KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Das Fachmagazin des August-Wilhelm Scheer Instituts

Trends und Themen rund um die Digitale Transformation und Zukunftsfragen

Alle Ausgaben entdecken

Hot Topic

Das ist die Neue

illustration of the human eye in which there is a clock pointing to the correct use of the time we have

Mehr Augen für die Wahrheit: KI als Verstärkung menschlicher Urteilskraft

Angela Fessl und Simone Kopeinik, Know Center Research GmbH KI kann die Geschwindigkeit und Reichweite menschlicher Faktenprüfung deutlich erweitern. Große Mengen an Texten, Bildern und Videos lassen sich automatisiert nach verdächtigen Mustern durchsuchen. Die Maschine übernimmt dabei nicht das Urteil über Wahrheit oder Falschinformation, sondern unterstützt als Frühwarninstanz. Entscheidend bleibt die kritische Einordnung der Ergebnisse durch den Menschen. Digital Literacy, AI Literacy und AI Fluency werden damit zu zentralen Voraussetzungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI-gestützter Faktenprüfung….
Little man with huge megaphone spreading words and letters in surreal propaganda collage. Concept of information chaos, media noise, distorted communication, and uncontrolled public influence.

Propaganda ohne Publikum: Sprachmodelle als neues Ziel der Desinformation

Florian-Tobias Klaus, pressrelations GmbH Desinformation erreicht längst nicht mehr nur ein menschliches Publikum. Auch Suchmaschinen, Retrieval-Systeme und Sprachmodelle können gezielt mit fragwürdigen Quellen und Narrativen beeinflusst werden. Klassische Reichweitenmetriken reichen deshalb für die Bewertung von Desinformationskampagnen nicht mehr aus. Entscheidend wird zunehmend, welche Inhalte für Maschinen sichtbar sind und in KI-generierte Antworten einfließen. Künftige Analysen müssen daher menschliche Reichweite und maschinelle Sichtbarkeit gemeinsam betrachten….
drone

Maschinen sehen anders: Die digitale Wahrnehmung als Achillesferse von Physical AI

Ariane Scheer-Danielsson, TrustNXT GmbH Physical AI verbindet digitale Daten unmittelbar mit Handlungen in der physischen Welt. Manipulierte oder falsch verarbeitete Sensorwerte können dadurch reale Fehlentscheidungen autonomer Systeme auslösen. Sicherheit muss deshalb bereits bei der digitalen Wahrnehmung der Maschine beginnen. Kryptografische Nachweise können Herkunft und Veränderungen von Daten entlang der Verarbeitung nachvollziehbar machen. So lassen sich Manipulationen und Fehlerursachen besser erkennen und industrielle KI-Systeme robuster absichern….
EU Artificial Intelligence Act Navigating the Future of AI Regulation and Innovation

Aus künstlich wird kenntlich: Neue Spielregeln für KI-generierte Inhalte

Jörg Heidrich, Heidrich Rechtsanwälte Seit dem 2. August 2026 gelten neue Transparenzpflichten für KI-generierte und manipulierte Inhalte. Der AI Act unterscheidet dabei zwischen den Pflichten von Anbietenden und Betreibenden von KI-Systemen. Unternehmen müssen insbesondere bei Deepfakes und bestimmten KI-generierten Texten für eine sichtbare Kennzeichnung sorgen. Damit wird der professionelle Einsatz generativer KI zunehmend zu einer Compliance-Aufgabe. Klare Verantwortlichkeiten, einheitliche Labels und verbindliche Prozesse werden deshalb für Unternehmen entscheidend….
Technische Herkunftsnachweise als Antwort auf die Vertrauenskrise digitaler Medien

Fake oder echt? Technische Herkunftsnachweise als Antwort auf die Vertrauenskrise digitaler Medien

Friederike Beckh, Bundesdruckerei GmbH Digitale Signaturen können Herkunft und Veränderungen digitaler Medien nachvollziehbar machen. Vertrauen entsteht jedoch erst durch die Institutionen und Zertifikate hinter diesen Signaturen. C2PA macht Medien-Provenienz damit nicht nur zu einer technischen, sondern auch zu einer Governance-Frage. Für Europa bietet sich die Chance, Herkunftsnachweise mit bestehenden digitalen Identitäten und Vertrauensdiensten zu verbinden. So könnte eine souveräne Vertrauensarchitektur für digitale Medien entstehen….
Collageartige Darstellung, in der Roboterarme und menschliche Hände einzelne Gesichtselemente zu einer künstlichen Identität zusammensetzen.

Bist du es wirklich? Wie digitale Identitäten vor Deepfakes geschützt werden

Henry Schütze und Julian Schweizer, Nect GmbH Deepfakes eröffnen neue Möglichkeiten für den Missbrauch gestohlener Identitäten. Kriminelle können Identitätsdaten mit synthetisch erzeugten Live-Aufnahmen kombinieren, um biometrische Prüfungen anzugreifen. Ein einzelner Deepfake-Detektor bietet dabei keinen ausreichenden Schutz. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Detektion, randomisierten Live-Challenges, begrenzten Angriffsversuchen und sicheren Datenwegen. So lässt sich der Aufwand für Identitätsbetrug deutlich erhöhen und die digitale Identitätsprüfung widerstandsfähiger gestalten….
Illustration eines digitalen Prüfprozesses, bei dem Herkunft, Forensik und Inhalt eines Medienbeitrags analysiert und miteinander verknüpft werden.

