KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Gemeinsame globale Standards: Die UNESCO-Empfehlung als ethischer Kompass für KI

The Moral Compass of the Mind

Jeannine Hausmann, Deutsche UNESCO-Kommission
Weltweit wächst der Einfluss von KI, und damit steigt die Verantwortung, ihr Handeln zu regulieren. Die UNESCO-Empfehlung liefert dafür erstmals einen global anerkannten ethischen Rahmen. Sie betont den Schutz von Menschenrechten über den gesamten Lebenszyklus von KI-Systemen. Staaten sollen Leitlinien entwickeln, Diskriminierung verhindern und den gesellschaftlichen Dialog fördern. Dadurch wird ethische KI von einer freiwilligen Option zu einem internationalen Anspruch.

Fusion: The Final Frontier. These are the voyages of the next-generation stellarator reactors

Image 2: Co-founders in front of W7-X2. (Proxima Fusion)


Stellaratoren gelten als eine der vielversprechendsten Technologien, um die Kraft der Fusion nutzbar zu machen. Proxima Fusion setzt dabei auf detaillierte Simulationen, die das Verhalten des Plasmas bereits vor dem Bau physischer Komponenten präzise vorhersagen. Europäische Forschungspartner stärken diese Entwicklung durch Expertise in Magnetdesign und Materialforschung. Mit klaren Etappenzielen will das Unternehmen Schritt für Schritt den Weg zur dauerhaften Energieerzeugung ebnen. So entsteht eine neue Form von Pionierarbeit, deren Ziel nicht der Weltraum ist, sondern eine zuverlässige Energiequelle auf der Erde.

Vom Köhlerhandwerk zur KI-Forschung: Die neue Innovationslandschaft im Schwarzwald

Eintritt Campus Schwarzwald gGmbH

Stefan Bogenrieder, Tobias Riethmüller und Thilo Schlegel, Campus Schwarzwald gGmbH
Zwischen Waldlandschaft und Werkhallen entsteht eine Region, die aus handwerklicher Tradition neue technologische Impulse entwickelt. Der Campus Schwarzwald bringt Mittelstand und Wissenschaft zusammen, um Digitalisierung und Nachhaltigkeit voranzutreiben. Forschungspartner wie das KIT oder die Universität Stuttgart liefern dafür entscheidende Expertise. Die Kompetenzfelder reichen von KI und Robotik bis zu Industrial Security und moderner Funktechnologie. Dadurch entsteht ein Innovationsökosystem, das den regionalen Mittelstand im globalen Wettbewerb stärkt.

Mit Moos mehr los: Wie Biofilter und Daten die Städte entlasten

Green city

Peter Sänger, Zhengliang Wu, Green City Solutions
Moose werden zu aktiven Stadtbewohnern, wenn sie in biohybriden Modulen Luft reinigen, kühlen und auf Umwelteinflüsse reagieren. Sensoren erfassen kontinuierlich Daten, die KI-Algorithmen zur Optimierung der Prozesse nutzen. So entsteht ein System, in dem Natur und Technologie eng zusammenspielen. Projekte wie CityTree oder CityBreeze machen diese Wirkung sichtbar – von deutlicher Feinstaubreduzierung bis zu spürbarer Abkühlung. Auf diese Weise wird urbane Natur zu einem Baustein smarter, widerstandsfähiger Städte.

It’s Raining Data: Wasserprognosen gewinnen an Präzision

Data Raining Wald

Benjamin Mewes, Okeanos Smart Data Solutions GmbH
Durch den Einsatz von KI verändert sich die Art, wie hydrologische Prognosen entstehen. Große Datenmengen werden verknüpft, Muster sichtbar gemacht und Unsicherheiten verringert. So lassen sich Extremereignisse wie Überflutungen oder Dürren deutlich früher erkennen. Diese Präzision verschafft Behörden und Einsatzkräften wertvolle Zeit für Entscheidungen. Dennoch bleibt der verantwortungsvolle Umgang mit KI zentral, damit technologische Chancen nicht zu Fehleinschätzungen führen.

