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Internet of Production

Internet of Production

Datenbasierte und domainübergreifende Zusammenarbeit als Schlüssel für zukunftsfähige Unternehmen

Ein Beitrag von: Günther Schuh, Jan-Philipp Prote, Melanie Luckert, Matthias Schmidhuber, RWTH Aachen

Kurz und Bündig

Das Internet of Production ist eine auf die Komplexität produzierender Unternehmen zugeschnittene Infrastruktur, welche die Übertragung des IoT-Gedanken auf die Produktion ermöglicht. Die vorgestellte Infrastruktur unterstützt Unternehmen bei der gezielten Aggregation und Aufbereitung von Informationen über mehrere Datenquellen hinweg und schafft somit eine echtzeitfähige Entscheidungsgrundlage für domänenübergreifende Fragestellungen. Das primäre Ziel stellt die Unterstützung der menschlichen Entscheidungsfindung in Form nutzerspezifischer Apps dar.

1. Herausforderungen produzierender Unternehmen

Produzierende Unternehmen sehen sich zunehmend intransparenten Marktentwicklungen sowie kurzlebigen Rahmenbedingungen ausgesetzt [1]. Mitarbeiter müssen in Folge dessen immer kurzfristiger Entscheidungen unter Berücksichtigung einer wachsenden Anzahl an Einflussfaktoren treffen. Zur Erhöhung der Transparenz relevanter Prozesse wurde daher im Rahmen des Internet of Things (IoT) die horizontale Vernetzung intelligenter Objekte, sogenannter cyber-physischer-Systeme (CPS), angestrebt [2].

Eine Überführung des IoT auf die Rahmenbedingungen der Produktion stellt Unternehmen aktuell jedoch vor große Herausforderungen. Zwar werden durch die anhaltende Digitalisierung umfangreiche Mengen an Rohdaten in der Produktion aufgenommen, diese werden jedoch in Abweichung zum IoT-Gedanken nicht zentral gespeichert. Produzierende Unternehmen schaffen sich etwa durch den Einsatz proprietärer Enterprise-Ressource-Planning-Systeme (ERP) oder Customer-Relationship-Management-Systeme (CRM) vielmehr verteilte Datensilos, zu welchen nur vereinzelten Key-Usern Zugriff gewährt wird. Eine systemübergreifende Datennutzung oder gar die Generierung neuen Wissens aus der Verbindung bislang voneinander unabhängiger Datenquellen werden verhindert.

In Zeiten wachsender Unsicherheiten gewinnen Konzepte wie das des Internet of Things (IoT) zunehmend an Bedeutung. Insbesondere produzierende Unternehmen sehen sich jedoch aufgrund ihrer komplexen Prozesse mit erheblichen Problemen bei der Umsetzung des IoT-Gedankens konfrontiert. Mit dem Internet of Production wird im nachfolgenden Beitrag eine auf die Produktion zugeschnittene Infrastruktur vorgestellt, welche es Unternehmen ermöglicht, Potenziale der fortschreitenden Digitalisierung für eine bessere Entscheidungsfindung zu nutzen.

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August-Wilhelm Scheer Institut

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