KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Der ERP-Monolith muss in kleinere Servicebausteine aufgebrochen werden

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“„Der ERP-Monolith muss in kleinere Servicebausteine aufgebrochen werden““ font_container=“tag:h2|font_size:38|text_align:left|color:%23e30613″ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1545058494034{margin-top: -25px !important;}“][vc_custom_heading text=“Im Gespräch mit Frank Termer, Bereichsleiter Software beim Digitalverband Bitkom“ font_container=“tag:h2|font_size:22|text_align:left|color:%23f07d00″ use_theme_fonts=“yes“][vc_column_text][/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Kurz und bündig“ font_container=“tag:h3|font_size:17|text_align:left|color:%23ffffff“ use_theme_fonts=“yes“ css=“.vc_custom_1545058562512{padding-left: 15px !important;background-color: #f07d00 !important;}“][vc_column_text css=“.vc_custom_1545058573490{border-top-width: 1px !important;border-right-width: 1px !important;border-bottom-width: 1px !important;border-left-width: 1px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #eaeaea !important;border-left-color: #aaaaaa !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #aaaaaa !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #aaaaaa !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #aaaaaa !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 1px !important;}“]

Die steigende Bedeutung digitaler Plattformen wirkt sich direkt auf den ERP-Markt aus. Zum einen wandelt sich die Architektur von ERP-Systemen grundlegend. Zum anderen stehen viele ERP-Anbie­ter nun vor tiefgreifenden Anpassungen ihrer Ge­schäftsmodelle. Wichtig für alle ist, vor dieser Ent­wicklung nicht die Augen zu verschließen und sich frühzeitig Gedanken darüber machen, welche Rolle sie in dem neuen Ökosystem spielen möchten.

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1519752670572{margin-top: -10px !important;}“][vc_column][vc_column_text]

Die Relevanz der digitalen Plattformen für Unternehmen steigt immer weiter. Dies wirkt sich auch auf den Markt von Enterprise-Ressource-Management (ERP) aus. Wir fragten Dr. Frank Termer, Bereichsleiter Software vom Di­gitalverband Bitkom, welche Bedeutung die digitalen Plattformen für Anbieter und Nutzer von ERP-Lösungen haben.

[/vc_column_text][ult_dualbutton btn_hover_style=“Style 2″ btn_border_style=“solid“ btn_color_border=“#ffffff“ btn_border_size=“2″ btn_alignment=“left“ dual_resp=“off“ button1_text=“Einzelheft kaufen“ icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fproduct%2Fmarktmacht-plattform%2F|||“ btn1_background_color=“#f07d00″ btn1_bghovercolor=“#e30613″ icon=“Defaults-book“ icon_size=“22″ icon_color=“#ffffff“ icon_hover_color=“#f07d00″ button2_text=“Jetzt abonnieren“ btn_icon_link=“url:https%3A%2F%2Fwww.aws-institut.de%2Fim-io%2Fabo%2F|||“ btn2_background_color=“#f07d00″ btn2_bghovercolor=“#e30613″ btn_icon=“Defaults-chevron-right“ btn_icon_size=“22″ btn_icon_color=“#ffffff“ btn_iconhover_color=“#f07d00″ divider_text=“oder“ divider_text_color=“#f07d00″ divider_bg_color=“#ffffff“ btn1_text_color=“#ffffff“ btn1_text_hovercolor=“#ffffff“ btn2_text_color=“#ffffff“ btn2_text_hovercolor=“#ffffff“ title_font_size=“desktop:20px;“ btn_border_radius=“3″ title_line_ht=“desktop:22px;“ btn_width=“280″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“IM+io: Herr Dr. Termer, der Digitalverband Bitkom hat ein Positionspapier zur Bedeutung von Digitalen Plattformen für den ERP-Markt vorgelegt. Wird hier nur ein aktuelles Buzz-Wort in Verbindung mit ERP gebracht oder handelt es sich vielmehr um eine Weiterent­wicklung der bestehenden ERP-Systeme durch digitale Plattformen?“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]