Repair Culture für Bauwerke: Diagnostik, die tief unter die Oberfläche reicht

Labyrinth und Hand. Lösungen.

Jens Memmesheimer, Jöckel Innovation Consulting GmbH
Ideen entfalten selten Wirkung, wenn sie nur auf Papier bleiben. Erst durch die Zusammenarbeit von Handwerk, Forschung und Unternehmertum entstehen Projekte, die echte Probleme lösen. Das ZIM schafft dafür die passenden Förderstrukturen und unterstützt insbesondere kooperative Entwicklungsprojekte. Das Netzwerk „DenkmalpflegeAM“ zeigt, wie aus dieser Dynamik marktfähige Lösungen wachsen – von 3D-gedruckten Denkmalziegeln bis zu KI-gestützter Gebäudediagnostik. So entsteht eine Reparaturkultur, die Bauwerke nachhaltiger schützt.

Glück als Geschäftsmodell: Wie Finnland Zufriedenheit zur Wirtschaftskraft macht

319 Website

Risto Vuohelainen, Business Finland
Glück ist in Finnland kein Nebeneffekt, sondern Teil der wirtschaftlichen Strategie. Hohe Lebensqualität und starke soziale Strukturen schaffen Stabilität, die Unternehmen innovativer macht. Kooperationen zwischen Forschung, Wirtschaft und Start-ups treiben technologische Entwicklungen voran. Flexible Arbeitszeiten und eine vertrauensvolle Arbeitskultur stärken Kreativität und Problemlösung. Das Ergebnis ist ein Wirtschaftsmodell, das Wohlbefinden als Wettbewerbsfaktor versteht.

Die globalisierte Innovation: Neue Trends und wohin die Reise geht

Collage: Globus, Standorte und Hände

Rajnish Tiwari, Hochschule Fresenius, Hamburg und Stephan Buse, Technische Universität Hamburg
Weltweit vernetzte Teams entwickeln Ideen gleichzeitig an unterschiedlichen Orten, was die Innovationslandschaft grundlegend verändert. Patente, Finanzierungsströme und F&E-Daten zeigen deutliche Verschiebungen in Richtung neuer globaler Hotspots. Multinationale Unternehmen investieren stärker im Ausland und bauen internationale Kompetenzzentren auf. Gleichzeitig erfassen traditionelle Kennzahlen viele digitale und kollaborative Innovationsformen nur unzureichend. Deshalb wird es immer wichtiger, Fortschritt neu und umfassender zu messen.

Ideen umsetzen, Zukunft gestalten: Der EDIH Saarland als Motor für Veränderung

Menschen bei Workshop

Fabian Adler, EDIH Saarland (c/o ZeMA gGmbH)
Wenn Roboter prüfen, Daten verständlich werden und Verwaltungen KI nutzen, zeigt sich das Potenzial digitaler Innovation. Der EDIH Saarland sorgt dafür, dass solche Anwendungen nicht Theorie bleiben, sondern in realen Projekten Gestalt annehmen. Er unterstützt regionale Unternehmen und öffentliche Einrichtungen beim Einsatz moderner Technologien. Durch Schulungen, Pilotprojekte und Beratung entstehen Lösungen, die Effizienz und Zusammenarbeit verbessern. So wird der EDIH Saarland zu einem Motor, der digitale Zukunft konkret voranbringt.

Hauptsach gudd vernetzt: Die Innovationsagenda des Saarlandes

Wald und Fluss


Damit Ideen nicht im Labor bleiben, setzt das Saarland auf starke Partnerschaften zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Die „Strategie für Forschung und Innovation 2024–2030“ schafft dafür klare Rahmenbedingungen. Förderprogramme unterstützen KMU dabei, neue Technologien zu entwickeln und in den Markt zu bringen. Investitionen in Institute und Infrastruktur erhöhen die regionale Innovationskraft. Ziel ist eine Wirtschaft, die durch Wissen, Transfer und Vernetzung nachhaltig wächst.