen man vertraut, als eine wesentliche Eigenschaft von Blockchain-basierten Verfahren ist jedoch ungewohnt. Er bedeutet, dass bisher etablierte Prozesse nicht mehr notwendig sind, zum Beispiel beim Geldtransfer, bei notariellen Beglaubigungen oder bei der Prüfung von Identitäten oder Dokumenten. Vertrauen zu vermittelnden Institutionen wird durch mathematische Verfahren ersetzt. Und Mathematik ist bekanntermaßen nicht korrumpierbar.

Inzwischen gibt es je nach angestrebtem Verwendungszweck zahlreiche unterschiedliche Ausprägungen der Blockchain. Bitcoin ist vielleicht das Bekannteste, aber nicht das einzige erfolgreiche Beispiel. Es hat vor allem gezeigt, dass die darunterliegende Distributed Ledger Technologie funktioniert und welches Potential sie entfalten kann. Damit ist eine Bewegung international in Gang gekommen, die sich nicht nur über die klassischen „Nerds“ entwickelt, sondern nach und nach Einzug in die öffentliche Verwaltung hält. Alle großen IT-Unternehmen und zahllose kleinere und kleinste Firmen arbeiten inzwischen intensiv an Blockchain-Anwendungen in verschiedensten Bereichen. Das erstreckt sich von Industrie 4.0 Anwendungen über medizinische Themen, die öffentlichen Behörden und Dienstleister, Kultur und Kunst, Bildungseinrichtungen oder den Finanzsektor und Versicherungen oder die Vereinten Nationen (UNO). Die wesentlichen Elemente der Blockchain sind Identität, Transaktionen und Anlagen/Dokumente (siehe Abbildung 1).[/vc_column_text][vc_single_image image=“7363″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_column_text]ID-Management kann sowohl Personen umfassen wie auch Objekte, Geräte, Sensoren, juristische Personen oder Ereignisse. Sie kann auch nur zeitweilig Gültigkeit haben. Eine ID wird in der Blockchain immer repräsentiert durch einen privaten und einen öffentlichen Schlüssel. Der private Schlüssel kann sich auf beliebigen Trägern befinden (e-ID-Card, mobiles Gerät, gedruckt oder geschrieben auf Papier oder andere Träger). Die ID ist Voraussetzung dafür, die Berechtigung zu bekommen, auf zu schützende Informationen zuzugreifen.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Sichere elektronische ID für die Bürger“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]SAP und Partner arbeiten derzeit an der Entwicklung einer sicheren elektronischen ID für Bürger. Diese soll die Basis für eine Digital Citizen Wallet (auch Bürgerkonto oder LifeChain) bilden, das den Zugang zu persönlichen Informationen individuell und sicher regelt. Ausschließlich der Inhaber der jeweiligen Information, zum Beispiel persönliche Daten, Zeugnisse, medizinisch relevante Informationen, Steuerdaten, Führerschein oder Daten für soziale Netzwerke bestimmt über die Verwendung. So braucht beispielsweise das Finanzamt sicher Daten zur Einkommenssituation und ein Krankenhaus gesundheitsrelevante Informationen, jedoch nicht umgekehrt. Name, Adresse und Geburtsdaten sind jedoch für beide relevant. Gewährung und auch der Entzug der Berechtigung zur Nutzung lassen sich hierbei granular regeln. Dies bedeutet, dass einerseits die Anforderungen der neuen Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erfüllt werden können. Andererseits aber auch, dass die Gesetzgebung angepasst werden muss: Statt in Antragsformulare immer wieder dieselben Informationen einzutragen, müssen Bürger dann den Zugriff auf den entsprechenden Bereich des Bürgerkontos freigeben. Über das Rechtemanagement wird gewährleistet, dass nur die jeweiligen Behörden auf die für sie jeweils notwendigen Daten zugreifen können, alle anderen jedoch nicht.

Zweites Element der Blockchain sind die Transaktionen, also Vorgänge, die eine Bewegung dokumentieren. Entweder finanziell oder gegenständlich oder auch rein informationsbezogen. Dazu gibt es ein breites Feld an denkbaren und teilweise auch bereits realisierten Anwendungsfällen:

  • Klassische Übertragung von Werten, wie sie mithilfe von Bitcoin, Monero, Litecoin, Dash, ZCash oder ähnlichen Blockchains durchgeführt werden kann
  • Abbildung von (einfachen) vertraglichen Vereinbarungen, sog. Smart Contracts; hier besonders durch Ethereum oder Hyperledger
  • Austausch von Informationen zwischen Geräten, die zum Betrieb dieser Geräte notwendig sind

Drittes Element sind die Anlagen (Assets) resp. Gegenstände oder Dokumente oder auch Daten in beliebigen Formen (MP3, oder Rechte etc.), die durch Transaktionen in der Blockchain abgesichert werden. Streng genommen abgesichert werden dabei Eigenschaften dieser Anlagen, Dokumente oder Gegenstände. Die Assets sind normalerweise nicht in der Blockchain gespeichert, was bei physischen Assets ja auch gar nicht möglich ist. Aber eindeutige Beschreibungen von Parametern können über ihren digitalen Fingerabdruck (Hashwert) in der Blockchain hinterlegt werden und diese Beschreibung ist dann nicht mehr änderbar. Diese Hinterlegung wird in den oben genannten Transaktionen realisiert und kann entsprechend nachvollzogen werden.