FT: Digitale Plattformen werden für Unterneh­men immer relevanter und damit haben sie auch direkte Auswirkungen auf ERP-Systeme und den Markt der ERP-Anbieter. Zum einen wan­delt sich die Architektur von ERP-Systemen grundlegend. Zum anderen geht es jetzt für viele ERP-Anbieter auch um den Wechsel im Ge­schäftsmodell. Die Art und Weise, wie ERP-Software zukünftig bereitgestellt und ge­nutzt wird, unterscheidet sich signifikant von der guten alten Zeit, wo Standard-Anwendungs­systeme von der Stange gekauft wurden.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Können Sie kurz erklären, wie die beste­henden ERP-Systeme aufgebaut sind?“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]

FT: Als vor beinahe einem halben Jahrhundert die ersten Softwarehäuser mit der Idee für die Entwicklung von standardisierten Unterneh­mensanwendungen entstanden, da war die Vor­stellung revolutionär, Geschäftsprozesse in ihren Basisfunktionen so zu verallgemeinern, dass sie für viele Unternehmen nützlich sein konnten. Das gelang vor allem in der Buchhaltung und der Pro­duktionsplanung. Um die Software gruppierten sich nach und nach standardisierte Lösungen für Einkauf, Verkauf, Logistik, so dass praktisch die gesamten Unternehmensressourcen Gegenstand einer integrierten Komplettlösung wurden. Diese – meist großrechnerorientierten – Lösungen für das Enterprise-Resource-Planning haben nach und nach jede Abteilung im Unternehmen in ei­nen Gesamtzusammenhang gebracht. Sie hatten – und haben – nur einen Nachteil: sie sind vollkom­men monolithisch aufgebaut. Das heißt, sie verei­nen Datenhaltung, Business Logik und Visuali­sierung in einem Gesamtsystem. Und sie sind für Anwender in der Regel eine Entscheidung auf Le­benszeit. Wer sich für ein ERP-System entschei­det, entscheidet sich damit auch für den Entwick­lungspfad des Anbieters.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Und was ändert sich nun durch digitale Plattformen?“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]

FT: Mit der Digitalisierung steigt die Notwendig­keit, dass Unternehmen mit anderen zusammen­arbeiten und Daten austauschen. IT-Systeme wer­den zwar nach wie vor intern eingesetzt, doch sie erhalten Schnittstellen nach außen, um Daten über Unternehmensgrenzen hinweg auszutau­schen. Damit lassen sich aber neue IT-Systeme in die eigenen Geschäftsprozesse auch viel einfacher als noch vor wenigen Jahren einbinden. Digitale Plattformen übernehmen in diesem Fall die Inte­gration dieser Systeme und sorgen für ein rei­bungsloses Zusammenspiel. Ein großer Enabler für diese Entwicklung ist das Cloud Computing, wodurch eine ungeahnte Dynamik entsteht.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Cloud Computing gibt es ja bereits län­ger, wodurch entsteht heute diese Dynamik, von der Sie sprechen?“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]

FT: In dem Maße, in dem Funktionen als Ser­vices oder Apps über die Cloud angeboten wer­den, erhalten Anwender die Freiheit, zusätzliche Fach- oder Branchenfunktionen über Schnittstel­len zur bestehenden Unternehmenslösung hinzuzufügen. Ja mehr noch: die Unternehmens­lösungen selbst bewegen sich aus der Installation vor Ort in die Cloud und werden dort als kombi­nierbare Cloud-Services „defragmentiert“. Digita­le, cloudbasierte Plattformen sind danach die Lö­sungs-Mall der Zukunft, die es Anwendern er­laubt, unterschiedliche Funktionsbausteine mitei­nander zu kombinieren. In den App-Stores für Smartphones sehen wir, wie das funktioniert. An­wender laden sich dabei unterschiedlichste Funk­tionen als App herunter, die sie auf mehr oder we­niger komfortable Weise miteinander integrieren.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Smartphones sind aber nicht unbedingt mit klassischen IT-Systemen vergleichbar…“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]