Echt ist nicht gleich wahr: Drei Säulen gegen die neue Macht der Desinformation

Jakob Tesch, Gretchen AI KI-generierte Inhalte erschweren zunehmend die Unterscheidung zwischen echten und manipulierten Medien. Gleichzeitig kann bereits die Möglichkeit einer Fälschung das Vertrauen in authentische Inhalte schwächen. Multimodale Verifikation kombiniert deshalb Herkunftsprüfung, digitale Forensik und Claim-Checking. Keine dieser Methoden kann für sich allein vollständige Gewissheit schaffen. Gemeinsam ermöglichen sie jedoch eine belastbarere und skalierbare Prüfung digitaler Inhalte….
Illustration eines Mannes vor einem Smartphone, der zwischen verschiedenen Masken wählt – Symbol für digitale Identität, Täuschung und KI-generierte Identitäten.

Maskenball im Netzwerk: Zero Trust setzt auf Nachweis statt Erscheinung

Frederik Schmidt, CanMe GmbH Vertraute Gesichter, Stimmen oder Netzwerkadressen sind längst kein verlässlicher Identitätsnachweis mehr. Deepfakes machen sichtbar, was auch für moderne Unternehmensnetze gilt: Vertrauen muss überprüfbar sein. Zero-Trust-Architekturen prüfen deshalb jede Verbindung einzeln und begrenzen den Zugriff auf notwendige Ressourcen. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und identitätsbasierte Zugänge erschweren zudem laterale Angriffe. So wird der Nachweis von Identität zur Grundlage moderner IT-Sicherheit….
Collage aus menschlicher und robotischer Hand beim Handschlag zwischen zwei Laptops – Symbol für die Zusammenarbeit von Mensch und KI.

Muss es immer KI sein? Teilautomatisierung als Stärke statt Kompromiss

Dirk Eilers und Karsten Roscher, Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS Digitale B2B-Services verlagern immer mehr Aufgaben in Self-Service-Portale und automatisierte Prozesse. Dadurch profitieren Unternehmen von höherer Effizienz und besserer Skalierbarkeit, während Kund:innen oft zusätzliche Verantwortung übernehmen müssen. Die Folge können erhöhter kognitiver Aufwand, Unsicherheit und ein Gefühl von Kontrollverlust sein. Erfolgreiche digitale Services zeichnen sich deshalb nicht allein durch technische Funktionalität aus, sondern durch verständliche Nutzungskonzepte, Transparenz und gezielte Unterstützung. Entscheidend ist, dass Digitalisierung echte Entlastung schafft und nicht…
Illustration zu Datensicherheit, digitaler Identität und Vertrauen mit Hand, Auge, Schlüssel und Schloss.

Wer bin ich und darf ich rein? Digitale Identitäten als Infrastruktur der vernetzten Stadt

Neele Küchler, XignSys GmbH und Ali Ismailov, Stadtwerke Münster Smart Cities benötigen mehr als einzelne Apps und digitale Portale. Gemeinsame digitale Identitäten können unterschiedliche kommunale Services über einen zentralen Zugang verbinden. Der City.Pass Münster zeigt, wie offene Standards, Identitätsdaten und klare Governance dabei zusammenspielen. Eine modulare Architektur erleichtert die Integration neuer Angebote und künftiger Lösungen wie der EUDI-Wallet. So wird digitale Identität zu einer zentralen Infrastruktur für die vernetzte Stadt….
Logo des IM+io Magazins in roter und oranger Farbgebung

Digitaltrends, KI & Leadership-Insights

Abonniere unseren Newsletter und bleibe informiert über die neuesten Beiträge, Trends und Hintergrundberichte rund um Digital Leadership, KI, Transformation und Wirtschaft.

Vom Buzzword zur Business-Lösung: Werde KI-Manager (TÜV)

NEU ab September: Zertifikatskurs „KI-Manager (TÜV)“

Bereit für die Zukunft mit Künstlicher Intelligenz? Unser neuer Kurs „KI-Manager (TÜV)“ vermittelt fundiertes Wissen, praktische Fähigkeiten und strategisches Know-how rund um den Einsatz von KI im Unternehmen. Erfahren Sie alles über generative KI, Deep Learning, ethische Fragestellungen und branchenspezifische Lösungsansätze – mit Hands-on-Workshops und Abschlusszertifikat vom TÜV Seminare Saarland.

Mit Leidenschaft und sozialer Verantwortung produziert

„Als gemeinnütziges Forschungsinstitut und Herausgeber der Fachzeitschrift IM+io ist es uns ein Anliegen, Verantwortung zu übernehmen und aktiv zu einer besseren Zukunft beizutragen. IM+io steht für Innovation, Management und Information – Werte, die wir auch in einer nachhaltigen und sozial verantwortlichen Heftproduktion widerspiegeln. Wir freuen uns über das Siegel und die langjährige Zusammenarbeit mit der reha GmbH.“

Sandra Ehlen
Geschäftsführerin des August-Wilhelm Scheer Institut und Chefredakteurin der IM+io