Das Vertrauen zwischen Handelnden wird durch mathematische Verfahren hergestellt. Das Coding ist OpenSource und somit von der Gemeinschaft überprüfbar. Und selbst dieses eigene Coding könnte durch Blockchain verifiziert werden. Blockchain-Anwendungen sind immer dann geeignet, wenn genau solche vertrauensbasierten Beziehungen betroffen sind.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Blockchain zur Abwicklung von Vorgängen zwischen Behörden und Bürgern“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Eine sichere ID der Bürger und der Behörden ist ein wesentliches Element für die Automatisierung behördlicher Vorgänge. So können Daten nur einmal erfasst und dann sicher und nachvollziehbar und mit der gebotenen Datensparsamkeit von allen relevanten Behörden genutzt werden. Die Bürger können sicher somit sicher sein, dass ihre Daten nicht „auf Vorrat“ gespeichert werden. Vorgänge lassen sich dadurch automatisieren und Behörden können z. B. auf Anträge völlig verzichten. Die Behörden kennen ja bereits aus den für sie zugänglichen Daten die jeweilige Situation (wie z. B. das Anrecht auf Kindergeld oder BAföG etc.) und können automatisch die entsprechenden Beträge überweisen. Dabei reicht z. B. beim BAföG die Information vom Finanzamt, ob ein Anspruch besteht (einfach Ja/Nein), ohne dass die auszahlende Behörde das Einkommen kennen muss. Sie kann sich auf die Information der Behörde verlassen. Solche Automatisierung kann dann bewirken, dass die Verwaltungsmitarbeiter die wirklich komplizierten Fälle in gebotener Qualität und Zeit entscheiden können. Und selbst diese Entscheidungen könnten noch über eine Kombination von Künstlicher Intelligenz bzw. Machine Learning und Blockchain unterstützt werden.

Selbst elektronisch abgehaltene Wahlen, eines der komplexesten und diffizilsten Themen hinsichtlich Datenschutz und Vertraulichkeit, könnten mit einer solchen sicheren ID abgehalten werden. Damit wären zum Beispiel dann auch keine Hochrechnungen am Wahlabend mehr notwendig. Das Ergebnis ließe sich sofort feststellen und veröffentlichen und wäre sicher. Fälschungen könnten ausgeschlossen werden.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Virtuelle Blockchain-Gemeinde Kettenbruck in Österreich“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Für das Testen solcher und ähnlicher Szenarien hat das Ministerium für Wirtschaft und Digitales in Österreich eine virtuelle Gemeinde „gegründet“: Kettenbruck. Die virtuelle Gemeinde „Kettenbruck“ ist Österreichs modernste Ortschaft und hat auch bereit Blockchain-Anwendungen auszuprobieren. Darüber hinaus können reale Gemeinden Partnerschaften mit Kettenbruck eingehen, um sich Inspiration für die Digitalisierung zu holen [1].[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Ausblick“ font_container=“tag:h3|text_align:left“][vc_column_text]Anwender in der öffentlichen Verwaltung sind nach wie vor skeptisch und zögerlich, da sie nicht gleich die technischen Voraussetzungen zum effektiven Einsatz von Blockchain übersehen können. Daher muss Blockchain einfach einsetzbar gemacht werden. Diese Anforderungen lassen sich zum Beispiel mit der SAP Cloud Platform erfüllen. Verschiedenste Blockchains können als je nach Anwendungsfall als Dienst angebunden werden. Anwender brauchen keine Überlegungen über die technische Realisierung anzustellen. Gleichzeitig werden über sichere Identitäten die Anbindungen an die jeweiligen transaktionalen Systeme ermöglicht. Damit entsteht eine Lösungslandschaft, die alle Komponenten integriert, ausbaufähig ist und das volle Potential der Blockchain für die öffentliche Verwaltung und darüber hinaus entfalten kann.[/vc_column_text][ult_createlink title=“Zu den Literaturangaben“ btn_link=“url:https%3A%2F%2Fbit.ly%2F2Ci0RZe|title:Literaturangaben|target:%20_blank|“ link_hover_style=“Style_1″ text_hovercolor=“#f07d00″][/vc_column][/vc_row]

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