KI, die Kreative Intelligenz jetzt in der neuesten Folge SMART&nerdy! Podcastfolge #23.

Kategorie: #Digitalisierung

Drei Petrischalen mit kultivierten Fleischproben, die in einer Reihe auf blauem Hintergrund angeordnet sind, veranschaulichen Fortschritte in der sauberen Proteintechnologie und der Lebensmittelnachhaltigkeit.
#BioTechInnovationsschubDE

Kultiviert statt geschlachtet: Fleischproduktion jenseits der Weide

Malte Tiburcy, MyriaMeat im Gespräch mit Milena Milivojevic, IM+io
MyriaMeat wurde 2022 gegründet, um echtes Fleisch ohne Tierhaltung zu erzeugen – mithilfe von Tissue Engineering auf Basis pluripotenter Stammzellen. Die Technologie stammt aus der Universitätsmedizin Göttingen und ermöglicht die naturgetreue Nachbildung von Muskelgewebe. Der Herstellungsprozess orientiert sich am natürlichen Muskelwachstum, inklusive mechanischer Belastung zur Reifung. Anders als pflanzliche Alternativen handelt es sich bei dem Endprodukt um echtes Fleisch – nur eben ohne Schlachtung. Langfristig soll kultiviertes Fleisch eine nachhaltige Ergänzung zur klassischen Tierhaltung werden.

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Landschaft, leuchtende Mikroorganismen, die komplizierte Muster bilden, magische biolumineszierende Bakterien in einem winzigen Universum
#BioTechInnovationsschubDE

Futter aus dem Ferment: Der Weg vom Bakterienstamm zum Proteinpulver

Julian Schildknecht, MicroHarvest im Gespräch mit Milena Milivojevic, IM+io
MicroHarvest will eine globale Proteinlücke schließen – nachhaltig, effizient und skalierbar. Die Idee: Mikroorganismen liefern durch Fermentation ein hochqualitatives Proteinpulver mit über 60 % Proteingehalt. Der gesamte Prozess dauert nur 24 Stunden, ist ressourcenschonend und verzichtet auf Gentechnik. Im Vergleich zu Fleisch oder Soja verbraucht die Produktion deutlich weniger CO₂ und Wasser. Aktuell liegt der Fokus auf Tiernahrung, doch auch der Markteintritt in die menschliche Ernährung ist bereits in Planung.

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Digitaler Zwilling eines Patienten mit Lymphom, der den Krankheitsverlauf detailliert zeigt, Lymphom, digitale Zwillingstechnologie in der Krebsbehandlung
#BioTechInnovationsschubDE

Was wäre, wenn…: Szenarien der Zelltherapie digital durchgespielt

Ulrike Weirauch, Christoph Kämpf, Kristin Reiche, Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI
Adoptive zelluläre Immuntherapien wie die CAR-T-Zelltherapie eröffnen neue Wege in der Krebsbehandlung, stoßen jedoch auf Herausforderungen bei Wirksamkeit und Nebenwirkungen. Virtuelle Zwillinge (VTs) können helfen, patient:innenindividuelle Therapieverläufe vorherzusagen und die Wirkung der Therapie zu optimieren. Dafür kombinieren sie verschiedene Digitale Zwillinge biologischer Systeme und integrieren hochdimensionale Daten wie Multi-Omics-Profile und klinische Verlaufsdaten. Die Modellierung biologischer Wechselwirkungen über In-silico-Methoden und KI ermöglicht eine präzisere Therapiewahl sowie frühzeitiges Erkennen von Risiken. Voraussetzung dafür ist eine hohe Interoperabilität der Systeme und die Einhaltung regulatorischer Standards zur Sicherung von Qualität und Vertrauen.

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Illustration: Fortgeschrittene Isometrie für Systemmarketing
#BioTechInnovationsschubDE

Code statt Klemmbrett: Wie Prozesse intelligent wachsen

Ralf Schmidt, Scheer GmbH
Die Biotechnologiebranche steht unter wachsendem Druck – von regulatorischen Anforderungen über Nachhaltigkeitsziele bis hin zur Notwendigkeit schneller Innovation. Historisch gewachsene IT-Strukturen mit papierbasierten Prozessen bremsen jedoch oft den Fortschritt. Moderne SAP-Lösungen wie S/4HANA, BTP oder Digital Manufacturing schaffen die Grundlage für durchgängig digitale, integrierte Prozesse. Sie ermöglichen Echtzeitdatenverarbeitung, KI-gestützte Analysen und eine nahtlose Integration von Labor und Produktion. So wird aus isolierten Insellösungen ein vernetztes Ökosystem, das Effizienz, Compliance und Innovationsfähigkeit gleichzeitig stärkt.

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#BioTechInnovationsschubDE

BERRY Smart – Geerntet mit System

Hannah Louise Brown, Organifarms im Gespräch mit Milena Milivojevic, IM+io
Organifarms ist ein Start-up aus Konstanz, das mit dem Ernte-Roboter BERRY die Landwirtschaft automatisiert und den Personalmangel in Gewächshäusern adressiert. Die Idee entstand 2019 auf einem Hackathon, aus dem Wunsch heraus, technologische Lösungen für drängende Probleme der Landwirtschaft zu finden. BERRY erkennt reife Erdbeeren mithilfe von Künstlicher Intelligenz, erntet sie vorsichtig und bringt sie selbstständig in den Kühlbereich. Die Innovation wurde bereits mit dem GreenTech Innovation Award ausgezeichnet. Ziel des Unternehmens ist es, die Technologie auf weitere Obstsorten und Anbausysteme auszuweiten.