FT: Richtig. Allerdings sind die Nutzer von be­trieblichen Anwendungssystemen so an den Um­gang mit Smartphones und Apps gewöhnt, dass Sie diese Erfahrungen als neue Erwartungshal­tung auch auf betriebliche IT-Systeme übertragen. Insofern sind Smartphone und klassische IT-Sys­teme nun doch wieder vergleichbar, da sich die Anforderungen und Erwartungshaltung in der User Experience ähneln. Damit betriebliche IT-Systeme entsprechend genutzt werden können, stellen digitale Plattformen eine notwendige Vor­aussetzung dar. Sie erfordern aber IT-Systeme, die modular aufgebaut sind und deren kleinsten Bau­steine über Schnittstellen ansprechbar sind. Da­mit sind sie das exakte Gegenmodell zu monolit­hischen Systemen, wie sie heute existieren. Modu­lare IT-Systeme sind offen für Entwicklungen Dritter und für die Integration bei Dritten. Sie las­sen sich frei kombinieren und einbetten.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Und was hat der Kunde eines ERP-Sys­tems von dieser Entwicklung?“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]

FT: Digitale Plattformen eröffnen neue Freiheits­grade für Unternehmen. Sie können sich endlich nach optimalen Lösungsansätzen umschauen und sind nicht mehr auf das Angebot eines Anbieters angewiesen. Zukünftig werden immer mehr Funktionalitäten für Systeme durch Services von Drittanbietern bereitgestellt. Denken Sie etwa an Services für Künstliche Intelligenz oder Machine Learning. Diese müssen sich in die bestehende Systemlandschaft über eine Plattform anbinden lassen. Die Integrationsmöglichkeiten spielen auch im Kontext des Internet of Things (IoT) oder der Industrie 4.0 eine entscheidende Rolle.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Wenn die Anwender künftig auch bei ERP-Systemen auf die Cloud und auf Plattfor­men setzen, welche Weichen müssen die Anbie­ter dieser Software dann heute stellen?“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]

FT: Es läuft heute mehr und mehr Geschäft über Plattformen. ERP-Systeme müssen daher zum ei­nen modularisiert werden, das heißt der Monolith muss in kleinere Servicebausteine aufgebrochen werden. Zum anderen brauchen diese Bausteine „Standard-Stecker“, um eine Anbindung an Platt­formen zu ermöglichen. Einige Plattformen stel­len ergänzende Services für ERP-Anwenderunter­nehmen bereit, wie Dienste rund um Künstliche Intelligenz oder Schnittstellen zu IoT-Geräten. Diese müssen sich in die ERP-Prozesse einbinden lassen.

[/vc_column_text][vc_single_image image=“7880″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_custom_heading text=“IM+io: Empfehlen Sie also jedem ERP-Anbieter, eine eigene Plattform zu entwickeln? Und wenn ja, würde das dem Plattform-Gedanken, bei dem ja an einer Stelle Anbieter und Kunden zu­sammenkommen sollen, nicht widersprechen?“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]

FT: Die Plattformstrategie eines ERP-Anbieters ist stark abhängig von den Fähigkeiten, Ressour­cen und finanziellen Möglichkeiten, selbst als Plattformanbieter agieren zu können. Alternativ können ERP-Unternehmen die eigenen Lösungen in unterschiedlichen Konstellationen auf fremden Plattformen anbieten. Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Plattformtypen und -betreiber sowie der Anforderungen des Marktes sind multi­ple Strategien notwendig.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Das klingt eigentlich ganz einfach. Wo sind die Herausforderungen auf diesem Weg hin zu einem Plattform-Markt bei ERP-Systemen?“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]

FT: Es geht um nicht weniger, als dass sich die bestehenden Geschäftsmodelle der ERP-Anbieter komplett verändern. Gartner prognostiziert, dass sich das Geschäftsmodell für Softwarean­bieter bis zum Jahr 2020 deutlich ändern wird: Mehr als 80 Prozent der Anbieter werden dann das Modell „Lizenz plus Wartung“ zugunsten von Subskriptionsmodellen abgeschafft haben. Anwender suchen nach einer Vereinfachung und Flexibilisierung der gängigen Lizenzmodelle und finden dabei Vorbilder in anderen Branchen, bei­spielsweise die verbrauchsabhängige Abrech­nung von Wasser und Energie, Abo-Modelle im Mobilfunk oder Rabattstaffeln nach Laufzeit bei Medienabonnements.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Ist es für ERP-Anbieter nicht unerheb­lich, auf welche Weise sie ihr Geld verdienen?“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]