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Konzept des digitalen Zwillings. Ein Finger berührt und verbindet sich mit einem digitalen Finger, um sowohl die physische als auch die digitale Welt zu aktivieren. Geschäfts- und Technologie-Simulationsmodellierung
#BioTechInnovationsschubDE

Virtuelle Körper, echte Chancen – Für eine Medizin, die Geschlecht mitdenkt

Laura Steffny, August-Wilhelm Scheer Institut
Digitale Zwillinge revolutionieren die Medizin: Statt Durchschnittswerte zu verwenden, ermöglichen sie individuell zugeschnittene Diagnosen und Therapien. Besonders in der geschlechtersensiblen Versorgung schließen sie Datenlücken, die bisher zu Fehldiagnosen und unpassenden Behandlungen führten. Erste Studien zeigen eine deutlich höhere Präzision bei Vorhersagen etwa von Schwangerschaftsdiabetes oder Prostatakrebs. Digitale Zwillinge basieren auf realen Gesundheitsdaten und modellieren den menschlichen Körper dynamisch und lernfähig. Damit könnten sie den Weg zu einer gerechteren, personalisierten Medizin ebnen – wenn ethische Standards, Datenschutz und Diversität berücksichtigt werden.

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Vom All auf den Acker: Wenn Satelliten die Saat lenken

Helena Schulz-Mirbach, Philipp Wichmann, Ari Satanowski, Max Planck Institute for Terrestrial Microbiology im Gespräch mit Milena Milivojevic, IM+io
Die MyDataPlant GmbH entwickelt digitale Lösungen für die Landwirtschaft auf Basis von Satellitendaten. Mithilfe von Fernerkundung und KI-gestützten Modellen erstellt das Unternehmen Applikationskarten, mit denen Landwirtinnen und Landwirte ihre Maschinen effizienter und nachhaltiger einsetzen können. Ursprünglich aus einer Idee der Kleffmann Group entstanden, hat sich MyDataPlant als eigenständiger Anbieter im Bereich Precision Farming etabliert. Die Plattform erlaubt es, Felder individuell zu analysieren, ressourcenschonend zu bewirtschaften und flexibel auf Wetterveränderungen zu reagieren. Durch enge Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und höchsten Datenschutzstandards treibt das Unternehmen Innovation und Vertrauen in der Agrarbranche voran.

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Biotechnologische Innovationen brauchen Struktur, Kapital und Akzeptanz, um gesellschaftlich wirksam zu werden.
#BioTechInnovationsschubDE

Start mit Stolpern: Was Biotech-Innovationen zum Scheitern bringt

Max Pöhlmann, Ralf Huss, BioM Biotech Cluster Development GmbH
Biotechnologische Innovationen sind zentral für medizinischen Fortschritt, Klimaschutz und Ernährungssicherheit – doch ihr Weg von der Forschung zur Anwendung ist lang, komplex und teuer. Viele Ideen scheitern nicht an ihrem Potenzial, sondern an strukturellen Hürden, fehlender Skalierung und mangelndem Verständnis für Marktmechanismen. Erfolgreiche Innovation erfordert Interdisziplinarität, gezielten Technologietransfer und ausreichend Risikokapital. Gleichzeitig sind regulatorische Auflagen und gesellschaftliche Akzeptanz entscheidend dafür, ob biotechnologische Produkte überhaupt den Markt erreichen. Um das volle Potenzial dieser Zukunftstechnologie zu heben, braucht es Mut, unternehmerischen Geist und klare politische Rahmenbedingungen.

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eine Fliege im Hologramm- und Drahtgitterstil
#BioTechInnovationsschubDE

Digitalisierung als Wachstumstreiber für aufstrebende Märkte

Urs Liebau, Jana Smolka, Tom Patzwald, August-Wilhelm Scheer Institut
Die Digitalisierung eröffnet neue Chancen für nachhaltige Ernährungssysteme, insbesondere in aufstrebenden Märkten. Alternative Proteine wie Insekten bieten ökologische Vorteile, doch bisher fehlt es an skalierbaren digitalen Lösungen. Mit Grow Detect AI wird die Insektenzucht durch Künstliche Intelligenz, Sensorik und Blockchain effizienter, transparenter und ressourcenschonender. Technologien wie InsectCounting und Insectpassport ermöglichen präzise Produktionsplanung und erhöhen das Vertrauen der Konsumierenden. So kann Digitalisierung nicht nur die Lebensmittelproduktion revolutionieren, sondern auch den Wandel hin zu einer klima- und biodiversitätsfreundlichen Ernährung beschleunigen.

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Ökologisches Kleinplanetenkonzept, ökologisches Bild, grüne Erde
#BioTechInnovationsschubDE

Ernte 2.0: Wenn Reststoffe zu Ressourcen werden

Michael Zavrel, Technische Universität München
Die Nutzung von Agrarreststoffen als nachhaltige Rohstoffquelle bietet großes Potenzial zur Reduktion von Treibhausgasen und zur Entkopplung von fossilen Ressourcen. Statt wertvolle Anbauflächen für die Kunststoff- oder Kraftstoffproduktion zu beanspruchen, können pflanzliche Reststoffe wie Stroh oder Zuckerrohr-Bagasse sinnvoll verwertet werden. Biotechnologische Verfahren ermöglichen es, die in diesen Reststoffen enthaltenen Zucker der zweiten Generation in Biokunststoffe, Enzyme oder Biokraftstoffe umzuwandeln. Dabei helfen moderne Technologien wie Soft-Sensoren und Künstliche Intelligenz, die Prozesse effizient und flexibel zu steuern. Für eine erfolgreiche Umsetzung im industriellen Maßstab sind frühzeitige Analysen und eine praxisnahe Testung entscheidend.

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