FT: Das ist nicht so einfach, wie es vielleicht klingt. An erster Stelle steht dabei sicherlich der direkte Einfluss auf Umsatz und Gewinn. Darü­ber hinaus müssen der Kundenservice ausgebaut und die Vergütung des Vertriebs angepasst wer­den. Zudem gilt es, den Spagat zwischen Neu­kundenumsatz und Ausbau des Bestandskun­dengeschäfts zu schaffen. Und nicht zuletzt sind Fragen zur Umstellung der Bestandskunden auf das neue Modell zu klären und Preisfindungs­strategien zu ändern.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Was empfehlen Sie einem ERP-Anbieter konkret, der vor der Entscheidung steht, auf di­gitale Plattformen zu setzen?“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]

FT: ERP-Anbieter sollten vor dieser Entwick­lung nicht die Augen verschließen und sich früh­zeitig Gedanken darüber machen, welche Rolle sie in diesem Ökosystem spielen möchten – ob als Betreiber einer eigenen Plattform oder als Teil einer bestehenden. Grundsätzlich bieten sich drei Vorgehensweisen an, die Lizensierung um­zustellen: Erstens: Bei einem vollständigen Wechsel auf Subskriptionsabrechnung werden auch die Bestandskunden auf einen Schlag um­gestellt. Das hinterlässt einmalig deutliche Spu­ren in der Umsatz- und Gewinnrechnung, dafür vermeidet der ERP-Anbieter den Betrieb unter­schiedlicher Geschäftsmodelle. Zweitens: Bei ei­nem schrittweisen Ansatz werden dagegen zuerst die neuen, gefragtesten und sich am schnellsten ändernden Produkte umgestellt. Erst danach fol­gen die übrigen Produkte, in der Regel im Rah­men des nächsten Releasewechsels. Schließlich besteht drittens auch die Möglichkeit, das Sub­skriptionsmodell nur Neukunden anzubieten. Bestandskunden werden erst im letzten Jahr ih­res Wartungsvertrages umgestellt.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“IM+io: Was glauben Sie, wie wird der ERP-Markt in zehn Jahren aussehen? Und werden wir dann noch von digitalen Plattformen sprechen?“ font_container=“tag:h4|text_align:left“][vc_column_text]

FT: Der ERP-Markt wird sich durch die Digita­lisierung und durch Digitale Plattformen mas­siv verändern. Klar ist, dass nicht alle ERP-An­bieter den Weg gehen können, eine eigene Platt­form aufzubauen und zu betreiben. Und es ist gut möglich, dass Digitale Plattformen in eini­gen Segmenten bestehende ERP-Anbieter be­drängen oder sogar verdrängen werden. Dann bleibt dem Anbieter vielleicht nur noch übrig, sein ERP als eine App unter vielen anderen auf Plattformen anzubieten. Damit werden sich ERP-Anbieter massiv verändern und eher als Branchenexperten oder als Systemintegratoren auftreten. Das Konzept der digitalen Plattfor­men wird dann nach wie vor präsent sein. Al­lerdings werden wir hier eine Konsolidierung im Markt erleben und es wird spannend zu be­obachten sein, wie ERP nach der Digitalen Transformation aussehen wird.

[/vc_column_text][ult_createlink title=“Literaturangaben“ btn_link=“url:http%3A%2F%2Fbit.ly%2F2QroT6M|title:Weiterf%C3%BChrende%20Inhalte|target:%20_blank|“ link_hover_style=“Style_1″ text_hovercolor=“#dd9933″][/vc_column][/vc_row]

LinkedIn
WhatsApp
Telegram
Facebook

August-Wilhelm Scheer Institut

Ähnliche Artikel entdecken

Entdecken Sie unsere neusten Ausgaben

Innovationskultur – Räume, Regeln, Rebellen